Suchefunktion BAU.DE Forum Keller 2302: DIN 18195 Teil 6, Kap. 9

Keller

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Raumtrockner gegen feuchte Keller

DIN 18195 Teil 6, Kap. 9 03.04.07
Liebes Forum,
für unsere geplante DHH (WU-Bodenplatte 20cm, Kellerwände gemauert 36,5 cm) benötigen wir laut Baugrundgutachten eine Abdichtung nach DIN 18195 Teil 6, Kap.9 (kf<1e-5 m/s).
Laut DIN gibt es hier mehrere Möglichkeiten zur Abdichtung:
9.1 KMB
9.2 Polymerbitumen-Schweißbahnen
9.3 Bitumen- oder Polymerbitumenbahnen
9.4 Kunststoff- und Elastomer-Dichtungsbahnen
FRAGE: Ist eine dieser Abdichtungsarten besonders zu empfehlen? Oder hat sich seit Herausgabe der DIN (August 2000) gezeigt, das ein Abdichtungsart problematisch ist?
Unser BU schlägt eine KMB-Abdichtung (zweifach mit Verstärkungseinlage) vor. Der Boden-Wandanschluss soll mit einer Bitumenbahn (V60S4) gemacht werden. Da sich jedoch KMB und Bitumenbahn nicht vertragen, soll die Bitumenbahn an der Außenwand enden, sodass kein Überlapp mit der KMB-Schicht entsteht.
FRAGE: Ist das so ok?
Name: Peter Nagel  

  1. Aufstauendes Sickerwasser.... 04.04.07
    Hallo,
    KMB und dichtungsbahnen sind für diesen lastfall gleich gut wobei ich mit Dichtungsbahnen nicht gearbeitet habe.
    Ich würde nicht beides mischen, entweder nur KMB oder nur Dichtungsbahnen!
    Bevorzugen tue ich natürlich KMB weil selber viel eingesetzt und mich damit vertraut gemacht habe.
    Die KMB-Richtlinien sollen eingehalten werden.
    Mfg.
    Yilmaz
    Name: Yilmaz Ayy  

  2. WU-Bodenplatte 20cm 04.04.07
    gibts nicht!
    Name: Jentsch Isa   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.bauplanung-jentsch.de

  3. 2 dhh - 04.04.07
    - durchgefugt?
    Name: Markus L. Sollacher   E-Mail-Adresse anzeigen  

  4. Sofern die 04.04.07
    V60 S4 die horizontale Sperre zwischen Bodeplatte und Mauerwerk sein soll, so hat sie da nix verloren.
    Name: Robert Worsch   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.bauleitung-worsch.de

  5. Danke 04.04.07
    für die vielen Rückmeldungen.
    _
    zu 1.:
    Kann man KMB auch für die horizontale Sperre zwischen Wand und Bodenplatte benutzen?
    _
    zu 4.:
    Welche Art von Abdichtung würde sich sonst noch als horizontale Sperre anbieten? PYE ... ?
    _
    zu 3.:
    Die Häuser sollen nacheinander gebaut werden (dazwischen mineral. Faserdämmplatten nach DIN 18165 Teil 2 - Typ T).
    Ich die Frage damit beantwortet?
    _
    zu 2.:
    Zur WU-Bodenplatte haben BL und BU unterschiedliche Angaben gemacht. Der BL sagte: WU-Bodenplatte min. 25 cm. Der BU meinte, dass der Beton so hochwertig sei, dass auch 20 cm reichen würden. Damit war der BL einverstanden.
    Wo kann ich denn nachlesen, wie Dick eine WU-Bodenplatte mindestens sein muss?
    _
    Vielen Dank für die Mithilfe,

  6. Ich... 04.04.07
    versuche mal alle weitere fragen zu beantworten,die andere Experten können dann ergänzen oder Korregieren.
    zu1:Nein, unterhalb von Wänden ist die KMB nicht zugelassen!Schweißbahnen sind dort auch nicht zugelassen.
    zu4: Bitumendachdichtungsbahnen z.B. G 200 DD
    zu3: Fals die Vertikale abdichtung mit KMB müßen für die Trenn und Bewegungsfugen zugelassene Fugenbänder eingearbeitet werden,die verstärkungsgewebe mit dickebschichtung ist für abdichtung dieser fugen nicht geeignet.
    zu2: Bei diesen lasstfall ist die mindestplattenstärke laut WU-Rili 25 cm. (Wen sie aber auf der Bodenplatte eine Abdichtung gegen drückendes wasser vorsehen ist das uninteressant.
    Mfg.
    Yilmaz
    Name: Yilmaz Ayy  

  7. Korrektur... 05.04.07
    Von der Regie wurde ich korrigiert ;)
    zu4:Die dichtungsbahn muß besandet sein!
    zu2:Abdichtung auf der Bodenplatte gegen Drückendes wasser ist Falsch,normgerechte abdichtung gegen drückendes wasser ist jetzt schwierig,WU-Rili empfiehlt eine Bodenplattenstärke von 25cm,es ist kein pflicht!
    Mfg.
    Yilmaz
    Name: Yilmaz Ayy  

