Qual der Wahl, welche Dämmmaßnahme ist die bessere und ist trotzdem umsetzbar04.11.07
Hallo!
Ich habe mir Angebote von zwei Baustoffhändlern machen lassen. Nun steh ich vor der Qual der Wahl, welches Angebot nehme ich an und welche Maßnahme ist die bessere, wirkungsvollere bzw. welche ist für eine Einzelperson umsetzbar.
Dachdämmung:
Daten: Sparrentiefe=140mm
Lösung 1: (ohne Hinterlüftung)
- Superglass Klemmfilz 035 mit einer Dicke von 140mm
- Latten imprägniert 30x50mm Querschnitt
- Superglass Untersparrenklemmfilz mit einer Dicke von 50mm
- Rockfol Climate Dampfbremsbahn für immerhin 2,60 der qm (öffnet und schließt sich, Hinterlüftung angeblich nicht notwendig)
- Lafarge Bauplatte 12,5mm und Fugenspachtel (für 350EUR nicht eingerechnet)
Für ca. 150qm 2.435EUR
Lösung 2: (mit Hinterlüftung)
- Kantholz roh 80x100mm Querschnitt
- Superglass Klemmfilz 035 mit 200mm Dicke
- Superglass Superfol Dampfbremsfolie für 0,70 der qm mit verschiedenen Klebebändern (eingerechnet)
2.510EUR
Lösung 3: (mit oder ohne Hinterlüftung)
- Knauf Thermolan Klemmfilz 035 mit einer Dicke von 140mm + Knauf Thermolan Untersparrenklemmfilz 035 50mm
- Bzw. Knauf Thermolan Klemmfilz 035 180mm
- Latten 24x48mm Querschnitt
- Dampfbremse (leider keine Angaben)
Für ca. 150qm zw. 1.100 bis 1.560EUR
Es wäre echt nett, wenn mir jemand hilfreiche Tipps geben könnte.
DANKE!!
Name: Silke Vollrath
nicht gerade die angenehmste Arbeit...04.11.07
ich hoffe du weißt, was du dir da antust...Zwischensparrendämmung ist die einzige Arbeit, die ich bei einem weiteren Haus bestimmt nicht mehr machen würde.
Alleine ist das eine Quälerei!
mit oder ohne Hinterlüftung: Eine diffusionsoffene Unterspannbahn ist doch im Dach drin? (direkt unter den Ziegeln)
Ansonsten ziemlich egal: bei der Version 1 dürfte die Dämmung evtl minimal besser sein.
Nicht vom Preis beeinflussen lassen...wenn man die fehlenden Positionen bei Version zwei und drei dazunimmt liegen sie alle etwa gleich
gruss
Name: Bernhard FurchE-Mail-Adresse anzeigen
@Bernhard05.11.07
Weichei ;-))
Ich liebe dieses Kribbeln im Nacken wenn das Zeug sich so langsam den Weg ins Innere der Klamotten bahnt.....
Name: Herr Ste-030-Bar
Also, ich würde erstmal...05.11.07
... den imprägnierten Dreck rausnehmen. Bei Lösung 2, haste Dir mal Gedanken gemacht, wie man diese Klopper festbekommen will??...
Name: Rüdiger und Monika BergE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.berg-schwedenhaus.de
Lösung05.11.07
...da hat der freundliche Baustoffhändler sicher die passenden Schrauben (geschätz 6x160, torx) zur Hand... :-))
...und freut sich über den zusätzlichen Umsatz + Gewinn.
@stefan: ,-))
Name: Bernhard FurchE-Mail-Adresse anzeigen
Dachsanierung05.11.07
Hallo Frau Vollrath,
ich rate Ihnen, die Lösung 2 zu wählen, jedoch mit einem etwas anderen Aufbau.
Eine hinterlüftete Dachdämmung ist immer noch die sicherste Variante.
Dabei sollten Sie folgendermaßen vorgehen:
1.) Sparren aufdoppeln um ca. 4,0 cm
2.) Zwischen den Sparren ein Gittergewebe einbauen ("Hasendraht") um zu verhindern, dass bei einem evtl. Aufquellen der Dämmung der Luftzwischenraum zwischen der Unterspannbahn und der Dämmung dauerhaft und sicher offen bleibt.
3.) Nach dem Anbringen des Gewebes können Sie eine ca. 120 mm dicke Wärmedämmung einbauen, Material nach Ihrem Gusto (Mineralwolle, Klemmfilz,o.ä.)
4.) Dann befestigen Sie auf einer Lattenkonstruktion, die auf die aufgedoppelten Sparren geschraubt werden, Gipskartonplatten auf. Diese dienen als Grund-/ bzw. Trägerlage für eine vollflächig aufzuklebende Alufolie als Dampfsperre. Nur das ist eine echte Sperre gegen Dampf und Luft! Die Randanschlüsse an die massiven Bauteile sind natürlich auch mit abzudichten.
Dadurch wird Ihre Dämmung dauerhaft und sicher vor dem Eindiffundieren von wasserdampfgesättigter Raumluft geschützt.
