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Sind Heizleisten zu empfehlen?07.07.06
Hallo an Alle,
ich bin im Internet auf Heizleisten gestoßen und fand die Argumente dafür auch sehr gut. Jetzt haben wir einen kleinen Anbau erstellt und bei einem Heizungsmonteur ein Angebot dafür eingeholt. Zuerst kannte er die Heizleisten gar nicht. Dann hat er bei seinen Anbietern nachgefragt und keiner hatte sie im Programm. Ein Anbieter meinte sogar, man hat sie raus genommen, weil man damit auch schlechte Erfahrungen gemacht hat. Auch hier im Forum wird ja nicht allzuviel zu Heizleisten geschrieben/gefragt, wenn man sich mal das Datum des letzten Beitrags anschaut.
Sind die Heizleisten gar nicht so gut, wie sie angeprießen werden. Sollte man liber die Finger davon lassen?
Kann mir jemand ein paar Infos/Tips/Ratschläge oder Erfahrungswerte geben?
Viele Grüße
Heiko
Eher umgekehrt,07.07.06
was das Volk nicht kennt, nimmt es nicht. Auch wenns Technisch sogar evtl. besser ist.
Mein Heizungsbauer kannte es auch nicht. Ich musste ihm sagen was ich wollte. Ich hatte mir jedoch Heizleisten bei jemand PERSÖNLICH angeschaut. Es funktioniert. H. Stoll hier im Forum lässt Sie bestimmt seine Heizleisten anschauen. Nur in Schwarzwald müssen Sie schon selber fahren.
Dass wir dann doch keine hab lag ganz einfach daran, dass der Heizungsbauer nicht so recht wollte und die damalige Firma die Verkleidung nicht in Holz hatte und wir diese selber hätten machen sollen. bzw. wir ne Entscheidung brauchten um keinen Verzug zu haben. 3 Monate später war die Firma mit einem neuen Modell MIT Holzverkleidung auf dem Markt. Doch leider zu spät für uns.
Heute wäre mein persönlicher Favorit: http://www.heizleisten.com Denn nun haben die auch Verkleidung in Holz.
Daher kein Erfahrungsbericht, aber ne Info.
Zum Vergleichen: Vergleichen Sie die Heizleistung in Watt je Meter W/m beim Preisvergleich der Anbieter. Dann kommen oftmals "teuere" Modelle wieder "günstig". Und ob die Verkleidung dabe ist etc. etc. Und ob Ein-Rohr-System oder 2-Rohr-System.
Name: kho
Woher soll den die Heizeinsparung kommen?07.07.06
Eine Heizung deckt immer nur den Wärmeverlust, wobei es unerheblich ist, wie der Wärmeverlust zu Stande kommt. Es sind hauptsächlich zwei Verluste: Durch die Wände auf Grund des Temperaturgefälles nach außen und die Erwärmung der Außenluft nach dem notwendigen!! Lüften. Wenn die Verluste nicht verringert werden, ist es ganz gleich, wie die Verluste kompensiert werden - aber sie müssen kompensiert werden.
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Eine weitere Verlustquelle kommt noch hinzu bei der Wärmeerzeugung. Der Energieträger hat einen potentiellen Heizwert, der nicht ganz für die Heizung realisiert werden kann. Ein Teil des Heizwertes geht z.B. mit der warmen Abluft aus dem Schornstein. Ist die Rücklauftemperatur der Heizung niedrig, kann auch die Abgastemperatur niedrig sein - aber da gibt es viele Heizungen mit niedriger Rücklauftemperatur.
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Name: Jochen EbelE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.Ing-Buero-Ebel.de/ing.htm
Hallo Herr Ebel Das mit der Einsparung leuchtet ...07.07.06
Hallo Herr Ebel
Das mit der Einsparung leuchtet mir ein. Und selbst wenn ich nichts einspare, wie angepriesen, dann gibt es noch ein paar Argumente, die mich bisher überzeugt hatten. Wie z.B. die Strahlungswärme der Wände, keine große Luftumwälzung wie bei Heizkörpern und daß die Wände schon am tiefsten Punkt erwärmt werden und man so kalten und evtl. feuchtem Mauerwerk vorbeugt. Können Sie dazu auch etwas sagen?