  8. @Yilmaz: 05.04.07
    wieso eigentlich Korrektur?
    G200DD ist doch besandet.
    Grüße
    Name: Uwe Michael Filusch   E-Mail-Adresse anzeigen  

  9. Nochmals Danke 05.04.07
    für die Rückmeldungen.
    Zu 3.)
    Ich werde beim BL mal nachfragen, (ob bzw.) welche Art von Fugenband vorgesehen ist und ob sich dieses mit KMB verträgt.
    Zu 2.)
    Da wir im Keller mindestens einen Wohnraum (also Nutzungsklasse A) haben werden, sollte die Bodenplatte wohl doch eher 25cm haben.
    Was mich wundert ist, dass in der Beanspruchungsklasse 1 nicht unterschieden wird zwischen 'Drückendem' und 'Aufstauendem Sickerwasser'.
    Zu 1. und 4.)
    Im ABC der Bitumenbahnen (http://www.vdd-technische-regeln.de/abc.pdf) wird als Horizontalsperre die Bitumen-Dachdichtungsbahn G 200 DD nur für 'Nichtstauendes Sickerwasser' empfohlen. Können wir G 200 DD in Kombination mit KMB trotzdem auch für 'Aufstauendes Sickerwasser' verwenden?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Name: Peter Nagel  

  10. Abdichtung gegen drückendes Wasser 10.05.07
    Hallo Herr Nagel,
    habe heute Ihren Beitrag vom 03.04.2007 gelesen.
    Ist Ihre Frage noch aktuell oder ist alles schon "vergraben"?
    Name: Johannes Rudolf   E-Mail-Adresse anzeigen  

  11. Danke der Nachfrage 10.05.07
    Wir haben mit dem Rohbauunternehmer vereinbart, dass er uns eine 25cm dicke WU-Bodenplatte macht. Die Wandabdichtung wird mit KMB gemacht (2fach mit Gewebeeinlage incl. Voranstrich und Noppenbahn). Als horizontale Sperre zwischen Bodenplatte und Mauerwerk kommt nur eine Folie (den genauen Namen habe ich wieder vergessen). Eine G 200 DD ist laut Auskunft des Rohbauunternehmers nicht nötig. Ich hoffe, dass nächste Woche aufgegraben wird.
    Name: Peter Nagel  

  12. Neuer Rohbauer neues Glück 12.06.07
    Unser Rohbauer ging Pleite bevor unser Hausbau losging - jetzt hat unser GU einen neuen Rohbauer beauftragt. Dieser hat nun bedenken wegen des Drucks auf die gemauerten Kellerwände und bietet uns alternativ einen Stahlbetonkeller an. Deshalb nochmal meine Frage ans Forum:
    Ist ein gemauerter Keller (im Hinblick auf den Wanddruck) tatsächlich mit Risiken verbunden?
    .
    Hier nochmal die Details:
    • Baugrund (ab 1,5m Tiefe): Fein- und Mittelsand, schwach feinkiesig, lagenweise kiesig, zul. Bodenpressung < 200kN/m2, Bettungsmodul 20MN/m3, max. Setzungsdifferenz 0,5cm
    • Bodenplatte: Dicke 25 cm (Stahlfaserbeton)
    • Grundriss: 9m x 9,25m;
    • Wände: Hochlochziegel T12 (36cm) in Dünnbettmörtel, Druckfestigkeit 6, zwei Vollgeschosse (jedoch mit Kniestock 1,25 m)
    • Abdichtung: Voranstrich, Dickbeschichtung (2-fach) mit Gewebeeinlage, Noppenbahn

    Name: Peter Nagel  

  13. Kellerbau 13.06.07
    Hallo Herr Nagel,
    ob Ihr Keller gemauert werden darf oder betoniert werden muß, ist nur vom verantwortlichen Statiker anzugeben.
    Ein gemauerter Keller hat aus sachverständiger Sicht keine Nachteile gegenüber einem Stahlbetonkeller.
    Da Ihr Bodengutachten eine Abdichtung gegen drückendes Wasser vorgibt, ist sehr wahrscheinlich eine Ausführung als sog. "Weiße Wanne" vorzuziehen.
    Die Art der angegebenen Abdichtung für die Ziegelwände ist unvollständig. Hier fehlt noch ein Grundputz/Egalisierungsputz(z.B.Kalkzementputz)bevor die Abdichtung aufgetragen werden kann.
    Wenn Sie noch vertragliche "Gestaltungsmöglichkeiten" haben, nehmen Sie das Thema "Abdichtung" aus dem GU-Vertrag heraus und beauftragen Sie einen ortsansässigen Dachdecker mit sämtlichen Abdichtungsarbeiten. KEINE Dickbeschichtung ausführen, sondern alles nur mit Bitumenschweißbahen, horizontal und vertikal.
    Das können die "Maurer" halt nicht; daher habe ich soviele Schäden an durchnäßten Kellern zu bearbeiten.
    Stellen Sie folgende Testfrage an Ihren GU: "wie wollen Sie denn die "Noppenbahn" einbauen, welches Material/Fabrikat soll verwendet werden?" Bin mal auf die Antwort gespannt...
    Viel Erfolg!
    Name: Johannes Rudolf   E-Mail-Adresse anzeigen  
 

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