sonnenkollektor ohne Speicher nutzen11.06.08
In meinem Haus hat sich (vor 20 Jahren) ein experimentierfreudiger Heizungsinstallateur (Vorbesitzer) ausgetobt. Ich habe einen Flachkollektor auf dem Dach ,höchstens 2 qm,mit einem selbstgebastelten Speicher ,schätze 200l.
Früher habe ich immer Wasser nach oben gepumpt,dann wurde das Wasser erhitzt und stand in der Küche mal kalt, mal als lauwarme Plörre oder brühheiß zum Spülen zur Verfügung.Vor 10 Jahren hab ich den normalen Anschluss der Gastherme bekommen.Nun habe ich Lust bekommen, das Ding wieder in Funktion zu nehmen.Aber nicht für Warmwasser wie früher (Keime) und nicht mit Pufferspeicher(kein Platz), sondern für eine FußbodenHeizung. Wie müsste ich das machen, da ja die Sonne nur tagsüber scheint und das ganze nicht zu träge sein darf.Ich will den Raum ab 18 Uhr nutzen.Wie dick muß der Estrich werden? Wie muss ich absichern und wie vermeide ich , dass alles viel zu heiß wird. Oder Soll ich den alten Speicher integrieren ?
Name: Imke Biekehör
mit Schwerkraft11.06.08
Hatte vergessen zu erwähnen, dass die Solaranlage mit Schwerkraft funkionierte.Habe ausserdem gerade einiges über Temperierung gelesen, wodurch der Nutzungszeitpunkt des Raumes wohl unwichtig wird...?..oder??Erwartungsvolle Grüße aus Hessen
Name: Imke Biekehör
Sorry, aber das DIng ist als Heizung völlig unbrauchbar,12.06.08
weil viel zu klein. Heizungsunterstüczung funktioniert eh nur in der Übergangszeit, wo man einerseits noch nicht sehr viel Heizenergie braucht und andererseits doch noch genug Sonne scheint. Das ist je nach Lage eh nicht so oft und der "Ertrag" ist, auch bei einer guten Anlage (> 15 m2), da ja in dieser Zeit nicht so viel Energie benötigt wird auch nicht gerade üppig. Mit 2 m2 wirst Du da nichts ausrichten können - wer heizt schon im Juli:-?. Was aber geht ist die Warmwasserbereitung im Sommer.
. Die Technik:
Es kommt auf den Kessel an. Das Ding muss zwei Wärmetauscher haben, und so gebaut sein, dass alles Warmwasser durchfließt. Oben einen Wärmetauscher, der mit der Gasheizung befeuert werden kann - so ist ausserhalb des Sommers immer der obere Teil des Speichers warm, durch die Schichtung warm oben, kalt unten ist das wirklich ok. Über Legionellen etc brauchst Du dir dann auch keine Gedanken machen. Unten soll der Solarkreislauf dran. Der kann im Sommer den ganzen Kessel erwärmen und in der Übergangszeit das Wasser von den 12Grad der Leitung vorwärmen. So kannst Du den Kollektor mit maximalem Wirkungsgrad betreiben. Was Du brauchst ist eine Pumpe für den Solarkreislauf und eine gesteuertes zwei Wege Ventil, mit dem die Gasheizung von Heizen auf Warmwasser umgestellt werden kann. Das sollte sich finanziell in Grezen halten.
.
Fazit
Wenn also dein Kessel zwei Wärmetauscher hat, kann er genutzt werden (umbau durch begabte Löterin oder Heizungsfirma), wenn nicht, würde ich ihn entweder ersetzen, oder dan ganzen Kram in die Tonne kloppen. Die 2m2 Zusatzheizung ist es vom zu erwartenden Ertrag her jedenfalls nicht Wert eine Funger zu rühren.
Name: Bernhard KunerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://home.arcor.de/bkuner
Klare Ansage12.06.08
Das war klar und deutlich - Danke
Name: Imke Biekehör
Halllo Imke, noch ein Nachtrag.16.06.08
Mir ist noch was eingefallen, wie Du das Ding sinnvoll nutzen kannst, auch wenn nur ein Solarwärmetauscher (oder garnix) im Kessel ist. Zum vorwärmen taugt das ja immer noch. Wegen der Legionellen & Ko Kg muss der Speicher halt immer durchströmt werden. Also ist auch diese Warmwasserinstallation sinnvoll: zuerst der Kessel und danach (in Reihe) der (Gas?) Warmwasserbereiter und dann die Verbraucher. So kann der Solarkollektor vorwärmen so gut er kann und wenn ausserhalb des Sommers die Temperatur nicht ausreicht, muss halt nachgeheizt werden. Da man ja immer WW entnimmt wird die Durchströmung des Kessels ausreichen, dass sich da keine Keime bilden.
