Fußbodenheizungen / Wandheizungen

Hydraulischer Abgleich Fußbodenheizung

Ich weiß, das dieses Thema schon of behandelt wurde, aber ich habe keinen Beitrag gefunden, in dem die Vorgehensweise erklärt wurde, um diesen Arbeitsschritt selber durchführen zu können. Einige Beiträge aus dem Jahr 2002 enthalten Links, die leider nicht mehr gültig sind.
Mein Problem ist der Abgleich der Fußbodenheizung welche im Erdgeschoß und im Obergeschoss vorhanden sind. Normale Heizlörper habe ich nur im Keller, die hängen aber am gleichen Vorlauf der Fußbodenheizung und sind deshalb auch größer dimensioniert worden. Mein Problem kann ich durch den notwendigen Abgleich beheben, denn die Heizschleifen werden unterschiedlich schnell warm bzw. sie bleiben kalt in den großen Räumen. Schalte ich die Heizungsregler der warmen Räume dann aber ab, werden die großen Räume ebenso warm.
Meine Frage bezieht sich auf die Vorgehnsweise ohne dies mit der Methode der Temperaturmessung am Rücklauf vorzunehmen, denn diese Vorgehensweise wird in einigen Beiträgen als stark Fehlerbehaftet beschrieben. Welche Geräte benötige ich (Druckmessgerät, Durchflussmesser, ...)
Kann jemand helfen?
Danke schön!

Name:

  • mosabrax
  1. Selbermachen - wohl schwierig

    Aber eine DIY-Anleitung zum Einstellen der FBHA finden Sie in den Heizungs-FAQs im Link

  2. Schade,...

    ... aber dieser Link hat zwar eine Anleitung (Heizungs-FAQ => FBHA einstellen), die der Ersteller der Web-Site unter Verschluß hält und somit mit dieser Information Geld verdienen möchte - was aber auch sein gutes Recht ist. Gibt es weitere Links zu diesem Thema die ich noch nicht ergoogeln konnte?
    Mosabrax

  3. Sorry, war mir nicht bewußt

    ich kann mich dran erinnern, daß die Anleitung auf der "alten" Website des Betriebers mal frei zur Verfügung stand. Da meine Anlage läuft, habe ich die Seite natürlich nicht mehr vollständig durchgelesen.

  4. Anleitung erst seit kurzer Zeit "Bezahlinhalt"

    Ich meine auch, die Anleitung dort noch vor kurzer Zeit (vor 2..3 Wochen ?) gesehen zu haben, ohne bezahlen zu muessen.

  5. Zeig mir einen Neubau.....

    ....bei dem der hydraulische Abgleich von Anfang an so funktioniert wie er soll. Ich glaubs einfach nicht. Meine Nachfrage beim FBHZ-Hersteller ergab, daß er die Berechnung vornehmen kann (!) und als Ergebnis sozusagen die Zahl der Umdrehungen an jedem einzelnen Ventil als Ergebnis herauskommt. Nur kann ich nicht sagen ob diese Berechnungen auch ein befriedigendes Ergebnis liefern. Ich unterstelle mal, daß die Heizung/Sanis sich/dem BH das Geld für die Berechnung sparen und das hinterher so nach Erfahrung einstellen.
    Ich mache das so. An der Gastherme fahre ich nur mit soviel Vorlauftemperatur wie ich oben brauche. Ist sowieso sparsamer. Die Thermostate in den zu beheizenden Räumen drehe ich auf Maximum. Dann erkenne ich welche Räume zu wenig bzw. zu viel beheizt werden. Danach gehts an die Stellschrauben in den Heizkreisverteilern. WICHTIG: Notieren Sie sich wo und wieviel Sie drehen. Eine Umdrehung ist meistens schon sehr wirksam.
    Wahrscheinlich haben Sie auch keine Durchflußmesser im Heizkreisverteiler (gespart oder aus Unwissen). Dann wärs soweit ich weiß einfach nur durch Einstellen des gleichen Flusses behebbar.

    Name:

    • Herr Tho-591-Sch
  6. Schau bei meinem Neubau...

    ... und da waren alle Ventile ganz offen. Am Anfang wunderte ich mich über den schönen warmen Fußboden im Bad am morgen und ärgerte mich über die kalten Räume im Erdgeschoß. Damit soll nun Schluß sein und die Lösung ist gefunden. Nur wie ist die andere Sache. Ich drehe jeden Morgen an meinen kleinen Ventilen am Vorlauf - immer nur eine Viertel Umdrehung - und habe mittlerweile die ersten Erfolge. Nur richtig perfekt ist dies nicht, wie man hier im Forum nachlesen kann. Deshalb die Frage nach der korrekten Methode.
    Übrigens - Fußmesser habe ich auch nicht im Verteiler, die sind ja auch bei einem perfekt eingstellten System auch nicht unbedingt erforderlich.

  7. Ja das würde mich auch interessieren....

    .....wie man das richtig macht ohne Flußmesser oder durch Probieren.

    Name:

    • Herr Tho-591-Sch
  8. Kann keiner diese Information geben?

    Hat niemand diese Information irgendwo auf einem gültigen Link? Oder sich die Infos aus Heizungsbetrieb.de vor der Wegschaltung gesichert? Wäre echt schade!
    Danke trotzdem für die gut gemeinte Unterstützung.
    Mosabrax

  9. Grob aus dem Gedächtnis zusammengekramt:

    Voraussetzung: Die Heizkurve ist schon richtig eingestellt.

