Sonstige Themen

Albtraum TraumFERTIGhaus?!!!

Hallo zusammen,
hier ein kurzer Hinweis auf TV-Sendungen zu einem brisanten Thema!
Focus TV am 17. Juni 2001 um 21.55 Uhr:
Folgender Text kündigt die Sendung an:
Albtraum Traumhaus - Wenn die eigenen vier Wände zur ewigen Ruine werden.
Eigentum schaffen, fürs Alter vorbauen oder nur die eigenen Radieschen im Vorgarten züchten. Die Gründe, vom Eigenheim zu träumen, sind ebenso vielfältig wie weitverbreitet im Land der Bausparer. Für keinen anderen Herzenswunsch sparen die Deutschen mehr und lieber als für die eigenen vier Wände. Doch steht dann endlich der ersehnte Einzug an, gibt es oft Überraschungen: Das Dach ist undicht, aus den Steckdosen pfeift der Wind, in den Ecken wächst der Schimmelpilz, und der Fußboden neigt sich bedenklich. Nicht selten stellt sich das Bauwerk als unbewohnbar heraus, doch das sauer ersparte Vermögen ist erst mal weg, und Klagen gegen die Pfuscher und Betrüger vom Bau sind meist wenig erfolgversprechend. Wer überhaupt noch Geld für Gutachter-, Anwalts- und Prozesskosten übrig hat, endet vor Gericht, nicht selten bei einem Vergleich, der eine Instandsetzung der Bauruine bei weitem nicht deckt. Und im Zweifelsfall meldet der betroffene Bauträger Konkurs an und eröffnet unter anderem Namen eine neue Filiale. "FOCUS TV" berichtet über Bau-Opfer, Betrüger, Pfuscher und sagt, wie man sich gegen den Millionenverlust schützen kann.
Wir werden dort nicht genannt. Es kann aber sein, dass unser Haus in der demnächst erscheinenden Sendung gezeigt wird. Soll ich mir das eigentlich antun?
Am 25.06.2001 soll der Bericht in der ARD-Sendung 'markt' mit dem Hinweis auf BAU.de gesendet werden.
Wahrscheinlich geht es darin um die Familie B-T.
Sie sind in den Keller ihres Hauses gezogen, da die Schadstoffbelastung oben zu gross ist.
Das kommt Medienwirksamer rüber!
In einer der Sendungen wird Herr Kohler Telefonanrufe von Betroffenen beantworten.
Ich kann keine Garantie dafür geben, dass die Beiträge auch gesendet werden, da aus aktuellem Anlaß kurzfristig das Programm umgestellt werden kann.
Grüße von

Name:

  • Mark Cern
  1. Pfusch hat goldenen Boden... heute im TV... auf N3... 23:00 Uhr

    Untertitel: Handwerk in Deutschland.
    Ist das nicht der gleiche Trailer, wie in dem Beitrag, den WA vor einiger Zeit mal angekündigt hat?
    Kommt mir so bekannt vor, mal reinschauen...
    Angeblich soll der Focus TV Beitrag heute doch nicht gesendet werden, da an einem längereren Bericht gearbeitet wird.
    Merkwürdig ist, dass im Link und im Video-Text die oben genannte Ankündigung noch zu lesen ist.
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  2. Bei mir steht nix

    Ich hole das TV-Programm aus dem Internet

  3. Im Moment steht noch etwas da

    Die Überprüfung des Pro7 Links hat 13 min gedauert, grausam lange Ladezeiten :-(( oder extrem viele Zugriffe von BAU.de lesern.
    Im Video-Text auf Seite 374 kann nur noch unter einer Hotline Info zu 'Pfusch am Bau' abgerufen werden.
    Scheint sich wirklich geändert zu haben.

