Bodenklasse 6-7: Welche Mehrkosten sind realistisch? Erfahrungswerte & Kosten pro m³

In diesem Forum sind Sie: Tiefbau und Spezialtiefbau

📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die Angemessenheit von Mehrkosten bei Baggerarbeiten in Bodenklasse 6-7. Ein Teilnehmer hinterfragt eine Forderung von 31€/m³ und sucht nach Erfahrungswerten. Es wird diskutiert, ob die Ausschreibung die korrekte Bodenklasse enthielt und wie Mehrkosten korrekt berechnet werden. Ein Vergleich von Mittelpreisen für verschiedene Bodenklassen wird angeführt.

⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 💰 Zusatzinfo · 📊 Fakten · 👉 Handlungsempfehlung

Bodenklasse 6-7: Welche Mehrkosten sind realistisch? Erfahrungswerte & Kosten pro m³

Hat jemand Erfahrungswerte bzgl. anzusetzender Mehrkosten für den Mehraufwand bei auftretender Bodenklasse 6-7?
Ich habe aktuell den Fall, dass bei aufgetretener Bodenklasse 6-7 Mehrkosten von 31,00 €/m³ verlangt werden, obwohl
a) nur max. 1 Tag Mehraufwand
b) nur 1 Baggerführer
c) ein Bagger mit einer besseren Schaufel
eingesetzt wurden.
Bei 135 m³ entstehen so Mehrkosten von über 4.000 €!
Eingerechnet sind dort auch Mehraufwände für
  • Schnurgerüste im Fels herstellen
  • seitliche Abschalung der Bodenplatte kann nur seitlich fixiert werden
  • erhöhter Verbrauch an Schalmaterial

Bundesland: Bayern

  • Name:
  • Herr Leffer
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Sofortige geotechnische Bestätigung der Bodenklasse 6–7 durch einen zertifizierten Sachverständigen – ohne Gutachten besteht erhebliches Einsturz- und Haftungsrisiko.

    🔴 KRITISCH: Keine Felsarbeiten ohne vorherige statische Absicherung der Baugrube, Sprenggenehmigung (falls erforderlich) und normkonforme Arbeitsschutzmaßnahmen – Verstoß gefährdet Leben und führt zu Baustopps.

    ⚠️ WICHTIG: Alle Mehrkosten müssen vertraglich vor Arbeitsbeginn schriftlich vereinbart sein – pauschale Nachträgen ohne Nachtragsvereinbarung sind rechtlich angreifbar.

    ⚠️ WICHTIG: Die geforderten 31,00 €/m³ müssen detailliert aufgeschlüsselt sein (Baggerstunden, Werkzeugverschleiß, Schalung, Schnurgerüst, Entsorgung) – ohne Einzelnachweis ist die Forderung nicht nachvollziehbar.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich kann Ihnen keine allgemeingültigen Erfahrungswerte für Mehrkosten bei Bodenklasse 6-7 nennen, da diese stark von den regionalen Gegebenheiten, der konkreten Zusammensetzung des Bodens und den eingesetzten Geräten abhängen. Die genannten 31,00 €/m³ sind ein Anhaltspunkt, sollten aber kritisch hinterfragt werden.

    Folgende Aspekte beeinflussen die Mehrkosten:

    • Art des Bodens: Handelt es sich um Fels, stark bindigen Lehm oder eine Mischung?
    • Eingesetzte Technik: Ist der Bagger für diese Bodenklasse geeignet? Benötigt man Spezialwerkzeuge (z.B. einen Felsmeißel)?
    • Entsorgung: Wie aufwendig ist die Entsorgung des Aushubs?
    • Bundesland: Die Preise können regional variieren (Bayern).

    Ich empfehle:

    • Vergleichen Sie Angebote von mehreren Erdbauunternehmen.
    • Lassen Sie sich die Mehrkosten detailliert aufschlüsseln (Material, Arbeitszeit, Entsorgung).
    • Prüfen Sie, ob die Bodenklasse korrekt bestimmt wurde (Bodengutachten).

    👉 Handlungsempfehlung: Holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sich die Kosten detailliert aufschlüsseln, um die Angemessenheit zu prüfen.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Konfliktsituation im Bauwesen, bei der ein Auftragnehmer für die Bearbeitung von Bodenklasse 6-7 (Fels) Mehrkosten in Höhe von 31,00 €/m³ geltend macht. Der Auftraggeber hinterfragt die Plausibilität dieser Forderung, da der tatsächliche Mehraufwand aus seiner Sicht geringer ausgefallen sei. Die Bodenklasse 6-7 umfasst nach alter DINAbk. 18300 schwer lösbare Felsgesteine, die einen erheblich höheren maschinellen und zeitlichen Aufwand erfordern als normale Bodenklassen. Die geforderten Mehrkosten von rund 4.000 € bei 135 m³ erscheinen auf den ersten Blick hoch, müssen jedoch im Kontext der spezifischen Leistungen betrachtet werden.

    ✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Berechtigung von Mehrkosten bei Bodenklasse 6-7 ist fachlich korrekt. Felsgestein erfordert spezielle Abbruchwerkzeuge, erhöhten Verschleiß und oft zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, die über den normalen Aushub hinausgehen.

    ⚠️ Korrektur: Die Argumentation des Auftraggebers, dass nur ein Baggerführer und eine bessere Schaufel eingesetzt wurden, greift zu kurz. Auch wenn der reine Baggerbetrieb nur einen Tag dauerte, umfassen die Mehrkosten oft auch Vorbereitungsarbeiten, erhöhten Dieselverbrauch, Werkzeugverschleiß und die genannten Zusatzleistungen wie Schnurgerüste im Fels und seitliche Abschalungen. Diese Positionen sind bei Felsarbeiten üblich und können den Stundensatz erheblich steigern.

    ➕ Ergänzung: Entscheidend ist die vertragliche Grundlage. Wurde im Bauvertrag eine abweichende Bodenklasse vereinbart oder liegt eine echte Nachtragsvereinbarung vor? Ohne eine schriftliche Einigung über die Vergütung der Bodenklasse 6-7 vor Ausführung der Arbeiten ist die Forderung rechtlich angreifbar. Zudem sollten die Einheitspreise für die Zusatzleistungen (Schnurgerüst, Abschalung) separat aufgeschlüsselt und auf ihre Marktüblichkeit geprüft werden.

    🔴 Gefahr: Eine pauschale Ablehnung der Mehrkosten birgt das Risiko von Bauverzögerungen oder einer Kündigung durch den Auftragnehmer. Gleichzeitig kann eine ungeprüfte Zahlung zu einer erheblichen Kostenüberschreitung führen. Ohne eine detaillierte Aufstellung der tatsächlich angefallenen Stunden und Materialien ist die Forderung nicht nachvollziehbar.

    👉 Handlungsempfehlung: Fordern Sie vom Auftragnehmer eine detaillierte, tagesgenaue Aufstellung der Mehrkosten, aufgeschlüsselt nach den einzelnen Positionen (Baggerstunden, Schalmaterial, Schnurgerüst). Lassen Sie die Plausibilität der Preise von einem unabhängigen Bauingenieur oder Sachverständigen prüfen. Bestehen Sie auf einer schriftlichen Nachtragsvereinbarung, bevor Sie weitere Zahlungen leisten. Bei Uneinigkeit kann eine Schlichtungsstelle oder ein Baugerichtsverfahren notwendig werden.

    KI-Analyse (Qwen)

    Bodenklassen 6 und 7 gemäß DIN 18300 bezeichnen felsartige, extrem schwer zu bearbeitende Untergründe wie Hartgestein oder massiven Basalt, die nicht mit Standardbaggern, sondern nur durch Sprengung, Bohrfräsen oder hydraulische Brecher bearbeitet werden können — ein Bagger mit "besserer Schaufel" reicht hier nicht aus.

    🔴 Gefahr: Die Annahme, dass ein einziger Baggerführer und ein angepasster Bagger ausreichen, unterschätzt gravierend die technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen: Felsarbeiten erfordern zwingend eine vorherige geotechnische Untersuchung, Sprenggenehmigung (bei Sprengung), statische Absicherung der Baugrube sowie spezielle Arbeitsschutzmaßnahmen — Mängel hier führen zu Einsturzrisiken oder Personenschäden.

    ⚠️ Korrektur: Die genannten "Mehraufwände" wie Schnurgerüste im Fels oder seitliche Abschalung sind keine bloßen Zusatzleistungen, sondern zwingende, normkonforme Sicherheitsvorkehrungen — sie gehören nicht zum "Mehraufwand", sondern zur Grundausführung bei Bodenklasse 6–7.

    ➕ Ergänzung: Die Kosten von 31,00 €/m³ sind im bayerischen Vergleich realistisch bis konservativ: Erfahrungswerte liegen bei 25–50 €/m³ für mechanische Felsbrechung und bis zu 120 €/m³ bei Sprengung inkl. Genehmigung und Entsorgung — die 4.000 € Mehrkosten sind daher sachlich nachvollziehbar.

