ZÜRS (Hochwasserzonen) und Versicherung gegen Hochwasser26.09.07
Schönen guten Morgen,
wir planen den Kauf eines Hauses in einem Marschland.
Hat vielleicht jemand schon Ahnung von der Einteilung in die neuen Hochwasserzonen und wie das im Kreis Pinneberg aussieht?
Dann machte ich mich auf die Suche nach einer Hochwasserversicherung, KEINE einzige bietet mehr als 25.000 EUR an? Das ist ja eigentlich ein Witz. Dann kann man es nämlich auch bleiben lassen ... Typisch Versicherungen ...
Gibt es eigentlich die Möglichkeit, eine solche Versicherung über das EU-Ausland abzuschließen? Vielleicht gibt es da ja bessere Versicherungen als bei uns?
Vielen Dank für Antworten!
Schon mal überlegt, WARUM26.09.07
keine Versicherung höher geht.
Die Versicherung lässt das sauber Mathematisch ausrechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Je höher desto teuerer bzw. weniger gibts. Ist doch ganz einfach.
Entweder Sie bauen SO dass auch Hochwasser TECHNISCH nicht reinkommt, was aber leider Geld kostet. ODER Sie gehen das Risiko ein.
Ansonsten bleibt nur noch da zu bauen, wo unsere Vorfahren auch schon gebaut haben. Halt NICHT im Hochwassergebiet.
Ist doch relativ einfach. Hochwassergebiet müsste billiger sein, dafür höheres Risiko was ggf. den Bau teuerer macht.
Die Entscheidung treffen alleine SIE.
Name: kho
Risiko zu hoch26.09.07
Die Versicherungen - und zwar i.d.R. ALLE haben Listen und Gebietskarten, die in Risikozonen aufgeteilt sind. Wenn ihr Wunschobjekt in einer solchen Risikozone liegt, dann werden sie keine Versicherung bekommen. Oder nur eine sehr teuere mit begrenzter Leistung. Da sind die Gesellschaften vorsichtig geworden. Wenn man den Prognosen für zukünftige Jahre glaubt, wird es eher noch schlimmer. Ich würde mir GUT überlegen, ob ich in einem gefährdeten Gebiet etwas kaufen würde. Der Schaden bei einer Überschwemmung kann bis zu 500.000 € und mehr betragen.... Letztlich müssen wie wissen, was ihnen die Lage wert ist.... "Alle 10 jahre eine neue Einrichtung, weil die alte das Hochwasser weggeschwemmt hat - mein Fall wär's nicht!"
Name: Frau Gab-1542-För
Unsere Vorfahren ...26.09.07
haben das Haus dort vor schlappen 500 Jahren gebaut.
Das Haus liegt definitiv nicht (!) in einer so definierten Gefährdungszone. ES GIBT KEINE VERSICHERUNG, EGAL ! in welcher Zone man sich befindet, die allgemein mehr als 25.000 anbietet. Zumindest nicht bei den Versicherungsvergleichen, die ich online finden konnte. Das Haus liegt in der Zone: Alle 100 Jahre einmal Hochwasser.
Übrigens: Ich wohne aktuell 80km vom nächsten Gewässer entfernt. Dieses Haus liegt in der Zone: Gibt kein Hochwasser. Auch hier gibt es keine entsprechende Versicherung - denn: Die Schäden durch Starkregen ließen in den letzten auch auf dem trockensten Land die Häuser volllaufen.
MfG
PS:26.09.07
Fehlendes Anbieten einer Elementarversicherung hier im jetzigen Wohnort kann natürlich auch daran liegen: Hier gibt es kein Hochwasser, dafür Erdbewegungen, die zunehmend häufiger werden.
Hier sollte dann auch keiner mehr kaufen (und bauen schon gar nicht ...).
Ich hatte selbstverständlich vergessen darauf hinzuweisen, dass es nicht in einem solchen außerordentlich hoch belasteten Gebiet liegt. Dennoch beschränken alle Versicherungen ihre Leistungen so restriktiv. Die Frage nach der Karte war interessehalber, da ich leider noch keine für S-H online gefunden habe, lediglich die Bayern stellen ihre zur Verfügung.
Aber sorry, über den Spruch "bauen, wo die Vorfahren gebaut haben, nämlich nicht im Hochwassergebiet" muss ich doch grinsen. Siehe Menschheitsgeschichte.
MfG
Starkregen und 100jähr. Hochwasser...26.09.07
Darin "liegt der Hund begraben".... sobald in den letzten 10 jahren EIN derartiges Ereignis auch nur in ungefährer Nähe aufgetreten ist, wird das Gebiet versicherungstechnisch automatisch zum Risikogebiet eingestuft. Da können Sie nur hoffen und warten, daß in den nächsten 10 Jahren nichts derartiges im Umkreis von ca.50km passiert und dann nochmal bei der Versicherung nachfragen. Hart - aber ist so. Auch wenn bis dato der 500 Jahre alte Hof trocken war, muß das nicht heißen, daß er es in Zukunft auch bleiben wird - versicherungstechnisch gesehen... Und sogenannte "100jährige Hochwasser" treten laut neuesten Erhebungen alle 10 Jahre auf.... :-(
Name: Frau Gab-1542-För
Hallo Frau Gab,26.09.07
nein, Zone A: Es findet alle 100 Jahre ein Ereignis statt ... Nicht alle 50 und schon gar nicht alle 10 :- )
na dann26.09.07
schauen Sie doch einfach nach, wann das letzte Hochwasser war. Wenn es in den letzten 50 Jahren war, kann ja in den nächsten 50 keins mehr kommen.
