Suchefunktion BAU.DE Forum Außenwände und Fassaden 2445: Fassade mit Riemchen aud Styropor oder Sytem-Klinker Feuchtigkeit??

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Fassade mit Riemchen aud Styropor oder Sytem-Klinker Feuchtigkeit?? 23.05.05
Wir haben vor unsere Fassade an unserem Mehrfamilie Haus zu erneuern.
Wir haben verschiedene Möglichkeiten ins Auge gefast:
Auf die Fassade kommen dicke Styropor-Platten die geklebt und verschraubt werden, danach werden Riemchen aufgeklebt und verfugt.
Böger oder Haacke Sytem-Klinker. Auf Isolierplatten aufgebrachte Klinker (riemchen) die montiert werden und anschließen verfugt werden.
"Kuntklinker" Vinylit Fassade Kunststoffplatten die wie KLinker ausehen. Diese werden mittels unterkonstruktion an die Fassase befestigt. Das ganze ist dann hinterlüftet.
Wo liegen die Vor und nachteile der drei Syteme, was ist am Besten und hält am längsten.
Kann es bei den Sytemen Problem geben mit Feuchtigkei z:B das die Wände schwitzen oder nicht "atmen können"
Ws wäre senr nett wenn ich von Euch Tips bekommen würde . Ich bin Laie und möchte nichts falsch machen.
Vielen Dank im Voraus.
Gruß
Markus
Name: Markus Wenske  

  1. Systemvielfalt 24.05.05
    Ich habe mit den verschiedenen Systemanbieter zu tun gehabt, meine Empfehlung tendiert eher zu den Fertigelementen, d.h. Klinker und Dämmstoff gleich montagefertig. Das Kleben einzelner Riemchen kann bisweilen zu Folgeschäden führen durch verschiedene Einflüsse.
    Vorteilhaft sind die Klinkerriemchendicken, bei den Fertigsystemen immerhin bis zu 20 mm, die vordefinierte Fugenausrichtung, die Stabilität der Platten, der Systemvielfalt und der hochwertigen Isolierung.
    Haacke ist mehr Fertighausanbieter und verwendet seine Systeme vorrangig für deren Häuser. Böger und Genorm sind zwei Hersteller&Anbieter für Alt- und Neubauten, habe von Böger einwandfrei gefertigte Fassaden im Raum NRW gesehen, konnte man von einer konventionellen Klinkerfassade nicht unterscheiden, im Detail meine ich Sturzausbildung, Erkerausbildung usw.
    Name: Kurt Brück  

  2. Diffusion 25.05.05
    Kleiner Nachtrag: Zu Ihrer Frage zur "Atmung", die hinterlüfteten Systeme sind da schon im Vorteil, Kondens- und Tauwasserfeuchte können im Hohlraum heraus zirkulieren. Nachteil ist da eigentlich nur die Optik. Die meisten Anbieter von Vorhangfassaden stellen "nur" Kunststoffplatten im Putz- oder Klinkerdesign her, die nach Jahren durch UV-Strahlung und Wetter spröde farblos erscheinen, fragwürdige Baukultur :-).
    WDV-Systeme müssen diffusionsfähig sein, d.h. Wasserdampfstrom sollte weitestgehend ungehindert durch das Mauerwerk gelangen. Werte sollten die Hersteller durch externe Prüfungen vorlegen können (Glaser-Diagramm usw.). Wichtig auch, die allg. bauaufsichtl. Zulassung, sie legalisiert das System erst. PU-Hartschaum und Polystyrol haben etwa äquivalente Schichtdicken, wichtig wäre nur noch die Beachtung der EnEv im Hinblick auf den Energiepass 2006.
    Am Besten Sie holen sich die Infos der Anbieter ein, befragen einen unabhängigen Berater und entscheiden.
    Name: Kurt Brück  

  3. unabhängigen Berater 25.05.05
    Esrt mal vielen Dank für Ihre Infos,
    ja nach einen unabhänigen Berater habe ich auch schon gesucht, aber bis jetzt keinen gefunden. Ich hoffe noch das ich in diesem Forum jemanden finde.
    Ich habe auch jetzt die ersten Angeboten, natürlich schwört jeden Firma auf Ihr eigenes System. Das günstigste Sytem ist fogendes Angebot: Dämmplatten ( Styropor) werden an der Fassade angebracht und mit einer Masse geglättet und darauf kommen die Riemchen, anschleßend wird verfugt. Dieses Sytem bieten auch die meißten Firmen hier in der Umgebung an. ( habe einen Altbau mit 45 Mauerwerk habe hier bei Angst vor Feuchtigkeit, vieleicht unberechtigt?)
    Das Sytem Kunststoffplatten im Putz- oder Klinkerdesign ist teurer dafür sind Alufensterbänke mit drin.
    Von den Fertigsytemen der Firma Haacke und Böger die eigentlich zu meinen Favoriten gehören habe ich nach einer Woche noch immer keinen Rückruf erhalten zwecks einem Vor Ort Termin wegen eines Angebotes. Ich denke aber das dieses System das teuertse ist.
    Ich hoffe noch aufe Resonanz und gute Ratschläge.
    Besten dank erst mal
    Gruß
    Markus

