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Kamin und Kachelofen

Schornstein Versottung - Frage zur Behebung

Hallo liebes Forum,

unser Haus (Baujahr 1955) hatte einen stillgelegten Kamin, durch diesen lief das Abluftrohr für die Gaszentraltherme.

Zwei Dinge haben nun zu einer Versottung geführt:

  • Niedrige Temperatur des Abluftrohrs
  • Im Dachgeschoss war es sehr kalt aufgrund fehlender Isolierungen des Daches, hierdurch Kondensierung

Beide Gründe haben wir behoben:

  • Die Abluft der Gastherme wurde über einen Außenedelstahlkamin verlegt
  • Der eigentliche Kamin wird jetzt für zwei Kaminöfen mit insgesamt ca. 8 KWA verwendet, das heißt die Ablufttemperatur ist jetzt wieder hergestellt

Dies ist jetzt ca. 6 Monate her.

Nichtsdestotrotz ist der Kamin im Bereich des Dachgeschosses versottet. Dies bemerkten wir, als nach dem Verputzen des Kamins die Flecken durchkamen. Es hält sich jedoch noch in Grenzen, die Flecken sind punktuell und nicht flächendeckend.

Der Kaminfeger meint, dass wir ein Edelstahlrohr einziehen müssen. Da die Ursache jedoch behoben ist, meine ich, dass dies nicht zwingend erforderlich ist. Ich folgere insgesamt, dass die Ursache behoben wurde, jetzt gilt es den Kamin wieder zu sanieren, damit keine Gesundheitsgefahr davon ausgeht.

Hier habe ich nun folgende Ideen:
1. Putz abtragen und mit Versotex oder mit MEM Anto Sott versiegeln und neu verputzen
 Hier habe ich bedenken, dass die Feuchtigkeit des Kamins nicht behoben wird und die Lösung damit unzureichend ist 2. Putz abtragen und einen Opferputz, bspw. Remmers Entsalzung-Entwässerungsputz, oder Maxit-Entfeuchtungsputz auftragen. Dieser Opferputz kommt dann nach 1-3 Jahren wieder runter.
3. Der aktuelle Putz bleibt als Opferputz noch 1 Jahr drauf und erst dann kommt ein neuer Spezialentwässerungsopferputz auf den Kamin

Ich bin kein Profi und habe mich hier nur entsprechend eingelesen. Was haltet ihr davon?
Habt ihr noch Alternativvorschläge? Ich würde es gerne gut und richtig machen.

Vielen Dank für eure Hilfe und Grüße

Name:

  • Daniel
  1. Feststofföfen

    haben in tausenden Altbauten dazu geführt, dass im kalten Dachboden die Schornsteinabschnitte versottet sind. Wie kommen Sie darauf, dass das bei Ihnen nun mit den Kaminen nicht mehr passieren sollte?

    Was erwarten Sie von einem Entfeuchtungsputz? Der ist diffusionsoffen und lässt vermutlich nicht nur Wasserdampf sondern auch alles andere durch.

    Sotex oder eine andere absperrende Lösung sollte da eher funktionieren. So dringt der Schmand dann wenigstens nicht bis an die Putzoberfläche und in die Raumluft.

    Ansonsten hilft tatsächlich nur ausbrennen und Edelstahlrohr einziehen.

  2. Danke für die schnelle Antwort. Wie ich ...

    ... Danke für die schnelle Antwort.

    Wie ich auf die Idee komme?
    Die umliegenden Häuser, welche Kaminofen in Betrieb haben mit der gleichen Bauweise haben das Problem nicht. Daher habe ich geschlossen, dass es daran lag, dass der Kamin stillgelegt war. Des Weiteren ist die Kältebrücke des Dachgeschosses durch Sanierung, Dämmung und Ausbau zum Wohnraum erledigt, es gibt also kein kaltes Dachgeschoss mehr. Somit sollte die Versottung m.E. zumindest nicht zunehmen bzw. wenn der Kamin durch das Befeuern getrocknet ist.

    Was erwarte ich vom Entfeuchtungsputz?
    Ich hatte erwartet, dass die Feuchtigkeit entzogen wird, welche sich in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat vor Befeuerung durch einen Kaminofen. Anschließend denke ich, dass keine neue Feuchtigkeit in dem hohen Maße entsteht und die Versottung nicht mehr voranschreitet. Mit einer reinen Absperrung würde ich die Feuchtigkeit ja im Mauerwerk einsperren. So mein Gedanke.

