Hallo Herr Lott, Sie habe da sicherlich vollkommen ...12.01.10
Hallo Herr Lott,
Sie habe da sicherlich vollkommen Recht, aber leider ist man im Nachhinein stets klüger. Ein Spruch, den mittlerweile auch ich ganz lustig finde, heißt ja bekanntlich: "Das erste Haus baue man für einen Feind, das zweite für einen Freund und das dritte für sich selbst". Leider ist es mein erstes Haus und dummerweise gehört es mir auch selbst. Oder um es mit den Worten meiner seligen Urgroßmutter auszudrücken: "Wein keiner verschütteten Milch hinterher".
Heute würde ich es anders machen und einen Architekten suchen, der gleichzeitig Statiker ist und sich auch mit Wärmedämmung im Gebäudebestand auskennt. Dies habe ich nämlich leider auch alles selbst geplant und dabei leider ein Teil der möglichen Fördergelder verschenkt. Beziehungsweise den Architekten ganz aussparen, denn die Zeichnungen für den Entwurf habe ohnehin ich selbst gemacht und er hat sie in den Rechner übertragen, den Bauantrag gestellt (den ich heute auch selbst stellen würde!), dafür aber prächtig verdient.
Nun ja -das ist nun leider so gelaufen, aber ich möchte nun eben noch das Beste daraus machen.
Die Probleme des Architekten waren übrigens weniger irgendwelche Kompetenzüberschneidungen, sondern hießen vielmehr Alkohol und Schulden, aber auch das habe ich erst hinterher erfahren.
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Nun gut, um nochmal aufs Thema zurückzukommen: vielleicht gibt es ja noch weitere Meinungen zu den 3 Fragen in meinem letzten Posting, alternativ muss ich mich da eben selbst noch ein wenig mehr hineinarbeiten.
Beste Grüße!
Nachtigall, ich hör Dir trapsen12.01.10
Also Ihr letzter Beitrag sagt doch Einiges aus. Das ist wirklich Salamitaktik, mit jedem Beitrag wird es etwas klarer:
Es ist ein "Nullplanungsbauvorhaben". Planung besteht nicht nur aus aus einem vom Bauherren selbstgestrickten Entwurf, den der Bauherr am Computer mit dem Hausbauplaner noch toll findet und sich für den Größten hält, weil er ja gegenüber den studierten Leuten einige Tausen Euro Planung weggespart hat.
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Der Architekt war also nur mit dem Abstempeln Ihrer Zeichnung beuaftragt. Leistungsphase 4 der Objektplanung nennt man das. Das prächtige Honorar waren da wohl nur ein paar hundert Euros. Wenn Sie die Dinge so angehen, brauchen Sie die Schuld für die verbockte, bzw. nicht existente Planung, nicht bei dem gebeutelten Architekten abladen, nein...das geht auf Ihr Konto.
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Wenn Sie wüßten, was ich mir so unter Komplettplanung vorstelle und wieviel Honorar bei so einem BV in Planung zu investieren ist...
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Da müssen Sie wohl nochmal an paar Kiloeuros in die Hand nehmen und mit einer "richtigen" Planung von vorn anfangen.
Gutes Gelingen
Name: Lott AndreasE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.inglott.de
Also Ihr erstes Posting hat mich richtig wütend ...12.01.10
Also Ihr erstes Posting hat mich richtig wütend gemacht...dann erst habe ich gesehen, dass sie darunter noch ein zweites Mal geschrieben haben und mein Posting übersehen hatten... :-)
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Habe die Rechnung gerade noch einmal herausgekramt, der Architekt hat nach der Bauantragstellung exakt 3250 € (netto) in Rechnung gestellt. Dafür war vorab (leider nur mündlich) die komplette Planung und Baubetreuung vereinbart. Auf der Rechnung stehen nur Allgemeinheiten, keine konkreten Leistungsphasen.