  4. Warum setzen Sie nicht die Fassade 25.05.05
    instand anstelle in den Sand? Die aufgeklebten/angebappten Fassadensysteme mit Dämmstoff feuchten alle auf, da sie nicht speicherfähig sind, in der Nacht stark auskühlen und Kondensat aufnehmen und über die nicht sorptionsfähigen Oberflächen nicht mehr ausreichend abtrocknen. Die Bauteilfeuchte wird 1000:1 in Flüssigphase, nicht dampfdiffusionsmäßig an die Oberfläche transportiert. Deswegen funktionieren die nur diffusionsfähigen aber kapillardichten Beschichtungen eben nicht auf Dauer.
    Und Vorhangfassaden mit Hinterlüftung sind zwar bautechnisch besser, beim Material aber im Kunststoff- und Farbbeschichtungsmaterial schlecht alterungsfähig. Es sieht nach ein paar Jahren müde aus, davon können Sie sich doch überall selbst überzeugen.
    Ich empfehle eine ganz normale Fassadeninstandsetzung des Bestands mit dafür tauglichen - und auf jeden Fall kunstharz- udn dämmstofffreien - Baustoffen.
    Die Links können bei ihrer Entscheidung vielleicht ein bißchen weiterhelfen.
    Weiterführende Links:
      - http://www.konrad-fischer-info.de/7fehrtab.htm
      - http://www.konrad-fischer-info.de/22bausto.htm
      - http://www.konrad-fischer-info.de/29bausto.htm
    Name: Konrad Fischer   http://www.konrad-fischer-info.de

  5. Auswahl 25.05.05
    Bei den Klinker-Fertigsystemen sehe ich auch den Vorteil, dass entgegen den klassischen WDV-Putz-Systemen keine diffusionsdichten Schichten genommen werden. Gerade bei den Aufbauten Styropor-Armierung-Kunstharzputz bekomme ich Zweifel. Häufig veralgen die Oberflächen, es zeichnen sich Befestigungsmittel ab und die ledrige mmm-dünne Aussenhaut wirkt sperrend.
    Die Klinkerprodukte sind frei von solchen Schichten, die Riemchen bestehen aus Ton, der weitere Aufbau ist der reine Isolierstoff PUR o. Styropor, die Fugenflanken sind aus Quarzsand.
    Ich empfehle deshalb einen hiesigen Berater, der den Aufbau ihrer Bausubstanz ermittelt, die Optimierungsmöglichkeiten aufzeigt und eine Wärmedurchgangsberechnung erstellt.
    Auch wichtig, laut Gesetz dürfen bei umfangreichen Fassadensanierungen die gesetzl. vorgegebenen Mindestwerte nicht unterschritten werden, d.h. alles was über eine Putzausbesserung hinaus geht muß konform gehen. Einige Bundesländer (z.B. Hamburg) ahnden Verstöße mit empfindlichen Bußgeldern für Bauherrn und Verarbeiter.
    Weiterführende Links:
      - http://energiepass.enev-online.de/bimschv/
      - http://www.bmwa.bund.de/Navigation/Service/Gesetze/rechtsgrundlagen-energiepolitik,did=22086.html
    Name: Kurt Brück  

  6. Was das Gesetz wirklich will, 26.05.05
    steht im EnEG § 5: Energieeinsparung muß sich rechnen. Darauf baut auch die EnEV (Verordnung, kein Gesetz!) auf und bietet die §§ 16,17, die bei Unwirtschaftlichkeit anzuwenden sind. Darauf muß - wenn man als Berater ehrlich wäre - hingewiesen werden, um den beratenen nicht ins finanzielle Nirwana zu schicken.
    Was die Klinker aus Poly und Dur betrifft - ei, mit was wohl sind die auf den Schaum gebappt? Mit kapillartrocknungsblockierenden Pampen. Ebenso blockieren die Schäume und Gespinste jegliche Kapillartrocknung der über Kondensat Kapillarrisse im Fugensystem / in der Beschichtung eingedrungenen Feuchte. Diese liegt in flüssiger Phase vor und kann mangels Energiezufuhr nie mehr ausgeheizt/verdampft werden. DieWerbung mit Diffusionsoffenheit ist also ein erbärmlicher Schwindel. Details siehe Link.
    Weiterführende Links:
      - http://www.konrad-fischer-info.de/29bausto.htm
      - http://konrad-fischer-info.de/213baust.htm
    Name: Konrad Fischer   http://www.konrad-fischer-info.de

  7. Wat is dat denn? 26.05.05
    "kapillartrocknungsblockierenden Pampen" hahaa, jau, ist alles dicht.
    Mal ernsthaft, ich rede nicht von den WDV-Systemen, die mit einem primitiven Kleberplems und einem latexähnlichen Kunstharzputz Wände oberflächenversiegel sollen. Auch Plastikfassaden oder andere Kunststoffplatten, die auf Dachlatten verplättet werden sind nicht gemeint.
    Vielmehr gibt es gerade in Norddeutschland alternative Klinkersysteme, die ohne Fundamentgründung als einschaliges System kraftschlüssig mit tragendem Mauerwerk verbunden werden können. Der Aufbau besteht schlicht aus PU-Hartschaum und echten Klinkerriemchen. Die Dampfdurchlässigkeit wurde nach DIN EN ISO 12572:2001-09 bei einigen Anbietern durch das FIW München und das MPA Hannover geprüft. Darauf basierend hat der Ausschuss für Bauhygiene und Umweltmedizin sogar eine Zertifizierung als "Wohnmedizinisch empfehlenswert" erteilt.
    Den Wer-hat-die-dickste-Dämmung-an-der-Wand-Wahn kann ich auch nicht nachvollziehen, deshalb tendiere ich zu effizienten Dämmstoffen wie PUR (WLG 030) bei geringen Gesamtaufbauten, bestenfalls mit gebrannten Tonlinkeroberflächen.
    Vorzugsweise sollte man zweischalige Wandsysteme nicht außer Betracht lassen, jedoch können 11,5er Klinkerschalen nicht überall an alter Bausubstanz verarbeitet werden.
    Name: Kurt Brück  

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