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Dach (Eindeckung, Dämmung, Ausbau etc.)

Feuchtigkeit und Nässe im Dachboden (Neubau) - bitte um fachkundigen Rat 01.02.06
Hallo,
wir haben einen Neubau bezogen, wurde vom Bauträger gebaut. Der Baubeginnn war im Sommer 05, bezogen wurde das Haus Ende Dezember 05. (DHH) Im Dachboden befindet sich die Gas-Brennwert-Therme. Nun haben wir bei einer Kontrolle des Dachbodens Nässe und Feuchtigkeit entdeckt.
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Aufbau das Dachbodens (von innen nach aussen)
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- blaue Dampfsperrfolie
- Sparrendämmung
- Diffusionsfolie
- Ziegel
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Probleme
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1. Wassertropfen an der Innenseite der Dampfsperrfolie
Es bilden sich Wassertropfen an einigen Stellen auf der Innenseite der Dampfsperrfolie.
=> Bauträger sagt, es wäre Schwitzwasser aufgrund der Baufeuchte.
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2. Wasseransammlungen hinter der Dampfsperrfolie
Es bilden sich kleine Pfützen zwischen Dampfsperrfolie und Dämmung. Das Wasser läuft an den Balken herunter in den Innenraum. Wir haben zwei Stellen bei einer Begehung aufgeschnitten, und festegstellt, dass die Dämmung an der Seite zum Inneraum des Dachbodens trocken ist. Fühlt man aber die Aussenseite der Dämmung, so ist dort diese etwa 1cm mit Wasser durchnässt.
=> Bauträger sagt, dass es Baufeuchte ist, die im Laufe der nächsten beiden Jahre verschwinden sollte. Zudem sagt er, dass es aber auch zu Schimmelbildung kommen könnte. Die Feuchtigkeit wäre durch den Estrich und Gips in die Holzbalken gedrungen, dann hätte man gedämmt, und die Feuchtigkeit "sozusagen eingeschlossen", Feuchte kommt jetzt nur noch nach aussen durch die Diffusionsfolie raus, es ist aber zu kalt, deswegen entseht dort diese Wasseransammlung. Aufgrund der Schiefe des Daches läuft das Wasser dann manchmal rechts oder links ab, und man sieht es an den dicken querliegendden Holzbalken
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Fragen
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- Ist das denn normal, dass hinter der Dampfsperrfolie so viel Feuchtigkeit auftritt, besonders bei diesem kalten Wetter?
- Ist es ein Baumangel?
- Was ratet Ihr uns denn?
- Eure/Ihre Meinung?
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Wir sind keine Experten, und haben derzeit nicht mehr viel Vertrauen in den Bauträger - um ehrlich zu sein.
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DAAAAANKE im Voraus für Eure Mühe
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Liebe Grüsse
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Name: P.A.M.
  1. Nässe 01.02.06
    Auf der Aussenseite der Dampfsperre darf sich kein Wasser bilden - weder im Sommer noch im Winter. Und eigentlich schon gar nicht im Winter. Wenn die Dämmung schon feucht ist, dann ist dies ein meinen Augen ein Baumangel, der auf eine undicht oder nicht fachgerecht verlegte Dampfsperre schließen läßt. Was hat der Blower-Door Test für einen Wert gebracht, wenn dieser gemacht wurde? Grenzwert bei Häusern ohne Lüftungsanlage liegt bei 3 (also dreifache Luftwechslerate und Einheitenlos).
    Auf der Innenseite kann es zu Kondesatbildung kommen, wenn sehr viel Baufeucht noch enthalten ist. War bei mir aber nicht so.
    Mit der Therme dürfte es nichts zu tun haben, da diese ein geschlossenes System darstellen sollte.
    Name: Fabian Zäh
  2. links 01.02.06
    Moin,
    .
    http://planungsgruppe-dach.de/thema.html
    .
    hier "Januar" und "Januar2006"
    .
    Vielleicht hilft Ihnen das weiter.
    .
    Grüße
    stefan ibold
    Weiterführende Links:
      - http://dachmurks.de
    Name: Stefan Ibold   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.planungsgruppe-dach.de
  3. Was sollten wir denn tun? 01.02.06
    Hallo,
    danke für die Beiträge und Info's. Wir sind uns nicht sicher, was wir tun können.
    Es scheint so, als würde wirklich ein Baumangel vorliegen. Mmh, was machen wir nun? Ich bin ratlos. Ehrlich.
    Baugutachter? Wer führt denn solche Blower Door Tests durch?
    LG
    P.A.M.
  4. Baumangel: Nässe auf dem Dachboden 01.02.06
    Hallo, P.A.M.!
    Erst einmal: Glückwunsch zum Einzug in das neue Haus!
