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Lüftung

Axial- oder Radialgebläse besser für Bau eines Wäschetrockenraums?

Ich plane unseren Heizkeller mit der Abluft des Wintergartens in einen Wäschetrockenraum umzubauen und suche dafür Informationen über besonders leise und zugleich stromsparende Ventilatoren.
Welche Lüfterart ist hier besonders zu empfehlen, Querstromgebläse, Walzenlüfter, Axial- oder Radialgebläse?
Herzlichen Dank für Tipps und Anregungen
Viele Grüße
Martin

Name:

  • Herr MarPoe
  1. Warme Abluft aus Wintergarten....

    soll die Wäsche im Heizungskeller trocknen? Bei der Auswahl eines Lüfters ist der Einbauort erst einmal wichtig. Bitte mehr Infos.

    Name:

    • Herr Rüd-698-Kre
  2. Wiga-Abluft zum Wäschetrocknen

    Hallo Rüd-698-Kre,
    danke für die schnelle Antwort. O.k., wenn der Einbauort für die Auswahl eines Lüfters wichtig ist, poste ich am Besten meine Vorstellungen hier kplt.:
    Ich hab mich durch alle Beiträge gekämpft die die Suchfunktion unter "Wäsche trocknen", "Wäschetrockenraum" usw. ausgeworfen hat. Leider fast" vergebens...hat hier keiner Wäsche die er trocknen muss oder wird das alles den elektrischen, stromfressenden Helfern überlassen? Nach "Studium" auch anderer Foren bin ich nur soviel schlauer geworden:...der Heizkeller (-aum) ist dafür optimal bzw. absolut untauglich...je nach Sichtweise...;-(
    Seit unserem Anbau haben wir keinen gescheiten Platz mehr zum Wäschetrocknen für unser 1/3 Dutzend Kinder + Oma und unsereins....
    Etwas paradox finde ich dabei, dass die überschüssige Wärme aus unserem Wintergarten (30 m², Satteldach) abgelüftet wird, während im Winter und der Übergangszeit die Heizung im übrigen Haus bollern muss, um z. B. auch die die Verdunstungskälte der trocknenden Wäsche auszugleichen...Spaß beiseite, das Wäschetrocknen in Wohnräumen kontraproduktiv ist, hatte ich mir auch vorher schon gedacht aber erklär dass mal den XX-Chromosomträgerinnen...;-)
    Mich interessiert nun ob meine angedachte und einfach zu realisierende Problemlösung hier auf Zustimmung oder eher Ablehnung stößt, bzw. dagegen irgendwelche z. B bautechnischen/-pysikalischen Bedenken bestehen:
    Ich dachte einen Schacht vom First des Wintergartens bis in den darunterliegenden Heizkeller zu führen an dessen Ende ein Ventilator die Luft (meist 25-30 °, 30-40% rel. Luftfeuchte) ansaugt und in den "Wächetrockenraum" (ohne Außenwände) bläst. Den Raum könnte ich nahezu druckdicht "aufrüsten" sodass die durch die zum Trocknen aufgehängte Wäsche mit Feuchtigkeit angereicherte Luft bei stehender Heizung "zwangsweise" durch die Hinterlüftung des Abgasrohres unseres Brennwertgerätes (Nefit turbo, Bj. 1991) im ehem. Kamin (16x16 cm, Plewa) nach draußen gedrückt würde.
    Bei laufender Heizung würde ein Teil der "wasserangereicherten" Luft durch diese angesaugt (Weg des geringeren Widerstandes) was aber m. E. zu keinen Problemen führen dürfte, da der Kessel und die Abgasleitung (70 mm) aus Aluminium sind. Um das Brennwertgerät vor Flußen und Schwebeteilchen zu schützen, dachte ich dessen Luftansaugung durch einen Feinfilter / Flußensieb zu schützen (freier Querschnitt entsprechend vergrößert).
    Der Schornsteinfeger hat widererwarten schon mal nichts dagegen...
    Hab ich irgend etwas vergessen zu bedenken?
    Welche Ventilatoren sind besonders leise und stromsparend (Walzenlüfter / Querstromgebläse ...)?
    Herzlichen Dank für ein kritische Betrachtungweise meiner Idee!!!
    Viele Grüße
    Martin
    P. S. die Zuluft zum Wintergarten erfolgt übrigens durch ein 20 m langes und 30 cm dickes Erdregister, dass im Sommer die Zuluft rd. 10 ° abkühlt und damit ja auch entfeuchtet sowie im Winter vorwärmt (konkrete Messungen fehlen).

