Suchefunktion BAU.DE Forum Energieeinsparverordnung EnEV 300: Bezug zum tatsächlichen Ölverbrauch durch Energiebedarfsausweis

Energieeinsparverordnung EnEV

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"Energieeinsparverordnung EnEV"
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Bezug zum tatsächlichen Ölverbrauch durch Energiebedarfsausweis 26.11.06
Hallo,
ist es durch den Energiebedarfsausweis möglich, einen Bezug zum tatsächlichen Ölverbrauch einer Heizung herzustellen.
Wie sind folgende Werte im Bezug auf die Qualität eines Hauses einzuordnen?
- Jahres-Primärenergiebedarf: 94,7 KWh/m2a (zul. Höchstwert 102,3)
- Transmissionswärmeverlust: 0,43 W/(m2*K) (zul. Höchstwert 0,56)
- Anlagenaufwandszahl: 1,26
- Heizwärmebedarf 62,58 KWh/m2a
- Wärmeendenergie 16232,2 KWh/a
Vielen Dank.
Name: Thomas  

  1. nein! 27.11.06
    EnEV schreibt eine starre Berechnung vor. Es sind nicht die örtilchen Klimawerte und auch nicht das individuelle Nutzerverhalten berücksichtigt.
    Die EnEV dient zur Bewertung von Gebäuden auf einer einheitlichen Basis. Egal wo sie in D bauen, wird von den selben Randbedingunen ausgegangen, es werden nicht die Anzahl der Bewohner, die tatsächen Klimabedingungen oder die wirkliche Raumtemperatur berücksichtigt.
    Mit komfortableren Rechenprogrammen kann man/frau diese Werte teilweise berücksichtigen (nicht das genaue Nutzerverhalten wie: höhere Gewinne durch viele Elektrogeräte, Türen und Fenster auf-zu usw.), wobei der Nachweis dann nicht mehr der DIN entspricht und nicht gegenüber Förderstellen oder bei den Genehmigungsbehörde gültig ist. Dort zählt nur der Nachweis nach DIN!
    Name: Jentsch Isa   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.bauplanung-jentsch.de

  2. Pi-Mal-Daumen 27.11.06
    bei durchschnittlich 2000 Vollbenutzungsstunden 8.100 KWh/a entspr. <1000 Liter/a.
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

  3. Neugierig 29.11.06
    Hallo Markus,
    wie kommst Du auf den Wert?
    +
    Neugierige Grüße
    Name: Oliver Kettig   E-Mail-Adresse anzeigen  

  4. Lt. DIN/VDI 29.11.06
    da sind für verschiedene Regionen/Klimazonen die Auslastung / Vollbenutzungsstunden pro Jahr angegeben.
    Da drine
    http://www.kennziffernkatalog.de/download/Kapitel%201_4_1.pdf
    sind Auszüge...
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

  5. Habs noch nicht... 29.11.06
    ...verstanden! Im Link finde ich also die Vollbenutzungsstunden. Und wie verwurste ich die mit den Angaben aus dem EnEV-Nachweis, um zu den von Dir errechneten 8100 kWh/a zu kommen?
    Name: Oliver Kettig   E-Mail-Adresse anzeigen  

  6. Vergiss' es 29.11.06
    hab mich verguggt bei der Fragestellung :-(
    Name: Markus Knoll   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. Schade 29.11.06
    ich hatte so auf die Wunderformel gehofft ;-)
    Name: Oliver Kettig  

  8. Ganz einfach... 04.12.06
    1 Liter Heizöl entspricht ca. 10 kWh. Also hier ca. 9,5 Liter Heizöl pro m² beheizte Gebäudefläche (aus dem EnEV-Nachweis, nicht die Wohnfläche!) und Jahr.
    Funktioniert aber - wie oben bereits gesagt - nicht immer, weil das Nutzerverhalten in der EnEV nicht berücksichtigt wird.
    Name: Christian Wolz   E-Mail-Adresse anzeigen  

  9. nene, ich seh' das anders 07.02.07
    Hallo Thomas,
    irrtümlich hast Du für Deine Beurteilung des Jahres-Primärenergiebedarf zugrundegelegt (hier etwa 95 KWh/m²a). dies entspricht aber den (Heizwärmebedarf + Trinkwarmwasserbedarf) x Anlagenaufwandszahl.
    Das ist verführerisch, aber wenn eine primärenergetisch sehr gut zu bewertende Anlagentechnik gewählt wird, funktioniert's nicht.
    ich halte folgenden Ansatz für etwas geeigneter: Heizwärmebedarf (hier ca. 63kWh/m²a) + Trinkwarmwasserwärmebedarf
    63kWh entsprechen etwa 6,3 Liter Heizöl. Das ganze mulitpliziert mit der Nutzfläche nach EnEV (Achtung: entspricht nicht der tatsächlichen Nutzfläche, und schon gar nicht der Wohnfläche, sondern ist eher mehr!)
    Also lieber einen Sicherheitszuschlag in Form eines Faktors (z.B. 1,1 - 1,2) zugeben.
    Im EnEV-Nachweis wird der Heizwärmebedarf in der Regel nicht nur auf den m² bezogen, sondern ist idealerweise auch in der Summe für das ganze Gebäude ausgewiesen.
    und hierzu einen Zuschlag für die Trinkwarmwasserbereitung + Leitungs- und Regelungsverluste.
    Ganz abgesehen vom Nutzer- und Klimaeinfluss...
    Geschätzt also im vorliegenden Fall für das Durchschnittsjahr und den Durchschnittsnutzer bei Durchschnittsbelegung (ohne Gewähr)
    ca. 8 - 9 Liter pro m².
    ist aber eine Solaranlage vorhanden (sieht so aus, weil der Jahres-Primärenergiebedarf für ein Gebäude mit Ölheizung relativ niedrig ist), darf man noch ein paar hundert Liter (wieder für das Durchschnittsjahr, den Durchschnittsnutzer und bei Durchschnittsbelegung), vielleicht etwa 300 - 400 Liter für ein EFH abziehen....
    und dann berücksichtigen wir noch, dass in den ersten 1 - 2 Jahren noch etwa 15 - 25% höherer Verbrauch zu erwarten ist, da das Gebäude in der Regel noch austrocknen muss..
    Also alles nicht so ganz einfach... (und Propheten sind wir auch nicht)
    Herzliche Grüße!
    Name: Alfons Fischer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.gebaeude-energieberatung.de

  10. Energieausweiss, keiner weiss es genau. 13.02.07
    Der Energieausweiss für Altbauten existiert bisher noch nicht. Es gibt einen Gesetzentwurf. Der Primärenergieverbrauch ist eine künstlich erzeugte Recheneinheit.
    Interessant ist der reale Verbrauch. Nur die Energie, die ich verbrauche muss ich auch bezahlen.
    Weiterführende Links:
      - http://www.fb-finanzberatung.de/downloads/Referentenentwurf-EnEV-2007.pdf
    Name: Herr Rog-2149-Kan
 

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