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Randabsenkungen des Fussbodens 2.07.03 MET
Hallo,
unser Fertighaus steht jetzt 5 1/2 Jahre und wir haben folgende Probleme:
1)Im Dachgeschoss senkt sich der Fussboden vornehmlich an den Innenwänden zwischen 8 mm und bis zu 16 mm ab und es sind dadurch deutlich sichtbare dunkle Ritzen entstanden. Die Aussenwände, insbesondere die Giebelwände, sind davon nicht betroffen. Der Bodenaufbau von unten nach oben ist:
Holzbalkendecke, Spanplatte, Fußbodendämmmatte aus Steinwolle eines bekannten Markenherstellers (Stärke 20/25), schwarze Kunststofffolie (nicht komplett bis zum Rand verlegt, an einer Stelle waren 5cm offen), 41 mm bewehrter Zementestrich, Dyckerhoff Sopro Fliesenkleber kunststoffvergütet, Korzilius Spaltplatte Graniti (10mm stark).
Weitere Daten: Geschossfläche 90mē, 4 Räume und Flur, grösster Raum 26mē. Normale Heizkörper. Fugen im Estrich zwischen den Türholmen. Kunststoffprofile im Fliesenbelag darüber. Estrich eingebracht Mitte November (Mischmaschine/Pumpe fiel dauernd aus) Fliesenverlegung ab Mitte Dezember, nachdem die Räume ca 14 Tage auf höchster Stufe geheizt und regelmäßig gelüftet wurden. Die Absenkungen wurden nach ca. einem halben Jahr sichtbar und haben sich bis heute kontinuierlich vergrößert. Mittlerweile haben sich auch an einigen Stellen mitten im Raum Vertiefungen gebildet, die beim Darübergehen deutlich zu vermerken sind. Fliesen und Fugen sind keine gerissen. Alle Gewerke wurden von Fachleuten/Handwerkern ausgeführt. Keine Eigenleistung.
Was ist hier schief gelaufen?
2) Im EG ist das Problem ähnlich: Randabsenkungen bis zu 8mm, Vertiefungen in Raummitte, hier sind zusätzlich im Laufe des letzten Jahres ca. 15 Fliesen gerissen. Nur der Fussbodenaufbau ist ein anderer (ohne Maßangaben bis auf Fliesen, da unbekannt): Betondecke, Styroporplatten, Fußbodenheizung in Styroporplattenprofilen, Stahlbleche, Folie, (Estrich, Kleber und Fliesen wie oben). Die Räume sind etwas größer, dafür sind zusätzlich Dehnungsfugen vorhanden. Auheizung und Abkühlung des Estrichs erfolgte nach Intervallangaben eines Protokolls. Alle weiteren Angaben wie bei 1).
Wodurch können diese Schäden ausgelöst sein?
Vielen Dank schon einmal für das Lesen.
Andreas Zimmerling
P.S. Das ganze Objekt ist (jedenfalls vom Preis her) keine Sonderangebotsbude, sondern ein Fertighaus eines renommierten deutschen Herstellers.
Name: Andreas Zimmerling
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Danke für den Link Viele Grü szlig e ... 3.07.03 MET
Danke für den Link
Viele Grüße
Name: Andreas Zimmerling
Abreissen der Anschlußfuge zu den Sockelplatten 3.07.03 MET
"...Um hier dem oben gezeigten Schadensbild entgegenzuwirken, sollten folgende Maßnahmen bei der Ausführung beachtet werden:
1. Die Aufbringung des Fliesenbelages sollte möglichst Spät nach Herstellung des Estrichbodens erfolgen, damit der größte Teil der Schwindverkürzung bereits abgeschlossen ist.
2. Beim Verlegen der Fliesen sollte die Raumtemperatur bzw. die Temperatur des Estrichbodens nicht zu kalt sein. Bei nicht beheizten Neubauten, die über die Wintermonate ausgebaut werden, sind die Estrichböden zu kalt. Wenn dann der fertige Bodenbelag mit der ersten Aufheizung erwärmt wird, kann es zu einem Temperaturgefälle im Belagsaufbau kommen, der ebenfalls zu einer Aufwölbung führt.
3. In Türdurchgängen, an einspringenden Ecken von winkelartig geschnittenen Räumen und bei großen Bodenflächen müssen Fugen angeordnet Werden, die auch die Estrichschale durchtrennen. Solche Fugen können im Raster der Fliesenplatten verlaufen, Da bei der Herstellung des Estrichbodens die Lage der Fliesenfugen noch nicht bekannt ist, kann beim Verlegen der Fliesen die Estrichfuge nachträglich mit einem Trennschleifer geschnitten werden. Die Fliesenfuge ist später mit einer dauerelastischen Masse zu verschließen.