    Name:

    • Mark Cern
  4. Schriftliche Nachbearbeitung

    der Focus TV Sendung unter dem Weiterführenden Link.
    Einmal etwas grundsätzliches.
    Ich will hier keine Branche schlechtmachen oder irgend etwas pauschalieren!
    Diese ganze Arbeit hat nur einen einzigen Grund, der sich auch mit den Zielen dieses Forums vereinbaren lässt.
    Ich möchte den Menschen, die ein ähnliches Problem wie wir haben, etwas Unterstützung anbieten, da es sehr schwer ist, an Informationen zu gelangen, die dieses Thema betreffen.
    Und es öffentlich machen.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Es haben sich mittlerweile viele Menschen bei mir gemeldet, die mit Ihrer Gesundheit am Ende sind und teilweise nicht mehr die Kraft haben sich zu wehren.
    Jeder Betroffene ist fassungslos, dass es in unserem Land so etwas geben kann und werkelt allein vor sich hin.
    Nicht jeder geht an die Öffentlichkeit, die Menschen sind zu verschieden.
    Es hilft mir zwar nicht bei meinem eigenen Problem, aber wenigstens ist nicht alles umsonst gewesen.
    Wir werden sanieren und überlegen nun konkret, wie wir weiter vorgehen. Noch weiter nach Informationen zu suchen hat keinen Sinn, es gibt keine. Wir müssen handeln, bevor unsere Gesundheit durch die Holzschutzmittel und die Schimmelpilze irreparabel geschädigt ist.
    Eventuell eröffne ich einen eigenen Thread, in dem ich in einer Art Tagebuch, unsere Erfahrungen niederschreibe. Mal sehen.
    In diesem Sinne
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  5. BAU.de schon im WDR :-)

    Siehe Link.
    Nun werde ich unsere Politiker für das Thema Schadstoffe in älteren FH Sensibilisieren.
    Es kann doch nicht sein, dass niemand Verantwortlich ist!
    Wer schützt unsere und andere Kinder?

    Name:

    • Mark Cern
  6. Giftiger Kreislauf... 25.06.01 WDR 3. Programm 21.05 Uhr 'markt'

    Folgender Text kündigt die 'markt' Sendung an.
    Topthema am kommenden Montag:
    Holzschutzmittel: Giftiger Kreislauf
    Eigenheimbesitzer, die ein mit Wohngiften belastetes Haus gekauft haben, sind mehrfach getroffen: Sie leiden unter Gesundheitsschäden, können ihr eigenes Haus nicht nutzen und sind deshalb oft auch finanziell am Ende. Für manche ist der letzte Ausweg, das Haus an ahnungslose Familien weiterzuverkaufen, die dann wieder die gleichen Probleme haben.
    In der Schriftlichen Nachbearbeitung soll (so ist es vereinbart) der Hinweis auf BAU.de kommen. Bin mal gespannt.
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  7. Der Beitrag in 'markt' wird heute gesendet

    Frau Janiene Krüger vom WDR hat mich gerade angerufen und den Termin bestätigt.
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  8. BAU.DE heute (angeblich) im WDR

    Hallo Hr. Cern,
    herzlichen Dank für die Info. Hier der Link, der die Sendung ankündigt.

  9. Und wehe!

    Es stellt in dieser Zeit hier eine Frage :-)

    Name:

    • MB
  10. Grrrr, gucke nie wieder WDR

    Da war nix von Bau.de! Wofür bezahlen wir eigentlich Gebühren? *empör*

    Name:

    • MB
  11. Lesen MB, lesen!

    ***In der Schriftlichen Nachbearbeitung soll (so ist es vereinbart) der Hinweis auf BAU.de kommen. Bin mal gespannt.***
    Also warten wir es mal ab, OK?

    Name:

    • Mark Cern
  12. ich mache mit :((

    "Lumpen die", erst ankündigen und dann nix. Aber, Prof. hats gewußt: Heute (angeblich) Bau.de. im WDR
    wer nit geholfen werden will....
    Grüße
    si

  13. Was ist denn das?

    Eine schriftliche Nachbearbeitung? Ich hab das als Nachspann bzw. Hinweise zur Sendung angesehen.

    Name:

    • MB
  14. Schriftliche Nachbearbeitung

    so wie bei Focus TV denke ich mal.
    Nicht dem Link gefolgt? ;-)
    Und was ist mit dem Link auf BAU.DE weiter oben?

