Modernisierung / Sanierung / Bauschäden
Bläulicher Belag im Natursteinkeller - Was kann das sein? (13.12.00)
In dem neu erworbenen Haus einer Freundin (aus der Gründerzeit) befindet sich in einem Kellerraum Verfärbungen und ein Belag an der Wand, die uns unbekannt sind.Die Wand ist größtenteils verputzt und in größeren Flächen von einem bläulichen Belag überzogen worin nach Humus riechende Pflanzenteile eingebettet sind. An einer Stelle liegen die Natursteine frei, dort sind auch sie mit dem blauen Belag überzogen.
Da demnächst der gesamte Putz abgeschlagen werden soll, wäre es vor
allem aus gesundheitlicher Sicht interessant zu wissen, um was es sich
handelt.
In der mir zugänglichen Literatur habe ich weder bei Ausblühungen, noch bei Pilzen oder Schimmelpilzen Hinweise auf mögliche Blauverfärbungen gefunden. Es handelt sich um ein richtig schön kräftiges Blau. Das Einzige, was mir bekannt ist sind Bläuepilze beim Holz. Aber hier handelt es sich um Natursteinmauerwerk.
Bin für jeden Hinweis dankbar.
Name: Birgit Steinbach
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- Ferndiagnose unmöglich (13.12.00)
Ich würde ein Stück herausnehmen und zu einem Labor gehen. (Universitäten, Baubiologen (Vorsicht, es gibt viele Spinner darunter), oder das örtliche Hygieneinstitut, bzw. Gesundheitsam.
Wenn es z. B. eine Form des Aspargillus flavus ist, dann muß man sehr vorsichtig sein. Es kann aber auch vergammelte Farbe sein. Damals wurde alles mögliche benutzt.
Name: H. Fahrenkrog
- Kupferverbindungen ? (13.12.00)
Liebe Birgit Steinbach, in welcher Landschaft wohnen Sie?
Vielleicht in einem Weinbaugebiet? Viele Grüße, Hans-Joachim Rüpke
Name: Sachverständigenbüro für Holzschutz Hans-Joachim Rüpke / Dr. Ernst Kürsten
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http://www.holzfragen.de
- Adresse (13.12.00)
Auf unserer Homepage ist ein link zu einer Baubiologin. Die gehört nicht zu den Spiinnern (ich weiß, davon gibts einige).
Schicken Sie es doch dahin.
Name: Martin Beisse
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http://www.planungsgruppe-haus.de
- Saliter (?!) (14.12.00)
Ich hab mal etwas rumgefragt und ein sehr alter Tischlermeister sagte zu mir, wenn das wie eine schaumartige Konsistenz auf Stein und Putz hängt, wäre das ein Pilz namens "Saliter" (nie gehört davon) - der kann durchaus blau sein und die Sporen wären recht ungesund. Schon mal wer von diesem Pilz gehört? Eventuell ist das auch eine uralte volkstümliche Bezeichnung für diesen Pilz.
Name: Martin Kempf, Malermeister
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http://www.maler-kempf.de
- Saliter (14.12.00)
Meine Recherche ergab, dass es sich bei Saliter offenbar um eine alte Bezeichnung für Salpeter handelt. Dazu zwei Zitatauszüge:
"..Saliter, den man auch ,Sal petrae‘ oder ,Salz des Steines` nannte"
"...dasselbe Wort wie Saliter oder Sal nitri in Boehmes Natursprache. Zusammengesetzt aus Salz und Nitrat.."
Wurde zur Herstellung von Schiesspulver verwendet
mfg aku
Name: A. Kumanovisch
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- das kanns ja wohl nicht sein (14.12.00)
zumindest habe ich noch nie was von kräftigblauen Salzen gehört geschweige denn gesehen. Aber ich bin auch noch nicht so weit rumgekommen wie der alte Schreinermeister...
Ein befreundeter Doc der Chemie erwähnte, daß kräftigblaue Farben in der Chemie relativ selten sind, auch der Hinweis auf Geruch und pflanzliche Einschlüsse lassen ihn eher zu dem Schluß kommen, daß hier nicht irgendeine chemische Reaktion sondern eher etwas pflanzliches die Ursache sein dürfte. Er faselte was von "Flechten", aber das ist definitiv _nicht_ sein Fachgebiet...