4. Die Eckfuge zwischen Fliesenbelag und Sockelplatten wird fast immer zu knapp dimensioniert. Das Ergebnis ist, daß die Silikonabspritzung mehr auf die Fliesenoberflächen als in die Fugenöffnung gelangt (siehe Zeichnung a). Außerdem kann der Hohlraum zwischen Wand und Fliesenkante nicht mit Dichtungsmasse verhüllt werden. Schon bei der geringsten Senkung des Fliesenbelages reißt die Dichtungsmasse ab (siehe Zeichnung b)"
IBR Nr. 6, Seite 263
Name: Herr Fra-043-Lor
Frage zu Punkt 2 5.07.03 MET
wenn man die Feldbegrenzungsfuge später reinschbneidet, wie baut man dann die Höhenversatzsicherung ein. Die auch in MB´s oder Normen erwähnt ist!
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Bei den Eckfugen fehlt mir immer das MB - IVD Nr. 3 ein! DAs zwar das Problem teoretisch am besten Löst, aber praxisfremd ist ohne ende!
Name: Thorsten BulkaE-Mail-Adresse anzeigen
Estrichabsenkung 5.07.03 MET
Hallo,
Ich habe in meiner Praxis zweimal Mineralfaserplatte und Estrich erlebt. Es ist immer zu erheblichen Rundabsenkungen, über einen langen Zeitraum hinweg gekommen. In Verbindung mit einer Holzbalkendecke könnte sich dieser Effekt noch verstärken. Dafür spricht, dass die Absenkung an den Innerräumen stärker ausgeprägt ist als zur Außenwand. Wenn garkeine Absenkung vorhandem ist vermunte ich, dass der Estrich aufliegt. Holz ist bekanntlich viel elastischer als Beton/ Estrich. Anmerkung: Alleiniges Heizen und Lüften ersetzt eine Feutigkeitsmesseung mit dem CM Gerät NICHT!
Die Beschreibung ders EGs läßt eine zufrühe Verlegung der Fliesen vermuten. Ist eine CM Messung gemacht worden? Allerdings treten die Schäden schon nach 2-3 Jahren auf nach 5 Jahren ist ungewöhnlich.
Gruß Frank
Name: Frank Wöbbeking
Frage zu Punkt 2 5.07.03 MET
Den Artikel hat Herr Ackermann, Wolf (Dipl.-Ing.) verfaßt und entsprechend der Frage schweigt dieser sich in dem Artikel aus. http://www.lvs-hessen.de/namen_ad.htm
Name: Herr Fra-043-Lor
Fragen zu den diversen Antworten zu Randabsenkungen 5.07.03 MET
Hallo und vielen Dank für die rege Beteiligung.
Habe selbst noch einmal nach den Fugenarten gesucht und wenn ich mich recht erinnere hat der Estrichleger damals nur Scheinfugen mit dem Messer in den noch feuchten Estrich geschnitten. Der Fliesenleger hat darüber sein Kunststoffprofil verlegt. Jetzt wird in Punkt 3. des 3. Beitrags gesagt, man könne die Fuge später noch mit dem Trennschleifer reinschneiden. Wie soll denn das gehen 1. bei Fussbodenheizung ohne hier etwas zu beschädigen und 2. an der Wand ohne diese zu beschädigen?
Im 5. Beitrag von Frank wird Bezug genommen auf die CM-Messung. Habe dazu auch den Artikel von Herrn Skibba im Internet gefunden (Google, Randabsenkungen eingeben, müsste gleich der 1. Eintrag sein). Dieser ist zwar von 1989, hier wird aber gesagt, dass diese Messung gemäss den Bestimmungen keine Pflicht sei. Hat sich das in der Zwischenzeit geändert und zu welchem Zeitpunkt denn? Wir haben natürlich keine Messung gemacht. Der Bauunternehmer, der die Badezimmer gefliest hat, hat behauptet, dass diese Messung nicht notwendig /Pflicht sei (Dezember 1997) und hat uns in keiner Weise auf die möglichen Probleme hingewiesen. Der Fliesenleger des Bauunternehmers hat übrigens noch früher als wir gefliest. Die Schäden sind also scheinbar unabhängig vom Fliesenleger. Unser eigner Fliesenleger hat nämlich die Badezimmer nicht mit gefliest.
Ist der umfangreiche Aufsatz von Herrn Skibba eigentlich noch aktuell und verwertbar oder ist dieser zu nah am Hersteller orientiert?
Viele Grüsse
Andreas
Name: Andreas Zimmerling
die erkenntnis, das ein Estrich ein eigenleben hatt, gab es schon ´97 6.07.03 MET
auch, durch was es hervorgeholt wird. /(Feuchte)
Ich müsste mal nachsehen, in welchem MB es das erste mal erwähnt wurde, mit der CM Messung, aber aus dem kopf herraus, würde ich sagen: Wegen der sorgpfalsplicht hätte der Verleger (nicht der Bauleiter) vor der verlegung den zustand des Estrichs überprüffen müssen. Dazu würde dann auch eine Feuchtemessung gehöhren, die allerdings als Besondere Leistung vergüttet wird.
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Ob mann sagen kann, das der Überwacher der Baustelle (ich weis nicht ob das der Bauleiter oder ähnlicher) im Auftrag hatte, hier auch schon herangezogen werden konnte, ist fraglicher. Aber nicht auszuschliessen, weil es sich dabei um eine, für das gelingen des Bau´s wichtige Überprüfung handelte.
Name: Thorsten BulkaE-Mail-Adresse anzeigen