    1. von allen Heizkreisen der FBHA die Stellmotoren entfernen oder zumindest dafür sorgen, daß diese vollständig offen bleiben.
    2. dann mal 1 - 2 Tage warten und barfuß durchs Haus laufen. Dann erkennen Sie schnell, welche Heizkreise wärmer sind als andere.
    3. diese Heizkreise dann etwas runterregeln (Durchflußregler am HK-Verteiler 1/4 oder 1/2 Umdrehung reindrehen)
    4. dann wieder zurück zu 2., solange bis alle Heizkreise einheitlich warm sind.

    Wenn dann alles paßt, können die Stellmotoren wieder montiert/aktiviert werden.

  10. Und wenn die Heizkurve......

    .....noch nicht optimal ist, dann empfehle ich, die so weit runterzusetzen bis nach dem Mischer die Vorlauftemperaturen bei ca. 32 bis max. 38 Grad liegen je nach Betriebszustand. Ansonsten bestätigt mich die Erklärung von Herrn Richter. Ich halte das für eine gute Methode.

    Name:

    • Herr Tho-591-Sch
  11. praktikabel, aber...

    So wuerde ich es wohl auch machen. Es braucht nur etwas Geduld und fuert zum gewuenschten Ziel.
    Nur beschleicht mich das ungute Gefuehl, dass dieser Abgleich dennoch nicht optimal waere:
    Angenommen, es gibt einen Raum, der nicht nur am weitesten vom HKV weg ist, sondern auch noch hoehere Verluste als die anderen hat. Durch Lage an der Nordseite und grosse Aussenwandflaechen, z.B.
    Dann wuerde dieser Raum durch diese Methode doch zu sehr bevorzugt. Die "nahen" Raeume mit wenig Verlust wuerden uebertrieben gedrosselt, nur weil dieser eine weit entfernte eine geringere Vorlauftemperatur abbekommt (Verluste im Rohr bis zum Raum) und weil er z.B. zusaetzlich auch mehr ueber Wand und Fenster verliert.
    Wenn Sie mit dem Abgleich nach der o.g. Methode fertig waeren, haetten Sie alles so eingestellt, dass dieser eine "Problemraum" einen hoeheren Fluss abbekommt, als die anderen. Dafuer fuehlt er sich gleich warm an.
    Und nun: Kann das nicht ein Problem sein? Wenn zum Beispiel der "Problemraum" mal zu macht, wuerde dann die Umwaelzpumpe (wenn nicht differenzdruckgeregelt) nicht mit zu hohem Druck gegen die anderen, zu "dichtgemachten", Heizkreise ankaempfen?
    Koennte es nicht Stroemungsgeraeusche und dergleichen geben?
    Eigentlich muesste doch der _Fluss_ durch alle Raeume gleich sein. Dass der "Problemraum" ein "Problemraum" ist, muesste er dadurch ausgleichen, dass die Oeffnungszeiten seines Ventils im HKV laenger sind, basta. Aber nicht mehr vom Gesamfluss abzweigen, auf Kosten der anderen Heizkreise.
    Oder mache ich hier einen Denkfehler?
    Am besten waere es doch, man koennte am HKV von aussen, ohne einzugreifen, den Fluss (in z.B. Litern pro Minute) getrennt fuer jeden Heizkreis messen und diese Fluesse dann gleich einstellen.
    Nur wie machen?
    Gruebel...
    Den Strom durch ein Kabel kann man "nichtinvasiv" mit einem Stromzangenmessgeraet messen. Nur den Wasserfluss durch einen Schlauch/ein Rohr...?
    Gibt's da denn da nicht was...?

  12. Herr Kinzhofer - da gibt es was!

    Das sind Flowmeter, welche die Flußgeschwindigkeiten mittels Ultraschall messen. Nur kosten die Geräte mehr als 1000? und sind für die Industrieanlagen gedacht.Man könnte sich so ein Ding kaufen, alles einstellen und dann weil man es ja eigentlich dann nie wieder braucht, dem Heizungsfachmann an den Kopf knallen. Dann habe ich auch das Problem mit der Heizung erledigt - denn ich sitze im Knast und der ganze Mist interessiert mich nicht mehr. Eigentlich reicht auch ein Stein und der ist kostenlos.
    Spaß beiseite.
    Ich habe jetzt sehr viel Diskussionsstoff gefunden und weiß, dass der hydraulische Abgleich nicht gemacht wurde, obwohl er eigentlich im "Lieferumfang" zum ordungsgemäßen Installieren, Einstellen und Betreiben der Anlage enthalten sein müßte. Die genauste Methode führt an Druckmeßegräten und Flowmeßgeräten nicht vorbei - aus diesem Grund habe ich heute noch eine offizielle Mängelanzeige geschrieben und werde mein Restgeld einbehalten, bis dieser Mangel behoben ist. Auf alle Fälle habe ich etwas dazugelernt und kann wieder einmal ein Stück mitdiskutieren. Es ist nicht nur notwendig die richtigen Einstellungen am Heizkreisverteiler zu finden, um allen Kreisen die gleiche Kombination aus Druck und Flow einzustellen, sondern die Umwälzpumpe muß genauso angepasst werden. Natürlich haben wir einen mit einer Fußbodenheizung ausgestatteten Wintergarten, der nicht vom restlichen Küchenrum durch eine Wand / Tür getrennt ist, und in der Planung wurde dies durch eng liegende Leitungen berücksichtigt, aber die Planung und Installation ist das eine. Ebenso wichtig ist die korrekte Justage. Hier wähle ich dieses Wort absichtlich, denn Einstellung ist doch zu simpel.
    Mal sehen wie lange es dauert, bis der Fachmann zweimal klingelt - wenn es bei ihm noch klingelt.
    Mit warmen Grüßen!
    Mosabrax


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