    Name:

    • Mark Cern
  15. Eyhh nicht verwirren

    Watt denn nu? Focus TV oder WDR? Nu bin ich ganz durcheinander

    Name:

    • MB
  16. Seit 1998 (kommentiert)

    gibt es die zitierte Stelle aus der DINA 68800 "Holzschutz" nicht mehr so uneingeschränkt. Seit dem gibt es auch eine Gefährdungsklasse 0 (= kein chem. Holzschutz notwendig) unter der viele Hölzer mit bestimmten Vorraussetzungen im Innenbereich von Häusern fallen können. Das nur am Rande. Ansonsten war ich auch etwas enttäuscht.

  17. Im Abspann

    einer Sendung wird immer auf die verschiedenen Möglichkeiten der Informations Beschaffung hingewiesen. Videotext, Fax auf Abruf, http://www. Und unter www soll (!) (wenns denn kommt) ein Hinweis stehen.
    mc38

  18. Im Abspann?

    Da war nix. Auf der Focus-Seite auch nicht

    Name:

    • MB
  19. Werbveranstalltungen

    Habe mir gerade mal den "Abspann" von dem Focus-TV-Link angesehen. Zwei Links sind dort genannt, m.E. beides reine Werbeveranstaltungen. Noch Fragen?

    Name:

    • Bop Pao
  20. Nein, Kientzle

    Das waren nicht so die tollen links......

    Name:

    • MB
  21. Das war der falsche

    hier kommt der richtige

    Name:

    • Bop Pao
  22. Die Teilnahme am Forum ist wegen Überfüllung gesperrt

    Nicht ärgern,
    stellen Sie sich mal vor, wir müßten das Forum wegen "Überfüllung" sperren. Lieber langsam und beständig wachsen und dieses Wachstum auch verkraften.

  23. Auch wieder wahr

    Geduld üb.....

    Name:

    • MB
  24. Also ich hab schon mal daran gedacht...

    was wäre wenn das Forum wirklich gross und breit im TV bekannt gemacht werden würde. Jeden Tag 1000 Fragen und mehr - wer soll das denn noch beantworten?
    Dann brauchen wir hier aber noch viele neue Experten, die 24h am Rechner sitzen... wie MB z.B...

    Name:

    • Werner
  25. Kein Hinweis auf BAU.De, :-( schade oder gut so?

