Raumtrockner gegen feuchte Keller
Keller von innen gegen Feuchtigkeit isolieren 02.11.07 Hallo, ich lebe in einem Reihenhaus aus den dreißiger Jahren im Süden Berlins. Der Keller ist feucht, Salzausblühungen in den Fugen, Textilien, Papier etc. können nicht dort gelagert werden. Dies möchte ich aber gern tun, langfristig auch als Wohnraum nutzen. Ich habe mir deshalb mehrere Angebote von Fachfirmen für Bauwerksabdichtung eingeholt. Deren elektronische Feuchtemessungen haben Werte zwischen 80 und 130 (was ist hier eigentlich die Maßeinheit?) in den Kellerwänden (Kalksandstein-Mauerwerk, 36 cm) ergeben. Die Horizontalsperre ist defekt und auch von der Seite kommt Nässe in die Wand. Eine Firma empfiehlt mir nun die Isolierung von innen. Es soll mittels Injektion eines Gels (Deitermann) auf Höhe Kellerfußboden und Oberkante Erdreich je eine Horizontalsperre von 30cm Breite in die Außenwände eingebracht werden. Dazwischen soll die Wand mit einer Dichtungsschlämme beschichtet werden. Argument: Kostenersparnis, weil kein Aufgraben, außerdem gingen grundsätzlich 70% der Feuchtigkeit in der Wand auf aufsteigendes Wasser zurück und nur 30% auf Wasser von der Seite. Ich stelle mir nun folgende Fragen: Das Grundproblem (feuchte Wand) würde durch diese Methode nicht behoben, allerdings kann die Feuchtigkeit nicht mehr in den Raum. Muss ich mir sorgen bei einer dauerhaft feuchten Mauer machen (Statik,...)? Stimmt es, das aufsteigende Feuchtigkeit in der Regel das größere Problem ist? (Unser Haus liegt eher auf einer Anhöhe, von der Seite drückt also nichts). Der unbehandelte erdberührende Bereich zwischen den Horizontalsperren wäre nur ca. 80 cm breit. Es leuchtet mir ein, dass der Feuchteeintrag in die Wand dadurch schon erheblich minimiert würde, oder nicht? Wärmedämmung wäre nicht gegeben. Ich habe die Sorge, dass Schwitzwasser entsteht. Die Firma behauptet, die Dichtungsschlämme sei diffusionsoffen und würde Feuchtigkeit aus dem Raum kontrolliert aufnehmen und abgeben. Gibt es tatsächlich ein Produkt, dass nach hinten wasserdicht und nach vorn diffusionsoffen ist? Oder müsste auf die Dichtungsschlämme ein Sanierputz drauf? Wenn ich doch aufgraben würde: Wie stark sollte die Dämmung sein (Vorschlag einer anderen Firma: 10cm). Lässt sich damit Kondenswasser vor allem im Sommer minimieren, der Keller langfristig auch als Wohnraum nutzen? Besten Dank für Ihren Rat und Ihre Mühe, M. Goldbach Name: M. Goldbach
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