Wer hat die Heizleisten schon eingebaut und ist wirklich zufrieden?
Was passiert wenn ich einen Teil der Heizleisten mit einem Schrank verstelle? Wird dann mein Raum nicht mehr warm?
Heiko
Weitere Punkte07.07.06
Feuchtes Mauerwerk sollten Sie nicht haben. Einen Baufehler mit viel Heizleistung zu kaschieren - na ich weiß nicht.
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Heizkörper an der Außenwand ist so ein Problem. Einerseits wird die Außenwand wärmer und damit sinkt etwas die Wärmeleitfähikeit, weil zu einem bestimmten vorhandenen Dampfdruck wegen der höheren Temperatur ein höherer Sättigungsdruck gehört - die relative Feuchte ist also geringer. Aber in dem Bereich der Gleichgewichtsfeuchte (in feuchtem Mauerwerk ist nicht Wasserdampf, sondern flüssiges Wasser), um den es geht, ist die Abhängigkeit gering. Dagegen ist wegen der besonders warmen Wand das Temperaturgefälle in der Wand hoch, so daß sehr hohe Wärmeverluste entstehen.
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Luftbewegung: Wenn die Wand strahlen soll, muß sie erst mal selbst erwärmt werden.Das geschieht zum großen Teil dadurch, das warme Luft an der Wand entlang strömt.
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Name: Ebel
Wie bereits gesagt08.07.06
schauen Sie sich die Heizung an. Am besten im "Winter".
H. Stoll hier aus dem Forum wohnt im Schwarzwald. Da ist es auch im Winter "kalt". Und er hat wohl noch nicht gefroren.
Lassen Sie sich von Ihrem Anbieter Referenzadressen nennen.
Heizleisten werden im Regelfall an ALLEN Aussenwänden installiert. Selbst wenn Sie einen Schrank davor stellen, bleibt immer noch der Abstand Schrank-Wand = Stärke der Heizleisten (z.B. 4cm). Und sogar noch besser.
Ein Schrank direkt an der Aussen-Wand könnte es dahinter schimmeln. Bei Heizleisten nicht, da ersten der Schrank ein paar Zentimeter Abstand hat und die Heizleiste dahinter ja "wärmt".
Anders sehe es bei einer Wandheizung aus. Aber darum gehts ja hier nicht.
Fazit: Suchen Sie einige Anbieter hier im Internt auch und schauen Sie sich deren Seiten an um das Prinzip "Heizleiste" zu verstehen.
Weiterführende Links:
- http://www.heizleisten.com
Name: kho
eine Frage des Zieles...08.07.06
Hallo,
_ Heizleisten können Ihre Berechtigung zum Beispiel in einem Baudenkmal haben, wo es notwendig wird, mit geringem Eingriff in den Baukörper ein Strahlungsheizungssystem zu installieren und im Einklang mit den Vorgaben der Bausubstanz eine harmonische Lösung zu erzielen. Und dies funktioniert, warum auch nicht!? Die erste Wahl stellen sie jedoch nicht dar, da sie, wie bereits von Herrn Ebel angedeutet, bewegte Luft benötigen, welche erwärmt wird, um anschließend wiederum über diesen Umweg die Wandfläche zu erwärmen, welche dann die Wärme zum großen Teil über Strahlung abgibt. Bewegte Luft egal welcher Temperatur, ist jedoch auch ein Kriterium für Behaglichkeit und sollte vermieden werden. Ein anderer Nachteil der Heizleisten ist der sogenannte Staubbrand unmittelbar oberhalb der Leiste, wo sich Staub an der Wandoberfläche absetzt. Letzlich ist es doch eher ein Konvektorsystem und bei Konvektoren an großen Wandflächen ist dies auch zu beobachten.
