Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

rote Klinker/Backsteinmauer sanieren

Hallo,

wir sind gerade auf der Suche nach einem Altbau, und haben uns in letzter Zeit einige angeschaut. Nun haben wir heute ein Haus Bj. 1905 angeschaut, das älteste von allen. Es ist aus rotem Klinker/Backstein massiv gebaut. Nur ist die Fassade etwas in die Jahre gekommen. Ich habe leider kein aussagekräftiges Foto gemacht, aber die Fassade sieht in etwa so aus:
http://us.123rf.com/...us-nachster-nahe.jpg

d. h. verwitterte Fugen, teilweise fehlt der Mörtel dazwischen. Es gibt aber kaum Abplatzungen. Die Steine sind auch noch schön rot und es gibt fast keine schwarzen Stellen.

Nun meine Frage: Wie saniert man sötwas? Gibt es da einen Standardweg, und kann mir jemand sagen, wie viel man über den Daumen für einen m² veranschlagen muss?

Ist man mit dem Sanieren der Fugen über den 10% der Energiesparverordnung, bei der man dann die Fassade energetisch sanieren muss?

Vielen dank,

Name:

  • Christian S.
  1. EnEV-Panik

    In EnEVA Anhang 3 steht nicht drin, dass man die Fassade dämmen muss, wenn man mehr als 10% der Fassaden eines Sichtmauerwerks verfugt.

  2. Gehen...

    ...Sie in die Gelben Seiten unter "Fugerbetriebe", da findet man am ehesten Fugensanierungsfirmen. Energetische Sanierungen von Fassaden müssen wirtschaftlich sein, was sehr schwer zu erreichen ist!
    EnEVA § 24 Ausnahmen und § 25 Befreiungen

  3. brauchen Sie nicht

    Herr Jaskulskis Pauschalhinweis auf Ausnahmen und Befreiungen der EnEVA ist hier nutzlos. Lieber Fragesteller, sie brauchen keine Befreiung beim Bauamt zu beantragen und auch keine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorlegen, um nachzuweisen, dass eine Dämmung unwirtschaftlich wäre.

    Die EnEV schreibt eine Dämmung von bestehenden Außenwänden nur vor:
    Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Außenwände a) ersetzt, erstmalig eingebaut oder in der Weise erneuert werden, dass b) Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder
    Verschalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden, c) Dämmschichten eingebaut werden oder d) bei einer bestehenden Wand mit einem Wärmedurchgangsköffizienten größer 0,9 W/(m2 x K) der Außenputz erneuert wird

    Aus Fugenreparaturen von Sichtmauerwerksfassaden entsteht somit keine Dämmpflicht nach EnEV. Ich dachte Hr. Jaskulski als Maurermeister weiß das, wo er doch sogar ein Buch gegen die EnEV und für den Altbau geschrieben hat. Schade - da hat das Buch möglicherweise eine Lücke.

  4. "Aus

    Aus Fugenreparaturen von Sichtmauerwerksfassaden entsteht somit keine Dämmpflicht nach EnEV

  5. Aus...

    ...Hinweisen an den Fragesteller spielen Sie Ihr Spiel, Herr Tilgner!

    Woher wissen Sie, dass ich in meinem Buch "Dämmbaustil oder Baumeisterkunst?, gegen die EnEVA geschrieben habe?

    Haben Sie es gelesen?

  6. Oh, wir wissen Alles über Sie, *lol!

    Herr Jaskulski, nach dem Vergnügen der Lektüre Ihrer Beiträge hier im Forum hatte leider kaum jemand von uns noch Lust, auch noch Ihr Buch zu lesen. Oder schreiben Sie dort etwa das Gegenteil von dem, was Sie hier verkündigen? Ja, dann, Leute, kauft das Traktätchen! Oder haben Sie vielleicht die alte, möglicherweise unverkäufliche Auflage weggeworfen und nun eine neue aufgelegt, in der Sie Ihren Glauben gewechselt haben? Wie sieht's aus?

  7. ich gestehe

    Herr Jaskulski, ich habe Ihr Buch weder gekauft noch gelesen. Ich blätter ein Buch gern vorher durch, um zu wissen, was mich erwartet, bevor ich es kaufe. Da Ihr Buch aber nicht im Handel liegt, um mal eben durchgeblättert zu werden, lass ich es lieber. Da ich aus Ihren Forumsbeiträgen bisher vorwiegend eine Anti-Neubauhaltung bzw. eine pro-unsanierter-Altbau-Einstellung gelesen habe und bzgl. EnEVA nur Allgemeinplätze ohne sachdienliche Hinweise kamen (von Ihrer Schwärmerei für die Strahlungsheizung mal abgesehen) lockt mich nichts zum Kauf und zum Lesen Ihres Buches.

  8. Nichts durcheinanderbringen...

    ...Anti-Neubauhaltung ja, wenn es um Neubauten geht mit 17,5 cm tragenden Außenwänden und 20 cm draufgepapptem WDVSA. Auf meiner Seite unter Antworten finden sich schon einige Antworten für den Neubau. Und wenn Sie bis zu Ende lesen, dann Sie sehen warum die Antworten nur so lauten können. Wenn ein WDVS laut Institut für Bauforschung in Hannover ca 460 % mehr Instandsetzungskosten in den nächsten Jahren verursacht als ein Verblendmauerwerk, dann muss man vielleicht zurück kehren zu Altbewährtem.
    -
    Ich kann aber verstehen, dass dies vielen WDV-Systemlern außerordentlich schwer fällt!
    -
    Dämmbaustil oder Baumeisterkunst?

  9. Sichtmauerwerk

    hat nicht weniger Probleme, nur andere! Es ist z.B. nicht schlagregendicht, was bei älteren Konstruktionen (insbesondere einschalige Wände aus den 70ern und 80ern) zu diversen Feuchteschäden geführt hat. Es gibt nicht die eine wahre Lösung oder den einen wahren Baustoff. Egal was man tut, man muss es richtig machen, das gilt für Sichtmauerwerks-Vorsatzschalen genau wie fürs WDVSA.

  10. Es geht um Grundsätzliches...

    ...egal ob es 460 % Mehrkosten sind oder 300 %. Fakt ist, dass dieses hoch gejubelte und hochsubventionierte WDV-System, viel zu viele Fehler hat!

  11. Keine Grundsatzdiskussionen sondern Lösungen brauchen wir...

    Was nutzt dem Eigentümer eines 24cm Hbl-Mauerwerks die Grundsatzdiskussion über evtl. Verarbeitungsfehler bei WDVSA?


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