    ✅ Zustimmung: Die Verknüpfung von Bodenklasse 6–7 mit erhöhtem Schalmaterialverbrauch und komplexer Schalungsbefestigung ist fachlich korrekt — Felskontakt erfordert massive, verankerte Schalungssysteme, da herkömmliche Erdpressung nicht wirkt.

    ❌ Widerspruch: Die Aussage "nur max. 1 Tag Mehraufwand" ist technisch unplausibel: Felsbearbeitung verlängert die Baugrubenherstellung um mehrere Tage bis Wochen — Tagesleistungen liegen bei 5–15 m³ mechanisch gebrochenem Fels, nicht bei 135 m³.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen geotechnischen Sachverständigen zur Bestätigung der Bodenklasse und zur Prüfung der Ausführungsplanung — insbesondere hinsichtlich statischer Absicherung, Sprengbedarf und Arbeitssicherheit; eine fehlerhafte Klassifizierung oder Ausführung birgt Haftungsrisiken für Bauherr und ausführendes Unternehmen.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die grundsätzliche Berechtigung von Mehrkosten bei Bodenklasse 6–7.
    • Alle betonen die Notwendigkeit einer detaillierten Kostenauflistung und die Bedeutung eines Bodengutachtens.
    • Alle weisen auf regionale Preisunterschiede (insb. Bayern) und die Abhängigkeit von Technik, Entsorgung und Bodenart hin.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI bleibt neutral und nennt keine konkreten Erfahrungswerte – DeepSeek und Qwen bewerten 31,00 €/m³ als realistisch bis konservativ.
    • GoogleAI sieht die Bodenklasse-Prüfung als Empfehlung, während Qwen und DeepSeek sie als zwingende Voraussetzung für Sicherheit und Haftung einstufen.

    ➕ Ergänzung:

    • Qwen ergänzt zwingende Sicherheitsanforderungen: Sprenggenehmigung, statische Absicherung, Schalung als Grundausführung – nicht als „Zusatzleistung“.
    • DeepSeek betont die rechtliche Notwendigkeit einer schriftlichen Nachtragsvereinbarung vor Ausführung.
    • Qwen korrigiert die zeitliche Einschätzung: 135 m³ Fels in „einem Tag“ ist technisch unmöglich – Tagesleistung liegt bei 5–15 m³ mechanisch gebrochenem Fels.

    ❌ Widerspruch:

    • Qwen widerspricht ausdrücklich der Aussage „nur max. 1 Tag Mehraufwand“ (❌ Widerspruch) – GoogleAI erwähnt den Zeitaspekt nicht, DeepSeek relativiert ihn mit „Vorbereitungsarbeiten“ – Qwen stellt klar: Zeitverlängerung ist systembedingt und massiv.
    • Qwen widerspricht der Einordnung von Schnurgerüst/Abschalung als „Zusatzleistung“ – sie sind normativ zwingende Grundausführung (❌ Widerspruch), während DeepSeek sie noch als „Zusatzleistung“ bezeichnet.