_ Die Systeme von Heizleisten unterscheiden sich in ihrer Konstruktion; es gibt Varianten, welche aus massiven Alu-Formteilen bestehen, andere dagegen bestehen aus Kupferleitungen, deren Oberfläche mittels eines Netzrohres oder einem Drahtgeflecht vergrößert wurde. Problemstellen der meisten Konstruktionen jedoch sind die Verbindungsstücke u.a. gerade in den Eckbereichen der Räume, wo es bei einem Durchströmen des Heizmediums zu Materialausdehnungen kommt und oft zu Spannungen und somit zu Knackgeräuschen führen kann.
_ Weiterhin wäre zu beachten, daß Heizleisten eine hohe Vorlauftemperatur benötigen, um tatsächlich ausreichende Wärme einzutragen. Andere Heizungssysteme schaffen mit niedrigeren Systemtemperaturen und einem wesentlich höheren Strahlungsanteil effizienter, schneller und wirksamer eine Behaglichkeit.
_ Heizleisten können, sinnvoll eingesetzt, eine Alternative zu Heizkörper- oder Bodenheizssystemen darstellen. Aber das Heizleistensystem selbst ist nicht alternativlos!
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Berghammer
Name: Uwe BerghammerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.lehmwandheizung.de
Gute Alternative, aber geringe Heizleistung22.08.06
Ich erachte Heizleisten als eine gute Alternative zu Bodenheizungen. Weniger träge, weniger Gefahren für den Estrich. Heizleisten haben aber eine geringe Heizleistung. Da heisst es zuerst den Heizleistungsbedarf durch entsprechend dicke Wärmedämmung und gut wärmedämmende Fenster zu minimieren. Darin liegt denn auch der Spareffekt. Nicht die Heizleisten führen zu weniger Heizenergiebedarf sondern die Voraussetung dazu, Heizleisten sinnvollerweise einsetzen zu können. Gute Wärmedämmung = geringe Heizkosten.
Name: Hans MühlebachE-Mail-Adresse anzeigen
Spareffekt durch höher empfundene Temperatur31.03.08
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Der Spareffekt liegt darin begründet, dass die empfundene Temperatur höher ist.
Das liegt daran, weil die kalten Außenwände abgeschirmt werden: siehe Link unten.
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Bei Heizungen, die generell über das Beheizen der Luft funktionieren, wird durch eine höhere Raumlufttemperatur dieser Einfluß kompensiert.
Der Mensch fühlt sich behaglich, wenn die Umgebungsflächen warm erscheinen.
-> D.h. weil die Heizleisten nicht punktuell wie typischerweise Heizkörper nur unter dem Fenster plaziert sind, schirmen sie von diesen kalten Flächen ab.
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Auf diese Weise kanndie Raumluft auf einem geringeren Niveau belassen werden.
* Das ist angenehmer wegen der relativen Luftfeuchte,
* der Ionisierung und ist
* Heizkosten-sparend, weil kein großes Temperaturgefälle entsteht.
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Denn zur Decke hin entstehen immer die prozentuell größten Wärmeverluste.
Daher ist es gut, das Raumlufttemperatur-Gefälle gering zu halten.
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Mit welcher Vorlauftemperatur die Heizleisten ausgelegt werden, hängt von der Gebäudeart und der gewünschten Betriebsweise ab.
Die Verschwellung (Verbrennung von Staubpartikel und damit verbundene Staubverfärbungen) tritt ab einer Vorlauftemperatur von 65°C (bei generell allen Wärmequellen) auf.
Heutzutage wird normalerweise unter diesen Temperaturen ausgelegt.
Dies alleine schon deswegen, weil so hohe Vorlauf-Temperaturen mit heutigem Standard nicht erforderlich sind (Wärmedämmung).
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Weiterführende Links:
- http://www.variotherm.at/de/01_news/012_faqs_22_coanda_effekt.php
Name: Angelika FischerE-Mail-Adresse anzeigen