Dach
Dämmung bei Heizung im Spitzboden bereits in der Kehlbalkenlage?
Liebe Bauexperten,
unser Architekt hatte ursprünglich die Heizung in die gedämmte Gebäudehülle geplant und eine Zwischensparrendämmung in der Kehlbalkenlage vorgesehen. Nun möchten wir aus Platzgründen die Gasbrennwerttherme sowie den Wasserspeicher in den Spitzboden setzen. Wie sollen wir nun Eurer Meinung nach am besten dämmen?
Für den Aufbau der Dämmung (von Innen nach Außen) gibt es nun folgende Planung des Architekten:
Oberste Geschossdecke (Kehlbalkenlage):
- Rigipsverkleidung
- Lattung (2,5 cm)
- Dampfbremse
- Lattung (6 cm) mit 6 cm Dämmung Isover Integra ZKF 1-032
- Kehlbalken mit 18 cm Dämmung Isover Integra UKF-032
- 22 mm OSBA 3-Platte NFA
Spitzboden:
- Konterlattung
- Sparren (18 cm) mit 18 cm Dämmung Isover Integra UKF-032
Fragen:
- Ist das ein sinnvoller Aufbau oder sollten wir dann lieber auf die Dämmung in der Kehlbalkenlage verzichten und nur noch direkt zwischen den Sparren dämmen? (Hinweis: Wir haben eine Mittelpfette.)
- Sollten wir für den Bereich des Spitzbodens zusätzlich eine Dampfbremse installieren und diese an die Dampfbremse in der Kehlbalkenlage anschließen?
Für Hinweise und Tipps wäre ich Euch sehr dankbar!
Viele Grüße
dann gehört der Spitzboden... ... auch zur gedämmten Gebäudehülle. Das sollte der Archi wissen (was er vermutlich auch wird).
Jedenfalls, viel Spaß das alles vernünftig ordentlich hinzubekommen.
Da sehen wir uns im Forum Bauschäden in einem Jahr wieder.
Ich würd mich von dieser "Planung" verabschieden. Das ist der beste Rat den man geben kann...
Hallo Andrè, 1. warum vertrauen Sie Ihrem ... Öhm... ... weil das keine Architektenplanung ist sondern eine bastelwastel-Lösung.
Und zu Punkt 3 der Vorschläge: mit Verlaub, das ist völlig hirnrissig. Da oben soll ne Heizung stehn! Selbst wenn man den Teil abtrennt und dämmt, sind die Anschlüsse dermaßen schwierig herzustellen, vergess es doch.
Und dann noch dazu die "geplanten" OSBA-Platten.
- mauersmilie*
ähh? Moin,
wenn schon antworten, dann aber bitte fachlich korrekt!
"2. Wer hat die Lösung vorgeschlagen, eine Dämmung in die Dachschräge OHNE Dampfbremse einzubauen? Die Dampfbremse stellt eine Winddichtigkeit her. Soll es im Spitzboden ziehen? Soll die Isolierung in den Spitzboden rieseln?"
Die DampfSPERRE stellt die LUFTdichtheit her (oder kann es zumindest).
"5. Die Isover Integra UKF-032 ist eine Untersparrendämmung. Mit ihr können Sie bis max 60 mm unter den Sparren dämmen. Zwischen die Sparren kommt andere Dämmung."
Sie sollten dabei berücksichtigen, dass Sie nicht mehr als 20% des Gesamtwärmedurchlasswiderstandes raumseits der Dampfsperre anordnen sollten. Insofern sind die angegebenen 60 mm relativ.
Grüße
stefan ibold
Ich würde auch über die Dämmung des Spitzbodens nachdenken bzw. ich habe es vor 8 Jahren auch so gemacht. Bei mir steht zwar nicht die Heizung im Spitzboden sondern die Lüftungsanlage.
Wenn Ihre Heizung (und Warmwasserbereitung) im unbeheizten Spitzboden steht, können Ihnen die Kaltwasserleitungen im Winter einfrieren. Das kann zwar alles gut isoliert werden, geht im Zweifelsfall aber schief. Die angesprochenen Anschlüsse aller Leitungen sind auch problematisch.
Viele Grüße Markus Eickhoff-G.
Mit UKF und ZKF habe ich mich vertan.... Danke für die schnellen Antworten....
Ich verlasse mich schon auf den Architekten, lese aber auch in vielen Foren von Problemen mit Feuchtigkeit im Spitzbodenbereich bei unsachgemäßer Dämmung... daher suche ich hier eigentlich nur nach Bestätigung und Tipps, die mich genau vor diesem Szenario schützen.
Mit den Bezeichnungen UKF und ZKF habe ich mich vertan. Es muss natürlich für die Zwischensparrendämmung jeweils ZKF und für die Aufsparrendämmung (also zwischen der Lattung) UKF heißen.
@ Michael Ring:
Wenn wir also den folgenden Aufbau verwenden ...Oberste Geschossdecke (Kehlbalkenlage):
- Rigipsverkleidung
- Lattung (2,5 cm)
- Dampfsperre
- Lattung (6 cm) mit 6 cm Dämmung Isover Integra UKF-032
- Kehlbalken mit 18 cm Dämmung Isover Integra ZKF 1-032
- 22 mm OSBA 3-Platte NFA
Spitzboden:
- Feuchtigkeitsregulierende Dampfbremse (z.B. von Isover Vario KM)
- Konterlattung
- Sparren (18 cm) mit 18 cm Dämmung Isover Integra ZKF 1-032
- Dachfolie
- Hinterlüftete Dachpfannen
... sollte es auch mit einer Feuchtigkeit im Spitzboden keine Probleme geben?
Oh, ich verstehe die Problematik nun. ... ... Also, es kann natürlich gut sein, dass warme Luft in den unbeheizten Spitzboden gelangt. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch könnte es Probleme geben. Ich mache mich mal schlau und melde mich am Montag wieder. Bis dahin revidiere ich meine vorherige Aussage.
Viele Grüße, Michael
1. @stefan ibold: Die Dampfsperre oder ... ... Dampfbremse erzeugen eine Luftdichtheit. Der Unterschied ist die Wasserdampfdiffusions-Durchlässigkeit.
2. Nochmal zum Aufbau: Wenn Oberste Geschossdecke UND Dachschrägen gedämmt werden (mit Dampfbremse) dann muss dafür Sorge getragen werden, dass der Spitzboden belüftet wird. Manche schlagen vor, den First nicht ganz abzudichten, davon halte ich aber nichts, da dies nicht wirklich kontrollierbar ist. Bauen Sie Dachflächenfenster ein, und integrieren Sie eine feuchteabhängige Lüftung. (Siehe Fa. Aereco, Velux)
Grüße,
jetzt wird es spannend Vielen Dank.... Vielen Dank erst einmal für die vielen Hinweise, was wir nicht tun sollten....
Gibt es denn eine konkrete Empfehlung, wie wir einen sinnvollen Aufbau im Bereich der Dämmung hinbekommen, wenn wir die Heizung samt Wasserspeicher auf dem Spitzboden unterbringen wollen?
Die OSBA-Platten können wir ja z.B. durch Rauhspund austauschen, wenn wir dann bezüglich Feuchtigkeit auf der sicheren Seite sind.
Viele Grüße
André Bögge
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