Montagekosten Solaranlage04.06.08
Hallo,
nachdem ich nun das internet ohne befriedigende Antwort abgesucht habe, hoffe ich, dass mir hier vielleicht jemand helfen kann.
Wir wollen eine thermische Solaranlage installieren lassen und können bei den Kostenvoranschlägen nicht im Geringsten die Montagekosten beurteilen. Im testheft 3/2008 der Stiftung Warentest werden die Montagekosten für eine Solaranlage zur WW-Bereitung mit zwischen 600,- und 1200,- Euro angegeben. Wir haben aber jetzt je ein Angebot für eine Anlage mit und eine ohne Heizungsunterstützung bekommen, und bei beiden liegen die Endpreise inkl. Montage und aller Kleinteile nahezu doppelt so hoch wie die Anlage selbst. Beispiel: Anlage zur WW-Bereitung Kaufpreis 3500,- €, inkl. Montage 6400,- €. Die Anlage mit Heizungsunterstützung hat 4 statt 2 Kollektoren, was natürlich höhere Montagekosten verursacht, aber Kaufpreis 6990,- und Endpreis inkl. Montage bei 11.000,- €?? Ist das richtig? Das kommt uns wahnsinnig viel vor, aber, wie gesagt, ich finde keine Vergleichswerte.
Ach so, ich sollte vielleicht noch sagen, dass alle Betriebe unser Haus bisher als ideal zur Montage bezeichnet haben, mit völlig unkomplizierter Leitungsführung direkt durch das ungedämmte Dach in einen Heizungsanbau. Also keine zusätzlichen Montagekosten durch ungünstige Bedingungen! Falls es da ein Preisgefälle gibt: Wir wohnen in NRW, das Haus ist zwei Jahre alt mit entsprechend neuer Gasbrennwertanlage.
Für die Hilfe bedanke ich mich jetzt schon im voraus, falls es hinterher nicht klappt - ich habe hier schon mal eine Frage beantwortet bekommen und bin einfach mein Danke nicht losgeworden, weil ich nicht registriert war!
Danke und Gruß!
Name: Stefanie
Solaranlage04.06.08
Hallo Stefanie
vorweg: Wir haben eine: 6 Kollektoren a knapp 2m² und ausreichend Speicher und FBH. Die Kollektoren optimal ausgerichtet und aufgeständert...
Die Rentabilität hat sich durch die stark gestiegenen Ölkosten sicher verkürzt, ist allerdings wesentlich auch abhängig von den Einstandskosten (Material + Montage). Und bei hohen Gesamtkosten dauerts halt bis sich die Anlage amortisiert hat...
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Stiftung Warentest Preise sollt man mit vorsicht genießen, als Anhaltswert taugen sie vielleicht.
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Problematisch bei einer Fernbeurteilung ist hier der Leistungsumfang der reinen Anlage...die werden gerne ohne die Zuleitung (zwei Rohre plus Kabel für den Fühler, gedämmt, teuer) und ohne Montageprofile etc angeboten (um den Preis günstiger erscheinen zu lassen). In dem Fall wären diese Materialen bei den Montagekosten dabei.
Eine grosse Anlage (mit Heizungsunterstützung) solltet ihr ganz genau prüfen: Stimmt die Ausrichtung und der Aufstellwinkel. Schon geringe Abweichungen mindern die Leistung oft schon recht erheblich.
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gruss
Name: Bernhard FurchE-Mail-Adresse anzeigen
Danke, Bernhard,04.06.08
ja, diese gedämmten Leitungen etc. sind nicht im Solarpaket, sondern in den Montagekosten enthalten. Der Installateur meinte auch, dafür müssten wir noch 1000,- € zum Kaufpreis hinzurechnen. Damit lägen dann die reinen Montagekosten bei der kleineren Anlage immer noch bei 1900,-, bei der größeren bei fast 3000,- €. Was meinst Du, ist das reell oder doch ein wenig hoch? Er rechnete auch mit drei Tagen Montagedauer ... wenn man hört, wie "einfach" der Selbsteinbau sein soll, wundert das einen auch. Aber vielleicht unterschätzt man das ja?
Unser Dach liegt nach SSO und hat eine Neigung von 40°.
Wir wollten eigentlich von vornherein eine Anlage mit Heizungsunterstützung, sind aber jetzt verunsichert, weil er meinte, diese Investition würde sich bei unserem geringen Energieverbrauch nicht rechnen. Uns geht es aber nicht vordergründig darum, dick Geld zu sparen, sondern eigentlich um den ökologischen Denkansatz - und da lohnt sich jede kWh, die nicht mit den herkömmlichen, begrenzten Ressourcen erzeugt wurde. Wie bist Du denn mit Eurer Wahl zufrieden? Ihr habt eine Anlage mit Heizungsunterstützung, oder?
