Fensterarbeiten

  1. Sammel-Checkliste

    • Achten Sie bei geschweißten Profilen darauf, dass sich durch den Schweißvorgang die Profile i.d.R. verformen. Diese Verformungen müssen wieder geradegerichtet werden.
    • Achten Sie darauf, dass Schweißnahte sauber von Schlackenresten befreit wurden.
    • Überprüfen Sie, dass sich keine Metalle aus unterschiedlichem Material berühren (Kontaktkorrosion).
    • Überprüfen Sie Hohlprofile darauf, dass evtl. eindringendes Wasser auch wieder ablaufen kann.
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  2. Ü-Nachweis gleich aushändigen lassen ...

    Lassen Sie sich sofort den Ü-Nachweis (Übereinstimmungsnachweis) aushändigen, später gibt es tausend Gründe, warum es nicht klappt. Die Wärmeschutzrechung braucht dieses Papier. Schauen Sie in die Fenster rein, auf die meist silbernen
    Abstandshalter zwischen den Scheiben. Dort ist der Glas hersteller, und wichtiges an anderes (Seriennr.) vermerkt, dieses muß mit den Angaben Ü-Nachweis übereinstimmen. Bei Standardmaßen wären Sie nicht der erste dem viel billigeres Glas eingebaut wurde. Nur die im U-Nachweis unterschriebene und abgestempelte Angabe kf (fürs ganze Fenster) ist gültig. Der hübscher aussehendende Wert Kv (nur fürs Glas- ohne Beachtung des Rahmens) ist wertlos. Und dabei nicht irgend ein Angabe, sonder der stets 'Bundesantzeigerwert' schriftlich zusagen lassen. Da wird schon der eine oder andere kneifen !
    Wichtig ist auch die Angabe "g", (gesamtenergiedurchlass) für die jeweiligen solaren Gewinn in der Wärmebedarfsrechnung. Mit k- bzw. u-werten werden unerfahrene Bauherren gern ausgetrickst. Gültig ist nicht irgendeine Prospektangabe, auch wenn sie sich auf die DINA xy oder irgendeine Messung beruft - nur der Ü-Nachweis zählt. Im Angebot/Ausschreibung kf als BAZ Bundesanzeigerwert und mit Ü-Nachweis beweisen schriftlich zusichern lassen, bei Lieferung sofort Ü-Nachweis verlangen und prüfen ob das "echte" Glas eingebaut wurde (s.o.)!

    Name:

    • Erwin der Tricks-Verhinderer
  3. Sind alle Räume mit Tageslicht versorgt ?

    Über eine kleine, auf dem Dach platzierte Lichtkuppel transportiert ein Lichtrohr mit nur 24 cm Durchmesser und einem Wirkungsgrad von 95% Tageslicht in fensterlose Innenräume.

  4. Glasscheiben

    Überprüfen Sie ob die Glasscheiben nicht verbrand sind
    (beim Einbau von z.B Fliesen wird häufig die "Flex "benutzt. Die Funken können auf die Fenster fliegen und Glas und Rahmen beschädigen) Nachträglich ist nicht nachzuweißen wer den Schaden verursacht hat.

  5. Einbaubedingungen abklären !!

    Lage des Fenster innerhalb der Mauerwerks(Stahlbeton)-öffnung bestimmen ( planen ). Gewünschte Überstände der Fensterbänke - aussen mit entsprechender Dehnungsmöglichkeit - - innen mit gewünschtem Überstand i.d.R. 20 mm - vor Vergabe der Fensterarbeiten in den Vertragstext integrieren. RAL-Montage gilt derzeit als "Stand der Technik "- manche Fensterbauer versuchen hier mit allerlei Argumenten Gewährleistungsausschlüsse zu erlangen!
    Vollständiges Schließen der Fuge zwischen Fensterbank innen und Mauerwerk vereinbaren um Nachforderungen des Gewerkes Putzer zu vermeiden. Fensteroliven (Griffe) bemustern und nicht auf den Angebotstext "blind "vertrauen. Dachgauben: Späteren Wandaufbau durch Trockenbau beachten - 90° Öffnungsmöglichkeit ist durch die Aufbautiefe der Verkleidung oftmals eingeschränkt - eine Stockverbreiterung im Vorfeld abgestimmt hilft. Sichtschutzverglasung ( z.b. Milchglas ) im Bereich von Bädern etc. prüfen. VSG-Glas an durchtritt- bzw. absturzgefährdeten Bereichen erforderlich. Ein Muster der verwendeten Profile schützt vor Überraschungen bei der Anlieferung der Fenster - Dimensionierung der Profile / Verarbeitung der Schweißnähte / Größe der Dichtgummis etc. Nach dem Einbau: JEDES Fenster in Ruhe und "Richtig "prüfen - hat ja immerhin auch "Richtig "Geld gekostet:
    Abdichtung der Einbaufugen - RAL Montage, Befestigung mit dem Mauerwerk ( Bolzung alle 70 cm bei Kunststoffenster ), Beschädigungen der Glasoberflächen, Rahmen und Gelenke. Bedienbarkeit. Sitzen die Fensterbänke parallel zur Mauerwerkswand - stimmt die erforderliche Ausladung, Schutz von z.B. Marmorbänken durch Folien unerlässlich da sonst jede Cola-Flasche irreperable Schäden hinterlässt. Kurzum: Was dort in der Rohbauphase durch den Fensterbauer eingebaut worden ist muss bei der Schlussabnahme immer noch "neu "und mangelfrei übergeben werden können! Es stellt somit ein "Endprodukt "im Gegensatz zur Mauerwerkswand, die ja noch Bekanntschaft mit Putz und Maler macht, dar!

    Name:

    • Langfeld
  6. Sind alle Räume mit Tageslicht versorgt?

    Es ist möglich jeden Raum ausreichend mit Tageslicht zu versorgen. Für den Keller gibt es spezielle Lichtschacht-Lösungen. Es ist auch möglich tiefe oder gefangene Räume mit Tageslicht über Glasfaserkabel oder Lichtröhren zu beleuchten. Für grössere Objekte eignen sich Heliostaten, welche enorme Mengen an Tageslicht leiten können.