Suchefunktion BAU.DE Forum Nutzung alternativer Energieformen 1305-1: Montagekosten Solaranlage

Nutzung alternativer Energieformen

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  1. Allen danke für die Antworten! 05.06.08
    @kho
    Ich stehe der Pellets-Euphorie extrem skeptisch gegenüber. Die mögen ja momentan noch aus Holzabfällen hergestellt sein. Aber wenn die Nachfrage weiter wächst, wird es irgendwann auf Holzanbau zum Verheizen hinauslaufen. Und eine Wald-Monokultur für Brennholz ist so unökologisch wie jede andere Monokultur. Ich halte das Ganze für mindestens so fragwürdig wie Bio-Sprit aus Rapsöl oder so.
    Aber das war ja auch gar nicht meine Frage....wir haben nicht das Problem, OB wir eine Solaranlage haben wollen - wir möchten sie nur kalkulieren können. Und es geht uns nicht um Amortisation - selbst wenn mit ihr das Heizen bzw. WW genauso teuer ist wie ohne, geht es uns eben genau um diese Energie, die einfach da ist und nicht durch irgend einen Rohstoff erzeugt werden muss. Das halten wir für so elementar, dass wir da notfalls draufzahlen. Nur: Wenn ich etwas kaufe, muss ich den gesamten Preis wissen. Und da fehlen uns die Montagekosten ...
    @Bernhard
    Nee, unser Haus steht recht optimal - gut, optimaler wäre komplett Süd, aber es kommt sehr nahe dran. Die Dachneigung ist auch ok. Und wir hatten gar keine Zweifel - da kann er nix gespürt haben! Die Zweifel hat er erst aufkommen lassen. Nein - ich glaube, der sieht das Ökologische daran gar nicht. Der rechnet nur und sieht - die Energieeinsparung ist bei so einem Haus mit ohnehin schon geringem Verbrauch nicht groß. Der sieht absolut nur den finanziellen Aspekt und glaubt, wir steigen ihm in ein paar Jahren aufs Dach, weil die Anlage nicht soviel bringt wie sie gekostet hat. Der will uns "gut" - auch im Interesse seiner Firma, beraten. Ich glaube eben nur, dass seine Montagekosten ein wenig hoch sind ...... darum geht es mir bei meiner Frage hier.
    Herzliche Grüße!
    Name: Stefanie  

  2. Was spricht denn gegen die Selbstmontage? 05.06.08
    Wir haben unsere Anlage teilweise selbst montiert: Solarrohre legen, Kollektoren aufs Dach setzen Kessel aufstellen und dann den Anschluss an die Heizanlage machen lassen. Das waren so 3 Monteursstunden, ca. 150EUR.
    Mit dem Stichwort ökologisch haben sie mich doch erwischt, da möchte ich menen Senf dazu geben. Unsere Anlage (WW ohne Heizungsunterstützung) ist der volle Flop - eben aus ökologischen Gründen ;-) Als wir das planten, gingen wir vom WW-Normverbrauch einer fünfköpfigen Familie aus. In der Praxis liegt unser Verbrauch aber deutlich drunter. Im Sommer sowieso, da wird einfach nicht so heiß gebadet und geduscht. Also sparen wir pro Jahr ca. 50 EUR Gas und das gegen einen Anlagenaufwand von 5000EUR (ok, da habe ich echt schlecht eingekauft, leider) Amortisation: vergisses, ob damit je der Energieaufwand für die Anlage reingeholt wird, da hab ich Zweifel. Also wohl auch ein ökologischer Flop. Meine Beobachtung übers Jahr ist, dass zumindest bei uns in Berlin, von November bis März kaum die Sonne scheint. Da ist auch mit der besten Anlage nix zu holen. An einzelnen Tagen schon, aber insgesammt nicht nennenswert. Bleibt also die möglichkeit der Heizungsunterstützung für die Monate März, April, Mai, September und Oktober. Nominell fast ein halbes Jahr, in der Gasrechnung kaum ein viertel der Heizkosten! Also wäre auch die Heizungsunterstützung ökonomisch zweifelhaft.
    Wieso?? Leztlich liegt es daran, dass wir einfach sparsam sind und auch im Winter nicht über 20 Grad heizen, nicht jeden Morgen lange duschen, uns nicht jeden Mist kaufen, der dann im Standby Strom frisst und kleine Wege mit dem Fahrrad fahren. So kommen wir mir unserem 0815-Haus mit 9cm Dämmung auf einen gesammten Energieverbrauch von 14.000kWh Gas und 2400kWh Strom. Energiesparen ist unsere beste Energiequelle, immer noch. Mir scheint dass viele Leute sich mit solchen Investitionen (Solar, Wärmepumpe etc) ein gutes Gewissen für ihren in erster Linie luxuriösen (aber dämlichen) Lebensstil erkaufen wollen. Da sollte man zumindest drüber nachdenken, ob das für einen selbst zu trifft.
    Name: Bernhard Kuner   E-Mail-Adresse anzeigen   http://home.arcor.de/bkuner

