Wie sichert man Kantholz durch Einschnitte gegen Verdrehen/Verwinden?27.01.05
Werte Forumsexperten,
unsere Ausschreibung für Klempnerarbeiten enthält die Vorgabe, dass die für die Bildung des Dachrands beim Flachdach verwendeten Kanthölzer mit Einschnitten gegen Verwinden/Verdrehen zu sichern sind. Es werden massive Kanthölzer aus einem Stück (nicht aus mehreren Hölzern zusammengebaut) im Format 14x8 und 14x12 verwendet. Jetzt ist die Frage entstanden, wie diese Schnitte zu führen sind, z.B. als Längseinschnitt über die volle Länge des Kantholzes oder als Quereinschnitt in gewissen Abständen. Können Sie mir hier weiterhelfen? Besten Dank schon vorab.
Name: Bernd Löwe
Die Kanthölzer sind 8 bzw. 12cm hoch, weil die Gefälledämmplatten, die27.01.05
dazwischen liegen, auf dieser Höhe auslaufen. Die Breite von 14cm wurde wohl gewählt, damit die Rinneisen gut befestigt werden können.
@ Hr. Reitmeier: Könnten Sie bitte kurz erklären, warum dann Querschnitte sinnvoller (falls man bei der beschriebenen Ausführungsart diesen Begriff überhaupt anwenden kann ;-))sind?
MfG
Name: B. Löwe
ist mir zwar ein Rätsel27.01.05
( weil die Gefälledämmplatten, dazwischen liegen, auf dieser Höhe auslaufen ...).
Wenn ich mir so`n Baum ansehe, dann wächst der von unten nach oben und von innen nach aussen. bildet halt ringe ( Rohre; Hülsen ; Zwiebeln ) in längsachse. wenn ich die jetzt quer teile, dann denke ich, wird sich der ast nicht so schnell verdrehen, oder?
MfGrüsse
Name: Andreas ReitmeierE-Mail-Adresse anzeigen
wenn schon auftrennen dann längs27.01.05
aber wieso nehmen sie nicht einfach brettschichtholz...wenns nicht gerade 50 lfm baulänge, sind die materialmehrkosten erträglich.
Name: Frank Knauber
@ Hr. Reitmeier: Das rätsellösende "die" steht als letztes Wort noch im Titel,27.01.05
dann ist meine Formulierung vielleicht besser zu verstehen. Sorry für den schlecht plazierten Zeilenumbruch.
Die Kantholzumrandung bildet sozusagen eine Wanne, in der die Gefälledämmplatten liegen, auf Oberseite der Hölzer wird dann Traufblech befestigt, usw. usw.
Leider haben wir ja jetzt zwei Meinungen (wie fast immer beim Bauen). Wegen des BSH-Vorschlags: wir wollen keine Religion aus dieser Holzumrandung machen. Es ging mir nur darum, die Hintergründe des LV-Textes etwas besser zu verstehen u. evtl. eine Idee für eine unaufwändige Alternativlösung zu bekommen. Die Hölzer sind ja auch noch imprägniert, das ginge mit BSH evtl. nicht?, ausserdem kommen schon etliche Meter zusammen, so dass auch ein spürbarer Preisunterschied zum normalen Bauholz zu verzeichnen wäre.
Wäre es denn sinnvoll, anstatt eines dicken 14x8 Kantholzes zwei im Format 7x8 miteinander zu verschrauben? Oder wie wird das in der harten Baupraxis täglich gelöst?
Falls noch jemand Lust zu einer Stellungnahme hat, vielen Dank.
Name: B. Löwe
So gross..27.01.05
Werter Fragesteller
kann der Preisunterschied zwischen dem Holz mit Schnitten und Leimholz nicht sein, schlieslich müssen die Schnitte ja manuell hergestellt werden.
Alternative: Eine Bohle auf zwei Distanzlatten, den Hohlraum mit Wolle gefüllt.
Und für die Rinneisen sollte ein 8/8 reichen.
MfG
Name: Ralf DühlmeyerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.duehlmeyer-architektur-planung.de
geht auch,27.01.05
50/140 + 50/140 + 40/140; Naa, bei den Rinneisen ist 8x8 a bisssal z`wenig, wenn man`s Gefälle bedenkt und plötzlich nur
noch einen Nagel einschlagen kann. Die Rinneisen dann nachbohren, wäre aufwendiger als ein paar Schnitte mit ne`r vernünftigen Handkreissäge.
MfGrüsse
Name: Andreas ReitmeierE-Mail-Adresse anzeigen
Ebend, ebend,27.01.05
Herr @Dühlmeyer, je tiefer das Eisen, um so mehr rutschen die Löcher praktisch Richtung Traufe, andernfalls müsst ich die wirklich unterschiedlich einlassen. Klar, Rheinzink Klick, wär auch ein Trick, wenn die Schiene dann auch hält :)
MfGrüsse
Name: Andreas ReitmeierE-Mail-Adresse anzeigen
OT: und wir Ihr dann gar nicht weiter kommt...27.01.05
... dann schaut doch mal bei lindab vorbei...:-)), die ham nämlich nen schönes Schraub-System, man (frau) muß halt nur mit ner Wasserwaage umgehen können....:-))))
Name: Rüdiger und Monika BergE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.berg-schwedenhaus.de
wenn ich das richtig verstanden habe sind die ...28.01.05
wenn ich das richtig verstanden habe sind die Kanthölzer nur eine "Umrandung", also keine wirklich tragenden Teile. Um auf der Länge ein Verdrehen zu verhindern würde mein Großvater (und der war Tischler) die Balken in regelmäßigen Abständen Quer einsägen, der selbe effekt ergibt sich wenn man kurze Stücke nimmt. Aber die Statik wird natürlich entsprechend geschwächt. Außerdenm ist an den Sägestellen das Holz auch nicht mehr imprägniert und bietet hervorragende Nistmöglichkeiten für Insekten.
Name: Karsten ZänkertE-Mail-Adresse anzeigen
Dachrand28.01.05
Hallo Herr Löwe,
warum den keine gemauerte Attika mit Abschluß aus BSH-Bohlen,
Breite Attika plus Überstand. Geht wahrscheinlich nur wenn das
Dach innenliegend entwässert wird.
Mit freundlichen Grüßen
Name: Stephan RiederE-Mail-Adresse anzeigen
Alles Mumpitz ???28.01.05
Sie sollten einfach jemanden fragen, der etwas davon versteht. Wie wäre es denn mit einem Zimmermann !!
Nehmen Sie KVH, sowie BMF 135 Winkel mit einem Befestigungsabstand von max 1,20 m, dann gibt es kein Verdrehen bei den genannten Querschnitten; Einsägen macht mann allenfalls bei Profilbrettern, dann allerdings längs zur Holzfaser.
Je nach Randabstand können Sie die Randbohlen auch mit Ankerstangen von oben befestigen. Dann kann der Befestigungsabstand sogar größer sein.
Name: Norbert BasqueE-Mail-Adresse anzeigen