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Massivhaus oder Fertighaus16.06.08
Hallo,
plane auf dem bereits erworbenem Grundstück ein EfHaus zu bauen. Die Planung steht noch ziemlich am Anfang, allerdings plagt mich seit einiger Zeit die Frage ob ein Massivhaus oder ein Fertighaus von Vorteil wäre. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Name: Melanie
Ein endlos diskutiertes Thema.18.06.08
Als beginnender Bauherr macht man sich da mords Gedanken - war bei uns auch so. Als abgeklärter Hausbewohner sage ich heute es ist Sch.egal. Wichtige Punkte sind:
Die Lage des Grundstückes - die änderst Du nie wieder
Vernünftige Planung inkl. Finanzierung - darüber ärgerst du dich evtl. dein Leben lang
Ein Bauträger, bzw Architekt + Handwerker oder Architekt + Generalübernehmer, was auch immer: Der keinen Mist baut, Pleite geht, dich über den Tisch zieht etc. - es schwimmen viele Haie in diesem Becken
Ob das Haus dann in Holzständerbauweise, oder in Stein gebaut ist, merkst Du hinterher kaum noch. Ich will dir meine Meinung dazu nun nicht auf die Nase binden. Suche hier nach Beiträgen und bilde dir selbst eine Meinung
Name: Bernhard KunerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://home.arcor.de/bkuner
Ich wollte mich eigentlich heraushalten18.06.08
Aber Bernhard Furch hat es geschafft, mich auf die Palme zu bringen! Nach Herrn Furchs Reklame für die "massive" Bauweise (ohne jedes Argument vorgetragen) schrieb Bernhard Kuner einen sehr vernünftigen Beitrag, den ich mit unterschreibe, auch wenn ich für mich persönlich die Holzbauweise vorziehe. Aber das ist meine subjektive Entscheidung, die auch nicht anders ausfallen würde, wenn ich nicht selber Holzfertighäuser errichten würde. Ich kann doch auch wohl kaum einen Kenner und Liebhaber feiner Biere dazu überreden, auf das selbstgemachte, durch gemeinschaftliches Hineinspucken zum Gären gebrachte Bier der südwestafrikanischen Buschleute umzusteigen. Aber Herr Furch ist noch nicht zufrieden, er muss dagegen halten (wogegen eigentlich?), er muss sticheln.
Herr Furch, ich frage sie hier nicht, was sie mit ihrem Posting sagen wollen, das kann ich mir denken, sondern ich frage sie ernstlich, was erhoffen sie sich von diesem Link? Was soll das?
Und ich (Wie ist das mit ihnen?) will ganz sicher keine weitere Diskussion anstoßen, denn B. Kuner hat wirklich schon alles Wichtige geschrieben. Sollte jetzt leider erneut ein Hauen und Stechen pro und kontra dieser oder jener Bauweise einsetzen, dann müssten sie doch inzwischen wissen, dass sie dabei nicht gewinnen können. Auch deshalb verstehe ich sie nicht.
Bleiben sie doch sachlich, dann können wir jederzeit miteinander reden. Aber ihre wiederholten, an die Rhetorik schlechter Verkäufer erinnernden Seitenhiebe der billigen Sorte gegen Holzhäuser helfen keinem suchenden Bauwilligen weiter.
Name: Torsten StodenbergE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.stodenberg-schwedenhaus.de
@Bernhard: Ich verstehe den Zusammenhang nicht18.06.08
zwischen dem Link und der Frage. Es gab doch schon bessere Diskusionen speziell Massiv versus Holzrahmenbau. Meine Meinung dazu ist ja leidlich bekannt, allerdings gibt es einfach zuviele grlückliche Menschen im Holzrahmenhaus, als dass ich ernsthaft behaupten würde: das ist Mist. Ich will mich da echt an keiner neuen Diskussion beteiligen. Soll die gute Melanie sich eine Flasche Wein nehmen und mit ihrem Liebsten mal die Beiträge durchstöbern. Dann können die sich selber eine Meinung bilden.