  3. Ja, so ähnlich 05.06.08
    sieht's bei uns auch aus - ich denke, darum meinte der Installateur eben, zumindest die große Anlage mit Heizungsunterstützung lohne sich doch nicht.
    Das stimmt auch, wenn man die heutigen Gaspreise zugrunde legt. Aber ich habe mich gestern mal hingesetzt und rumgerechnet. Wir hatten zwischen 2006 und 2008 eine Preissteigerung von 11 % beim Flüssiggas. Wenn ich also so eine Preissteigerung um 11 % in zwei Jahren für die Zunkunft kalkuliere (und ich denke, damit liege ich nicht falsch), hat sich der Gaspreis schon in ca. 12,5 Jahren verdoppelt. Und damit ja dann auch die Ersparnis. Und dann kommt man schon eher an Beträge, wo sich die Anschaffungskosten lohnen!
    Selbstmontage darum nicht, weil wir über KfW-ÖKO PLUS finanzieren - da ist Installation durch einen Fachbetrieb zwingend vorgeschrieben und muss nachgewiesen werden!
    Name: Stefanie  

  4. Stefanie, du machst einen gravierenden Denkfehler 05.06.08
    Denn:
    Was nutzt dir einer Solaranlage, die sich aufgrund der hohen Preissteigerung rechnet, wenn du trotzdem noch ca. 90% der nun teurer werdenden Heizenergie benötigst ?
    Mache dir doch mal klar, dass du eigentlich kein Interesse haben darft, dass die Energiepreise steigen, weil die Energieeinspareffizienz der Solaranlage viel zu gering ist, als dass du einen enormen Teil deiner Heizkosten nun durch die Solaranlage substituiert hättest. Du brauchst immer noch 90% der konventionellen und nun teurer gewordenen Energie. Willst du wirklich, dass die Heizöl- und Gaspreise steigen ??
    Toll, die Solaranlage rechnet sich, aber du gehst an den 90% der teuren Energie, die du immer noch brauchst, PLEITE !!
    Aber mit diesem Denkfehler stehst du nicht alleine da...
    Name: Herr R. Hoffmann  