    Vielen Dank für Ihre Anregungen, scheinbar lag ich hier falsch.

    Viele Grüße
    Daniel

  3. Baujahr 1955 bedeutet

    höchstwahrscheinlich Schornstein gemauert 25x25cm.

    Bei so einem Schornstein ist die Sanierung unumgänglich wenn daran nur zwei Kaminöfen mit zusammen 8kW hängen. Deren Rauchgasmenge und Energiegehalt ist zu niedrig um einen gemauerten Schornstein entsprechend zu heizen.

    Solche Schornsteine sind gut geeignet für schwere Grundöfen hoher Leistung. Da ist dann eine Sanierung nicht nötig.

  4. Hat der "Kaminfeger"

    möglicherweise den "Zug" des Kamins bemängelt und verlangt deswegen ein Edelstahlrohr mit angemessenem Querschnitt in den Kamin einzuziehen?

    Aus meiner Sicht ist der mangelhafte "Zug" der Grund für das Verlangen des "Kaminfegers",

  5. Ist denn der Kaminkopf über dem Dach gedämmt?

    Wenn der Kaminkopf oberhalb des Daches nicht gedämmt ist, kühlt der Kamin selbstverständlich aus.

    Heutige Öfen können den meistens nicht mehr ausreichend warm/heiß genug erwärmen, so wie es hier auch schon gesagt wurde.


    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  6. Oberhalb des Daches ist der letzte ...

    ... Meter üblicherweise nicht gedämmt. Der Kaminfeger hat nichts bemängelt, aber als verantwortungsvoller Eigentümer möchte ich hier natürlich gute Lösungen finden, ingesamt dürfte dies ja auch nicht gerade gesund sein.

    Grüße
    Daniel

  7. Ihr Schornstein kann

    ja völlig in Ordnung sein. Das Problem ist dass die Öfen nicht dazu passen und er daher versottet.

    Daher wird Ihr Schornstein sterben wenn er nicht saniert wird. So einfach ist das.

  8. Ich frage mal aus Interesse:

    Wenn der Kaminzug nicht ausreichen sollte, besteht da nicht die Gefahr von Kohlenmonoxydeintritt in die Wohnräume während des Betriebes der Kaminöfen?

  9. Die Versottung resultiert aber aus der ...

    ... Zeit bevor die Öfen angeschlossen wurden, als noch das Abluftrohr der Gastherme durchführte.

    Deswegen dürfte es ja nicht an den Öfen liegen, diese sind ja erst seit 6 Monaten im Betrieb.

  10. Das ist Unsinn

    Wo sollte da eine Versottung hergekommen sein. Das liegt schlicht an Ihren Öfen.

    Hat auch nichts mit dem Zug zu tun, die Öfen brennen ja schließlich.

  11. Wie üblicherweise nicht gedämmt?

    Ein Kamin -für den Teil der über dem Dach heraus ragt und/oder auch in nicht beheizten Dachgeschossbereichen (Spreicher oder Spitzbodenbereichen)- ist nicht üblicherweise nicht gedämmt, sondern eigentlich ist er üblicherweise gedämmt bzw. hat er (der Kamin) üblicherweise gedämmt zu sein.

    Ist er das denn dann einmal nicht, weil der Handwerker der das Teil errichtet hat es nicht wusste oder sei es auch (früher zumindest auch oftmals) aus kostengründen, die Gründe sind oftmals zahlreich und ebenso vielseitig, kommt es zu Problemen.

    Das Problem der Schornsteinversottung kennt man schon seit Jahrhunderten. Spätestens dann, wenn der Schornstein von außen gelbliche bis braunschwarze Flecken zeigt und es sogar unangenehm "nach Chemie riecht", ahnt auch der Laie: Mein Schornstein ist versottet.

    Oft herrscht die Meinung vor, die Ursache einer Versottung entstehe durch das eindringen von Regenwasser oder dadurch das "feuchtes Brennmaterial" verheizt wird, also etwa feuchtes Holz. Abgesehen davon, dass das verheizen von feuchtem Holz nicht erlaubt ist, kann auch der Schornstein einer Gas- oder Ölheizung versotten. Auch wenn eine Regenhaube auf dem Schornstein montiert ist.