Danke und Gruß!
Name: Stefanie
Problem bei Heizungsunterstützung ist04.06.08
dass die Leistung im Sommer viel zu groß ist (> Schwimmbecken heizen wäre damit gut) und im Winter halt doch nicht aussreicht um vollständig auf einen alternativen Wärmeerzeuger zu verzichten.
Und spätestens dann ist die Amortisation nicht mehr ohne weiteres gegeben, weil in der Rechnung die Herstellung meist gar nicht drin ist, die aber auch Resourcen kostet.
Interessant erscheint mir das neue Konzept, wo keine extra Solarflüssigkeit verwendet wird, sondern vom normalen Heizungswasser durchströmt wird. Das macht die Sache einfacher. Halt glaub Paradigma im Angebot.
Name: kho
Solarflüssigkeit ohne Frostschutz04.06.08
Ja, davon habe ich auch schon gehört - das bietet auch Con-Solar an. Soll eine wesentlich größere Energieausbeute ergeben - ich meine, so um die 20 % gegenüber den herkömmlichen Frostschutzmischungen.
Es ist wirklich sehr schwierig, die richtige Wahl zu treffen. Es gibt so viele unterschiedliche Angebote und auch Konzepte. Nun hatten wir uns endlich für eine Anlage mit Heizungsunterstützung entschieden und ein, zwei Hersteller in die engere Wahl gezogen - da kommt dieser Installateur vom Vertragshändler der einen Marke und sagt, das lohnt sich doch für Sie gar nicht! Das wirkt schon sehr überzeugend, wenn das einer sagt, der eigentlich verkaufen will.
Naja, und ein weiterer Entscheidungsfaktor ist halt der finanzielle Gesamtaufwand. Und dafür wünsch' ich mir nochmal Erfahrungswerte bei den Montagekosten......... ;o)
Danke!
Name: Stefanie
Solaranlagen...04.06.08
Hallo kho
...dass die Leistung im Sommer viel zu gross ist mag für direkt aufs Dach montierte stimmen..bei korrekter Aufrichtung auf ca 60° ergeben sich die besten Einstrahlwinkel im Frühjahr und Herbst und im Sommer gibts (passende Speichergrösse) nie eine Überheizung, aber ausreichend Überbrückungsreserven für ein paar sonnenlose Tage...
Dass die Leistung nie da geliefert wird, wo sie gebraucht wird stimmt leider ...
Hallo Stefanie
eine Aussage "...lohnt sich nicht!" muss mit Vorsicht betrachtet werden...
Ohne Kenntnis Eurer Situation: Es kann sehr wahrcheinlich ein "Verkaufstrick" sein. Entweder ist die Ausrichtung oder Grundvoraussetzung des Hauses unglücklich, in dem Fall würde sich der Anbieter für jeden anderen angreifbar machen, wenn er Heizungsunterstützung mit anbieten würde. Oder: Er spürt einfach eure Zweifel und sagt sich "ich verkauf denen lieber die kleine Anlage als garkeine..."
Wir sind mit unserer Anlage soweit zufrieden...aber bei nochmaliger Entscheidung würde die ganze Haus+Heizungsplanung anders aussehen...
Die Solaranlage erbringt die WW vErsorgung von Mai bis September fast zu 100%, mehr zu sparen wäre aber wenn die Ölheizung zB durch eine moderene Luft-WP an den nicht ganz so kalten Tagen mit einem richtig guten Wirkungsgrad maximal entlastet werden könnte...Preislich liegt das nicht so weit auseinander...
gruss
Name: Bernhard FurchE-Mail-Adresse anzeigen
Die Rechnung ist ganz einfach..05.06.08
hatten wir hier mal vor einiger Zeit (War eine Frage von mir).
Wenn ein Pelletskessel nur für Warmwasser läuft (also Sommer), dann würde 1m³ Warmwasser so ca. 2€ kosten.
Denn die Anlage ist eh da für den restlichen Heizbetrieb.
Rechne ich also April - September = 6 Monate = 180 Tage, dann wären wir bei 360,-€ wenn JEDEN Tag 1m³ Warmwasser benötigt wird.
In der Praxis braucht ein normaler Haushalt aber nicht 1000l Warmwasser am Tag. Also sind wir dann bei 200,- €.
Eine Amortisation bei 200,-€ dauert dann SEHR lange.
Und das war damals meine Entscheidung, da ich mit Pellets auch Ökologisch unterwegs bin.
Klar ist die Sonne kostenlos. Aber sie kommt nicht kostenlos zu mir ins Haus (resp. ins Wasser). Das ist der Punkt.
Die Ökologische Betrachtung ist ne andere Sache.
Name: kho