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Estrich und Bodenbeläge

Aufheizen bei unterschiedlichen Estricharten

Liebe Bau-Experten,
am 25.11. ist bei mir im Neubau Estrich auf FBHA eingebaut worden. Es kamen sowohl Zementestrich (Keller, Bäder, WC) als auch Anydritestrich (sonstige Wohnräume)zum Einsatz. Da es unterschiedliche Empfehlungen für das Aufheizen der beiden Estricharten gibt, stellt sich die Frage, wie bei einer Kombination von Zement- und Anhydritestrich zu verfahren ist. Sollte ich bis zum 21. Tag warten und dann gemäss Empfehlung für das Aufheizen von Zementestrich verfahren. Falls dies der Fall ist, muss ich etwas unternehmen, wenn die Temperaturen inzwischen weiter sinken, um evtl. Frostschäden zu verhindern? "Konventionelle" Heizkörper sind nicht vorhanden.
Vorab schon mal Vielen Dank für Ihre Ratschläge.

Name:

  • Ralf Busenius
  1. Estrichleger fragen

    Fragen Sie Ihren Estrichleger!
    Er allein entscheidet, was ab wann nach welchem Plan aufgeheizt werden soll.
    Bei uns war es genauso: "Gemisch", also teils Zement-, teils Anhydritestrich. Alles FBHA.
    Ansich bei Anhydrit 7 Tage, bei Zement 21 Tage Wartezeit bis zum Heizen. Wegen des Mix und weil teils Zuleitungen in Anhydritraeume kleine Strecken durch Zementraeume laufen mussten, haben wir den "groessten gemeinsamen Nenner" gewaehlt, also 21 Tage gewartet (der Anhydritestrich konnte seinen Zeitvorteil also nicht ausspielen).
    Wie gesagt, das haben wir uns nicht selber ausgedacht, sondern alles lief streng nach Anweisung des Estrichlegers.
    Wenn Sie auf eigene Faust anders anheizen, ist er raus, falls es zu Schaeden (Rissen usw.) kommt.

  2. genau das ist das Problem

    Der Estrichleger selbst hat durch seine widersprüchlichen Aussagen überhaupt erst dafür gesorgt, dass ich mich im www selbst informiert habe. Zunächst hat er mir nämlich lediglich ein Heizprotokoll für Anhydritestrich gegeben nach dem ich vorgehen sollte (also nach dem 7. Tag beginnen). Auf mein Nachfragen wegen der unterschiedlichen Estricharten hat er dann gesagt, ich könnte nach dem 10. Tag beginnnen und das ausgehändigte Protokoll verwenden. Mein Vertrauen in den Estrichleger war damit also hin.

    Name:

    • Ralf Busenius
  3. Oh je

    ... da faellt einem nix mehr ein.
    Dann uebernehmen Sie selbst die Initiative, gehen Sie auf Nummer sicher, d.h. waehlen ein Aufheizen nicht vor 21 Tagen (3 Wochen) nach dem Abschluss der Estricharbeiten, und beschreiben Sie dies in schriftlicher Form. Darauf lassen Sie den Estrichleger schriftlich bestaetigen, dass er mit dem Vorgehen einverstanden ist und somit seine Gewaehrleistung nicht eingeschraenkt wird oder erlischt.
    Wenn Sie das haben heizen Sie oder Ihr Heizungsfachmann genau so an.
    7 Tage? 10 Tage?
    Lassen Sie dem Zementestrich auf jeden Fall die 21 Tage Zeit. Alles andere koennte Schaeden verursachen. Fuer die muesste dann zwar Ihr Estrichleger geradestehen. Aber ob er das ohne zu Murren tut?
    Und die Konsequenz - Estrich "flicken" oder komplett rausreissen und neu verlegen - das wollen Sie sicher auch nicht.
    So ein Anheizprotokoll (als Vorlage) muesste zu bekommen sein, wenn Sie damit Probleme haben, schreiben Sie mir Ihre Email-Adresse (nicht hier, sondern per email an mich), ich scanne dann unseres ein und schicke es Ihnen zu.
    Fuer alles gilt: Bin Laie, kein Fachmann. Ist nur meine Bauherrenmeinung und -erfahrung.

  4. Heizkreise?

    Werter Fragesteller
    Haben Sie für die unterschiedlichen Flächen unterschiedliche Heizkreise? Dann drehen Sie die Kreise zu, die in den ZEA gehen und heizen den Anhydrit auf. Wenn der Anhydrit durch ist, die ZE Kreise anheizen. Wenn das von den Fristen her hinkommt!!!
    Ausserdem sollte Ihr VBH Verleger anheizen!!!

  5. Estrichleger "besteht" auf 7-10 Tagen

    Ich habe dem Estrichleger diese Vorgehensweise vorgeschlagen. Er hat da natürlich kein Problem mit, sagt aber weiterhin, dass ich auch nach 7-10 Tagen aufheizen könnte, da es sich ja beim Zementestrich um den speziellen "Heizestrich" handele. Daraufhin habe ich noch mal ein wenig bei http://www.baustoffchemie.de

    Name:

    • Ralf Busenius
  6. keine getrennte Heizkreise

    Natürlich heizt der Heizungsbauer auf - bzw. das in der Therme entsprechend hinterlegte Programm - aber der möchte von mit bzw. dem Estrichbauer wissen, wann und wie, damit er aus der Haftung raus ist.
    Bezüglich getrennter Heizkreise verhält es sich wie beim ersten Ratgeber. Räume mit Anhydritestrich befinden sich direkt neben Räumen mit Zementestrich, so dass ein und dieselbe Zuleitung durch zwei Estricharten läuft.

    Name:

    • Ralf Busenius

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