Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

Katzenuringeruch nach grundsanierung

wir möchten eine wohnung beziehen, deren vormieter katzen in offenbar verwahrlostem zustand hausen ließ, weshalb der vermieter eine grundsanierung (neuen schwimmestrich) des bodens der gesamten wohnung vorgenommen hat. trotz dieser gerade erfolgten maßnahme riecht es in der wohnung immer noch nach Tigerkäfig...was könnte man tun?

Name:

  • kurth.O.
  1. ganz klar

    Eine andere Wohnung mieten!

    Name:

    • Klaus Kirschner
  2. Danke für den geistreichen wennauch wenig ...

    ... sachdienlichen kommentar. ich schätze, Sie wohnen nicht in einer Metropolregion, oder aber sind nicht darauf angewiesen, eine der raren bezahlbaren mietwohnungen anzumieten... das würde Ihren Rat, dem ich im Prinzip zustimme, nachvollziehbar machen...

    Name:

    • kurth.O.
  3. denken Sie an die Zukunft

    Der Geruch geht jahrelang nicht weg und Sie verzweifeln, nur weil ein Eigentümer eine Wohnung nicht fachgerecht saniert hat. Das steigert sich in Mietkürzungen und Gerichtverfahren, ständig kommen Sachverständige die schnüffeln, und als Gipfel behauptet der Vermieter, Sie würden selbst Katzenpisse verschütten und wären damit der Zustandsstörer. Wollen Sie das?
    Sie können aber auch Gasmasken tragen und Duftkerzen aufstellen, geringe Miete für den Verlust an Lebensqualität, nein danke.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  4. Können Sie mir einen Tipp geben, ...

    ... wie in einem solchen Fall eine fachgerechte Sanierung aussehen könnte? Ich könnte mir vorstellen, daß der Vermieter gewillt wäre, diese durchzuführen, wurde aber schlecht beraten oder aber die Durchführung war schlecht...Danke!

    Name:

    • kurth.O.
  5. Hier hilft Google, da gibt es ...

    ... diverse Mittelchen zum sprühen. Es könnte auch helfen ein Paar Tage ein Ozon Gerät aufzustellen, das macht man bei Autos um den Mief aus den Polstern zu kriegen. Wenn der Geruch im Putz ist hilft vielleicht Sperrgrund oder was gegen Nikotin. Ich würde mir den Zustand aber vom Vermieter wenigstens bestätigen lassen.

  6. Urinartiger Geruch - wie beseitigen?

    Hallo Kurth.
    Ich wurde in meiner berufl. Laufbahn bereits mehrfach mit ähnlichen Problemen konfrontiert.
    Gerade männliche Tiere sondern (naturgewollt) im Urin Markierungsstoffe ab, welche sich so leicht nicht zersetzen und überdauern sollen.
    Das Problem: diese für uns unangenehmen Geruchsstoffe setzen sich in allen porösen Bauteilen ab. Sie dringen in den Estrich genauso wie in den Wandputz.
    Vor dem Landgericht Krefeld hatte sich seinerzeit einen solchen Fall zu bearbeiten und ließ nach dem Ortstermin die Oberfläche eines Zementestrichs mit einer Reaktionsharz-Sperrschicht versiegeln, die Randfugen wurden mit einer Rundschnur gesichert und einem elastischen Dichtstoff verschlossen. Der Wandputz allerdings war seinerzeit nicht mehr zu retten, wurde ebenfalls abgeschlagen und erneuert.
    Ob letztgenannte Maßnahme in Deiner Wohnung notwendig wird, sollte allerdings schon wegen des Aufwandes hinterfragt werden.
    Mit "Pülverchen" oder "Wässerchen" an dieses Problemfeld heranzugehen ist "DIY-Hausfrauenstrategie", weil man anderes nicht weiß und/oder Hintergründe hierzu nicht kennt. Ein sicherer wie dauerhafter Erfolg ist daher bei dieser Vorgehensweise nicht zu erwarten.
    Die Versiegelung der Estrichoberfäche und Abdichtung der Randfugen, das funktioniert auf jeden Fall!
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    Gruß und gutes Gelingen

  7. ja, alles richtig, aber

    .........es ist Vermietersache. Kein Vermieter kann einem Mieter erlauben, eine Wohnung total zu sanieren und das mit ungewissem Ausgang! Also rühren Sie als Mieter die Bausubstanz nicht an, schlagen Sie keinen Putz ab und unterlassen Sie die Verwendung jeglicher chemischer Mittel. So können Sie nicht mieten. Es kostet nur ihr Geld ohne Erfolg zu haben.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  8. Die Antwort von ...

    ... Herrn Kirschner ist auf jeden Fall zu berücksichtigen!!
    Vollkommen richtig: Finger weg von der Bausubstanz, das ist Vermietersache oder bedarf "im Fall der Fälle" einer schriftlichen Abstimmung zwischen den Parteien. Das gilt auch für Oberflächenbehandlungen eines Estrichs.
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    Gruß: KlaRa

  9. Putzentfernung

    Da ja schon der Estrich getauscht wurde, sollte der "Bodenbereich" keine Geruchsbelastung mehr vorweisen.

    Bleiben somit die Wände:

    Eventuell vorhandene Tapeten können mit geringem Aufwand entfernt werden.

    Dann kann man versuchen diverse "Wundermittelchen" auf Enzymbasis einzusetzen (manchmal funktionierts)

    Eine Ozon-Behandlung wirkt leider nur in oberflächennahen Schichten, alle Möbel müssen aus dem Zimmer / Wohnung entfernt werden. Durch die stark oxidierende Wirkung werden organische Oberflächen zum Teil angegriffen (Fensterrahmen, Türen, Türrahmen, Steckdosen, Laminat, etc.)

    Bei immer noch bestehender Geruchsbelästigung:
    Bestehenden Putz bis auf 1 m Höhe entfernen.


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