Suchefunktion BAU.DE Forum Außenwände und Fassaden 2035: Aussenputz: Risse und Grünlicher Bewuchs auf der Wetterseite ...

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Aussenputz: Risse und Grünlicher Bewuchs auf der Wetterseite ... 16.08.04
Hallo,
nach vier Jahren haben wir an unserem Haus, Bj. 2000, und auch an anderen Häusern des selben Bauprojektes an der Wetterseite (Westen) einen grünlichen Bewuchs (Moos ?, Algen?) sowie Risse festgestellt.
Laut Baubeschreibung wurde ein "kunststoffvergüteter Kunstharzputz, Körnung 3mm" benutzt.
Die o.g. Probleme sind dem Bauträger mehrfach mitgeteilt worden. Da es aber ein Beweissicherungsverfahren wg. unseres undichten Keller gab, wurde das Thema Putz immer wieder seitens des Bauträgers "geparkt". Nachdem das Verfahrern jetzt beendet ist, hat der Bauträger auf eine erneute Reklamation reagiert.
KURZE BESCHREIBUNG:
Der Putz ist z.B. in den Zwischenräumen (es handelt sich bei unserem Haus um ein Reihen-Mittelhaus) teilweise nur bis an die Fuge (nicht in die Fuge) zum Nachbarhaus aufgebracht. Stellenweise hat man den Eindruck noch die Wärmedämnung sehen zu können, da der Putz sehr dünn wirkt.
Es wurden keine metallenen Kanten an den Hausecken verarbeitet.
Hier wird der Putz brüchig und es haben sich kleine Zwischenräume gebildet.
Desweiteren haben wir einen Riss von fast 2m Länge festgestellt. Dieser befindet sich an einem Vorsprung des Hauses, da die Häuser treppenförmig gebaut wurden (Süd-Seite).
REAKTION DES BAUTRÄGERS:
Unser Bauträger behauptet, was den grünlichen Bewuchs angeht, dass dieser in unseren Breitengraden NORMAL wäre und man damit leben müßte. Allerdings stehen Häuser in direkter Nachbarschaft, die nach 4 Jahren KEINERLEI Bewuchs aufweisen.
Dies kann unserer Meinung nach nicht richtig sein.
Zu dem Rissen wurde und erklärt, dass diese 2 mm groß sein müßten, um diese reklamieren zu können.
HIER NUN UNSERE FRAGE:
Müssen wir tatsächlich mit dem Bewuchs leben?
Welche DIN regelt die Toleranzen bzgl. Risse und Putzdicke?
Vielen Dank für die Beantwortung im voraus
Andreas
Name: Andreas  

  1. zu den Rissen 16.08.04
    Wir haben auch einige kleinere Risse (Breite vielleicht so um die 1 mm) im Putz auf WDVS (z.B. in Fensterecken). Hierzu wurde uns vom Hersteller, der dies vor Ort begutachtet hatte, mitgeteilt, dass dies nur "Haarrisse in der äußeren Putzschicht" seien, die durch Kerbspannungen in der Trocknungsphase entstanden sind und keine technischen Probleme hervorrufen. Also "nur" ein optisches Problem und angeblich völlig im "normalen" Rahmen.
    Aber ich frage mich bis heute, wie der begutachtende Mitarbeiter ohne nähere Untersuchungen sehen konnte, dass die Risse wirklich nur oberflächlich sind und nicht tiefer hineingehen. Aber ich bin ja nur Bauherr...
    Name: Werner Aselmeyer  

  2. Beweissicherung, die zweite 16.08.04
    Werter Fragesteller
    Die Beschreibung der Risse, Ausbrüche und Dünnschichtigkeit klingt nach fehlender oder mangelhafter Armierung.
    Also neues Beweissicherungsverfahren.
    Die Grünfärbung sind Algen/Moose, die sich auf der Oberfläche ansiedeln, da die Kunststoffputze entstehendes Tauwasser nicht aufnehmen. Im Gegensatz zu min. Putzen. Dies Phänomen ist bekannt, weshalb wieder verstärkt min. Putze verwendet werden. Ob dies ein Mangel ist, mögen die Juristen beurteilen. Ich würde mal sagen, ohne Hinweis auf die (damals schon bekannten) Folgen des verwendeten Putz gut möglich.
    MfG
    Name: Ralf Dühlmeyer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.duehlmeyer-architektur-planung.de

  3. Ursache Algenbewuchs auf der Fassade 17.08.04
    Die Algenbildung bei WDVS ist ein optisches Problem. Das WDVS erfüllt seine Aufgabe (einen Wärmeverlust zu verhindern) hervorragend. Das hat aber auch zur Folge, daß durch die nächtliche Abstrahlung sich die Oberfläche so stark abkühlt, daß es zur Tauwasserbildung kommt - unabhängig von der Putzart (mineralisch oder Kunststoff). Auf diesem feuchten Milieu können Algen wachsen. Allerdings sind beim mineralischen Putz weitere Faktoren für die Algenentwicklung weniger günstig, so daß dort weniger Algen entstehen.
    ´
    Andere Wege sind
    1. dem Putz Algizide beizufügen, die allerdings nur einige Jahre wirken, da diese - um zu wirken - durch die Feuchtigkeit aus dem Putz herausgelöst werden und schließlich alle werden.
    2. eine neuere Entwicklung: infrarotreflektierende Farbe, um die nächtliche Abstrahlung und damit Abkühlung zu reduzieren. Damit wird die Tauwasserbildung genügend verhindert.
    ´
    Name: Jochen Ebel   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.Ing-Buero-Ebel.de/ing.htm
 

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