Name: Martin Kempf, Malermeister
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- Schauen sie mal... (15.12.00)
...ein "bißchen" weiter unten, unter:70/43/24/20/12.
Dort wird Salpeter als flockig weiß, hart und spröde beschrieben.mfg.
Name: Ingo Becker
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- Bläulicher Belag (15.12.00)
Frau Steinbach schauen Sie mal diesen link an:
http://www.boga.ruhr-uni-bochum.de/spezbot/lecanora_physcia_Foto.html
sind es vielleicht diese Beläge? Blau wären sie ja und wachsen wohl auch im Keller
mfg aku
Name: A. Kumanovitsch
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- Bochum-Foto (15.12.00)
Meines Erachtens sind auf dem Bochum-Foto zwei Flechten zu sehen.
Flechten sind, wenn wir uns an den Biologie-Untericht in der Schule (da gabs nicht nur Latein) eine Symbiose von Pilz und Alge. D.h. eine Genossenschaft zweier Lebewesen ist in der Lage, Lebensraeume zu besetzen, in denen das einzelne Lebewesen nicht ueberlebensfaehig waere. Der Pilz gibt die raeumliche Struktur, die Alge Stoffwechselprodukte.
Damit in ihrem Keller Flechten wachsen koennten, muesste der aber schon wunderbar hell sein. Ausserdem waeren Sie um eine sehr gesunde Luft zu beneiden, da Flechten extrem sensibel auf Luftschadstoffe reagieren und deshalb haeufig als Luftguete-Indikatoren eingesetzt werden.
Name: H. Vincenz
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Ich hatte noch "MfG" darunter gesetzt, die sind mir gestrichen worden!
Dabei ist ein Gruss mit Sicherheit nicht Ehr-Herabsetzend und stellt weder eine Attake noch eine nicht im Verhaeltnis stehende Werbung dar. OfG H. Vincenz
- Vielen Dank für die vielen Hinweise!!! (17.01.01)
Liebe Forumsteilnehmer,
der Belag bzw. Bewuchs wird nun ohne weitergehende
Untersuchungen entfernt. Wir tippen am ehesten darauf,
daß es sich um etwas Pflanzliches handelt. Vielleicht
irgendwelche Flechten, wobei keine von den wenigen Flechten-
bilder, die ich im Netz fand, so ähnlich aussahen. Auch nicht die vom Bochum-Foto, aber der Tipp war sehr
interessant, da die betroffene Wand etwas Lichteinfall
vom Fenster her abbekommt. Zu weiteren Tipps: der Belag
ist eher flächig, hat keine schaumige Konsistenz und das
Gebäude liegt in keinem Weinanbaugebiet.
Ich habe inzwischen Bilder davon erhalten die ich in meiner
homepage unter www.bírgitsteinbach.de (Tipps,Infos,Links unter infos-querbeet)reingestellt habe, falls sie jemand
mal anschauen möchte.
Birgit Steinbach
(-:
Name: Birgit Steinbach
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http://www.birgitsteinbach.de
- Vielen Dank für die vielen Hinweise!!! (18.01.01)
Liebe Tipp-Geber,der Belag bzw. Bewuchs wurd nun ohne
weitergehende Untersuchungen entfernt. Wird tippen am
ehesten darauf, daß es sich um etwas Pflanzliches handelt.
Vielleicht irgendwelche Flechten, wobei keine von den
Flechtenbildern, die ich im Netz fand, so ähnlich aussahen.
Auch nicht die vom Bochum-Foto, aber der Tipp war interessant, die betroffene Wand hat etwas Lichteinfall
von einem Fenster. Zu den weiteren Tipps: der Belag hat
keine schaumige Konsistenz, ist eher flächig und das
Gebäude liegt nicht in einem Weinanbaugebiet, sondern in
der Stadt. Ich habe inzwischen Bilder davon erhalten und
sie in meiner homepage unter Infos-Querbeet reingestellt,
falls sie jemand anschauen möchte
Name: Birgit Steinbach
E-Mail-Adresse anzeigen
http://www.birgitsteinbach.de