Suchefunktion BAU.DE Forum Ökologisches und biologisches Bauen 420: Spanplatten Abdichten?

Ökologisches und biologisches Bauen

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Spanplatten Abdichten? 19.02.06
Hallo,
In einem meiner Zimmer ist ein Teil der Wand mit Spanplatten verkleidet, die mutmaßlich -ich habe es nicht getestet- Formaldehyd absondern. Abnehmen kann bzw. darf ich sie leider nicht. Un sicherzugehen möchte ich die Wand in irgendeiner Form lackieren oder sonstwie bearbeiten, dass die Absonderungen zumindest minimiert werden. Was für einen Lack oder anderes Produkt nehme ich dafür am Besten?
Ich habe noch etwas "Lasur mit Bienewachs" übrig. Ich denke nicht dass das wirklich optimal wäre, aber kann ich damit zumindest die die Austrittsmenge vermindern?
Ich habe auch etwas über "Sperrlacke" gelesen? Ist das eine besondere Form von Lackierung? Welche Marke ist dabei empfehlenswert?
Danke...
Name: Fabian H.  

  1. Yiepieyiepiejaja... 20.02.06
    Da wird dann, um geringe Restmengen von Formaldehyd (das übrigens in Holz sowieso vorhanden ist) einzusperren, ein Lösemittel-haltiger Lack aufgetragen, der über längere zeit Schadstoffe ausdünstet - natürlich kein Formaldehyd - ;-(.
    Und wenn ich dann noch lese - darf nicht entfernen - tippe ich auf Mietwohnung, ergo muss das Zeugs beim Auszug abgeschliffen werden - mit ABC-Maske und Staubabsaugung.
    Und Lasur mit Bienenwachs - nur mal so als Denkanstoss - welche Konsistenz hat Wachs normalerweise und in welcher kommt es in der Lasur vor?
    Wenn die Panik gar zu gross ist, eine Gipskartonplatte davorschrauben und gut ist.
    MfG
    Name: Ralf Dühlmeyer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.duehlmeyer-architektur-planung.de

  2. Wenn die Platten 20.02.06
    schon älter sind hat sich an der Oberfläche ein Gleichgewicht eingestellt. Das heißt, das ehemals reichlich enthaltene Formaldehyd ist deutlich reduziert vorhanden. Wenn es neuere Platten sind haben sie ohnehin nur minimale Gehalte. Wenn Sie also nicht zum besonders empfindlichen Personenkreis gehören würde ich die Platten in Ruhe lassen.
    Name: Ackermann Matthias   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.katumwelt.de

  3. Genau das 20.02.06
    Leider habe ich genau diese Vermutung, dass ich hier besonders empfindlich bin. Deshalb wären ich auch bereit eventuelle Lösungsmittelausdünstungen in Kauf zu nehmen.
    @Ralf Dühlmeier:
    Was soll das mit dem Bienenwachs in flüssiger Form heißen? Spielen Sie darauf an, dass die Konsistenz des Wachs chemisch verändert worden ist? Oder get es darum, dass flüssiges Wachs nicht abdichtet wie festes, oder wie ist das zu verstehen?

  4. Jau... 20.02.06
    das Wachs ist durch irgendwelche Zusätze verflüssigt. Fragt sich, was gesünder ist, Formaldehyd oder Wachsverflüssiger. Und ob Wachs wirklich gasdicht ist, steht eh auf einem anderen Blatt.
    MfG
    Name: Ralf Dühlmeyer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.duehlmeyer-architektur-planung.de

  5. Formaldehyd in alten Spanplatten 23.02.06
    Unsere langjährigen Erfahrungen bei Formaldehydsanierung haben uns gezeigt, daß auch nach 30 Jahren ! noch Fornmaldehydbelastungen von 0,3 ppm möglich sind - das ist die sechsfache Belastung der WHO Empfehlung; seit 2004 ist Formaldehyd von der WHO als krebserzeugend eingestuft! Formaldehyd kann auf Sie somit sensibilisierend wirken - in diesem Falle sollten Sie natürlich Abhilfe schaffen; abzulehnen sind natürlich lösemittelhaltige Sperrlacke für "Sensibilisierte"; zumal Sie die eingebauten Platten ja nur an der Oberfläche, nicht aber auf der Rückseite und vor allen an den besonders emittierenden Schnittkanten beschichten können.Aus diesem Grunde - vor jeglichen Ausgaben für kostenintensive Saniermaßnahmen unbedingt eine Raumluftmessung vornehmen lassen (AGÖF Institute, Berufsverband der Baubiolgen VDB, Umweltapotheker etc....) und notfalls einen entsprechenden Sensibilisierungstest bei einem Allergologen durchführen.
    Eine nachhaltige, umweltfreundliche Sanierung ist mit einem speziellen Schafwollvlies möglich ("airclear") - Infos finden Sie dazu auf den Seiten Schadstoffsanierung (nachgestellter Link).
    Gipskarton, Bienenwachs als diffusionsoffene Produkte werden hier erfahrungsgemäß nur wenig Abhilfe schaffen können.
    Weiterführende Links:
      - http://www.oebag.de/index.php?id=4000
    Name: Josef Spritzendorfer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.spritzendorfer.de
 

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