DRINGEND!! Bitte Hilfe zu Filigrandecke mit Aufbeton. DRINGEND!!!!!5.08.03
Hallo an alle Spezialisten hier
Ich bin Laie und habe eine dringende Frage:
Wir bauen zur Zeit ein EFH, YTING-Bau mit Filigrandecke.
Der Aufbeton der Filigrandecke wurde bei hoher Außentemperatur (35°C) aufgebracht. Laut Bauunternehmen wurde die Decke über 3 Tage mit Wasser gekühlt. Heute haben wir die Decke bzw. den Aufbeton zum ersten mal gesehen und eine Anzahl von Rissen festgestellt, zum Teil 2 mmbreit und 30 cm lang. Unsere Vermutung ist das die Decke, entgegen aller Aussagen des BU, nicht ausreichend mit Wasser gekühlt wurde.
Nun zu meinen Fragen:
Sind diese Risse schlimm (Statik etc.)??
Können diese Risse ausgebessert werden?
Kann Beton in der Sonne "verbrennen (habe das an anderer Stelle gehört)?
Bitte dringend um Antworten, es ist sehr eilig....
Tausend DANK im Voraus!!!
Gruß
Ein verzweifelter und unwissender Bauherr der schon graue Haare hat...:-(
Name: Peter
E-Mail-Adresse anzeigen
*schweincherkennung_on*5.08.03
Jetzt bekommt der mls auch ne Steilvorlage für ne knappe Antwort.
Aber sei ehrlich: Das hat gerad so gut gepasst. Die Antwort wär in jedem Fall so ausgefallen!?
Name: Herr JDBE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.super-billig-bau.de
komisch.....6.08.03
habe noch in keinem regelwerk gelesen, dass zur Nachbehandlung von Beton wasser aufzubringen ist.....
bei der betonnachbehandlung ist dieser vor zu schnellem austrocknen zu schützen ==> z.B. mit Folie abdecken!!!
diese dumme nachbehandlungsmethode mit dem wasser gibt´s scheinbar immer noch in ganz deutschland!!!tststs
gruß
thomas gebhardt
Name: Gebhardt ThomasE-Mail-Adresse anzeigen
@GB6.08.03
wie funktioniert das denn mit der Folie ?
Bzw. welche Folie, Stärke+Farbe.
Müsste diese nicht rundherum gut, also nahezu luftdicht, abgedichtet werden, damits darunter nicht zu sehr lüftet ?
(vor allem bei den derzeitigen Temperaturen)
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Grüße und Dank
Sascha
Name: Herr SasCon
einfache ....6.08.03
PE-Folie auflegen und im Bereich der Auflagerwände(Abmauerungen)und Deckendurchbrüchen mit ein paar steinen fixieren.
wird nur nicht gerne gemacht - weil man zum auflegen ein paar mann sein muß und das gerüst ums haus muß auch stehen..... (mann kann ja nicht in den frischen beton tapsen.....
Name: Gebhardt ThomasE-Mail-Adresse anzeigen
Antitranspirant fuer Betonwaende?6.08.03
Ich kann die Bedenken von Peter gut nachvollziehen - bei uns wird gerade auch am Keller betoniert, und das bei 33-34 Grad im Schatten... Will gar nicht wissen, wie heiss es auf dem Beton selber wird...
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Als die Bodenplatte gegossen wurde, konnte ich sehen, dass sie mit einer Folie abgedeckt worden wurde. Jetzt (gestern? heute? War gestern nicht dort) werden die Wände gegossen, und ich frage mich, wie da das schnelle Austrocknen verhindert werden kann. Wird da etwa die ganze Verschalung in Folie gewickelt? :-)
Oder sorgt die Verschalung ansich schon fuer ein langsameres Austrocknen ?
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Kann ich als furchtsamer Bauherr dem fertigen Kellerboden und den Waenden irgendwie ansehen, ob der Beton zu schnell getrocknet ist ? Oder bilden sich Risse etc. erst aus, nachdem ich das Haus 10 Jahre bewohnt habe?
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Fazit fuer mich: Kein gutes Betonwetter, zur Zeit, aber was will man machen, man kann ja nicht warten, bis es kuehler wird. Es soll ja noch min. 1 Woche so heiss bleiben.
