Baustoffe

Beton und Regenwasser

Die Terrassen und die Balkone unseres 8-Stöckigen Neubauhauses sind vermutlich mangelhaft hydroisoliert. Daher ist es nicht auszuschließen, dass das Regenwasser ständig in die Konstruktion des Hauses eindringt.

Ist es richtig, dass Beton das Wasser sehr gut aufsaugt?

Wenn dem so ist, müsste sich dadurch seine Qualität (auch Tragfähigkeit) verschlechtern, was ein erhöhtes Risiko für die gesundheitsschädliche Schimmelbildung in den Wohnungen bedeuten würde. Ist das so korrekt?

Name:

  • Alexander Prigoschin
  1. Wo wurde denn das Haus gebaut?

    Deutsche Baustelle mit deutschen Werkverträgen und deutscher Normung? Dann regelt die DINA 18195 sowie die Flachdachrichtlinie und ggf. weitere Normen (z. B. ZDBA-Merkblätter über Verbundabdichtungen) alles weitere.

    Ihre Frage nach der Wasseraufnahme des Betons müsste ich mit einer Gegenfrage beantworten: Was für ein Beton wurde denn verbaut? WU-Beton oder Normalbeton?

    Was sieht denn das Abdichtungs- und Entwässerungskonzept generell vor? Schlimmer als die Bauteilflächen sind ja dann doch meistend die Anschlüsse betroffen:

    • Schwellenanschlüsse,
    • Abläufe / Entwässerungen
    • Geländerbefestigungen
    • etc.

    Machen Sie doch mal ein paar Detailfotos für uns.

  2. Das Haus wurde in Berlin vor ...

    Das Haus wurde vor drei Jahren in Berlin nach deutschen Werkverträgen und deutscher Normung gebaut.

    Hiermit übersende ich Ihnen die Ergebnisse einer Untersuchung, die von einer Fachfirma durchgeführt worden sind.

    Wie bisher interessieren mich drei Fragen:

    1. Terrassen und Balkone unseres 8-Stöckigen Neubauwohnhauses sind mangelhaft hydroisoliert. Kann sein, dass Regenwasser seit drei Jahren in die Konstruktion des Hauses eindringt?

    2. Ist es richtig, dass Beton das Wasser sehr gut aufsaugt?

    3. Wenn dem so ist, müsste sich dadurch seine Qualität (auch Tragfähigkeit) verschlechtern und ein erhöhtes Risiko für die gesundheitsschädliche Schimmelbildung in den Wohnungen entstehen. Ist das so korrekt?

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  3. Also

    zu 1.)
    Ihre WEG hat bisher keinen Bausachverständigen beauftragt, der diese Problematik ordentlich untersucht und bewertet hat? Ich meine hier eine ordentliche Bewertung der Abdichtung nach Vertrags-SOLL sowie nach den geltenden Regeln der Technik (DINA 18195 und Flachdachrichtlinie). Der Messbericht alleine reicht dafür nicht aus. Andernfalls wüssten Sie alle, dass es das Wort hydroisoliert im deutschen Normenwortschatz nicht gibt und die Sachverständigen hier von Abdichtung sprechen. Weiterhin wurden bei der Rauchgasanalyse offenbar keine eindeutigen Undichtigkeiten festgestellt, sondern allenfalls Bereiche, die weiter untersucht werden müssten...

    zu 2.)
    Nein, es gibt zahllose andere Baustoffe, die deutlich besser Feuchtigkeit in großen Mengen aufnehmen können.

    zu 3.)
    Wenn Sie neben oder unter den Balkonen innen keine Nässeschäden festgestellt haben, dann kann es sich wohl nur um sehr geringe Wassermengen handeln (wenn überhaupt irgendwo was eingedrungen ist). Beton ist kein Knäckebrot. Beton verliert wegen ein paar Litern Wasser nicht so schnell an Festigkeit.

    Gruß aus Berlin ;-)

  4. Falscher Ansatz!

    Der Mensch der aus Ihren verschwurbelten Annahmen Vermutungen und der Wortschöpfung "hydroisoliert" sowie den "Ergebnissen" der "Fachfirma" und dazu noch im Rahmen eines Forums zu einem fundierten Ergebnis kommen will verdient allgemein absolute Hochachtung.

    Richtiger Ansatz!
    Uwe Tilgner hat da schon den richtigen, so einen Mann brauchen Sie und zwar vor Ort.

    Gruss

  5. Wenn es tatsächlich echte Bedenken der Erwerber/Eigentümer hinsichtlich der Qualität der Abdichtungen gibt

    dann sollte sich die WEG oder ihre Hausverwaltung mit einem ortsansässigen Sachverständigen in Verbindung setzen. Gern können Sie sich z. B. bei uns im Büro melden und ein entsprechendes Angebot für spezielle Sachverständigenleistungen abfordern.

    Fundierte Aussagen lassen sich anhand der von Ihnen hier eingestellten Fragen und Dokumente noch nicht treffen. Hierzu müsste eine eigene Ortsbegehung erfolgen bei der die neuralgischen Punkte (Ränder, Anschlüsse, Durchdringungen usw.) geprüft und dortige Fehler dokumentiert werden.

    Hat die WEG schon die Abnahme der Bauleistungen erklärt? Bedenken Sie, dass Sie nach der Abnahme zwar innerhalb der Gewährleistungszeit immer noch Mängel nachmelden können, dass sich mit dem Zeitpunkt der Abnahme aber die Beweislast umkehrt, d.h. danach muss die WEG beweisen, dass es sich tatsächlich um einen Mangel hat und dass dieser in falscher Planung und/oder falscher Bauausführung begründet liegt und nicht erst später als Gebrauchsschaden durch Alterung oder Nutzung entstanden ist.


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