    Erst viele Worte und dann so etwas. Ich bin echt sauer, dass ich mich auf diese Aussagen verlassen und auch noch Werbung dafür gemacht habe. :-((
    Einen Link zu BAU.DE hat der WDR im Angebot, ist ja wenigstens etwas. s.u.
    Aber was solls, wir sollten die eigentliche Aufgabe dieses Threads nicht aus den Augen verlieren. Nämlich auf die Problematik der schadstoffbelasteten Fertighäuser hinzuweisen.
    Was ist schlecht an den eingestellten Links auf Pro 7?
    Wohin soll sich ein Geschädigter wenden?
    Ich bin sehr gespannt auf eine Antwort zu dieser Frage!
    Hat, ausser Herrn Plecker und Herrn Aselmeyer, schon einmal jemand das Fernsehen auf BAU.DE aufmerksam gemacht? ;-)
    Ist es möglich, dass irgend jemand in diesem Forum die Problematik noch nicht erkannt hat? (Merkwürdige Beiträge *wunder*) Ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen.
    Das ist etwas anderes als Risse im Estrich, oder schräge Dachziegel. Da sieht man nämlich nichts, absolut nichts. Irgendwann ist die Gesundheit dahin und erst dann geht die Ursachenforschung los. Bis die Ärzte auf das Haus als Quelle der Krankheit kommen, wenn überhaupt, vergehen Monate!
    Mal eine Frage an die Experten: Wem sind die senkrechten Streifen am Haus der Familie B. (die jetzt im Keller wohnt, toll nicht wahr) aufgefallen und woher könnten die stammen?
    MB's Antwort kenne ich schon, nu mal die anderen, auch die, die oben gepostet haben. :-)
    Ich habe die Schriftliche Nachbearbeitung mal rüberkopiert, da dort zwei Anlaufstellen genannt werden, die auch ich immer wieder nenne.
    In diesem Sinne
    Grüße von
    Sendung vom 25. Juni 2001
    Holzschutzmittel und kein Ende
    Von Janine Krüger.
    Vor fünf Jahren endete das größte Umweltstrafverfahren der deutschen Geschichte. Insgesamt wurde mehr als ein Jahrzehnt prozessiert. Angeklagt waren zwei Manager von Desowag, einer Tochterfirma der Bayer AG. Es kam zum Vergleich. Gegen die Zahlung der - eher symbolischen - Summe von 4 Millionen Mark wurde das Verfahren gegen die beiden Desowag-Manager eingestellt.
    Der Grund für den Prozess: Bis 1985 wurden Holzschutzmittel mit PCP und Lindan vermarktet. Beide Stoffe gelten als krebserregend. Tausende von Bundesbürgern, die mit Holzschutzlacken wie Xyladekor und Xylamon ihre Innenräume gestrichen hatten, erkrankten an den Atemwegen und am zentralen Nervensystem und mussten ihre Wohnungen sanieren. Andere wurden durch Spanplatten krank, die PCP oder Lindan enthielten und zum Ausbau von Häusern verwendet wurden.
    Der Stand heute? PCP ist seit 1989 in Deutschland verboten, Lindan wird nicht mehr verwendet. Die Holzschutzmittelopfer haben zahlreiche Einzel-Zivilprozesse geführt - die meisten ohne Erfolg. Bayer hat Desowag inzwischen verkauft und sich aus dem Holzschutzmittelgeschäft ganz zurückgezogen.
    Sind krebserregende Holzschutzmittel deshalb "Schnee von gestern"? Leider nicht, denn Holz, das mit PCP und Lindan behandelt wurde, dünstet auch heute noch giftige Dämpfe aus.
    Und es kommen immer neue Opfer hinzu - zum Beispiel die Käufer von gebrauchten Häusern. Seit zwei Jahren schläft Familie Janzen in einem kleinen Wohnwagen. Mit einer Urlaubsidylle hat das Campingleben wenig zu tun. Janzens campen im eigenen Garten, in Walmsburg bei Lüneburg, direkt neben ihrem Eigenheim. Sie haben Angst, in ihrem Haus zu wohnen, sagen, das Leben in ihren vier Wänden mache krank.
    Es handelt sich um ein Fertighaus der Firma Bode, rund 25 Jahre alt. Vor drei Jahren haben die Janzens es gebraucht gekauft und wohnlich eingerichtet, mit viel Holz auf dem Boden und an den Wänden. Urig und gemütlich würde es sein, so hatten Janzens einmal gemeint. Bei der ersten Besichtigung war Judith Janzen noch voller Euphorie und dachte spontan: "... dass es ein ,Hexenhäuschen‘ ist, ein Traumhaus. Einfach toll. Wir wollten es unbedingt besitzen ... Genau das, was wir wollten."
    Was das Ehepaar Janzen nicht vom Vorbesitzer erfuhr: Das Holz ist mit PCP-haltigen Holzschutzmitteln belastet. Mittel, die in den Raum ausdünsten und Krebs erregen. Familie Janzen hatte nicht mal alle Kisten ausgepackt, da kam für sie das böse Erwachen. Frau Janzen berichtet: "Wir sind eingezogen und 14 Tage später stand ein fremder Mann vor der Tür. Und hat uns gesagt, hier können sie nicht wohnen, davon werden sie krank."
    Der Mann, der sie warnte, heißt Peter Ladewig. Er wohnte zwei Jahre als Mieter in dem Holzhaus. Heute arbeitet er wieder als Gastwirt im Nachbarort. Doch von Arbeit konnte damals keine Rede sein. Peter Ladewig berichtet: "Ich war andauernd krank und beim Arzt: Nebenhöhlenentzündungen, Ohrenschmerzen, Ohren-Entzündungen. So oft krank, bis ich meinen Arbeitsplatz verlor."
    Nach Peter Ladewigs Warnung ließ Familie Janzen Holzproben analysieren, von einem gerichtlich zugelassenen Gutachter. Die Umweltambulanz Böge aus Lübeck fand Lindan und Penta-Chlor-Phenol, also PCP. Davon gleich 800 bis 1000 Milligramm pro Kilo. Laut staatlichen Auflagen zur PCP-Sanierung spricht man schon ab 100 Milligramm pro Kilo von sehr starker Belastung und möglicher starker gesundheitlicher Gefährdung. Vermutlich hat Fertighaus-Hersteller Bode das Holz behandelt. PCP war damals erlaubt - und in vielen gängigen Holzschutzmitteln. Den Hersteller zu belangen, hält Janzens Anwalt deshalb für aussichtslos. Auch wenn PCP heute verboten ist.