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Leider wusste ich seinerzeit auch noch nicht, wie so etwas normalerweise auszusehen hat, wie gesagt: ein absluter Laie (leider!), der den "Experten" geglaubt hat. Nachdem die Rechnung bezahlt war, ist der Architekt untergetaucht.
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Um nochmal auf Ihr vorheriges Posting zurückzukommen: Die vom Architekten produzierten Zeichnungen hätte jeder (ohne Architekturstudium!) mit einem x-beliebigen Hausbauprogramm genauso bzw. besser erstellen können. Das war echt rausgeworfenes Geld, und ich hätte nicht schlechter dagestanden, wenn ich meine (mit der Hand auf Millimeterpapier gezeichneten) Entwürfe eingereicht hätte.
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Insofern bitte Verständnis für meine Ablehnung, neues Geld einzusetzen, um "externen Sachverstand einzukaufen", wie hier am Anfang geraten wurde. Fast alles ist nun mit der unendlich wertvollen Erfahrung etlicher Freunde und Bekannter, die gebaut haben und nicht zuletzt der sehr erfahrenen Baufirma gelöst worden. Aber eben leider nicht alles, und deswegen bräuchte ich zu den o.g. 3 Fragen noch weitere externe Ratschläge bzw. Erfahrungsberichte!
Beste Grüße!
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P.S.: Was ist denn ein "MYH-Auftrag"? Davon habe ich noch nie gehört!
Um die Größenordnungen klar zu machen12.01.10
Hallo,
ein Zitat aus Ihrem letzten Beitrag:
"der Architekt hat nach der Bauantragstellung exakt 3250 € (netto) in Rechnung gestellt. Dafür war vorab (leider nur mündlich) die komplette Planung und Baubetreuung vereinbart."
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Das kann ja auch so nicht sein. Ich kann jetzt nur Vermutungen anstellen, aber nehmen wir mal an, Ihre Baumaßnahme liefert für die Honorarermittlung für die Objektplanung (Architektenleistungen) anrechenbare Kosten in Höhe von 75.000 € und für die Tragwerksplanung (Statik) 40.000 €. Dann beträgt ein durchschnittliches Architektenhonorar für "komplette Planung und Baubetreuung", also alles, bei Honorarzone III, Mittelsatz, zzgl. 20 % Umbauzuschlag 12.825 € zzgl. MwSt. Die Planung nur bis zum Bauantrag beträgt ca. 27 % davon, also 3.462,75 €. Da liegt Ihr Architekt mit seiner Abrechnung genau richtig. Leistungsphase 1-4 bis zum Bauantrag. Wenn die Planung genehmigungsfähig war, ist seine Arbeit zu Ende. Da ist noch nichts mit Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung.
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Der Tragwerksplaner bekommt bei Zone III, Mittelsatz, 20 % Umbauzuschlag immerhin noch 7.131,60 € zzgl. MwSt, wenn auch er Tragwerksausführungszeichnungen anfertigen soll. Falls es nur eine Genehmigungsstatik sein soll, können Sie da 45 % weniger rechnen. Dazu kommt dann noch das Honorar für den Energiesparnachweis und evtl. den Schallschutznachweis.
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Das nur, um Ihnen einen Überblick zu geben.
Name: Lott AndreasE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.inglott.de
Hallo Herr Lott, was heißt, das "kann ja ...12.01.10
Hallo Herr Lott,
was heißt, das "kann ja so nicht sein" -so war es nunmal vereinbart! Interessant ist Ihre Aufstellung schon. Ich weiß nun zwar, dass der Architekt, wenn er tatsächlich weitergeplant hätte, recht günstig gewesen WÄRE -aber das hilft mir nun auch nichts. Der Architekt ist weg und hat Teile der vereinbarten Leistung nicht durchgeführt, aber das ist jetzt eigentlich auch egal.