Man kann's sich nicht aussuchen. Zwei Wochen Dauerregen oder jeden Abend Gewitter mit Wolkenbruch und Hagel wuerden mich sicher noch weniger frohlocken lassen. :-)
Name: Albrecht Kinzkofer
genau....6.08.03
die betonwände entsprechend der nachbehandlungsdauer(hierfür gibt´s regeln) einfach in der schalung belassen und die oberseite/stirnseite, also alle offenen stellen mit folie abdecken....
@herr kinzkofer
bei ihnen hat´s ja offensichtlich geklappt..... trotz alle dem ist das nicht das ideale wetter zum betonieren.....(aber minus 20°C wären noch schlimmer.... dann müßte man den beton auch noch heizen und das ist noch aufwendiger!)
Name: Gebhardt ThomasE-Mail-Adresse anzeigen
@GT6.08.03
Danke. Das soll sich machen lassen.
Hintergrund meiner Frage ist der, das sobald denn die Baugenehmigung eintrifft die Bodenplatte (EFH ohne Keller) betoniert werden soll. Da mir in vielen Vorgesprächen aufgefallen ist, das man hier auf dem Lande sehr traditionell (um es höflich auszudrücken) arbeitet.
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Grüße und nochmals Dank
Sascha
Name: Herr SasCon
Chemie der Betonabbindung6.08.03
Beton wird hergestellt, indem Sand (Kies), Zement und Wasser gemischt werden und die Mischung sofort (oder nach Transport vom Mischwerk) auf der Baustelle in die endgültige Form eingefüllt wird.
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Der Zement und das Wasser gehen im Verlauf weniger Tage eine chemische Verbindung ein. Diese Verbindung sind ein Feststoff mit langen fadenförmigen Kristallen, so eine Art Filz und daher kommt die Festigkeit. Damit sich aber die Kristalle bilden können muß Wasser vorhanden sein. Wenn die Oberfläche frei ist, trocknet das Wasser schneller aus, als es sich mit dem Zement verbinden kann. Folge: ein Zement-Sand-Gemisch, das natürlich kein Beton ist. Da aber der Zement schon teilweise abgebunden ist, bringt auch das nachträgliche Wässern nicht viel.
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In dem angemischten Betonbrei ist mehr Wasser darin, als zum Abbinden benötigt wird - aber ein Beton der nur das Abbindewasser hat, ist so trocken, daß er nicht verarbeitet werden kann. Ist zuviel Wasser darin, dann können sich die Betonkristalle nicht richtig verfilzen - und die Festigkeit des Betons leidet.
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Die Nachbehandlung des Betons muß sicherstellen, daß der Beton nicht austrocknet (auch an der Oberfläche) und nicht zu naß wird.
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Bei hohen Temperaturen geht der Abbindeprozeß sehr schnell, so daß er schon während des Transports teilweise abbindet. Um das weitgehend zu unterdrücken werden oft Mittel zugemischt, die das Abbinden verzögern.
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Bei tiefen Temperaturen friert das Wasser im Beton und steht dann auch nicht zum Abbinden zur Verfügung.
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Name: Jochen EbelE-Mail-Adresse anzeigenhttp://JEbel.bei.t-online.de
Ein Risschen hin oder her ...6.08.03
... macht kein Problem, laut unser Architekt. Wir haben vor 3 Wochen betonniert und da war es auch schon warm (wie lange geht das noch). Nachdem er gesagt hat, dass wir mal nachschauen sollten, wo wir ein Riss gesen haben, ob es nich genau ueber ein (Stahl)Joch ist, mussten wir feststellen, sogar 2 Risschen zu sehen. Beiden waren EXAKT ueber einen Joch. Obwohl wir mit PE Folie abgedeckt hatten enstanden Risschen. Kommentar vom Architekten: Wenn Ihr die Jochs herausnimmt, werden die Rischen schon verschwinden. (Ist auch logisch, jeder Joch wirkt wie ein Brueckenpfeiler und erzielt ein eigenes Auflager. Wenn mann sie wegnimmt, werden die Risschen schon verschwinden.
Name: Eric TuerlingsE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.tuerlings.de/
Übrigens: Wasser ist nachwievor eine Super-Nachbehandlungsmittel für flächige Betonbauteile...7.08.03
Man muß nur darauf achten, daß die Fläche ständig + vollständig benetzt ist. Am besten : Fluten.
Name: Herr JDBE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.super-billig-bau.de