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Estrich und Bodenbeläge

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Terrakotta 25.07.04
Hallo,
Wir wollen in unserem EFH im EG Terrakotta - Fliesen verlegen und stehen vor der Frage, ob wir unbehandelte oder bereits behandelte Fliesen verlegen sollten. Welches Verfahren hat welche Vor- und Nachteile? Des Weiteren hätten wir ein zeitliches Problem, wenn wir nach der Verlegung noch einige Wochen warten müssten, bis die Endbehandlung der Fliesen vorgenommen werden kann und in dieser Zeit der Boden nicht betreten werden darf. Fragen über Fragen. Wir müssen uns in den nächsten Tagen entscheiden, da mit dem Fußboden im EG begonnen wird. Er kann uns auf unsere Fragen eine Antwort geben?
Mit freundlichem Gruß,
Bernd Möring
  1. Angst vor Flecken, dann rotes Feinsteinzeug 26.07.04
    Der Spruch "wach mich, aber mach mich nicht nass" gilt auch bei Terracotta. Nach 20 Jahren Reinigung mit einem Seifenreiniger oder Pflegemitteln ist cotto satt patiniert. Alle Schnellschussmethoden haben Ihre Nachteile, spätestens wenn die Heizung eingeschaltet wird.
    Leben Sie mit dem Material, auch Sie werden älter. Allerdings wird cotto immer schöner (lachbreit)
    Wenn Sie das Risiko nicht eingehen möchten, dann tatsächlich cottofarbenes FSZ nehmen.
    Ach ja, die ghanzen Versiegelungen immer nur auf den "knochentrockenen" Boden auftragen.
    mfg
    Name: Herbert Fahrenkrog   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.bau.de/forum/bauwissen-fahrenkrog
  2. Terrakotta-Verlegung 26.07.04
    Herr Herr Möring,
    anstelle Ihres Wunsches Terrakotta als Bodenbelag sich auf die Empfehlung einzulassen terrakottafarbenes Feinsteinzeug zu nehmen ist schwach. Ein Terrakotta ist ein lebender Bodenbelag, der erst mit dem Alter schön wird. Feinsteinzeug hat zwar dieekt die ?gewünsschte Optik, doch ist dieser Scherben immer kühl ganz im Vergleich zu Terracotta, dessen auch ohne Fußbodenheizung im Winter wesentlich wärmer ist als eine Steinzeugfliese/Feinsteinzeug. Bei mir lagen bis vor 3 Jahren Fliesen in der Wohnung und jetzt Terrakotta aus Frankreich. Messungen haben ergeben, dass der Terrakottaboden im Winter 8 °C wärmer ist als der alte Fliesenboden.
    Entscheiden Sie sich für Terrakotta. Für die Terrakotta-Verlegung empfehle ich Ihnen nicht die Dickbettverlegung, sondern den Estrich einbauen lassen und diesen mindestens 4 Wochen legen (trocknen) lassen. Bei Fußbodenheizung muss das Funktions- und Belagereifeheizen abgeschlossen sein.
    Als Terrakotta-Material geht meine Empfehlung zu rohen Scherben. Keine Vor- oder Endbehandelten Terrakotta.
    Wie Terrakotta ordentlich verlegt und nachbehandelt wird habe ich in Frankreich kennengelernt. Dort war ich auch auf Terrakottaböden, die seit den 16. Jahrhundert liegen.
    Auf der Web-Seite http://www.maison-eugenie.de/rairies/index-rairies.htm unter Verarbeitungsempfehlungen finden Sie eine Ausarbeitung, in der die Erfahrung französicher Terrakottaverleger und der deutsche Verarbeitungsstandard vereint sind. Nach diesen Empfehlungen wurden vor 10 Jahren im Kloster Eberbach in einem Schankraum geschliffene Terrakotta verlegt und mit diesem Materialien endbehandelt. Über dieses Belag gehen täglich einige 100 Menschen und lassen auch al fettiges auf den Boden fallen. Dem Belag shen Sie das nicht an.
    Ich hoffe Ihnen die Fragen beantwortet und die Angst vor Terrakotta genommen zu haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Josef Erhardt
    Name: Josef Erhardt   E-Mail-Adresse anzeigen
  3. Cotto gibt es viele 26.07.04
    und in den unterschiedlichsten Qualitäten und Farben. Wer Cotto liebt und kennt!!!, tolleriert viele Gebrauchsspuren, die den Belag nach Jahren leben lassen. Die Ansicht meines Vorredners teile ich nur bedingt. Wer so argumentiert, muss die genaue Verarbeitung bis zur Endwachsung beschreiben, also mal sagen, wie ein Cotto abgesäuert, neutralisiert, gewaschen und gewachst wird, wielange dieser Prozess dauert, wieviel Wasser auf den Boden kommt, wieviel das Kostet (bei uns) und wie diese Prozedur in deutsche Baugefüge passt. Wenn Sie sich hierüber im klaren sind, Zeit keine Rolle spielt, Sie dies alles im Sommer machen, dann evtl. rohen Cotto und die Finischingarbeiten auf der Baustelle durchführen. Die Alternative ist endbehandelter Cotto. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie alle Ware auf einen Schlag bekommen und ausreichen Zuschlag rechnen für Bruch. Da es ein Naturprodukt ist, sieht eine Charge nach einer Woch ganz anders aus. Infos :-) http://www.bauweise.net/grundlagen/baustoffe/cotto/cotto.htm, dass Sie sehen, was wir verlegt haben :-) http://www.bauweise.net/bautagebuch/200310/kw4/bezugsfetig/bezugsfertig.htm und wir würden es wieder so machen :-)
    Name: Stephan Langbein   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.bauweise.net
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