    Warum versottet dann ein Schornstein?

    Bei jeder Verbrennung eines Brennstoffes (Holz, Kohle, Erdgas, Heizöl usw.) entstehen Rauch- bzw. Abgase, die auch Wasserdampf enthalten. Zum einen enthalten Brennstoffe teilweise Wasser, dass bei der Verbrennung zu Wasserdampf wird. Zum anderen enthalten alle üblichen Brennstoffe Wasserstoff, dass zu Wasser bzw. Wasserdampf verbrennt. So entstehen zum Beispiel bei der Verbrennung von einem Liter Heizöl 0,9 Liter Wasser und bei 1m³ Erdgas sogar 1,5 Liter. Hinzu kommen dann noch der Wassergehalt aus der normalen Luft, die ja zur Verbrennung benötigt wird. Während einer Verbrennung wird dieses Wasser in Form von Wasserdampf zusammen mit den restlichen Abgasen in den Schornstein abgeführt. Kühlen nun diese Abgase mit dem Wasserdampf unterhalb des "Wasserdampftaupunktes" (zwischen 30-60°C) herab, wird aus dem Wasserdampf wieder Wasser. In der Regel enthalten die Brennstoffe auch noch Schwefel, dabei bilden sich dann auch schwefel- bzw. Säurehaltige Abgase, deren Taupunkttemperatur sogar oberhalb von 100°C liegen kann. Welches bedeuten kann, dass z.B. pro Liter Heizöl, pro Kubikmeter Erdgas oder pro Kilogramm Holz ein bis zwei Biergläser (0,2 ml) Wasser, auch Kondeswasser genannt, entstehen können. Das Schornsteinmauerwerk nimmt das Kondenswasser auf und ist das Mauerwerk mit Wasser gesättigt, wird es nach außen abgegeben. Sind dann noch Teer und Schwefel im Rauchgas enthalten (z.B. durch Holzverbrennung), entstehen dann diese oben benannten gelbliche bis braunschwarze Flecken.

    Diese Versottung kann innerhalb weniger Tage oder erst nach einigen Jahren geschehen. Ob und wann ein Schornstein versottet ist von vielen Faktoren abhängig.

    *Schornsteinsystem: Moderne Abgas-Systeme sind für den Kondensatanfall gewappnet. Sie haben meist eine glatte Innenwandung, sind meist wasserdicht und haben oft eine Dämmung. Hier ist eine Versottung so gut wie ausgeschlossen. Nur alte, ungedämmte, raue und zu große Schornsteine versotten in der Regel.

    *Abgas-Temperatur: Je niedriger die Abgastemperatur bei Einführung in den Schornstein ist, umso größer ist die Gefahr, dass die Taupunkttemperatur im oberen Bereich des Schornsteines erreicht und er dann nass wird.

    * Schornstein-Innenquerschnitt: Je größer der Innenquerschnitt des Schornsteines ist, umso langsamer sind die Abgase, Sie verbleiben dann länger im Schornstein und die Gefahr wird größer, dass sie zu sehr abkühlen.

    * Länge der Abgasanlage: Je länger die Abgasanlage (Ofenrohr oder Verbindungsstück und Schornstein) ist, umsomehr kühlen die Abgase auch ab.

    * Widerstände: Je mehr Widerstände im Abgasweg enthalten sind, umso langsamer werden die Abgase, damit haben sie auch mehr Zeit abzukühlen. Widerstände im Schornstein sind: Bögen, Knicke, Umlenkungen, eine Drosselklappe im Ofen, raue Innenfläche, Rußablagerungen, Schornsteinabdeckung usw.

    * Wärmedurchlasswiderstand der Abgasanlage: Der Wärmedurchlasswiderstand gibt das Maß für den Widerstand an, den ein Bauteil dem Eindringen oder Abfließen von Wärmeenergie entgegensetzt: je größer der Wärmedurchlasswiderstand, desto größer auch die Dämmwirkung gegen Wärmeverluste. Welches bedeutet, dass ein Schornstein mit einem hohen Wärmedurchlasswiderstand (meist moderne Schornsteine mit Dämmung) lange die Abgastemperatur hält. Währenddessen ein einfacher Schornstein ohne Dämmung auch viel Wärme über die Außenwandungen abgibt.

