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WC im Keller : Kleinhebeanlage oder Rückstauklappe für fäkalienhaltiges Wasser besser ?3.10.03
Hallo miteinander,
folgendes Problem : in unserem Neubau ist im Keller ein Bad mit Toilette eingebaut worden. Da der Keller unter der Rückstauebene liegt, ist in der Abwasserleitung des Bads eine Rückstauklappe (leider für fäkalienfreies ! Wasser) eingebaut worden. Zu allem Übel wurde das WC (entgegen Sanitärplan) nicht an die Abwasserleitung mit der Rückstauklappe, sondern an ein anderes Abflussrohr angeschlossen (das direkt in die Grundleitung geht).
D.h. folgende 2 Probleme : WC ist nicht über Rückstauklappe angeschlossen; und wenn es über die Rückstauklpape angeschlossen wäre, so wäre diese nicht für WCs geeignet.
Lösungsvorschlag des Installteurs : er will eine Kleinhebeanlage (Sanibroy, soll hinter der Vormauereung verschwinden) installieren, die das Abwasser dann in die Abwasserleitung (ohne Rückstauklappe) einleitet. So weit ich weiss hat so eine kleinhebeanlage eine eigene Rückstauklappe eingebaut.
Jetzt meine Frage : ist diese Lösung technisch ok ? Oder soll ich darauf bestehen, dass die richtige Rückstauklappe für fäkalienhaltiges Wasser eingebaut wird und dann darüber alles Abwasser läuft ? Das würde allerdings bedeuten, dass die Bodenplatte / Estrich ncohmals komplett aufgeklopft werden muss (was mir Bauchschmerzen bereitet...)
Name: Joachim
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Rückstauklappe für Fäkalienwässer??4.10.03
.. gibt es meines Wissens nicht.
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Eine Hebeanlage einzubauen ohne damit was zu heben? Nur um irgendeine RKlappe zu haben? Die vermutlich nur durch die vorherige Zerkleinerung mehr schlecht als recht funktioniert und darüberhinaus entsprechend "wartungsaufwendig" sein dürfte...
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Wer zeichnet für diese Planung verantwortlich?
Name: bernhard kohbergerE-Mail-Adresse anzeigen
Rückstauklappe4.10.03
Hallo Herr Kohberger,
also erstaml danke für Ihre Antwort. Geplant hat das ganze ein Ingenieurbüro, ob da die richtige Klappe (fürfäkaliebhaltiges Wasser nach DIN 19578, Teil 1 eingeplant war oder nicht, das weiss ich noch nicht (habe den Planer bis jetzt ncoh nicht erreicht). Fakt ist, dass es zwei Ausführungen solchr Rückstauklappne gibt und eben nur die (erheblich teurere) für WCs geeignet ist und die billigere nach Din 1997, Teil1 (für fäkalienfreies Wasser) eingebaut ist. Fakt ist auch, dass eine geeignete Klappe irgendeier Art im Abfluss des WCs eingbaut sein muss, sonst steht irgendwann die Sch... im Keller.
Meine Frage zielte darauf ab, ob die (wahrscheinlich komplizierteren und wartungsanfälligeren) Hebeanlagen geeignet sind, eine "vergessene" Rückstauklappe zu ersetzen oder ob ich bei meinem Bauträger darauf bestehen soll, dass die "richtige" RückstauKlappe eingebaut wird (wie gesagt ist mit Bodenplatte aufklopfen verbunden....)
Name: Joachim
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und täglich grüßt die Rückstauebene6.10.03
Guten Tag,
da sich bis jetzt niemand irgend wie helfend geäußert hat, versuche ich es hiermit. Als erstes stellt sich die Frage ob das WC das einzige innerhalb einer Wohneinheit (ev. Kellerwohnung) ist. Wenn ja, dann führt m. E. kein Weg an einer Hebeanlage vorbei. Wenn nicht, dann wären mehrere Lösungen möglich. Am sinnvollsten ist es, alle Abläufe unterhalb der Rückstauebene abwassertechnisch von den anderen zu trennen. Diese sind dann "auf geeignete Weise" gegen Rückstau zu sichern, wärend die "höheren" im Rückstaufall weiter zu benutzten sind. Die "geeignete Weise" kann eine Automatische RSK für fäkalienhaltiges Wasser sein(z.B. Fa. Kessel siehe link), oder eine Hebeanlage. Von manuellen RSK ist grundsätzlich abzuraten - das hieße es müsste jemand Wache schieben.
Um im Nachhinein in Ihrem Fall eine Lösung zu finden müsste erst geklärt sein, wass genau in Ihren Verträgen und Plänen steht (Planungsfehler, Ausfürungsfehler oder nachträgliche Änderung etc.?). Sollte schon immer ein WC im Keller geplant gewesen sein und dieses auch in Verträgen und Plänen enthalten sein, dann würde ich auf eine sachgemäße Nachbesserung bestehen, auch mit allen Konsequenzen (Boden auf) Die Lösung mit dem Sanibroy sollte die letzt-mögliche bleiben. Und lassen Sie sich keine Geschichte von wegen "wartungsfrei" erzählen. Das heißt: wenn schon, dann immer gut zugänglich, und dann sieht's so aus, wie das, was da durch soll ;-).
