Modernisierung / Sanierung / Bauschäden
Schimmel durch Vollwärmeschutz ?
Hallo !
Ich möchte mein Haus bj 1962 komplett sanieren. Mein Mauerwerk
besteht zum Teil aus Hohlblöcken aus Beton zum Teil aus Tonziegel. Ich wollte eine 160mm Dämmung anbringen lassen. Jetzt kommen immer mehr aus meinem Bekanntenkreis auf mich zu und meinen ich solle ja keinen Vollwärmeschutz anbringen lassen ! Mein Haus würde mir weg schimmeln. Wir hatten schon mal probleme mit Schimmel im Keller aber den haben wir in Griff bekommen nachdem wir die drainage ums Haus neu verlegt haben. Seither ist Ruhe. Ist ein Vollwärmeschutz wirklich so schädlich für mein Haus ?
Es soll auch eine Aufdachdämmung im gleichen Zug gemacht werden mit einer Dachgaube ! Meine Fenster sind Holz-Alu aus dem Jahr 1994 ! Kann mir jemand helfen bevor ich das alles machen lass . Vielen dank schon mal für eure Mühe.
Gruß Nicole
grade gegen Schimmel dämmen Schimmel wegen WDVSA? Solche Geschichten stammen aus dem Reich der Mythen und Märchen. Ein fachgerecht erstelltes Wärmedämm-Verbundsystem ist nicht Schimmelursache, sondern verhindert Schimmel. Gerade weil das alte Hbl-Mauerwerk aufgrund seiner lausigen Wärmedämmeigenschaften raumseitig so deutliche Tauwasser- und Schimmelpilzneigung aufweist (insbesondere in Außenecken, Deckenanschlüssen und Fensterleibungen) hat es wie kaum ein anderes Material das WDVS nötig. Details liefert ihnen jeder vernünftige Architekt, Bauing und Energieberater aus Ihrer Region. Thema Fenster: Da sollte mal ein Tischler draufschauen, ob evtl. die alten Isolierverglasungen gegen Wärmeschutzverglasungen getauscht werden können, oder ob sich der Erhalt der Rahmen nicht lohnt. Dann bleibt noch die Frage nach der Lüftung. Wie werden Bad und Küche belüftet? Vielleicht mal über einen feuchtegeführten Außenwandlüfter mit Wärmerückgewinnung nachdenken.
Naj, da wär dann noch der Keller wenn der Schimmelprobleme hatte heist das ja, er ist feucht. Wenn dann durch das WDSV die Feuchte, die nach oben steigt nicht nach aussen, sondern nach innen abgeführt wird... Der Herr Tilgner hat das schön ausgeführt, aber das mit der Feuchte aus dem Keller muss schon noch mit beachtet werden.
Schimmel weg, also Feuchtigkeit weg! Wenn Nicole doch das Schimmelproblem im Keller durch eine Drainage beheben lassen konnte, dann heißt das doch, dass die schimmelfördernde Feuchtigkeit durch drückendes Wasser von außen in den Keller eingedrungen war und dass das nun nicht mehr passiert. Ergo: Wo kein Wasser mehr ist, kann auch kein Waserdampf aus dem Keller aufsteigen, Herr Kuner. Und die frühere Nässe im Keller war auch anders, als Sie meinen, nicht nach außen abgeführt worden, sie kam von außen! Und das tut sie jetzt nicht mehr. Also ist auch keine mehr da (im Keller).
Eigentlich hatte Herr Tilgner bereits alles Wichtige gesagt, oder? Aber vielleicht erklären Sie als erfahrener Bauherr ihm die Sache doch lieber nochmal richtig umfassend, damit er das als Fachmann auch richtig versteht.
Danke für eure Tipps und Ratschläge ... ... !
Die Feuchtigkeit im Keller ist behoben. Wir haben letzten Sommer rund ums Haus bis auf die Bodenplatte alles aufgegraben. Die Wände abgedampft das ganze 3 Tage bei 40 grad Außentemperatur austrocknen lassen. Anschließend eine dicke Schicht Bitumen aufgetragen. Die Drainage verlegt sickerschotter drauf und an die Hauswand noch dränsteine gestellt. Seither ist Ruhe mit Feuchtigkeit ! Zum Glück.Nun nochmal eine Frage bezüglich der Dämmung ! Ist eine 160er Dämmung ausreichend ? Oder brauche ich eine noch dickere ?
Schöne Grüße Nicole160er Dämmung Damit schafft man bei Verwendung üblicher Dämmstoffe die EnEVA-Anforderung U-Wert maximal 0,24 locker.
Das Material von dem Angebot das ... ... ich vorliegen hab wäre vor Zero ! 160er styroporplatten für die aussenmauern und styrodur für den Keller Bzw das Erdreich.
Leider... ...fehlt was an der ganzen Betrachtung!
Wichtige Frage: Wie dick ist Ihr Außenmauerwerk?
Vielleicht sollte man sich erst mal Gedanken um seine Heizungsform machen!
Wenn Sie die "gute" Konvektorheizung haben, können Sie noch so dick dämmen, die Gefahr Schimmel zu bekommen bleibt bestehen.
Nur wenn Sie eine Strahlungsheizung haben kann das Schimmelproblem, auch ohne außen zu dämmen, gelöst werden.