    * Brennstoff: Sehr wasserstoffhaltige Brennstoffe (z.B. Erdgas) verursachen auch mehr feuchtes Abgas. So kann ein Gas-Schornstein schneller versotten als ein kohlebefeuerter Schornstein. Gleiches gilt auch für sehr feuchtes Holz.

    * Lage des Schornsteines im Haus: Je wärmer die Umgebungsluft des Schornsteines ist umso weniger kühlen auch die Abgase ab. So fängt eine Versottung meistens im unbeheizten Dachbodenraum an. Genauso versotten Schornsteine an der Außenwand schneller als ein Schornstein im Gebäude.

    * Schornstein-Rauhigkeit: Wasserdampf braucht zum kondensieren immer einen Kondensationskern, wie Rußpartikel, Staub, winzige Sandkörner usw. In einem alten Schornstein mit vielen Ruß- und Staubpartikeln und einer rauen Innenhaut kann auch viel Wasserdampf kondensieren. An dem sich dann auch wider rum mehr Ruß und Teer ablagern können.

    * Verdunstungsrate: Ein weiterer Faktor ist wie viel Feuchtigkeit sich jeweils im Schornstein bildet und wie viel wieder verdunstet. Schwierig wird es, wenn mehr Wasserdampf im Schornstein kondensiert, wie wieder verdampft.

    Gegen eine Schornsteinversottung lässt sich etwas tun.

    Lösungsvorschläge:

    Ist der Schornstein erst einmal versottet, lässt sich diese Versottung ohne eine entsprechende Behandlung nicht stoppen. Sie wird sich meist sogar noch verschlimmern. Hier heißt es. Es muss umgehend gehandelt werden, wenn das Gebäude vor weiteren Schaden bewahrt werden soll.

    Die hässlichen Flecken mit Farbe oder unter Alufolie zu verstecken wird nicht helfen. Es muß entweder die Ursache bekämpft werden oder es wird wie unten beschrieben der Schornstein saniert.

    Bei Neubauten sollen sich Architekt, Installateur und Schornsteinfeger darüber verständigen, welcher Schorsteindurchmesser für den geplanten Ofen oder für die neue Heizung optimal ist. Üblicherweise werden moderne, dreischalige Schornsteinsysteme verwendet, die aus einem "Mantelstein" aus Bimsbeton oder Ziegelstein bestehen, in dem ein Schamotte-Rohr eingesetzt ist. Dieses Rohr wiederum wird von einer Isolierschicht aus Mineralfasern oder anderen Dämmmaterialien umhüllt, damit das Schamotterohr nicht auskühlt und eine Kondensation bei ausreichenden Zugverhältnissen verhindert wird.

    Ist der Schornstein aber schon versottet oder man möchte eine Versottung vehindern sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:

    * Die oben beschriebenen Ursachen sollten möglichst verhindert werden.

    * Für eine optimale Verbrennung mit möglichst hohen Abgastemperaturen ist zu sorgen.

    * Die Abgastemperatur sollte möglichst lange in der Abgasanlage hoch gehalten werden. Dafür kann das Verbindungsstück und der Schornstein mit nicht brennbaren Dämmstoffen (z.B. mit Mineralfaserdämmung, wie Glas- oder Steinwolle) gedämmt werden.

    * Das Verbindungsstück oder Ofenrohr sollte so kurz wie möglich sein.

    * Zum Heizen ist nur trockenes Holz zu verwenden.

    Für die Anpassung älterer Schornsteine an die Erfordernisse morderner Heizkessel bieten sich verschiedene Systeme an. Am zweckmäßigsten und dabei auch am kostengünstigsten hat sich der Einbau einer sogenannten Nebenluftvorrichtung (Zugregler) und eine Wärmedämmung des Abgasrohres der Heizung bewährt. Die Nebenluftvorrichtung öffnet in Abhängigkeit vom Schornsteinzug und lässt zusätzlich Raumluft mit in den Schornstein strömen. Durch den Einbau herrschen konstantere Druckverhältnisse, ein gleichmäßiger Schornsteinzug, eine Senkung der Taupunkttemperatur und eine Erhöhung der Abgasgeschwindigkeit. Während der Stillstandszeit der Heizung wird der Schornstein mit trockener Luft aus dem Aufstellraum belüftet. Diese trockene Luft kann wiederum Feuchtigkeit aufnehmen und verringert damit das Risiko der Versottung.

