Energiesparendes Bauen / Niedrigenergiehaus

Renovierung: was ist vorrangig, was empfehlenswert?

Guten Tag, ich wohne in Belgien, wo Energieberatung noch in den Kinderschuhen steckt, und will meine Doppelhaushälfte Bj. 1994 gründlich, aber mit vertretbaren Kosten renovieren. Welche Energieeffizienz-Verbesserungen wären VORRANGIG und welche anderen EMPFEHLENSWERT bei folgendem Ist-Zustand:

  1. 1. Aussenmauern: Schwerbetonblöcke 14 cm + Glaswolle 5 cm + Verblendziegel 8 cm.
  2. 2. Dachdämmung: 12 cm Glaswolle mit Alubeschichtung.
  3. 3. meranti-fenster 1994, Doppelverglasung, Werte unbekannt. Rahmen schwergängig (viele klemmen).
  4. 4. EGA: "Dämmestrich". Darunter UGA mit Garage und Eingang, nach hinten unterirdisch wegen Hanglage. Keine Unterkellerung, Abdichtung zum Untergrund Schwerbeton und PE-Dichtfolie 1mm.
  5. 5. Garagentor Holzplatte ungedämmt auf Metallrahmen, rundum nicht abgedichtet (0,5 cm breite Luftschlitze).
  6. 6. Gasheizung 1994: Niederdruck mit Zwangsumlauf, mit integriertem Boiler 75 l, jedoch separater Mini-Elektroboiler für die Küche. Zentraler Thermostat, Metallheizkörper 1994, alle Heizungs- und Wasserrohre unter Putz.

Vielen Dank im Voraus

Name:

  • Gerhard König
  1. In der Reihenfolge...

    ... ohne es gesehen zu haben:

    1. Fenster 2. Garagentor 3. Dach (kommt aber stark auf die bauliche Situation an)

    Wenn die Fenster ohnehin schon klemmen, energetisch sicherlich nicht up-to-date würd ich das als vorrangig bezeichnen.

    Dach, kommt wirklich drauf an, was machbar ist.

    Heizung, sicherlich nicht mehr der Effizienz-Bringer, wenn jetzt aber alles "saniert" wird, sprich gedämmt, dann kommt die irgendwann automatisch, da überdimensioniert

    Wände: wieviel Wandflächen sind es?

  2. Herzlichen Dank Herr und Frau Berg. ...

    ... Dann ist klar, dass die Fenster und das Garagentor erneuert werden und bald auch die Heizung dran ist. Könnten Sie evtl. anhand der folgenden Zusatzinformationen einschätzen, ob sich die sonstigen Massnahmen lohnen würden mit vertretbarem Aufwand?

    DACHDÄMMUNG von innen verstärken hiese, dass die Gipsfaserplatten und zwei Velux-Fenster raus müssten und das ausgebaute Dachgeschoss etwas niedriger würde. Für Verstärkung von aussen bräuchte man einen Architekten für die Baugenehmigung und wohl ein Gerüst, weil das Dach im 3. Stock ist und von innen nur über die Velux-Fenster zugänglich ist. Lohnt sich das denn bei jetzt 12 cm Glaswolle auf einer Dachfläche von 110 qm?

    AUSSENWÄNDE zusätzlich dämmen ginge nur von innen, weil aussen die Verblendziegel vorgeschrieben sind. Lohnt sich das überhaupt bei 200 qm zweischaligen Mauern mit 5cm Glaswolle?

    Zum MINI-ELEKTROBOILER in der Küche haben sie nichts gesagt. Ist das also keine grosse Verschwendung? Falls doch, müsste man allerdings für einen Anschluss ans zentrale Warmwasser den Fussboden und eine Wand aufreissen und eine Betondecke durchstossen. Würde sich das denn lohnen? Oder gäbe es evtl. Alternativen?

    Vielen Dank im Voraus

    Name:

    • Gerhard König

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