Suchefunktion BAU.DE Forum Modernisierung / Sanierung / Bauschäden 4346: Risse im Außenputz (einschaliges Mauerwerk)

Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

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Risse im Außenputz (einschaliges Mauerwerk) 17.08.08
Wir haben 2003 unser EFH mit einschaligem Porotonstein mit Perlitefüllung erstellt. Mittlerweile haben wir im Außenputz von jeder der 4 Ecken ausgehend ca. 1,5 m lange Risse und zwar unterhalb der Stahlbetondecke.
Uns ist bekannt, dass die eigentliche statische Ursache auf den Schwund der Stahlbetondecke zurück zu führen ist.
Wir haben bzgl. des Deckenauflagers die damaligen Empfehlungen des Poroton-Herstellers befolgt und unterhalb der Betondecke und des Schalungsziegels eine durchgängige Bitumschicht eingesetzt. (siehe Anlage)
Wie wir nun erfahren haben, hat der gleiche Hersteller mittlerweile eine neue Empfehlung herausgegeben. Hierbei endet die Bitumschicht vor dem Schalungsziegel, d.h. der Schalungsziegel ist direkt mit der Mauer vermörtelt.
Steht die erste offensichtlich falsche Empfehlung von 2003 in Zusammenhang mit unseren Rissen und wenn ja, können wir den Hersteller für diese Empfehlung haftbar machen?
Unser Haus liegt in Niedersachsen.

Folie1.JPG
Anhang: Folie1.JPG - jpg / 62 kByte
Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.


Name: Schulze  

  1. Wie weit 18.08.08
    liegt die Decke auf? Schwinden halte ich nicht ausschliesslich für das Problem.
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  2. 36,5 cm Mauerwerk 18.08.08
    Das Mauerwerk ist 36,5 cm. Wie weit der Schalungsziegel aufliegt kann ich nicht mit Gewißheit sagen. Ich meine es sind 12cm vom Mauerwerk außen bis Ende der Schrägen.

  3. Hersteller.... 18.08.08
    kann nicht haftbar gemacht werden (99,9999999999999 %).
    Die Herstellervorgaben müssen ja von einem Planer in die Realität umgesetzt worden sein. Und an den sowie das ausführende BU wird das Werk verweisen.
    MfG
    Name: Ralf Dühlmeyer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.duehlmeyer-architektur-planung.de

  4. Um Schäden / Rissbildungen 18.08.08
    im Auflagerbereich zu reduzieren ist das Auflager der Decke möglichst klein zu wählen.
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  5. Auflager zu groß? 18.08.08
    Heißt dies, wir haben ein zu großes Auflager (ca. 25 cm) und wenn ja, wie hätten wir das verhindern können?
    Worin besteht der Unterschied, ob unter dem Schalungsziegel eine Bitumschicht oder eine Mörtelschicht ist? Hat dies eine unterstützende Wirkung auf die Rißbildung oder ist dies egal?

  6. Einfach erklärt 18.08.08
    Eine Betondecke biegt sich durch. Wie ein Brett. wenn das Auflager des Brettes die Innenecke ist, dann geht der hintere Teil umso höher (bei Durchbiegung) je länger das Überkragende (Einbindende) Ende ist
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. Das klingt logisch 18.08.08
    Das klingt logisch. Vielen Dank für die Antwort. Merkwürdigerweise wurde uns dieser Schalungsziegel als Systemlösung für unser 36´er Mauerwerk direkt vom Hersteller angeboten und mittlerweile hat der Hersteller diesen Schalungsziegel nicht mehr im Programm. Den Grund hierfür kann ich mir nun erklären. Mich beschäftigen jedoch noch 2 Fragen, die ich gerne stellen möchte:
    1. Spielt es eine Rolle, ob der Schalungsziegel vermörtelt ist oder auf einer Bitumbahn aufliegt?
    2. Ich habe an den Enden der Risse Anfang April 2008 einen Strich gemacht. Bisher haben sich die Risse nicht weiter ausgedehnt. Wir möchten im September unser Haus streichen lassen. Ist dies zu früh oder ist die Rißbildung abgeschlossen?

  8. Einen Strich 18.08.08
    würde ich nicht für Aussagekräftig aureichend zur Beobachtung ansehen.
    Eine Rissmarke wäre hier besser (nicht stark Feuchtebelastet = Gips / Feuchtebelastet Schnellmontagezement)
    Gibt es Putzabplatzungen im Inneneckbereich des Auflagers?
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  9. beide Detail´s gehören in die Tonne (!) 18.08.08
    1.) wie der Schalungsziegel auf der R500 gehalten hat
    ist mir eh ein Rätsel (!)
    .
    2.) der Schalungsziegel hat 8cm Breite = ca. 28cm
    Deckenauflager das iss fern aller Oliven sprich
    das Auflager geht viel zu weit rein in´s Mauerwerk (!)
    .
    3.) Faserdämmstoff ... klingt nach Mineralwolle
    wenn "ja" absulut untauglich da dagegen zu
    betonieren ... das verfestigt sich und der Sinn
    eine Entkoppelung der Teile zu erzwingen iss dahin (!)
    .
    4.) uswusf.
    .
    Fazit:
    ------
    die Risse sind kein Wunder sondern sondern sogar erzwungen (!)
    das wär Ihr Preis gewesen und der Hersteller des
    Perlite gefüllten Steins = Schlagmann hat des seit
    2001 so in deren Details (!)
    .
    http://www.baumurks.de/schluesselloch-deckenauflager.htm
    .
    Name: Josef Thalhammer   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.baumurks.de

  10. Putzabplatzungen im Inneneckbereich 19.08.08
    Ja, wir haben ebenfalls Putzabplatzungen im Inneneckbereich.
    Hier hat unser Putzer jedoch leider keinen Kellenschnitt gemacht und direkt bis in die Ecken reingeputzt. Als Material hat er Gipsputz verwendet. Interessant ist noch, dass in der Küche, in der wir Latexfarbe verwendet haben, die größten Abplatzer sind.
    Der Rohbau ist mittlerweile 5 und der Außenputz 4 Jahre alt. Besteht denn tatsächlich die Möglichkeit, dass sich die Risse immer noch ausweiten?
    Nochmals vielen Dank an alle Rückmelder.

  11. Dann ist es 19.08.08
    wahrscheinlich das wie vermutet und beschrieben das Auflager weit auf das Mauerwerk geht als Ursache anzunehmen.
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  
 

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