    Sollten all diese Maßnahmen nicht helfen, ist eine Modernisierung des Schornsteines erforderlich. Dazu wird in den alten Schornstein ein passendes Rohr eingesetzt. Dieses kann aus Edelstahl, Keramik oder Spezialmörtel bestehen. Alle Einsatzrohre haben die Eigenschaft, dass sie meist wasserundurchlässig sind und eine glatte Oberfläche besitzen. Der Querschnitt ist natürlich an die Abgasmenge der Feuerstätte anzupassen. Die Sanierungsrohre werden meist von oben in den Schornstein eingeführt. Dabei sind meist keine großen Baumaßnahmen notwendig. Einige Fachfirmen bieten entsprechende Systeme zur nachträglichen Schornsteinverrohrung an. Dazu sollten einige Angebote von Fachfirmen herein geholt werden.

    Mit freundlichen Grüsse

    Markus Reinartz

  12. Sehr ausführliche

    komplette Erklärung. Da kann sich der Fragesteller nun aussuchen welche der vielen Ursachen nun bei ihm zutrifft.

    Am einfachsten ist es aber schlicht eine Berechnung nach EN 13385-2 ausführen. Dann wird das alles ganz schnell klar.

    An sich hätte das schon der Verkäufer der Öfen ja tun müssen. Auch hätte der Schornsteinfeger für die Abnahme der Öfen auf der Vorlage der Berechnung bestehen können.

  13. Liebster Herr Theo Kern,

    dass wieder irgend Jemand -in dem Fall denn dann sodann Sie- mit der Erklärung nicht zufrieden sein würde, war wie immer zu erwarten bzw. mir denn dann sodann auch schon gleich klar, als den Beitrag hier eingestellt habe.

    Es ist nun einmal so, dass im Rahmen dieses Forums nicht jeder Fragesteller absolut zufgrieden gestellt werden kann, weil es Dinge gibt, die von einem Fotum aus nicht geleistet werden können.

    Ich hatte es schon einmal platt bemerkt, die Abgase sind zu kalt bzw. nicht mehr warm genug, so dass der Kamin nicht mehr ausreichend warm genug erwärmt wird, was dazu führt, dass die Taupunkttemperatur entsprechend niedrig ist und das wiederum dazu führt, dass sich der Krempel im Kamin an den kältesten Stellen absetzt.

    Datt Dingen iss nicht warm genug. Dem entgegen wirken kann man, in dem mann den Kamin und den Kaminkopf in den entsprechenden nicht beheizten oder auch Überdachbereichen dämmt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  14. Sorry, so war das

    wirklich nicht gemeint.

    Ihre Beschreibung war perfekt.

    Ich habe das nur auf die Ausgangsfrage bezogen und denke der Fragesteller sucht jetzt in Ihrer Beschreibung nichts anderes als eine Fehlerursache die ihm gefällt, aber nichts mit dem Schornstein und seinen Öfen zu tun hat. Er möchte die Sanierung vermeiden und sucht nach Erklärungen die ihm das gestatten. Mein Hinweis auf die Berechnung würde ihm, würde er diese durchführen lassen, klar zeigen wo der Mangel liegt.

    Im Übrigen denke ich dass hier auch der Ofenverkäufer in der Verantwortung gewesen wäre. Er hätte diese Berechnung m.E. anstellen müssen. Auch der Schornsteinfeger hätte, schon bei der Abnahme, sehen müssen dass das nicht funktionieren kann.

    Schornstein der Art kann man, bei den heute vorgeschriebenen Wirkungsgraden, nur noch mit leistungsstarken Grundöfen betreiben. Die haben den Vorteil dass sie, aufgrund der großen Gasmenge (Holzmenge/Abbrand), auch bei hohem Wirkungsgrad noch ausreichend Leistung (Arbeit) für den gemauerten Schornstein in diesen abgeben.

    Ergo gibt es hier nur zwei Lösungen:
    Beibehaltung der Öfen und Sanierung des Schornsteins oder Ersatz der Öfen durch einen leistungsstarken Grundofen.

  15. Nehmen Sie es sportlich,

    ich habe es auch nicht allzu ernst verstanden.

