Suchefunktion BAU.DE Forum Außenwände und Fassaden 2445-2: Fassade mit Riemchen aud Styropor oder Sytem-Klinker Feuchtigkeit??

Außenwände und Fassaden

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  1. Hallo ´ heute war ein Architekt hier bei ... 27.05.05
    Hallo
    ´
    heute war ein Architekt hier bei mir vor Ort zusammen mit dem Inhaber einer kleinen alteingessesenen Baufirma hier vor Ort.
    Die haben die Wände gemessen und gerechet eine wenig Putz abgeklopft ( Wandstärke mit Putz ca 50 -55 cm)
    Resultat: Die Stellen wo der Putz ein wenig locker ist ( im unteren Bereich sollen abgeklopft und bei geputzt werden, Dann soll auf die ganze Fassade eine Gewebe aufgebracht werden damit keine Risse entshen können und dann soll mit einem Spezial KLeber ( der die Wände auch atmen läßt ???) Riemchen aber nicht die dünnen sonder ca 20mm starken Feldbrantklinker drauf gemacht werden.
    Das würde evig halten und vor Feuchtigkeit oder so brauchte ich mir keine Sorgen zu machen.
    Dämmung wäre bei der Wandstärke nicht notwendig und würde nichts bringen. Im Gegenteil es würde "Totgedämmt " werden.
    Was meint Ihr dazu??
    Gruß
    Markus

  2. Nix! 27.05.05
    Es ist ein bauphysikalischer Sündenfall erster Güte, dichtere und festere Beschichtungen auf einen thermisch und hygrisch belsteten Untergrund aufzubringen. Das muß man wissen, sonst hauts einem die Chose bei passender Gelegenheit wieder um die Ohren und drunter feuchtet alles auf. Basta.
    Fragen Sie Ihren Architekten anch den unterschiedlichen thermischen Dehnwerten seiner Schichten. Dann kommt sogar ein Laie drauf, daß das nicht klappen kann. Bei "Fachleuten" bin ich mir da nicht mehr so sicher.
    Name: Konrad Fischer   http://www.konrad-fischer-info.de

  3. hhhm 28.05.05
    warum gehen sie eigentlich davon aus - herr fischer - dass die (vom fragesteller sogenannten "Felbrant(d)klinker - denke es sind "feldhausklinker" 20 mm starken riemchen härter sind als der mauerstein. wenn es sich um handformziegel (riemchen) handelt - dürfte es da kaum ein problem geben. oder?
    mfg
    jens
    Name: Jens Raabe   E-Mail-Adresse anzeigen  

  4. Weil sie durch die Verklinkerung 29.05.05
    bei höherer Temperatur (und mit mehr Energieaufwand) gebrannt sind und deswegen mit unbarmherziger Sicherheit gefügetechnisch härter und dichter (und dann auch teurer) sind, als "normale" Mauersteine.
    Außerdem dürfte diese übergroße Härte udn Dichte auch für die zementäre Fugenvermörtelung gelten, die obendrein noch eine wesentlich höhere thermische Dehnung aufweisen wird, als der Klinker-Stein. Aber obwohl jeder Fachmann dies wissen müßte, werden dem unwissenden Verbraucher derart bauphysikalische Irrtümer und schadensträchtige Bauweisen als das Gelbe vom Ei für den Fassadenschutz aufgeschwätzt. Und wer klärt darüber sachlich auf? Die Hersteller? Die Handwerker? Die Planer? Frage bitte selbst beantworten. Auf dem Link finden Sie die in diesem Zusammenhang interessierenden bauphysikalischen Werte der Baustoffe für die Fassade.
    Weiterführende Links:
      - http://www.konrad-fischer-info.de/29bausto.htm
    Name: Konrad Fischer   http://www.konrad-fischer-info.de

  5. theoretisch mögen sie recht haben 29.05.05
    nur praktisch - gibts tausende beispiele wo dies schon jahrzehntelang super funktioniert. ein handformziegel von feldhaus ist übrigens NICHT härter als ein ca 100 jahre alter mauerziegel. das gegenteil dürfte der fall sein.
    herr fischer - sonst schimpfen sie doch immer auf die theorie - warum diesmal nicht?
    mfg
    jens
    Name: Jens Raabe   E-Mail-Adresse anzeigen  

  6. Von Handformbacksteinen war beim Fragesteller nicht die Rede, 29.05.05
    sondern von Klinkern. Und Zementmörtel ist eben Zementmörtel. Und wenn Sie denken, ich schimpfe immer auf die Theorie, das ist absolut falsch. Nichts gegen eine Theorie - vorausgesetzt sie ist richtig. Dann bin genau ich einer der größten Theorie-Anhänger. Nur gegen den theoretischen Bocksmist bin ich. Und dabei bleibts.
    Name: Konrad Fischer   http://www.konrad-fischer-info.de

  7. also darf der fragesteller aus der antwort schließen 29.05.05
    das ein handfolmziegel in riemchenform in der beschriebenen form ok wäre oder ? zementmörtel mit trasszement und 1/4 mischungsverhältnis also auch nicht? oder doch? ihre seite ist übrigens so lauter fürchterlicher negativbeispiele - frage mich nur beim betrachten der bilder wo die vielen (klinker)und (backstein)fassaden so geblieben sind die ich bei meinen fahrten durchs land immer bewundern kann?
    mfg
    jens
    Name: Jens Raabe   E-Mail-Adresse anzeigen  

  8. Sie dürfen schließen was sie wollen, 29.05.05
    nur dichte Haut auf offeneren Untergrund und hydraulische Mörtel insgesamt lehne ich ab. Denn ich muß als Planer ja für Pfusch haften.
    Name: Konrad Fischer   http://www.konrad-fischer-info.de

  9. Eine verstaubte Bauweise 30.05.05
    wäre es ohnehin mit hydraulischem Kalkmörtel an Klinker herum zu doktoren, wurde u.A. 1000 v. Chr. zum Bau der Zisternen König Davids in Jerusalem dem gebräuchlichen Luftkalk gemahlener gebrannter Ton in unterschiedlicher Körnung beigemischt.
    Empfehle ich bestenfalls beim Dickbettverlegen von Fliesen, für den Fragesteller käme eine solche Verklebung an der Aussenwand wohl eher nicht in Frage. Zumal die Tragfähigkeit eines alten verwitterten Putzuntergrundes ohnehin fraglich ist. In der heutigen Fugmörtelzusammensetzung findet man keinen hydraulischen Kalk mehr. Also vergessen Sie auch ganz schnell den Unsinn mit dem direkten Draufkleben. Aufgrund Ihrer Wanddicke bliebe dann nur noch ein System mit einem EnEV gerechten schlanken Aufbau. Beratung/Berechnung vor Ort wäre der richtige Weg.
    Name: Kurt Brück  
 

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