    Aber was ist mit dem Verkäufer? Ex-Mieter Peter Ladewig beteuert, der Vermieter wusste, dass das Haus krank mache: "Ich hab ihn zweimal mündlich unterrichtet und einmal schriftlich. Er hat es abgetan mit dem Argument, er hätte einen Biologen in der Familie, und wenn es so wäre, wüsste er das."
    Und damit sind wir beim Hauptproblem eines jeden Käufers: Was weiß der Eigentümer? Und was gibt er zu? Der Verkäufer von Janzens Haus will nicht vor die Kamera. Am Telefon sagt er uns, seine Familie habe 20 Jahre das Haus bewohnt, niemand sei krank geworden. Das Schreiben seines Mieters habe er nie erhalten.
    Schlechte Karten für Janzens. Sie können nichts beweisen. Wir fragen Kai Janzen, was er nun noch tun kann. Die Antwort: "Eigentlich nur noch abreißen. Die Sanierung hieße, 5 Millimeter überall abhobeln. Das funktioniert nicht, weil alles mit Nut und Federn gebaut ist. Da kann man nur noch abreißen. Aber das Geld muss man erst mal zusammenbringen."
    Karl-Jürgen Prull kennt viele solcher Fälle. Er arbeitet für die Interessengemeinschaft der Holzschutzmittelgeschädigten. Allein bei dieser Initiative haben sich 60.000 Geschädigte gemeldet. Sowohl Fertighaus-Besitzer als auch Heimwerker, die ahnungslos Holzschutzmittel im Haus verstrichen. Der Verein schätzt, dass in Deutschland zwei Millionen Wohnungen belastet sind. Der Kern allen Übels: die DINA-Norm 68/800. Sie schrieb Holzschutz für Fertighäuser vor. Der Wortlaut: "Alles für die Standsicherheit des Bauwerks wirksame Holz muss vorbeugend geschützt werden." Das Holz musste also behandelt werden. Und das Gängigste war, mit PCP. Prull bekommt auch heute noch Post. Jetzt auch von Opfern der zweiten Generation, die ein belastetes Haus gebraucht gekauft haben.
    Prulls schlimmer Verdacht: Viele der ersten Generation wollen ihr Problem einfach schnell los werden. Die Lösung: Statt zu sanieren, der Verkauf an Ahnungslose. Prull erklärt, worauf er diesen Verdacht begründet: "Ein Indiz ist, dass 1.000 Leute unbekannt verzogen sind. Das lässt nahe liegen, dass sie von dem Problem gewusst haben, weil sie sich hier informiert haben."
    Karl-Jürgen Prull hat sein Haus nicht verkauft. Monate wohnte er mit seiner Familie im engen Gartenhaus. Nachdem er den Prozess gegen den Hersteller verloren hatte, entschloss er sich, sein Haus in Hülsen bei Bremen aufwändig zu sanieren. Kosten: 300.000 Mark. Auch Prull gibt zu, bei diesem Batzen Geld vor der Sanierung ins Grübeln gekommen zu sein: "Wir haben uns konkret überlegt zu verkaufen. Aber damit hätte ich nicht vor den Spiegel treten können, wohl wissend um die gesundheitliche Schädigung der ganzen Familie."
    Ein weiteres Beispiel: Auch Familie Benko aus Karlsruhe kaufte ein Fertighaus. Doch anders als die Janzens, unser erster Fall, wurden sie von keinem Ex-Mieter gewarnt.
    Ursula Benko führt uns ins Kinderzimmer: "Das Zimmer ist am stärksten belastet. Nach zwei Monaten wachte unser Sohn mit Kopfschmerzen auf. Sie blieben den ganzen Tag, gingen wochenlang nicht weg. Und dann wurde die ganze Familie krank: Schleimhautreizungen, die Tochter Ohrfurunkel, ich hab‘ jetzt Asthma." Benkos schalten einen Anwalt ein. Und als Gutachten belegen, dass das Haus belastet ist, ziehen sie vor Gericht.
    Doch ein Haus, das krank macht, reicht vor Gericht nicht. Entscheidend ist der Beweis, dass der Hausbesitzer davon gewusst hat. Auch der Vorbesitzer von Benkos Haus will nicht vor die Kamera. Auch er beharrt am Telefon darauf, das Haus mache nicht krank, er habe mit reinem Gewissen verkauft. Und dass Schwiegermutter und Frau nach 30 Jahren Wohnzeit an Kehlkopf- und Lungenkrebs gestorben sind? Seine Erklärung: Beide waren schließlich Raucher.
    Familie Benko verliert den Prozess. Nicht nur, weil nichts nachzuweisen ist. Der Karlsruher Amtsrichter stellt dem Verkäufer sogar einen besonderen Freibrief aus: "... dass das Anwesen Fichtestraße 13 in Durmersheim zum Zeitpunkt des Verkaufs bewohnt war..., bedeutet nicht, dass konkludent zugesichert worden wäre, dass das Haus...zu Wohnzwecken geeignet sei." Mit anderen Worten: Ein Wohnhaus ist nicht unbedingt zum Wohnen da. Das haben Benkos jetzt auch begriffen. Notgedrungen. Die Familie ist in den Keller gezogen. In die einzigen unbelasteten Räume. 560.000 Mark für eine Kellerwohnung.
    Weiter Informationen und Hilfe erhalten Sie hier:
    Interessengemeinschaft der Holzschutzmittelgeschädigten e.V.
    Geschäftsstelle
    Horst 5
    27313 Dörverden
    Tel. (0 51 65) 91 39 39
    Fax (0 51 65) 91 39 41
    Internet: http://www.ihg-ev.de
    E-Mail: ihgev@t-online.de
    Für Besitzer von Streif-Fertighäusern:
    Schutzgemeinschaft streitbarer Fertighausbauherren e.V.
    Marxsenweg 4
    22605 Hamburg
    Tel. (0 40) 82 48 58
    Fax (0 40) 82 67 89

