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Dämmung Kupfer-Kaltwasserrohre gegen Frost

Vor 1 1/2 Jahren habe ich in meine Doppelhaushälfte (Land Brandenburg)ein Bad durch eine Sanitär-/Heizungsfirma einbauen lassen. Dieses Bad wurde in eine unbeheizte Dachkammer (nur das Dach ist gedämmt) eingebaut. Im Januar d. J. hatte ich dann durch Frost einen erheblichen Wasserschaden über 3 Etagen.
Wie sich herausstellte, hatte die Firma die Kupferzulaufrohre für die WC-Spülung nicht isoliert (hinter einer Wand - für uns nicht zu sehen). Die Sanitärfirma lehnt jetzt eine Übernahme meines Schadens durch ihre Versicherung ab. Zuerst entschuldigte sich der Meister für den Schaden, später beschuldigte er die Trockenbaufirma, die Isolierung vergessen zu haben, danach sagte er, er konnte sowieso nicht frostfrei verlegen.
In welcher Norm steht, daß kalte Wasserrohre gegen Frost isoliert werden müssen? Ich habe bisher nur etwas über warme
Wasserrohre oder Schwitzwasser gefunden. Die Antwort ist sehr wichtig für mich, zwar übernimmt meine Gebäudeversicherung fast alle Kosten, aber auf den Kosten für das ausgelaufene Wasser bleibe ich wohl sitzen (dafür braucht man wieder eine Extra-Versicherung). Vielen Dank!

Name:

  • F. Kotzur
  1. Gibt keine Isolierung gegen Frost !!

    Hallo
    Leider keine Gute Nachricht für sie, sie können Leitungen nur gegen Wärmeverluste dämmen.
    Auch eine Dämmung hätte den Schaden nicht verhindert !! Das Problem ist, das ja keine Energie nachströmt, die Leitung kühlt aus, und das Wasser gefriert. Wenn sie nun eine einfach Dämmung von 5 bzw 9 mm anbringen, werden sie den Schaden je nach gegenheit und umfeld um 1- bis 10 Stunden verzögern, aber auf keinen Fall verhindern !!
    Da hilft dann nur eine begleitheizung, welche bei Frostgefahr automatisch anspringt und die Rohrleitung frostfrei hält.
    Alternativ wäre die verlegung im Frostfreien Bereich, falls aber gar keine Heizung vorhanden ist, sieht das wohl schlecht aus.
    Mfg Ralf Sparwel

  2. Schutz gegen Frost ist Schutz gegen Wärmeverlust.

    Und es strömt auch mit kaltem Wasser Wärmeenergie nach. Mit der Dämmung einer Kaltwasserleitung verringert man den Wärmestrom zur noch weniger warmen Umgebung. Es gibt keine Kälte, sondern nur mehr oder weniger warm. Rein physikalisch ist es wurscht, ob es eine Warm- oder Kaltwasserleitung ist.
    Im Bauernhaus meiner Großeltern waren die frostgefährdeten Wasserrohre im Winter immer mit Wolldecken oder Stroh umwickelt. Ebenso Schwengelpumpen und Rosenstöcke. Zu Recht.
    Je mehr Wasser verbraucht wird, desto größer ist die Wärmemengennachfuhr und umso geringer ist die Gefriergefahr. Gedämmte Kaltwasserleitungen sind weniger frostgefährdet als ungedämmte.
    Aber hier wurde ja nach einer "Dämm-Vorschrift für Kaltwasserleitungen" bzw. Norm gefragt und da weiß ich nun rein gar nichts.


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