Heizung / Warmwasser

Welche Heizkörperleistung?

Guten Tag,

Unser Haus wurde so gedämmt, dass zum beheizten Bereich auch der Hobbyraum und der Gang im Erdgeschoss gehören. Da dort aber noch kein Heizkörper ist, wurde empfohlen, einen nachzurüsten, um keine Kältezone im beheizten Teil entstehen zu lassen. Technisch vertretbar ist aber nur ein einziger Heizkörper im Hobbyraum, der auch den Gang mitheizen soll, indem man die Tür offen lässt - was auch kein Problem ist.

Nach den Berechnungen des Heizungsmonteurs bräuchte man nun 1700 W für eine Lufttemperatur von 19° und 2200 W für 22°. Da wir aber nur ein oder zwei Mal pro Jahr auf 22° hochheizen wollen, meint der Heizungsmonteur, dass der 1700W-Heizkörper der Richtige sei, weil die Leistung nach der üblichen Wunschtemperatur zu bemessen sei, damit nicht überdimensioniert wird.

MEINE FRAGE WÄRE: wäre es wirklich ein Nachteil oder gar schädlich, wenn wir den 2200W-Heizkörper installieren lassen, um eine Leistungsreserve zu haben, auch wenn wir diese nur ab und zu bräuchten? Oder zumindest 2000 W als goldenen Mittelweg?

Vielen Dank im Voraus

Name:

  • Gerhard König
  1. Da geht nur eines!

    Wenn Sie 22 Grad warm heizen wollen, dann müssen Sie einen Heizkörper auch dementsprechend dimensionieren, dass der das auch schaffen kann. Anders geht es nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  2. Tja genau

    Was spricht gegen einen großen Heizkörper, den man dan 95% der zeit mit einem Thermostat bremst. Wenn man dann mal 22°C braucht - dreht man den T. auf und fertig.

    Wenn Sie einen zu kleinen HK einbauen, dann wird es auch bei voll aufgedrehtem Thermostat nicht wärmer als 19 °C und Sie brauchen eine teure elektrische Zusatzheizung, wenn Sie mehr wollen!

  3. Noch eine Verständnisfrage

    Vielen Dank für die Antworten. Das leuchtet mir ein!

    Wäre es dann sinnvoll, auch noch eine ausreichende Leistungsreserve vorzusehen für den Fall eines besonders strengen Winters - habe ich ja schon erlebt -, also 2500 W zu nehmen statt der für normale Winter erforderlichen 2200 W?

    Oder andersherum: ab wann ist denn ein Heizkörper überdimensioniert?

    Vielen Dank im Voraus

    Name:

    • Gerhard König
  4. DAS...

    sollten Sie mal den Heizungsbauer oder seinen Planer fragen, welche Außentemperaturen für die Bemessung angesetzt werden, wie genau er gerechnet hat und wieviel Sicherheit in der vorliegenden Anlagendimensionierung noch in Kessel und Heizkörpern drin steckt.

  5. Schönen Dank für den Tipp, aber

    leider kriege ich von den heutigen Heizungsfirmen keine gute Beratung mehr und hätte deswegen bitte doch noch ZWEI FRAGEN an Sie - sh. u. in Grossbuchstaben.

    Mein guter alter Heizungsmonteur ist nämlich im Ruhestand, und der neue hat zwar gerne eine neue Heizung eingebaut, aber Kleinkram wie ein neuer Heizkörper interessiert ihn wohl nicht, denn auf das Angebot warte ich schon lange vergeblich. Andere Firmen, die die Heizung nicht selbst eingebaut haben, haben auch kein Interesse, so dass es eben mein polnischer Bauunternehmer macht, der zwar keine Heizungsfachfirma ist, aber zumindest das, , was er kann, immer solide ausführt.

    Da er aber kein Experte für Heizleistungsbestimmung ist (sh. sein Irrtum oben), sondern mit Faustformeln arbeitet, habe ich es sicherheitshalber mit dem Heizlast-Kalkulator von pumo.com, der neun Faktoren berücksichtigt, nachgerechnet, mit dem Ergebnis 2200 W für 22°C.

    Die Heizleistungen der im Haus bereits vorhandenen 23 Jahre alten Radson-Heizkörper kenne ich als Zweitbesitzer leider nicht, aber wenn ich dafür die Werte der entsprechenden jetzigen Radson-Modelle nehme und zusammenzähle, komme ich für das ganze Haus auf 18,5 KWA. Mit dem zusätzlichen Heizkörper, den wir nachrüsten wolle, wären es dann 20,5 - 21 kW, so dass unsere 2016 eingebaute 20kW-Heizung (eine modulierende Kondensat-Gasheizung) dann vermutlich wohl ausgelastet wäre.

    WAS BITTE WÜRDE DENN PASSIEREN, WENN wir nach der Nachrüstung alle Heizkörper voll aufdrehen, also 21 kW von der 20kW-Heizung verlangen? Würde es dann schlichtweg nur nicht warm genug, oder würde die überforderte Heizung kaputtgehen?

    Und wäre es mithilfe der obigen Angaben VIELLEICHT DOCH MÖGLICH, EINZUSCHÄTZEN, OB ich bei dem geplanten zusätzlichen Heizkörper lieber eine Leistungsreserve vorsehen sollte, also etwa 2500 W statt der mit dem Kalkulator errechneten 2200 W für normale Winter? Es kommt zwar selten vor, aber ich erinnere mich noch an einen Winter mit einer Woche lang minus 20°.

    Vielen Dank im Voraus

    Name:

    • Gerhard König
  6. Es lässt sich anhand der sehr ...

    ... spärlichen Details die Sie hier liefern leider keine genaue Aussage zur Dimensionierung treffen - man weiß quasi nichts über das Haus in dem Sie leben, folglich lässt sich auch kein Rückschluss - nicht einmal per Faustformel - auf den Energieverbrauch ziehen.

    Lassen Sie sich doch bei all den Fragen die Sie haben einfach mal von einem Gebäude-Energieberater im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung helfen. Das kostet nicht die Welt und hilft vielleicht dabei, die Faustwerte des Bauunternehmers und die Ergebnisse Ihrer Online-Tools glatt zu ziehen.


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