Im übrigen haben die Rückschlagklappen in Hebeanlagen eine andere Aufgabe - aber das würde jetzt zu weit führen.
mfG
Weiterführende Links:
- http://www.kessel.de
Name: Herr Ste-030-Bar
jeder ein bisschen...6.10.03
wie so oft : jeder hat seinen Teil der Schuld. Sanitäter hat das WC am falschen Abfluss (den ohne RS-Klappe) angeschlossen, obwohl im Plan anders eingezeichnet war. Rohbauer hat die falsche Klappe eingabaut (im Plan stand ja nur RS-Klappe und nicht detalliert welche...Rohbauer gab somit die Schuld dem Architeketen / Sanitärplaner).
Das Kellerbad stand schon im Kaufvertrag / war in den Werkplänen eingezeichnet. Abwasser hat ein Fachingenieurbüro geplant und meiner Meinung nach sollten Bauleiter & Sanitärinstallatuer genügend Fachwissen haben, damit die rechtzeitig STOP schreien bevor so etwas schief läuft (zumindestens in Theorie...).
Wozu dient denn dann die RS-Klappe in den Hebeanlagen ?
Name: Joachim
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Hebeanlage7.10.03
zum Verständniss:
- eine Hebeanlage ist eine Pumpe (z. T. verbunden mit einem Häcksler) die das Abwasser über die Rückstauebene (z. B. OK Straße) hochpumpt und erst dort in die Abwasserleitung einleitet. Das Abwasser kann durch den hochliegenden Anschluß im Rückstaufall nicht in den Keller zurückstauen, da es vorher z. B. aus dem Straßengully herausquillen würde. Im Rückstaufall ist die Toilette im Keller weiterhin benutzbar. Wenn die Hebeanlage ausfällt wird das Wasser aus der Toilette nicht mehr weggepumpt. Wenn diese dann aber nicht weiter benutzt wird, läuft nichts über.
- eine Rückstauklappe ist eine mechanische Vorrichtung, die den Kanalabschluß im Rückstaufall abdichtet, so daß eben kein Abwasser vom Kanal in das Keller-WC hineinläuft. Es läuft aber auch kein Wasser aus dem Keller hinaus. Wenn nicht bemerkt/beachtet wird, wann die Klappe geschlossen ist, kann z. B. das Abpumpen der Waschmaschine eine kleine Überschwemmung im Keller verursachen.
Bei Versagen der Rückstauklappe kann Abwasser vom Kanal her in den Keller drücken und dann z. B. aus der Toilettenschüssel herausquellen: schöne Sauerei...
Aus diesem Grund sollte eine Rückstauklappe auch regelmäßig gewartet/gereinigt werden.
Name: Martin HalbingerE-Mail-Adresse anzeigenhttp://www.mh-bau.de
Dem ist eigendlich nichts hinzuzufügen..7.10.03
nur zur Frage mit der RS-Klappe: Wie durch Hr. Halbinger bereits erwähnt pumpt eine Hebeanlage das Abwasser über die Rückstauebene. Das können unter Umständen schon einige Meter Höhenunterschied sein. Die Klappe hat die Aufgabe, dass nach dem Abschalten der Pumpe, das in der Druckleitung befindliche Wasser nicht wieder in die Hebeanlage zurückläuft und im Extremfall diese wieder einschaltet. Das trifft gerade bei kleineren Anlagen zu, die ein geringeres Fassungsvermögen haben und in Einfamilienhäusern installiert werden.
Soweit alles klar?
mfG
Name: Herr Ste-030-Bar
jetzt stellen sie sich quer...7.10.03
Hallo,
mittlerweile habe ich mich mit Bauleiter & Bauträger getroffen, die beiden stellen sich auf den Standpunkt, dass laut Vertrag nur ein WC im Keller geschuldet wird ist und wie das (nach den Regeln der Technik & DIN etc) entwässert wird, sollte ich dem Bauträger überlassen - Was bedeutet das eine Hebeanlage installiert werden wird. Sowohl für Bauträger als auch Rohbauer ist das aufklopfen der Kellerplatte & installation einer neuen Rückstauklappe zu aufwendig (& wahrscheinlich auch zu teuer).
Jetzt müssen wir wohl in den saueren Apfel beissen oder einen Rechtsanwalt konsulitern... Weil zwingen kann ich die Jungs ja wohl nicht, dass die eine richtige Rückstauklappe einbauen.
"Weil zwingen kann ich die Jungs ja wohl nicht ... " ??7.10.03
Vielleicht doch! Ein Blick in die Abwassersatzung Ihres Entsorgers könnte Ihnen da weiterhelfen. In meiner Ecke schreibt die Satzung definitiv den Einbau einer Rückstausicherung vor, sofern dies&das vorhanden ist.
Name: Frank P. TaschnerE-Mail-Adresse anzeigen