Name: Bernhard KunerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://home.arcor.de/bkuner
Danke18.06.08
Danke für eure Diskussion. Ich seh schon die Frage wird mich noch länger beschäftigen. Allerdings konnte ich jedoch euren Beiträgen entnehmen, dass es letztendlich eher davon abhängt an wen man gerät und weniger davon für welche Bauweise man sich entscheidet.
Begriffswirrwar18.06.08
Es gibt:
Massive Fertighäuser
Massive nicht Fertighäuser
Nicht massive Fertighäuser
Nicht massive nicht Fertighäuser
Nicht fertige Massivhäuser
Fertige Massivhäuser
Nicht fertige Massive nicht Fertighäuser
Nicht fertige Nicht massive Fertighäuser
Nicht fertige Nicht massive nicht Fertighäuser
Nicht fertige Nicht fertige Massivhäuser
Massive Fertighäuser
Fertige Massive nicht Fertighäuser
Fertige Nicht massive Fertighäuser
Fertige Nicht massive nicht Fertighäuser
Fertige Nicht fertige Massivhäuser
++++++++
So - jetzt bin ich fertig
MfG
Name: Ralf DühlmeyerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.duehlmeyer-architektur-planung.de
der Zusammenhang...18.06.08
..ich hab nicht immer die Zeit für ausführliche Erklärungen..
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Die Antwort bezog sich auf die Aussage : "Ob das Haus dann in Holzständerbauweise, oder in Stein gebaut ist, merkst Du hinterher kaum noch."
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Im genannten Link, merkt ein Hausbesitzer sehr deutlich, dass sich sein Haus im Sommer trotz tagsüber ausgeschalteter Lüftungsanlage warm wird ...
Verwundert hat mich daran die Tatsache, dass die Hütte an der Küste steht.. an der es erstens kühler, zweitens windiger ist als hier in der Rheinebene...
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Es gibt sicher Leute, für die 28° nicht unangenehm sind (weil sie vielleicht vorher im Massivhaus unterm Dach gewohnt haben und die 28°C eine Verbesserung darstellt...)
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Mittlerweile habe ich aber die Wohnerfahrung und Vergleiche und komme halt zu dem Fazit, dass das nächste kein Holzhaus wird...
gruss
Name: Bernhard FurchE-Mail-Adresse anzeigen
Was hat die Qualität der Lüftungsanlage mit der Hausbauweise zu tun?18.06.08
Soll das heißen, Massivhäuser erhalten keine Lüftungsanlagen? Ist doch Quatsch! Wir ärgern uns z.Z. über erhöhten Staubanfall im Hause. Das ist aber Blütenstaub, der nur in dieser zeit vorkommt. Und auch den hätten wir nicht im Haus, wenn wir damals beim Hausbau richtig beraten worden wären und eine gut geplante Lüftungsanlage, idealer Weise mit Wärmerückgewinnung, oder eine Wärmepumpe mit integrierter Lüftungsanlage eingebaut hätten. Die Filter in den Lufteinlassventilen hätten den Staub zurückgehalten. Das ist ja gerade einer der typischen Vorteile einer kontrollierten Raumlüftung. Und das hat absolut nichts, aber auch gar nichts mit der Bauweise zu tun.
Und, Herrn Furch, auch ich kenne beide Bauweisen aus eigener jahrzehntelanger Wohnerfahrung, und zwar habe ich schon mehrere Massiv- und drei Holzhäuser bewohnt. Und genau (oder ungenau?) wegen des irgendwie anderen, geradezu kuscheligen Wohngefühls möchte ich nur noch in einem Holzhaus wohnen. Es fällt schwer, genau zu begründen, was daran anders ist. Vielleicht ist dies auch eine sehr subjektive Kategorie. Hinzu kommt bei unserem jetzigen Haus natürlich, dass es sich schon um ein Niedrigenergiehaus handelt. Das vermittelt wegen der Wärmeabstrahlung der gedämmten Wände ja auch ein deutliches Wohlgefühl, wobei dies auch für massive Niedrigenergiehäuser gelten dürfte, sobald sie trocken sind.
