Suchefunktion BAU.DE Forum Heizung / Warmwasser 2532-1: Veralterte "Warmluftheizung" (Staubaufwirbelung) gesundheitsschädlich?????

Heizung / Warmwasser

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  1. Fast jede Heizung ist eine Warmluftheizung!! BIS AUF STRAHLUNGSHEIZUNGEN 9.09.03
    Sehr geehrte Frau Endres,
    Jede "übliche" Heizung (kommt von übel)ist eine Warmluftheizung, denn jeder Heizkörper an der Wand wärmt warme Luft auf und "wirbelt" diese durch den Raum bis sie sich wieder abkühlt.
    Die Folge davon ist in den meisten Fällen bei empfindlichen Menschen die Hausstauballergie!
    Dies kann man nur mit einer Stahlungsheizung (z.Bsp. Marmorheizung, welche nach den Sonnenstahlen-, Kachelofenprinzip funktioniert)vorbeugen, welche nicht die Luft, sondern zum größeren Teil die Raumumschließenden Flächen erwärmt.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Alexander Rupp
    Name: Alexander Rupp   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. keine Luftumwälzung???? 9.09.03
    Wie man eine erwärmte Oberfläche bezeichnet (Strahlungsplatte, Radiator, Kachelofen oder ...), ist der Physik vollkommen egal.
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    An einer warmen Oberfläche erwärmt sich die Luft und steigt wie ein Heißluftballon nach oben.
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    Name: Jochen Ebel   E-Mail-Adresse anzeigen   http://JEbel.bei.t-online.de

  3. @ Ebel 9.09.03
    Ja, aber A. Rupp wollte primär auf die Wärmestrahlung aufmerksam machen und die Warmluftströmung eben vernachlässigen. Stimmt denn seine Behauptung, die vom Heizkörper abgesandten Wärmestrahlen erwärmten die raumumschliessenden Oberflächen? Welches Medium erwärmt Materialien, Wärmestrahlung oder beschleunigte Bewegung (Reibung?) von Molekülen, Atomen oder Elektronen z.B. in Luft oder anderen Materialien? Kommt es nicht am Ende sowieso auf Strahlung hinaus? Also wie das mit der Luft genau passiert, ist mir nicht klar. Ausserdem gibt es m.E. für effektive Wärmeabstrahlung an den Aussenwänden eine Vorbedingung: dass nämlich der Wärmedurchgang naach aussen möglichst gering ist. D.h. auch eine Strahlungsheizung (Annahme: Die Wand erwärmt sich tatsächlich durch Strahlungseinwirkung) macht nur Sinn, wenn die Umschliessungsflächen gut wärmegedämmt sind. Dann gibt es übrigens auch bei anderen Heizverfahren, z.B. einfachen Wandheizkörpern, keine schnelle Bewegung warmer Luft mehr, weil nämlich mit viel geringeren Temparaturen gearbeitet wird. Insbesondere bei Fussbodenheizungen als grösste Flächenheizung. Da gibt es dann mit absoluter Garantie keinen "Ventilatoreffekt" mit den üblichen, beklagten Nebenwirkungen.
    Ich sehe diesen Fall so, dass das Haus als erstes eine vernünftige Wärmedämmung benötigt. Je besser diese ist, um so sekundärer wird die Heizungsfrage. Vielleicht ginge dann auch tatsächlich eine moderne Luftheizung mit Wärmetauscher und Filter? Oder eben eine kleinausgelegte Gaszentralheizung plus evtl. Nutzung der Lüftungsrohre wenigstens für eine kontr. Lüftung?
    Name: Torsten Stodenberg   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.stodenberg-schwedenhaus.de

  4. @stodenberg, die Physik unterscheidet zwischen: 10.09.03
    Energieaustausch durch Wärmestrahlung, -leitung und Erwärmung durch Konvektion. Bei der Heizung, ist Wärmeleitung weniger interessant. (Wärmeleitung ist es, wenn sie mit ihrem Metallöffel im Topf rühren und der immer heisser wird). So bleibt Konvektion, wenn Luft an einem wärmeren Körper vorbeiströmt und sich erwärmt und Strahlung, die durch eine hier öfters erwähnte Formel beschrieben werden kann, wenn man Physiker ist und besagt, dass die Strahlungsenergie, die ein Körper aussendet abhängt von seiner absoluten Temperatur (K), der Oberfläche (m2) und der Farbe. Beide Effekte treten nun be allen Heizungssystemen auf. Von Strahlungsheizungen wird gern geredet, wenn der Strahlungsanteil verglichen mit dem Anteil der Erwärmung durch Konvektion höher ist, als bei üblichen Heizkörpern - also was relativ undefiniertes!
    Kluge Menschen haben mal 'ne art Kurve aufgestellt, die auf einer Achse die Oberflächentemperatur der Wand, auf der anderen die Lufttemperatur aufzeichnet und da 'n Punkt hingemacht, wo sich menschen noch wohl fühlen. Ein Paar Eckpunkte dazu:
    Oberfl.T. Luft t.
    5 °C ------- 30 °C
    18 °C ------ 22 °C -- normale Heizkörper Heizung
    22 °C ----- 18 °C -- Ab hier Strahlungsheizung!
    30 °C ------- 5 °C
    Der Gag bei allen Strahlungsheizungen (Wand- FBH, Heizleistenheizung) ist nun, dass man durch erwärmen von Flächen das Verhältnis von Strahlung zu Luft etwas verschiebt. Wer sich bei z.B 22°Luft und 18° Wand Temperatur einer normalen Heizung wohl fühlte, kann das auch bei 18° Luft und 22° Wand Temperatur. Dazu wird die erhöhte Strahlung auch als angenehmer empfunden - wir haben uns als Menschheit nun mal unter der strahlenden Sonne entwickelt. Der Unterschied in der Lufttemperatur macht sich auch in den Heizkosten bemerkbar, da die Luft ja ausgetauscht werden muss (lüften) und man da einfach weniger Energie aus dem Fenster ziehen lässt.
    Wärmeempfinden ist so eine Sache. Als Warmblüter erzeugen wir nun mal mehr Wärme als benötigt und müssen sie abführen. Wir sind es gewohnt (Individuell) eine gewisse Menge an Wärme abzugeben. Mehr abgeben lässt eine frösteln, dann muss der Körper wieder Wärme erzeugen oder er kühlt die äusseren Partien ab (kalte Füsse, Hände...), um die Kerntemperatur zu erhalten. So ist die Energiebetrachtung sehr aussagekräftig - besser als die Betrachtung der Umgebungstemperatur, die wir so gewöhnt sind.
    Wir geben so Wärme ab (wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe):
    - Konvektion 25% - das betrifft die Umgebungstemperatur
    - Atmung 25% - das betrifft auch die Umgebungstemperatur
    - Strahlung 50% - das betrifft die Temperatur der umgebenden Flächen.
    Name: Bernhard Kuner   E-Mail-Adresse anzeigen   http://home.arcor.de/bkuner