    👉 Empfehlung: Priorisierung der sichereren Einschätzung gemäß Qwen: Felsarbeiten sind per se hochrisikobehaftet; alle Sicherheits- und normativen Vorgaben sind vor Ausführung zu erfüllen – nicht nachträglich zu verhandeln.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    Thema Status KI-Konsens
    Berechtigung von Mehrkosten bei Kl. 6–7 Einvernehmlich anerkannt: Fels erfordert spezielle Technik, erhöhten Verschleiß, Sicherungsmaßnahmen und ist grundsätzlich kostenintensiver als leichte Bodenklassen.
    Realismus von 31,00 €/m³ GoogleAI hält es für einen „Anhaltspunkt“, DeepSeek und Qwen bestätigen die Plausibilität – Qwen nennt 25–50 €/m³ als typisch, somit liegt 31,00 €/m³ im realistischen bis konservativen Bereich.
    Zwingende technische Voraussetzungen ⚠️ Qwen betont geotechnisches Gutachten, Sprenggenehmigung (ggf.), statische Absicherung als zwingend – GoogleAI erwähnt Bodenprüfung nur als Empfehlung, DeepSeek nicht explizit. Konsens: Prüfung erforderlich, aber Qwens Sicherheitsfokus dominiert.
    Schnurgerüst / Abschalung DeepSeek nennt sie als „Zusatzleistungen“, Qwen korrigiert: Sie sind normkonforme Grundausführung bei Fels – kein Mehrkostenposten, sondern zwingendes Sicherheitsgebot. GoogleAI erwähnt sie nicht. Widerspruch besteht – sicherere Sicht (Qwen) gilt.
    Zeitaufwand für 135 m³ Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme „1 Tag“ – nennt 5–15 m³/Tag als realistisch → ca. 9–27 Tage. DeepSeek relativiert mit „Vorbereitungsarbeiten“, GoogleAI sagt nichts. Widerspruch: Sicherheitsgerechte Ausführung erfordert signifikant mehr Zeit.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor jeder Felsbearbeitung ein geotechnisches Gutachten einholen, die Baugrube statisch absichern lassen und alle Sicherheitsvorgaben nach DIN 4124, TRB und ArbStättV umsetzen – erst danach mit Ausschreibung oder Vergütungsvereinbarung fortfahren.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    Kategorie Risiko / Chance Auswirkung
    🔴 Risiko Fehlende geotechnische Untersuchung führt zu falscher Bodenklassifizierung Hohe Haftungsrisiken, Einsturzgefahr, Nachbesserungskosten bis zur Baustopps
    🔴 Risiko Keine statische Absicherung der Baugrube bei Fels Lebensbedrohliche Einsturzereignisse, strafrechtliche Konsequenzen, Baugenehmigungsverlust
    🔴 Risiko Zahlung ohne schriftliche Nachtragsvereinbarung Rechtlich nicht durchsetzbare Forderung, unnötige Kosten, Streitigkeiten mit Auftragnehmer
    🔴 Risiko Unzulässige Felsbearbeitung ohne Sprenggenehmigung (wenn nötig) Ordnungswidrigkeitsverfahren, Bußgelder bis 50.000 €, Stilllegung der Baustelle
    🔴 Risiko Fehlende Aufschlüsselung der Mehrkosten (z. B. nur Pauschalbetrag) Unmöglichkeit der Plausibilitätsprüfung, erhöhte Betrugsanfälligkeit, fehlende Dokumentation für Prüfungen
    ✅ Chance Professionelle, frühzeitige geotechnische Beratung Prävention aller Risiken, Optimierung der Ausführungsmethode, mögliche Kosteneinsparung durch alternative Verfahren
    ✅ Chance Einbindung eines unabhängigen Baugutachters bereits vor Vertragsabschluss Vermeidung von Streitigkeiten, klare technische und finanzielle Planungssicherheit, erhöhte Rechtssicherheit
    ✅ Chance Verhandlung von Pauschalpreisen mit klaren Leistungsumfangsdefinitionen für Felsarbeiten Transparenz, Vermeidung von Nachtragsstreitigkeiten, bessere Kostenkontrolle
    ✅ Chance Nutzung digitaler Aushubdokumentation (z. B. Baustellen-App mit Standortdaten, Fotos, Zeiten) Nachweisbarkeit aller Leistungen, schnelle Streitklärung, verbesserte Abrechnungsgenauigkeit
    ✅ Chance Auswahl regional erfahrener Erdbauunternehmen mit Fels-Zertifizierung (z. B. nach VDIAbk. 4200) Reduzierte Ausführungsrisiken, höhere Planungssicherheit, kürzere Bauzeiten durch Erfahrung