    Na klar, der Fragesteller hätte am liebsten gerne eine Lösung nach derer er nichts nur nur geringsfügig etwas machen muss, was auch wiederum irgendwie verständlich ist oder mir zumindest derart verständlich erscheint.

    Diese Lösungs gibt es hier aber nicht.

    Allerdings gibt es aus meiner Sicht noch eine Dritte Möglichkeit zu den von Ihnen zwei genannten Varianten.

    Dämmen, Dämmen, Dämmen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  16. Eine Frage noch

    Mich würde noch interessieren wie denn nun vor einer Sanierung die Versottung am besten beseitigt wird, ausbrennen? Oder geht das auch anders. Habe selber noch nie mit Ofen geheizt, aber meine Schwester wohnte mal in einem Altbau, da kamen auch schwarze Flecken durch weil der Kachelofen zu wenig benutzt wurde. Damals hat der Schornsteinfeger mit nem Gasbrenner mehrere Stunden den ganzen Schornstein ausgebrannt, danach musste neu tapeziert werden. Funktioniert die eingangs beschrieben Putzvariante wenn danach z.b. ein Edelstahlschornstein eingebaut wird?

  17. Kommt auf die Länge des

    Schornsteins an ob dämmen hier helfen kann.

    Möglich ist das natürlich, vorher sollte das aber in jedem Fall gerechnet werden sonst ist möglicherweise der ganze Aufwand für die Katz.

  18. Hat der "Kaminfeger" dem Betrieb der ...

    ... zwei Kaminöfen, an diesem vorhandenen Kamin, als gemeinsamen Abgasweg ausdrücklich zugestimmt?

  19. Dämmen hilft immer!

    Wenn die Bereiche vorher nicht gedämmt waren.

    Ob eine Dämmung aber das Problem vollständig in den Griff bringen wird, ist natürlich fraglich bzw. kann hier nicht abschließend beantwortet werden.

    Und klar, Wuerschnitt, Länge und schlussendliche Kaminkopfausbildungshöhe und Zug sowie die Lage des Gebäudes, spielt alles eine Rolle.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  20. Primär sollten Sie um das "Wohlbefinden" der Bewohner

    des Gebäudes bemüht sein.

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden die insgesamt angeschlossenen 8 KWA Nennheizleistung für den sicheren Betrieb des Schornstein's nicht ausreichend sein.

    Es wird den Rauchgasen an "thermischen Auftrieb" (Zug) fehlen, d.h. die Rauchgase verlassen den Schornstein nicht über dessen Mündung.

    Irgendwo müssen die aber hin, es besteht die Gefahr, dass die über die angeschlossenen Wohnräume abgeführt werden.

    Mein gutgemeinter Rat:

    Informieren Sie sich einmal über die Folgen von "Kohlenmonoxydvergiftungen" !!!

    Sorgen Sie unmittelbar für die Montage angemessener Abgaswege, z.B. Edelstahlrohre, bevor Sie sich um die Sanierung des versotteten Schornstein's bemühen.

  21. Nachdem die Vergleiche der Nachbarhäuser da sind ...

    kann letztlich davon ausgegangen werden, daß mit der Umstellung von Gas auf Feststoff sich die Sache von allein regelt. Den durchfeuchteten stinkenden Putz würde ich sofort runterschlagen und dann erst einmal eine ganze Zeit mit den Kaminöfen den Schornstein auf Temperatur halten - geht ja jetzt gerade prima solange es kalt ist. So trocknet der aus und in 3-4 Wochen ist der dann auch wieder trocken.
    Dann würde ich den Schornstein mit einem mineralischen Putz frisch verputzen.
    Fertig - dann ist das Problem zu 99% behoben.
    Ursache nur der laue Betrieb mit der Gastherme. Grüße Walter Haussmann

    Name:

    • Herr Wal-2132-Hau
  22. Ich empfehle sich mit deren Bezirksschorsteinfegermeistern ...

    ... um die Notwendigkeit der Berechnung von Abgaswegen nach DINA auseinanderzusetzen.

    Der Abgasweg ist DIE wichtigste Komponente einer "Feuerstätte", aus meiner Sicht noch vor Gas. Da sind jeweils Menschenleben unmittelbar betroffen, bzw. davon abhängig.


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