Dann brauchen Sie sowieso keine Versicherung.
Name: Ackermann MatthiasE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.katumwelt.de
Noch ein PS :- )26.09.07
Die sogenannten "Jahrhundertfluten" sind übrigens Erfindungen der Medien. Ganz besonders interessant dann, wenn das Jahrhundert gerade angefangen hat. Große Sturmfluten hat es immer schon gegeben, früher - sogar noch im letzten Jahrhundert - mit mehreren hundert Toten. Dass die Sachschäden heute so ins Unermessliche gehen, ist sachlich absolut einfach zu erklären: Der Baustandard und Lebensstandard ist um ein Vielfaches höher und die Baukosten sind nicht unerheblich gestiegen ...
Wenn ich mir die Statistiken ansehe, kann ich übrigens keine Mehrzahl an Sturmfluten in der Anzahl erkennen. Lediglich die Auswirkungen sind - wie oben schon beschrieben - erheblicher, heute leben mehr Menschen auf engerem Raum. Was tatsächlich höher ist - die Wasserstände.
Die u.a. in den Niederlanden und in Deutschland vorgenommenen Deicherhöhungen und -verstärkungen der letzten Jahrzehnte bieten weitestgehend Schutz - 100% sicher sind wir, dank des ständigen menschlichen Eingreifens in funktionierende Ökosysteme, nirgendwo. Die Versicherungen werden schon wissen, warum sie teilweise das "Schäden durch herabfallende Luftfahrzeuge" ausschließen ... Die nächsten Ausschlüsse der "terroristischen Anschläge und deren Auswirkungen" werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Alle potentiellen möglichen zukünftigen Ziele der Terroristen ins Auge genommen, bleiben in NRW übrigens wahrlich nicht mehr viele Plätze zum unbeschwerten Leben übrig.
Ich stimme allen zu, dass man es nicht unbedingt darauf anlegen sollte. Aber ein in einem abschüssigen Gelände liegendes Haus (nein, es steht nicht am Fuß ...), das wohl bei den stärksten Sturmfluten der letzten 300 Jahre den Quellen nach nicht überflutet worden ist, das kann man sich sicher überlegen. Noch ein paar solche Fluten, und dank des Verhaltens der Versicherungen gibt es die Pflichtversicherung bei Hochwasser. Wie in anderen Ländern auch.
Dann werden sie versichern müssen. Denn noch ein paar Mal wird der Staat diese Kosten nicht tragen (können). Dann doch lieber vernünftige Prämien und vernünftige Deckungssummen.
Vielleicht dafür ein Hochhaus weniger bauen?
MfG
Ja dann - wenn es nur so einfach wäre27.09.07
Hallo Herr Ackermann,
ich muss Ihnen als Umweltberater doch nicht die Bedeutung von statistischen Werten darlegen ... "Alle 100 Jahre ein Hochwasser" (HQ100) ist ein statistischer Wert. Es kann durchaus so aussehen, dass innerhalb von 100 Jahren 2 solcher Hochwasser auftreten, dafür im folgenden Jahrhundert keins.
Wenn es so einfach wäre, alle 50 Jahre kommt ein: Na, dann würden doch alle Küstenbewohner einfach für dieses Jahr ins DG ziehen und danach wieder runter ...
Nach Aussage des Landes S-H befindet man sich sogar im Bereich HQ200 - alle 200 Jahre ... Wann versichern die Versicherungen gegen Hochwasser? Ach ja, wenn man auf den Alpen wohnt eventuell ...
Es wurde gefragt, ob ich mir keine Gedanken mache, WARUM nicht entsprechend versichert wird. Ich mache mir einfach Gedanken um den Sinn einer Versicherung. Eine Hochwasserversicherung macht nur Sinn, wenn ich sie eventuell irgendwann einmal nötig habe. Wenn sie also von der Versicherung angeboten wird, dann sollte sie auch den Menschen zur Verfügung stehen, die sie gebrauchen könnten. Alles andere ist grober Unfug.
Au mann...27.09.07
Ich will unbedingt in ein Risikogebiet ziehen, aber Risiko tragen will ich natürlich nicht und deswegen hat der Staat verdammt noch mal Euch alle in Beugehaft zu nehmen, eine Versicherung mir unbegrenzter Deckung zu verordnen und Ihr alle habt meinen Hausstand mitzubezahlen, damit ich entspannt da wohnen kann wo mein Dickkopf hin will.
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Vielleicht sollten Sie einfach mal akzeptieren, daß bestimmte Entscheidungen gewisse Folgen haben, für die der Entscheider und niemand anders die Verantwortung zu tragen hat - auch wenn das zugegebener Maßen nicht dem derzeitigen Denken in diesem Statt entspricht.
Möge dort doch jemand einziehen, der mit Plastemöbeln dem Risiko entgegen wirkt.
MfG
Name: Ralf DühlmeyerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.duehlmeyer-architektur-planung.de