    Name:

    • Herr MarPoe
  3. die Feuchte in der Luft

    müssen Sie trotz allem irgendwie rauslüften. Wobei wir zumindest in der Heizperiode mit einem Trockner (z.B. mit Wärmepumpe) wohl wieder günstiger wären.

  4. Feuchtigkeit ablüften

    Da ja tagsüber ein ständiger Luftstrom (Querlüftung) aus dem Wintergarten durch den Heizkeller / Trockenraum nach draußen entstünde, müsste das Ablüften der Feuchtigkeit doch gewährleistet sein. Ich dachte so an regelbare 150 - 300 m³/h. Die Zuluft zum Wiga ist auf 1.000 m³/h ausgelegt aber mehr als 125-150er Rohr wollte ich eigentlich nicht verlegen.
    Die Idee mit der Wärmepumpe hat was, nur wie ist das Kosten-/Nutzenverhältnis. Unser Haus (310 m² beheizte Nutzfläche) verfügt über eine wassergeführte Zentralheizung (Gas-Brennwert, 27kw Nennleistung) mit zwei Heizkreisen für Konvektoren / Radiatoren (ca. 50 ° Vorlauf) und Fußboden-/Wandheizung (ca. 35 ° Vorlauf). Platz für einen Pufferspeicher ist nicht vorhanden, daher haben wir auch noch keine Solaranlage installiert, obwohl ich schon vor 15 Jahren hierfür schon Leerrohre bis in den Spitzboden gelegt habe.
    Sie dachten daran, die Abluft aus dem Wintergarten durch eine Wärmepumpe zu führen hier abzukühlen, womit diese entfeuchtet würde und die gewonnenen Wärme per Wärmetauscher dem Heizungsnetz zuzuführen? Die abgekühlte Luft aus der Wärmepumpe würde dann die Wäsche trocknen und feuchtigkeitsangreicherte Luft nach draußen geblasen? Umgekehrt (erst Wäsche trocknen, dann Wärmepumpe ist schlecht, da der Schornsteinfeger auf eine "offene Öffnung" zum ehem. Kamin besteht, in dem das Abgasrohr mit Hinterlüftung verlegt ist.
    Ein Anschluss an das Heizungsnetz wäre einfach möglich und ein Abfluss ist auch vorhanden... somit alles nur eine Frage der Kosten...;-)
    Würde gerne mehr zu dem Thema erfahren...ganz lieben Dank für weiter Infos!!!

    Name:

    • Herr MarPoe
  5. Sättigung der Luft beachten

    wie Sie richtig bemerkt haben ist die Luftfeuchtigkeit in % die relative Luftfeuchtigkeit.
    100% bei 0 ° entspricht 5gr. Wasser
    100% bei 20 ° entspricht 17gr. Wasser
    100% bei 30 ° entspricht 30gr. Wasser
    Wenn die Luft aus dem Wiga. eine Temparatur 30 ° und 40% Luftfeuchtigkeit hat, kann dieses durchaus zur Kondensation des Wassers in dem "kälteren" Heizungkeller führen. (Laienmeinung).

    Name:

    • Herr Rüd-698-Kre
  6. Kondensatausfall nur bei stehender Luft?