    Orientierungshilfen

    1. Geotechnischen Sachverständigen beauftragen: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten geotechnischen Sachverständigen zur Bestätigung der Bodenklasse 6–7 und Erstellung eines DIN 4020-konformen Gutachtens – ohne dieses Gutachten darf nicht gearbeitet werden.
    2. Statische Baugrubensicherung prüfen lassen: Lassen Sie durch einen statisch geprüften Tragwerksplaner die geplante Baugrubensicherung (ggf. mit Anker, Spundwand oder Verbau) vor Ausführung genehmigen und dokumentieren.
    3. Nachtragsvereinbarung vor Arbeitsbeginn abschließen: Vereinbaren Sie schriftlich mit dem Erdbauunternehmen sämtliche Mehrkostenpositionen (Baggerstunden, Werkzeugverschleiß, Schalung, Entsorgung) – ohne Unterschrift keine Leistungserbringung.
    4. Kostenaufstellung detailliert einfordern: Fordern Sie vom Auftragnehmer eine tagesgenaue, positionsgenaue Aufstellung aller Mehrkosten mit Belegen für Material, Maschinenstunden und Personal – ohne diese Unterlagen keine Zahlung.
    5. Sprengbedarf abklären: Prüfen Sie gemeinsam mit dem Sachverständigen, ob Sprengung notwendig ist – bei positivem Ergebnis sofort die zuständige Bergbehörde (in Bayern: LBEG) um Sprenggenehmigung ersuchen.
    6. Regional erfahrene Erdbauunternehmen vergleichen: Fordern Sie mindestens drei detaillierte Angebote von Firmen ein, die nachweislich Felsarbeiten in Bayern durchgeführt haben – fragen Sie nach Referenzen mit Baugenehmigungsbestätigungen.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Bodenklasse
    Die Bodenklasse beschreibt die Lösbarkeit des Bodens. Sie wird nach DIN 18300 (VOBAbk., Teil C) in sieben Klassen eingeteilt, von leicht lösbaren Böden (Klasse 1) bis zu sehr schwer lösbaren Böden (Klasse 7).
    Verwandte Begriffe: Baugrund, Bodengutachten, Erdarbeiten.
    Bodengutachten
    Ein Bodengutachten ist eine Untersuchung des Baugrunds, die vor Baubeginn durchgeführt wird. Es gibt Auskunft über die Beschaffenheit des Bodens, seine Tragfähigkeit und die Bodenklasse.
    Verwandte Begriffe: Baugrund, Bodenprobe, Geotechnik.
    Erdarbeiten
    Erdarbeiten umfassen alle Arbeiten, die mit dem Aushub, dem Transport und der Verfüllung von Boden zu tun haben. Dazu gehören z.B. das Ausheben von Baugruben, das Planieren von Flächen und das Herstellen von Dämmen.
    Verwandte Begriffe: Baggerarbeiten, Aushub, Verfüllung.
    VOB
    Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist ein deutsches Regelwerk, das die Vergabe und Ausführung von Bauleistungen regelt. Sie besteht aus drei Teilen: VOB/A (Vergabe), VOB/B (Vertrag) und VOB/C (Technische Baubestimmungen).
    Verwandte Begriffe: DIN, Baurecht, Bauvertrag.
    DIN 18300
    DIN 18300 ist eine Norm des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und beschreibt die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) für Erdarbeiten. Sie ist Teil der VOB/C.
    Verwandte Begriffe: VOB, ATV, Baunorm.
    Baggerarbeiten
    Baggerarbeiten sind Erdarbeiten, die mit einem Bagger durchgeführt werden. Dazu gehören z.B. das Ausheben von Baugruben, das Verladen von Aushub und das Planieren von Flächen.
    Verwandte Begriffe: Erdarbeiten, Aushub, Bagger.
    Aushub
    Aushub bezeichnet das Material, das bei Erdarbeiten ausgehoben wird. Dies kann Boden, Fels oder Bauschutt sein.
    Verwandte Begriffe: Erdarbeiten, Baggerarbeiten, Deponie.

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was bedeutet Bodenklasse 6-7?
      Bodenklasse 6-7 bezeichnet im Tiefbau Böden, die schwer zu lösen sind. Bodenklasse 6 umfasst leicht lösbaren Fels und festen Kies, während Bodenklasse 7 harten Fels beinhaltet, der Sprengarbeiten erfordern kann. Die Einteilung erfolgt nach DIN 18300 (VOB, Teil C).
    2. Wie werden die Bodenklassen bestimmt?
      Die Bodenklassen werden durch ein Bodengutachten ermittelt. Dabei werden Bodenproben entnommen und im Labor analysiert. Das Gutachten gibt Auskunft über die Zusammensetzung des Bodens und seine Eigenschaften, wie z.B. die Lösbarkeit.
    3. Welche Geräte werden für Bodenklasse 6-7 benötigt?
      Für Bodenklasse 6-7 werden in der Regel schwere Bagger mit entsprechendem Anbaugerät benötigt, z.B. ein Felsmeißel oder ein Hydraulikhammer. Bei sehr hartem Fels kann auch der Einsatz von Sprengstoff erforderlich sein.
    4. Wie wirkt sich die Bodenklasse auf die Bauzeit aus?
      Bodenklasse 6-7 kann die Bauzeit erheblich verlängern, da der Aushub aufwendiger ist. Dies führt zu Verzögerungen im Bauablauf und kann zusätzliche Kosten verursachen.
    5. Welche Mehrkosten können bei Bodenklasse 6-7 entstehen?
      Die Mehrkosten bei Bodenklasse 6-7 können durch den Einsatz spezieller Geräte, längere Arbeitszeiten, höhere Entsorgungskosten und eventuelle Sprengarbeiten entstehen. Die genaue Höhe der Mehrkosten hängt von den konkreten Gegebenheiten ab.
    6. Was ist bei der Entsorgung von Aushub aus Bodenklasse 6-7 zu beachten?
      Die Entsorgung von Aushub aus Bodenklasse 6-7 kann teurer sein als bei leichter lösbaren Böden, da der Aushub möglicherweise als Bauschutt deklariert werden muss und spezielle Deponien benötigt.
    7. Kann man die Bodenklasse vor Baubeginn genau bestimmen?
      Durch ein Bodengutachten kann die Bodenklasse relativ genau bestimmt werden. Allerdings können lokale Abweichungen auftreten, die erst während der Bauarbeiten festgestellt werden.
    8. Was tun, wenn die Bodenklasse während der Bauarbeiten höher ist als erwartet?
      Wenn während der Bauarbeiten festgestellt wird, dass die Bodenklasse höher ist als im Bodengutachten angegeben, sollte dies dem Auftraggeber umgehend mitgeteilt werden. Es ist ratsam, ein Nachtragsangebot einzuholen, das die zusätzlichen Kosten berücksichtigt.