    Wenn es wirklich ein Mangel ist, was ich selber technisch nicht beurteilen kann, geht wie folgt vor:
    a) Zeigt eurem Vertragspartner den Mangel schriftlich (per Einwurf-Einschreiben) an uns bittet ihn, den Mangel einschließlich aller zu diesem Baumangel führenden Ursachen ordnungsgemäß, fachgerecht und den anerkannten Regeln der Technik entsprechend dauerhaft zu beseitigen. Setzt ihm eine angemessene Frist.
    b) Abwarten. Die Zwischenzeit könnt ihr nutzen, um den Mangel gut zu dokumentieren (Fotos, Zeugen, evtl. auch die Luftfeuchtigkeit im Dachboden, die Temperatur dort und die Außentemperatur täglich auflisten). Das könnte sich im nachhinein als unnötig herausstellen. Es könnte evtl. aber später auch hilfreich sein, um die ursprüngliche Situation aufzuzeigen, wenn euer BT Mängelbeseitigungsversuche anstellt, die zwar zu einer Veränderung der baulichen Situation führen, aber keine Abhilfe schaffen.
    c) Wenn euer BT den Mangel beseitigen will, hat er zunächst die Entscheidungshoheit, wie er das machen will. Redet ihm da nicht rein, verweigert auch keine Beseitungsversuche. Seid kooperativ und dokumentiert alles schön (Fotos machen und Tagebuch führen; man vergisst sonst so leicht viele Einzelheiten).
    Andererseits kann der BT von euch aber auch nicht verlangen, dass ihr irgendeine Mängelbeseitigungsmethode "absegnet". Er ist der Fachmann und muss selbst wissen, was er macht. Das Ergebnis zählt. Am Schluss kommt es darauf an, ob es eine fachgerechte Lösung ist.
    d) Wenn die Frist "fruchtlos" verstreichen sollte: einen Gutachten einschalten. Wenn es wirklich ein Mangel ist, habt ihr einen Erstattungsanspruch hinsichtlich der Gutachterkosten, siehe hier:
    http://www.bau.de/forum/neubau/4056.htm#1126025416 . Aber haltet die Kosten trotzdem in Grenzen - ihr habt eine Schadensminderungspflicht. Tipp: lasst den SV bei der Gelegenheit auch überhaupt mal über das ganze BV d´rüberschauen, vielleicht fallen ihm ja sonst noch andere Mängel auf.
    d) Soweit erst einmal. Weiter geht´s später, je nach dem Lauf der Dinge.
    (Alle Hinweise sind bei mir wie immer: rein privat und ohne Gewähr.)
    Viele Grüße und viel Erfolg!
    Ralf
    Name: Ralf Wortmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.baurechtstipps.de
  5. Danke 02.02.06
    Viele Dank für Eure Ratschläge und Tipps.
    Ich spreche jetzt noch mal mit dem Bauträger, wir werden ab sofort ein tägliches Tagebuch führen. Fotos haben wir schon mehr als genug gemacht.
    Zudem werden wir einen Gutachter einschalten. Fragt sich nur, wo wie den herbekommen. Dam uss ich mich mal informieren. Am besten jemanden, der sich auf Dachschäden und Feuchtigkeit spezialisiert hat.
    Die Rechtsurteile bzgl. den Kostenbernahmen sind spitze.
    Leute Leute, Danke!! Wenn es das Internet und dann nicht die Leute geben würde, welche einem freundlicherweise mit Rat udn Tat zur Seite stehen...
    Liebe Grüsse
    P.A.M.
  6. Handwerkskammer 02.02.06
    Die haben Listen der Gutachter nach Gewerken getrennt. Oder Industrie- und Handelskammer. Letztere ist eher geeignet, da es sich weniger um ein handwerkliches denn ein bauphyikalisches Problem handelt.
    Name: R.K.
  7. Stellungnahme Bauträger 06.02.06
    So, nun habe ich auch die Stellungnahme des Bauträgers. Er sagt:
    (1) ...Ursache der auftretenden Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion ...handelt es sich wahrscheinlich um Restfeuchte, die größtenteils aus der Holzkonstruktion stammt.
    (2) ...weil die eingebaute Mineralfaserdämmung nicht hygroskopisch ist, besteht in der Regel keine Gefahr, dass dauerhafte Schäden an der Dämmung durch das anfallende Tauwasser entstehen.
    (3) Neue Begehung in 6 Monaten
    (4) Verwendete Materialien
    - Dämmung: Mineralklemmfilz, Isover, 18cm Stärke, Wärmeleitfähigkeitsgruppe O40
    - Aussenfolie: Leicht-Unterdeckbahn, Dörken Delta-Vent N
    - Innenfolie: Owolen PE Dampfbremsfolie
    (5) Eine Überprüfung der Dachaut durch den Dachdecker erfolgte stichprobenartig. Undichtigkeiten wurde keine festgestellt.
    WAS NUN ?
    - Restfeuchte: Tja, das war es. Nun bin ich etwas platt. Wenn, und wirklich, wenn es sich um Restfeuchte handelt, dann stelle ich mir dir Frage, ob man vor Anbringen der Dämmung das Holz hätte trocknen lassen müssen. Muss nicht das Holz eine gewisse Güte und Trockenheit aufweisen, bevor es "verbaut" wird?
    - Trocknet die Feuchtigkeit wirklich von alleine ab?
    - Wir werden es die nächsten Tage sehen, wenn es draussen wärmer wird und die gefrorene Eisschicht an der Aussenfolie zu tauen beginnt, wieviel Wasser wirklich da oben zu finden ist.
    Mein Feuchtigkeitsmesser jedenfalls ist von 45% auf 57% übers Wochenende gestiegen, bei 19,4 C Temperatur unter dem Dach.
    Ausserdam hab ich einen passiven Luftfeuchtigkeits-Sammler da oben stehen. Seitdem sind die Tropfen an der Innenseite der Folie nicht mehr aufgetreten.
    HEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEELP !

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