  5. Entschuldigung, 05.06.08
    aber das ist doch recht merkwürdig formuliert!?
    Erstens werden die Preise steigen, ob ich das will oder nicht - die Frage "Willst Du, dass die Preise steigen?" hört sich so an, als könnte ich da viel dran tun. Die steigen höchstens langsamer, wenn die Nachfrage nicht mehr so groß ist - durch Sonnenenergie z. B.....
    Zweitens ist mir klar, dass man nicht viel Heizenergie mit einer heizungsunterstützenden Solaranlage einspart - ich bin aber der Meinung, dass wir damit anfangen müssen, zumindest zu dem Teil, den wir uns momentan leisten können, Sonnenenergie zu verwenden.
    Deine Argumentation hinkt doch - ich gehe also mit meinen 90 % Energiekosten pleite - soll also lieber bei 100 % bleiben?
    Die Argumentation der Sonnenanlagen-Gegner ist doch immer, dass sich so ein Ding bei den derzeitigen Heizkosten nicht amortisiert. Tut es aber natürlich viel eher, wenn die Heizkosten steigen. Bringe ich das Argument an, kommst Du und sagst, ja, aber dann sind die Energiepreise so teuer, dass Du daran pleite gehst. Ja, mag sein - aber Du mit Deinen 100 % Gas oder Öl doch erst recht!Was ist denn das für eine Argumentation? Weil die Ressourcen knapper werden, versuchen ja viele Leute, zumindest zum Teil Sonnenenergie zu nutzen. Ich weiß nicht, was daran verkehrt sein soll. Ich weiß nicht, wo der Denkfehler ist, zur Zeit sozusagen "unnötig" Geld auszugeben, um später zumindest da 10 % weniger zu verbrauchen, wo Du bei 100 % bleibst - und verdoppelten Preisen.
    Außerdem geht es ja auch um Warmwasser (das andere heißt ja nur "HeizungsUNTERSTÜTZUNG"!!), und da kann man tatsächlich mehr als 10 % sparen. Und falls jetzt wieder das Argument kommt, der Warmwasseranteil wäre ja nur ein paar Prozent der Gesamtenergiekosten, und davon wäre dann selbst 70 % Einsparung auch nur Kleckerkram - dann schau Dir mal an, wie sich das inzwischen verschoben hat, seit die Häuser so wenig Heizenergie verbrauchen. Da macht der Warmwasseranteil bei einem Niedrigenergiehaus inzwischen 30 % des Energiebedarfs aus - nicht mehr 3%, wie bei nem Altbau! Bei nem Passivhaus sieht's noch extremer aus, da ist das Verhältnis umgekehrt. Und dass sich eine Solaranlage zur WW-Bereitung lohnt, ist ja wohl inzwischen unbestritten!
    So, und dann spart man bei WW-Bereitung und Heizungsunterstützung (und WW für Waschmaschine und Spülmaschine) nämlich insgesamt 28 - 30 % der Flüssiggaskosten ein. Und das lohnt sich allein schon ökologisch - wenn nicht finanziell!
    Name: Stefanie  

  6. antisolarer Wirrwarr 05.06.08
    Hallo Stefanie,
    Sie scheinen neu im Forum zu sein, daher muß man Ihnen kurz erklären, daß wo immer das Thema auf "Solarenergie" zur Sprache kommt, Herr Hoffmann mit teils wirren, teils stereotypen Aussagen dreinschlägt - auch wenn es nicht recht zur Frage paßt.
    Ich habe längst aufgegeben, mit Argumenten darauf zu reagieren. Das ist Verschwendung von Lebenszeit.
    viele Grüße,
    Name: Albrecht Kinzkofer   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. guten Abend 05.06.08
    Hallo Stefanie...
    Wissen denn die Anbieter dass du mit Öko...finanzierst und eine Handwerkermontage zwingend ist?
    Auch dies könnte ein Grund für hohe Montagekosten sein..
    -
    Man muss Herr Hoffmann nicht mögen, aber er hat darin Recht dass Solaranlagen teilweise mit unsinnigen Argumenten usw verkauft werden...
    -
    Es ist schön wenn du Gutes tun willst und natürlich kannst du mit deinem Geld machen was du willst, aber es sollte einen Sinn haben.
    Sinnvoll ist mE eine Solaranlage nur dann wenn sie bezogen auf die von kho genannten 200€ p.a. nicht wesentlich mehr als 1500 Euro incl Montage kostet. Das geht nur mit einem Anlagenkonzept bei dem der bestehende WW Speicher miteinbezogen wird und am Besten Selbstmontage...
    Solche Anlage werden aber nicht angeboten weil offensicht daran nix zu verdienen ist....
    -
    Es ist wahrscheinlich sehr viel effektiver, in den Entwicklungsländern Biogaskleinanlagen zu finanzieren, die die Bewohnder davon abhält fossile Brennstoffe unkontrolliert abzubrennen.
    Mit dem Kauf tust du dem Installateur und dem Hersteller und der Bank etwas Gutes ...und dir vielleicht auch...zumindest solange bis zu zu einer anderen Einstellung gelangt bist...
    -
    gruss
    Name: Bernhard Furch   E-Mail-Adresse anzeigen  

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