Mein Posting sollte eigentlich auch nicht den Schwerpunkt haben, mich über den Architekten zu beklagen (aus genau diesem Grunde wollte ich im Ausgangsposting nicht allzuviel über Bauleitung etc. schreiben!) und mich darüber hinaus in Diskussionen darüber zu begeben, ob dieser richtig gehandelt hat oder nicht. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, das ist alles nett gemeint von Ihnen und auch sehr interessant, hilft mir aber jetzt nur bedingt weiter...
Ich suche eigentlich eher Erfahrungsberichte zum Deckenaufbau, denn daran kann ich jetzt noch etwas ändern, im Gegensatz zur Architektenplanung.
Viele Grüße!!
Sehr schön die Aufstellung,12.01.10
aber nicht hilfreich. Die Rechnung ist ja wunderbar, der Planer hätte für den genannten Betrag auch gar nicht mehr machen dürfen wg. HOAI, nur: Er hat lt. Fragesteller mehr versprochen und den Auftrag bekommen. Das nenne ich normalerweise Betrug, aber darüber hat sich der Fragesteller ja noch nicht einmal beschwert, es geht nur um die 3 Fragen.
Zuerst die 4.: MYH ist my hammer und ist hier ein Synonym für Pfui, Geiz und Dummheit :)
So, meine Laienversuche:
1. Für mich spricht nur dagegen, dass die Abdichtung vermutlich eine Bahn für aussen ist und man besser wissen sollte, ob und was da gegebenenfalls ausdünsten kann (das besser an die Aussenseite des Hauses gehört)
2. Schallschutz gibt's nur über Masse und davon geht ja nicht mehr viel. Die MiWo zwischen den Balken ist vermutlich auch Schallschutz? Was Schwereres wäre da gut gewesen.
3. Teppich bringt nicht viel.
Meiner Meinung nach ist da nicht mehr viel drin, mit der Statik hätte man zumindest mal versuchen können, zwischen den Deckenbalken was zu machen, aber die Decke ist fertig, was oben drauf liegt macht sehr wenig Unterschied.
(Alles nur BH-Laienansichten)
Gruß
Volker Leue
Name: P#V LeueE-Mail-Adresse anzeigen
Aus dem vorangegangenen Beitrag lese ich...12.01.10
...das auch ein Statiker beauftragt wurde. Haben Sie die Thematik auch mit dem besprochen? Hat der keine Ratschläge? Natürlich kann man Holzbalken auch verstärken, dazu muss Sie aber in der Regel öffnen. Man kann auch auf der Decke weiterbauen, z.B. ein Stahlträgerrost auflegen, Holzbetonverbunddecke (schon genannt), oder sogar eine selbststragenden Betondecke aufbringen und die vorh. Holzbalkendecke als verlorene Schalung nutzen. Aber die sinnvollste Lösung entwickelt halt der Planer und Statiker vor Ort, von hier aus geht das nicht. Übrigens, vielleicht hab ichs überlesen, ist das ein Massivbau mit Holzbalkendecke oder ein Holzständerbau?
Name: Lott AndreasE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.inglott.de
@PVLeue12.01.10
Nun, die Aufstellung ist meiner Ansicht nach insoweit für den Fragesteller hilfreich, dass er ein Gefühl dafür bekommt, dass der derzeitige Planungsstand bei Weitem noch nicht aureichend ist um mit der Bauausführung zu beginnen und das der Fragesteller erkennt, dass es, ohne weiter in Planung zu investieren, nicht vernünftig weiter gehen kann. Das ist denke ich schon ein hilfreicher Ratschlag. Auch ist es bei Bauplanungsfragen im Forum immer ein guter Ratschlag, den Fragesteller mit solchen komplexen Problemen an örtliche Planer zu verweisen, auch wenn viele Fragesteller das gar nicht hören wollen.
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Die Laienmeinungen bringen zwar auch Lesestoff, aber im Ergebnis kommt es im Forum ja nur ganz selten zu brauchbaren Lösungen, das geht ja auch oft gar nicht seriöserweise. Daher den Bauherren aufklären, was übliche Planung kostet, und mit dieser Info muss er dann weiter agieren.
Name: Lott AndreasE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.inglott.de
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