    Nehmen wir mal den ungünstigsten Fall als Rechenbeispiel an:
    30 ° Lufteintritt, 50% rel. Luftfeuchtigkeit (bisher nie erreicht), 20 ° Heizraumtemperatur (Zuluftvorwärmung durch Abgasrohr und vierseitig von beheizten Nutzräumen umgeben).
    Ist meine Rechnung richtig oder sitze ich einm Irrglauben auf?
    Die Zuluft enthält ca. 15gr Wasser, 17gr wäre der Sättigungsgrad bei 20 ° Lufttemperatur. Da die Zuluft mit 30 ° einströmt und bei 200 m³/h zu 17 Luftwechseln pro Std. führt, dürfte die Temperatur im Heizraum (trotz Verdunstungskälte) merklich ansteigen. M. E. dürfte selbst bei 20 ° Raumtemperatur im Heizkeller kein Kondensatzausfall stattfinden, da die vorbeiströmende Luft 400gr. Wasser pro Std. abtransportieren, bis der Sättigungsgrad eintritt. Da auch der Schornstein von beheizten Räumen umgeben ist und dessen Temperatur somit immer >20 ° ist, dürfte m. E. auch hier keine Gefahr der Versotterung bestehen.
    Da m. E. eine gleichmäßige Durchlüftung des Heiz-/Trockenraums durch Luftein- und -austritt gewährleistet ist, dürfte es doch auch selbst bei ungünstigsten Bedingungen nicht zu Kondensataufall kommen. Allerdings habe ich die Wandoberflächentemperatur noch nicht gemessen. Durch die umliegenden beheizten Nutzräume dürfte diese ja auch nicht unter 20 ° liegen.
    Nun die aktuellen Werte von heute, 12:00 Uhr:
    Die Temperatur im Wintergarten betragen 25 ° in 1,5 m Höhe und 30 ° im First, bei auf Stufe 3 von 8 laufender Dachentlüftung und Vollbeschattung. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 34%. Die Zulufttemperatur durch das Erdregister liegt bei 17 ° und die Außentemperatur beträgt 26,5 °. Im Heizkeller sind es 22 °, ebenso ca. 1,50 m unterhalb des Luftaustrittes im ehem. Schornstein...!
    Habe ich bei meinen Überlegungen etwas übersehen? Nur zu, ich bin kritikfähig...auch wenn meine bessere Hälfte da etwas anderes behaupten würde...:-)

    Name:

    • Herr MarPoe
  7. Die Physik haben Sie nun betrachtet...

    nun zu dem Problem der Lüfter. Ich würde die Abluft per Lüfter aus dem Raum blasen. Dieser könnte dann per Feuchtigkeitsfühler gesteuert werden und würde nicht ständig laufen. Wie sehen hier für die Einbaumöglichkeiten aus? Die Zuluft würde aus dem Wiga. gezogen.

    Name:

    • Herr Rüd-698-Kre
  8. Reinblasen oder absaugen....

    ...das ist hier nun die Frage, was ist besser? Energiesparender / leiser? Die Idee mit dem Feuchtigkeitsfühler ist gut. Baulicherseits ist absaugen aus dem Wiga und reinblasen in den Trockenraum am einfachsten zu realisieren. Während raussaugen aus dem Trockenraum wohl leiser sein dürfte, da die aufgehängte Wäsche ja schallschluckend wirken dürfte.
    Ferner interessiert mich noch, ob es sinnvoller ist, wenn in dem Heiz-/Trockenraum einen Überdruck oder einen Unterdruck durch den Lüfter erzeuge. Bei Letzterem dürfte der Schorni wohl grundsätzlich nicht mitspielen (vgl. Dunstabzugshaube und Kamin), bzw. das Gebläse des Brennwertgerätes müsste den Unterdruck druch Mehrleistung ausgleichen?
    Alternativ wäre der Einbau einer Motorischen Lüftungsklappe in das Zu-/Ableitungsrohr zu überlegen. Motorische Abgasklappen sind allerdings sehr teuer. Gibt es sowas im Lüftungsbau evtl. billiger, da keine Hitzebeständigkeit erforderlich ist.
    Welcher Typ Lüfter ist empfehlenswerter für hohe Saugleistung und welche für's blasen? Den Gesamtwiderstand der Rohrleitungen und damit die Saug- bzw. Druckleistung die an den Lüfter gestellt werden muss ich erst noch ausrechnen. Es kommt da schon einiges zusammen: Zuluftrohre für den WiGa (20 m, DN300/4xDN150), Verbindung WiGa-Trockenraum (ca. 5 m DNA 125/150) und 9 m hohen Abluftschacht (160x160 mm, abzgl. DN70 Abgasrohr).
    Ich könnte auch einen großen Ventilator an dem Ansaugstutzen des Wiga-Zuluftrohres montieren und alles mit Überdruck fahren. Für einen Schalldämpfer in DN300 würde mir nämlich keine Kosten entstehen...
    Nachteil, bei geöffnetem Fenster oder Türe sucht sich die Luft den Weg des geringsten Widerstandes und dass ist mit Sicherheit ja nicht der Weg durch den Trocken-/Heizkeller per Rohr bis übers Dach.
    Was ist für den Menschen eigentlich angenehmer, leichter Unterdruck oder leichter Überdruck oder ist das unerheblich?
    Ich merke schon, du hattest mit deiner ersten Aussage "für die Auswahl eines Lüfters ist der Einbauort erst einmal wichtig" schon vollkommen Recht...

    Name:

    • Herr MarPoe

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