Danach würde ich erst an die Fassade gehen!
Da fragt sich ob das WDVSA die richtige Lösung ist.
Ich sage nein!
Sie können sich auch wo anders belesen: Prof. Claus Meier hat kürzlich ein sehr gutes Buch beim Expert-Verlag heraus gebracht: "Energiesparen am Gebäude"
Ihr Bekanntenkreis liegt da schon ganz richtig, vielleicht haben sie es auch schon gelesen!
Mauerwerk Mein Mauerwerk besteht teilweise aus Ziegel- und Hohlblocksteinen aus Beton. Es hat eine Dicke von 24 cm. Gruß Nicole
Heizung Wir haben in der Wohnung einen Kachelofen der einen Bruders Einzelbrenner (Heizöl) enthält. In 2-3 Jahren soll zusätzlich noch ein schwedenofen installiert werden. Die Heizanlage sollte eigentlich nicht ausgetauscht werden. Gruß und danke
24er Außenwand ? Die bettelt doch um Dämmung! Da hilft auch eine Strahlungsheizung nicht weiter, weil diese dünne Wand mit so schlechtem Dämmwert die Wärmestrahlung aus dem Raum aufnimmt und zum Teil an der Innenoberfläche aber auch an der Außenoberfläche als Wärmestrahlung wieder abgibt.
Ein WDVS.... ...bleibt die schlechteste Lösung!
Habe erst kürzlich wieder einen bemerkenswerten Satz gelesen: "Atmen im Sinne von Luftdurchlässigkeit können und müssen Wände nicht, Atmen im Sinne von Feuchtetransport müssen Wände ungehindert können."
Kann das ein WDVSA, kaum!
Es gibt die Möglichkeiten, Wärmedämmputz innen oder außen!
Z.Bsp.Hessler-Kalkputz-SystemWie hoch sind die der derzeitigen Heizkosten im Jahr?
Um wieviel Außenwandfläche geht es?
In welchem Zustand ist die Fassade?
Grundsätzlich reicht aber eine Strahlungsheizung für eine 28- 30 cm dicke Außenwand!
Prof.Claus Meier hat auch darüber ein bemerkenswertes Buch geschrieben: "Phänomen Strahlungsheizung", Expert-VerlagHeizkosten Wir haben letzten Winter in dem 2 Familienhaus mit noch unbewohntem DGA 1800 Liter Heizöl verbraucht.
Das mit dem Wärmeputz innen wird zum Problem. Haben einige fest angebrachte Schränke.
Die Fassade weißt mehrere Risse auf. Ist noch der 1. Putz von 1962. Es handelt sich um ca. 280 qm Fassade.
Ein WDVS hat... Vor- und Nachteile. In Ihrem Fall überwiegen die Vorteile, vorrausgesetzt SIE NEHMEN DAS RICHTIGE MATERIAL. Wenn man sich für ein WDVSA entscheidet, muss man sich auch für das richtige Material entscheiden und Styropor ist sicherlich nicht die 1. Wahl.
Lassen Sie sich von einem unabhängigen Sachverständigen (darin steckt das Wort "Sachverstand") beraten. Es gibt viele Materialien die gesundheits- und umweltverträglicher sind als XPS.
Da isser ja wieder, der Herr Jaskulski @ Nicole
Der Herr Jaskulski singt in den so genannten Fischer-Chören des Herrn Konrad Fischer. Das ist der Herr, der behauptet, ein WDVSA würde sich mit Wasser vollsaugen und dann ganz toll brennen. Brennendes Wasser sozusagen!
Also alles nicht so ernst nehmen, was aus der Ecke kommt. Wenn Herr Jaskulski über Dämmung spricht ist das ungefähr so, als spräche der Pabst über Sexualität. Beide haben bestenfalls theoretische Erfahrung mit dem, wovon sie reden!
Wobei bei Herrn Jaskuski auch die Theorie eher Theologie ist.Ein WDVS ist immer sinnvoll, wenn man etwas tun will. Auch Styropor hat seine Berechtigung. Wichtiger als das Material ist eine ordentliche Planung und eine saubere Verarbeitung!
Wenn die Heizung nicht getauscht wird, werden die Einspareffekte nicht so groß sein, weil die dann überdimensioniert ist und nicht in der effektivsten Leistungskurve arbeiten kann.Die Antwort auf Herrn Dühlmeyers... "gelungenem" Text findet sich in meinem Buch: "Dämmbaustil oder Baumeisterkunst?" Herr Ansorge, schreibt in seinem Buch "Pfusch am Bau" folgendes: "Bauphysik ist für viele Architekten ein Buch mit sieben Siegeln." Für Sie auch Herr Dühlmeyer?
Warum kommen so viele Bedenken aus dem Bekanntenkreis von Nicole?
Prof.Claus Meier schreibt in seinem neuesten Buch "Energiesparen am Gebäude", von Betrug und Täuschung an den Menschen wer es liest und es auch versteht, der wird ihm Recht geben.Jeder darf also dieses WDVSA auf seine eigenen Wände kleben und glücklich werden damit.
Wenn er es aber als Planer oder Handwerker verkauft, kann es gefährlich werden!
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