Name: Torsten StodenbergE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.stodenberg-schwedenhaus.de
Noch ergänzend:18.06.08
In unserem Holztafelhaus mit "nur" 165 mm Steinwolledämmung (Bj. 1980) haben wir ohne Lüftung höchstens mal im DG mehr als 28° C. Allerdings alles ohne jede Abschattung. Abends machen wir alle Fenster auf und lassen die frische Abendluft herein, etwa 20 Minuten reichen. Im EG haben wir im WZ riesige Glasflächen vor allem nach Süden, aber auch nach Westen. Im Süden bedecken wir die Glasflächen mittlerweile mit ganz leichten, transparenten (lichtdurchlässigen) schlichtweißen Gardinen, im Westen steht auf der Holzterasse (die übrigens auch wesentlich weniger Wärme speichert als eine Steinterasse und somit auch weniger abstrahlt) ein 3 m Sonnenschirm, der die meiste direkte Sonneneinstrahlung abfängt. Dafür staut sich unter ihm aber auch nicht viel Wärme wie bei einer großen Markise. Die große Schiebetür im Westen zum Garten hin lassen wir an warmen Tagen immer auf, solange jemand im Hause ist. So lässt es sich aushalten.
Unsere Wände speichern keine Wärme, deshalb ist es abends sofort wieder kühl. Und tagsüber muss erstens abgeschattet und sollte zweitens gelüftet werden, am effektivsten mit einer gut geplanten technischen Lüftung. Die Lüftung auszumachen, führt nur zu mehr, nicht zu weniger Hitze.
Zusammenfassend ist zu sagen: Die Wärmedämmung verhindert eine Aufheizung durch die Wände, wie sie auch bei Massivhäusern nach einigen heißen Tagen oder Wochen mit tödlicher Sicherheit stattfindet. Dort kriegt man die Wärme aber nicht mehr so schnell heraus, man kann gegen das dann ständige Aufheizen der Raumluft noch nur notdürftig mit einer leistungsstarken Lüftungsanlage ankommen. Wenn aber in einem Holzständerhaus die Wärmedämmung fehlt oder lückenhaft ist, dann kommt auch über die Wände zusätzliche Wärme ins Haus, und zwar etwas mehr als die Außenluft warm ist, weil ja das Holz anders als die Mineralwolle durchaus etwas Wärme speichert. Also man benötigt entweder eine gute Dämmung oder eine gute Wärmespeicherung, wobei ich die Dämmung bevorzuge. Die funktioniert in Verbindung mit Lüftung immer. Speicherung hat m.E. Nachteile (ist aber Ansichtssache), siehe oben, und ersetzt auch keine Dämmung gleichwertig - die müsste sowieso zusätzlich da sein. Nochmal: Das Innere eines gut gedämmten Hauses heizt sich so gut wie ausschließlich durch die Glasflächen auf. Weil die Grenzflächen zwischen Glas und den Nachbarmedien (Luft/Edelgas) gerade bei mehrschichtigen Verglasungen sog. Wärmefallen für die Lichtstrahlen darstellen. Das funktioniert auch bei geringem Licht und im Winter, weshalb die verglaste Südseite eines Hauses normalerweise eine positive Energiebilanz aufweist, d.h. es erfolgt mehr Energiezufuhr durch Umwandlung von Licht in Wärme als Wärmeabfluss von innen nach außen. Besonders an der Nordseite ist dies umgekehrt, weshalb dort möglichst wenig Fenster angebracht sein sollten. Hab ich was vergessen?
Name: Torsten StodenbergE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.stodenberg-schwedenhaus.de