  5. Theorie und Praxis bei "Strahlungsheizung" 10.09.03
    Theoretisch könnte man eine Strahlungsheizung machen, indem man einen Infrarotstrahler in ein Vakuumgefäß aus infrarotdurchlässigen Wänden einschließt. Das Vakuumgefäß isoliert dann die Strahlplatte und wird durch die umgebende Luft fast auf Lufttemperatur gekühlt - und selbst das geht nicht ohne eine minimale Luftbewegung.
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    Das Ganze wäre ein sinnloser Aufwand. Mir geht es nur darum, eine Wärmeabgabe ohne Konvektion gibt es in der Praxis nicht. Die verschiedenen Heizsysteme variieren im Strahlungsanteil bestenfalls zwischen 40% und 60%, lediglich bei reiner Luftheizung, wo die Wärmequelle (vom Raum aus gesehen) isoliert wird, wäre der Strahlungsanteil fast 0%.
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    Aber wäre eine reine Strahlungsheizung überhaupt sinnvoll? Jeder sollte sich mal an Lagerfeuer im Freien bei kühler Witterung erinnern: Vorn wird man gebraten und am Rücken ist es kalt - und dabei kommt das Lagerfeuer mit vielleicht 95% Strahlungsanteil der idealen Strahlungsheizung sehr nahe, weil die erwärmte Luft (mit den Verbrennungsgasen) in die Höhe entschwindet.
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    Im Infrarotbereich sind alle Körper fast schwarz. Deswegen gibt es so gut wie keine Reflexionen. Das hat den Lagerfeuereffekt zur Folge: wo Wärmestrahlung trifft ist es sehr warm, im Schatten sehr kühl. Natürlich werden sich alle von der Wärmestrahlung getroffenen Flächen aufheizen, aber solange die Luft kühler als irgendeine Oberfläche ist, wird Wärme konvektiv an die Luft abgegeben - und die warme Luft steigt dann nach oben.
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    Selbst bei Fußbodenheizung ist dieser Effekt vorhanden. Da die Fußbodentemperatur nicht sehr hoch liegen darf (man will ja noch darauf laufen) ist die mögliche Wärmeabgabe sowieso begrenzt (Das Haus muß also genügend gedämmt sein, damit die Fußbodenheizung ausreicht). Aber zunächst könnte man annehmen, daß keine Luftbewegung auftritt, weil ja die Temperaturschichtung gleichmäßig ist. Aber eine Temperaturschichtung unten warme Luft, oben kühlere ist instabil (man denke an die flirrende Luft über einen dunklen Asphaltstraße im Sommer). Das hat plötzliche schnelle eng begrenzte Luftströmungen (Staubvulkan) zur Folge.
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    So damit höre ich erst mal auf.
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    Name: Jochen Ebel   E-Mail-Adresse anzeigen   http://JEbel.bei.t-online.de

  6. Lagerfeuer vs. Wohnzimmer 10.09.03
    Nur eines muss man anmerken: Heizt man IM Haus mit z.B. Heizleisten, geben andere erwärmte Flächen ja auch Wärmestrahlung ab. Der Vergleich mit dem Lagerfeuer hinkt daher ein wenig. ((Ich denke, die wenigsten werden ein Lagerfeuer im Wohnzimmer erwägen wollen...)
    .
    Cheers,
    TH
    Name: Thorsten Heitzmann   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.miesmacher.de

  7. Aber nur ein wenig 10.09.03
    Wenn man vor einem breiten Schrank sitzt, kann es im Rücken schon ungemütlich werden - und wenn man davon ausgeht, das die Flächen alle erwärmt werden, ist man doch wieder bei der Wärmeverteilung durch Konvektion.
    Name: Ebel  

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