(Glauben Sie hier mal wieder nicht der Baustoffindustrie, die uns "denkende Dampfbremsen","atmungsaktive Folien", "Diffusionsoffen", usw. usw. vorgaukelt )
5.) Jetzt machen Sie Ihre Raumansicht, wie es Ihnen gefällt (GK-Platten auf einer Konterlattung, Nut- und Federbretter oder, oder...)
So erhalten Sie ein optimal gedämmtes Dach, welches Sie dauerhaft und sicher vor Schäden bewahrt, analog Ihren Außenwänden.
Gehen Sie mit diesem Vorschlag zu Ihrem Baustoffhändler und lassen sich ein Angebot ausarbeiten, genau so, wie Sie es wollen!
Wahrscheinlich ist es etwas teurer, aber auch hier wäre "Billig teurer als richtig" (R.P.)
Viel Erfolg!
Name: Johannes RudolfE-Mail-Adresse anzeigen
Und ich rate ...05.11.07
... Ihnen den Vorschlag meines Vorredners in die Tonne zu kloppen... Das ist ja noch schlimmer als opiheimwerkerbastellösung *karnickeldrahtichfaßesnicht*
Name: Rüdiger und Monika BergE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.berg-schwedenhaus.de
damit hier Fachleute und erfahrene Selbstbauer eine Empfehlung ...05.11.07
damit hier Fachleute und erfahrene Selbstbauer eine Empfehlung geben können, würde mich mal der genaue Dachaufbau interessieren: Ziegel, Lattung, Konterlattung?, Unterspannbahn?, Dachsparren?
Oder nur einfach Ziegel auf Lattung auf Sparren. Bei Variante Zwei muß man sich sicherlich mehr Gedanken machen (nach meiner auch hier im Forum erworbenen Laienansicht) In beiden Fällen wäre die Frage: Wiviel Dämmung will ich und wieviel PLatz kann ich opfern (durch Aufdoppelung, Lattung innen).
Name: Karsten ZänkertE-Mail-Adresse anzeigen
@ Familie Berg05.11.07
Bitte nicht nur schimpfen :-(
Wo bleibt denn Ihr konstruktiver Vorschlag, mit dem die Fragestellerin auch wirklich etwas anfangen kann?
Name: Johannes RudolfE-Mail-Adresse anzeigen
Welche Alufolie nehmen wir denn? Die aus der Küche?05.11.07
Spass beiseite, Herr Rudolf.
Der Aufbau ist mir neu.
Haben Sie mal einen Produktnamen als Beispie für die Folie?
Name: Bernhard FurchE-Mail-Adresse anzeigen
bin entsetzt :(05.11.07
Moin,
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@ Herrn Rudolf,
mit Verlaub, haben Sie die Zeit etwas verschlafen? Ihr vorschlag stammt aus dem vorigem Jahrtausend - und das in nahezu jeder Hinsicht.
Begründung:
1. Vorausgesetzt es ist eine Unterdeckbahn mit geringem Sperrwert angeordnet (@ Fragestellerin, ist sie das?), dann IMMER die Vollsparrendämmung ohne Hasendraht.
Die Hinterlüftung der Wärmedämmung funktioniert in den allermeisten Fällen nicht oder nicht so, wie es gedacht ist. Sie ist im Gegenteil schadenanfälliger.
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2. Moderne Mineralfaserdämmstoffe "gehen nicht mehr auf". Die Zeiten sind vorbei. Wird ein mit 140 mm Dicke angegebener Dämmstoff fachgerecht eingebaut, so wird er auch bis max. 140 mm aufgehen.
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3. Sie verschenken ( Pkt. 1 als Voraussetzung) schlicht Platz für eine Wärmedämmung, die ohnehin nicht allzu dick ist.
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4. Da wird eine Pseudo-Installationsebene gebaut?? Sie haben auf dem Sparren bereits eine 40 mm dicke Latte raumseits aufgebracht. Demnach haben sie nun 180 mm Höhe zur Verfügung, dämmen aber nur mit 120 mm. Was soll das?? Schon nicht nachvollziehbar.
Nun kommt ZUSÄTZLICH auf die Aufdopplung noch eine Lattung, auf der DANN die GKP montiert werden??? Da diese Lattung mind. 30 mm Dicke haben muss, verschenken Sie nochmal elegant diese Höhe. Nun bringen Sie eine Alufolie, vollflächig aufgebracht (kennt man aus dem Schwimmbadbau) an. Dampfdicht-Notwendigkeit (Sperrwert) ist berechenbar und als Luftdichtschicht reicht eine Folie mit erheblich geringerem Sperrwert vollkommen aus. Regnet es bei Ihnen zu hause? Das müsste es nämlich bei wasserdampfgesättigter Luft.
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5. Unter "optimal gedämmt" verstehe ich folgerichtig etwas ganz anderes.
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Grüße
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stefan ibold
Weiterführende Links:
- http://dachmurks.de
Name: Stefan IboldE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.planungsgruppe-dach.de