    Name:

    • Mark Cern
  26. HF und ich auch

    Wir haben Pro 7 und WDR auf Bau.de aufmerksam gemacht....

    Name:

    • MB
  27. meinereiner ebenfalls

    zur letzten Sendung zu "Pfusch im Handwerk" habe ich dem Sender vorher und nachher gemailt. Das mit den braunen Streifen habe ich zwar wahrgenommen, aber es ging zu schnell um mich näher damit zu beschäftigen, aufgenommen habe ich die Sendung auch nicht, von daher wirds schwierig dazu was zu sagen.

  28. Erfahrungen mit Danwood-Fertighäusern (insbesondere Modell Future)?

    Hallo zusammen,
    wir planen zur Zeit den Bau eines Fertighauses und unserer derzeitiger Favorit ist das Haus 'Future' von Danwood. Hat jemand Erfahrungen mit Danwood-Häusern oder sogar mit diesem Typ?
    Thomas Noll

    Name:

    • Thomas Noll
  29. Bitte die Suchfunktion benutzen - Danke!

    Sehr geehrter Forumsnutzer,
    bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir zur Entlastung unserer freiwilligen Experten versuchen, bereits beantwortete oder ähnliche Fragen nicht mehrfach zu beantworten. Aus diesem Grund bitten wir Sie, durch /suche/index.htm


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