Suchefunktion BAU.DE Forum Estrich und Bodenbeläge 4352: Estrich, fehlende PE-Folie und deren Auswirkung

Estrich und Bodenbeläge

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Estrich, fehlende PE-Folie und deren Auswirkung 20.06.08
Hallo alle zusammen.
Das 2006 errichtete Doppelhaus steht im Land Niedersachsen.
In dem Haus mit 150 m² Wohnfläche wurde im gesamten Haus eine Flächen-Fußbodenheizung verlegt, die im Estrich eingelassen wurde.
Der Aufbau des Fußbodens wurde bis zur obersten Styroporlage korrekt ausgeführt. Darauf wurde dann eine mit Folie unterfütterte Fußbodenheizung verlegt, die allerdings nur raummittig verlegt wurde . In den Randbereichen der Räume (ca. 25 - 50 cm), sowie unter den Treppenbereichen (6 m²) wurde keine Fußbodenheizung verlegt.
Eine PE-Folie oder ein Ölpapier wurde in diesen Bereichen nicht verlegt. In diesen Bereichen wurde der Estrich so auf das Styropor geschüttet. Die o.g. Tatsache wurde bereits durch Probebohrungen nachgewiesen
Nun die Frage nach der schwere des Baumangels. Liegt hier ein Baumangel vor und wie könnte sich diese fehlende Folie auf den Estrich auswirken.
Handelt es sich um einen Mangel der behoben werden muss (per Gutachter festellen und reklamieren) oder kann man zur Not damit leben?
Name: Bausorge  

  1. Sehr geehrter Herr "Bausorge", der von Ihnen beschriebene ... 20.06.08
    Sehr geehrter Herr "Bausorge",
    der von Ihnen beschriebene Fall ist ja schon so absurd, dass er kaum zu glauben ist!
    Bereits einen Estrichmörtel auf die reine Dämmoberfläche zu "kippen" wäre dazu geeignet -vorausgesetzt man hätte es gesehen-, die Kolonne mit Fluch und Schande von der Baustelle zu treiben.
    Die Dämmauflage (hier: PE-Folie) hat nicht nur die Aufgabe, zu verhindern, dass sich das Anmachwasser des Estrichs nicht unbeabsichtigt in der Dämmschicht verliert, sondern verhindert zudem, dass sich der Estrich zwischen den Stößen der (nicht immer dicht super-dicht verlegten) Dämmplatten verkrallt.
    --
    In diesem Fall nun handelt es sich zudem um einen Heizestrich, der sich im Betriebszustand der Heizungsanlage zwangsläufig ausdehnen, somit "bewegen" wird.
    Die PE-Folie wäre in diesem Fall doppellagig zu verlegen, damit diese auch als Gleitschicht für den Estrich dienen kann.
    -.-
    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass der Heizungsbauer die Heizelemente nur lose auf die Dämmung gelegt hat, ohne sie zu arretieren. Genausogut könnte man das Gewirre an Schlauchleitungen einfach in den Raum hinein werfen und mit Estrichmörtel überdecken (scherzhaft angemerkt).
    Kann es sein, dass oberhalb der Dämmschicht eine mit Noppen versehene Systemplatte des Heizungsherstellers eingebracht wurde?
    In diesem Fall wäre es nicht immer zwingend notwendig, dass hierunter nochmals eine Trennschicht (PE-Folie oder Schrenzpapier) verlegt wird.
    Empfehlung: Heizungsbauer und Estrichleger fragen, wie das System aufgebaut wurde und zudem das technische Datenblatt des Heizungsherstellers anfordern.
    -.-.-
    mfg Klaus Rauer, Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen
    Name: Klaus Rauer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.rauer-web.de

  2. Aufbau des Estrich 21.06.08
    Heizungsbauer und Estrichleger können/wollen zum Einbau nichts sagen.
    Durch die Brobebohrungen kann man aber den Aufbau nachvollziehen.
    Fundament - 6,5 cm Styropor - eine Lage dicke blau Folie - 6 cm Styropor (ist jetzt schon ein wenig gesackt) -
    an den Stellen wo keine Fußbodenheizung verlegt ist - KEINE FOLIE
    an den Stellen mit Fußbodenheizung - FOLIE, auf der die Heizschlangen befestigt sind (keine lose Verlegung)
    - zum Schluss 13,5 cm Zementestrich.
 

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