Name: Bernhard KunerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://home.arcor.de/bkuner
Gute Idee!16.06.08
Das klingt realistisch. Ich beschreibe mal,wie die Anlage dann aussieht, da sieht man, ob ich es richtig verstanden habe. Die Kollektoren ( Schwerkraft) sind mit Wasser und Frostschutzmittel gefüllt und gehen durch einen Wärmetauscher, der sich in einem höher gelegenen, isolierten Behältnis befindet.Dieses Behältnis ist (mit oder ohne automatisches Einlassventil ?mit oder ohne Druck?) am Hauswasser angeschlossen. Das erwärmte Wasser wird Richtung Heisswasserspeicher(mit oder ohne Pumpe ?? ) geleitet und in selbigen geführt , anstelle des bisherigen Kaltwassers.Fall das Bis dahin richtig war, noch 2 Fragen. ..1. Wo bekomme ich das isolierte Behältnis mit Wärmetauscher....2. Wie verhindere ich dass man sich eventuell verbrüht?Neue Amaturen mit Temperaturbegrenzer?
Grüße Imke
Name: Imke Biekehör
Schade, dass man hier keine Bilder einstellen kann.17.06.08
Also ich versuche se mal verbal: Erstmal dachte ich daran, nur die Teile zu verwenden, die vorhanden sind - also der selbstgebastelte Speicher. Wie funkioniert der? Hat der einen Wärmetauscher für den Solarkreislauf, oder wird der einfach befüllt und das Wasser fließt dann durch den Kollektor? Also kein eigener Solarkreislauf? Muss man schon wissen, wenn man überleigt, was damit anzufangen ist.
Gedacht hatte ich mir das schon so, dass das Kaltwasser mit vollem Druck in den Kessel fließt (unten) und oben (erwärmt) wieder raus. Unten sollte der Wärmetauscher für den Solarkreislauf sein. Wenn nun dein Kessel (wegen selbstgebaut) dem Druck nicht standhält, oder kein Wärmetauscher drin ist, ist das für eine "normale" Anlage nicht so brauchbar. Dann bleibt nur noch der Kollektor als "recycelfähiges" Gerät. Ob es dann noch lohnt??
Bei "normalen" Solaranlagen gibt es unter anderem deshalb eine Pumpe, dammit man bei max Temperatur einfach abschalten kann. Wir haben das auf 60 Grad eingestellt, dann ist Verbrühschutz kein Thema un dauch dei Verkalkung hält sich in Grenzen. Die überschüssige Energie bringt das Wasser im Solarkreislauf zum verdampfen und erhitzt dann den Kollektor auf ca. 170 Grad. Dieses Dampfvolumen wird von einem Ausgleichsgefäß aufgenommen, so dass der Druck nicht über 2.5 bar steigt. Abends kühlt alles wieder ab und das wars. So wird ihre Anlage wohl nicht gebaut sein. Da können dann schon mal 90 Grad aus dem Hahn kommen - muss also ein Verbrühschutz rein (Mischer) Ja, aber was passiert im Urlaub: kein Heißwasser wird abgenommen, es kocht fröhlich vor sich hin. So geht es wirklich nicht.
Also doch, wie (vermutlich) vom Erbauer gedacht, voller Handwetrieb: Heute wird es sonnig, allso befüllen wir den Speicher und wärmen ihn auf. Das Wasser wird dann verbraucht und wenn es kalt wird (oder Urlaub), wird der Speicher entleert und die Warmwasserleitung umgeschaltet. Geht auch, ist halt etwas holprig im Betrieb aber dann brauchste garnix installieren.
Name: Bernhard KunerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://home.arcor.de/bkuner
Klar schiff17.06.08
Hallo,
der alte Speicher war eine Sache für Solarkollektor und Ofenheizung.Alles drucklos,mit 2 Wärmetauschern,manuel Pumpe anwerfen..doch zu umständlich.Habe das am Wochenende entsorgt.Nun ist Platz für einen normalen Pufferspeicher, liegend .Entweder nur für Heisswasser oder auch noch für die Fußbodenheizung .Schwerkraft wäre möglich, mache raten total ab (funktioniert nicht gut), andere sagen Pumpe hat hohen Verbrauch.Bei der Schwerkraftspeicherung kommt nur ein kleines Gerät (120l) in Frage, denn es muss ja über der Kollektorhöhe aufgebaut werden...wenig Platz.Andererseits kostet es fast so viel wie ein normaler Pufferspeicher mit Pumpe und Fussbodenheizung braucht ja wohl viel Puffer.Hm, neue Ideen, neue Fragen.....Grüße Imke
Name: Imke Biekehör
Wenn du eine "normale" Anlage willst, bitte mit Pumpe + MAG18.06.08
Wie schon beschrieben. Schwerkraftanlagen kannst Du kaum dran hindern zu überhitzen etc. Aber wenn schon fast alles neu, dann überleg dir, ob sich das überhaupt lohnt. Für uns gilt, es lohnt sich nie, da wir einfach zu sparsam mit dem Wasser sind. Will sagen, man kann sich durch sparen im Verbrauch auch die Technik sparen, was am Ende sparsamer sein kann als sparsame Technik. Bei all diesen Umweltbetrachtungen wird oft übersehen, dass die installierte umweltfreundliche Technik in ihrer Herstellung auch eine Umweltbelastung darstellt.
Name: Bernhard KunerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://home.arcor.de/bkuner