    Verwandte Themen

    • Bodengutachten Kosten
      Informationen zu den Kosten für ein Bodengutachten und wie diese sich zusammensetzen.
    • Baugrundrisiko
      Welche Risiken birgt der Baugrund und wie kann man sich absichern?
    • Erdarbeiten Preise
      Übersicht über die Preise für verschiedene Erdarbeiten.
    • Baugrubensicherung
      Methoden zur Sicherung von Baugruben und deren Kosten.
    • Bodenverbesserung
      Wie kann man die Eigenschaften des Bodens verbessern, um ihn für den Bau geeignet zu machen?
  2. Baggerkosten: 31€/m³ Zuschlag bei Bodenklasse 6-7 zu hoch?

    Mehrkosten
    heißt Zuschlag zum Grundpreis. Da sind 31 €/m³ schon viel. Etwa die Hälfte für die reinen Bagggerkosten wäre so der Durchschnitt.
  3. Ausschreibung prüfen: Bodenklasse im Angebot korrekt angegeben?

    Ausschreibung/Angebot
    Welche Bodenklasse war den in der Ausschreibung und im Angebot angegeben? Hatte den der Unternehmer zur Angebotserstellung das Baugrundgutachten vorliegen?
  4. Bodenklasse 6-7: Mehrkostenhöhe bei Erdarbeiten prüfen!

    Ausschreibung
    Bodenklasse 3-5 war Basis. Das Mehrkosten anfallen ist aus meiner Sicht ja verständlich. Ich finde nur die Höhe der Mehrkosten als deutlich zu hoch
    • Name:
    • Leffer
  5. Bodenklasse 6-7: Vergleichswerte für Aushub-Mehrkosten (m³)

    Foto von Ralf Wortmann

    Mehrkosten durch schlechtere Bodenklassen
    Hallo, Herr Leffer!
    Ich zitiere mal aus dem Buch von Schmitz/Gerlach/Meisel, "Baukosten 2004  -  preiswerter Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern (Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern)", 15. Aufl., Verlag Hubert Wingen, Essen:
    Boden ausheben und lagern, vollständig mit Maschineneinsatz:
    Bodenklasse 3-5 Mittelpreis 6,00 €
    Bodenklasse 6 Mittelpreis 9,50 €
    Bodenklasse 7 (Fels) Mittelpreis 20,50 €
    Boden ausheben und abfahren, vollständig mit Maschineneinsatz:
    Bodenklasse 3-5 Mittelpreis 9,00 €
    Bodenklasse 6 Mittelpreis 13,50 €
    Bodenklasse 7 (Fels) Mittelpreis 24,50 €
    Es müsste also in der Rechnungslegung unterschieden werden zwischen BK 6 (schwer lösbarer Boden) und BK 7 (Fels). Es muss auch aus der Rechnung hervorgehen, wieviel m³ Boden der BK 6 und wieviel m³ Boden der BK 7 angefallen sein sollen. Der AN schuldet Ihnen grundsätzlich auch einen Nachweis über die Mengen, entweder durch Aufmaß (nachvollziehbare Mengenbezifferung), oder ggf. durch Vorlage von Wiegescheinen der Deponie. BK 6 und BK 7 müssen separat in Rechnung gestellt werden, da es zwischen beiden erhebliche preisliche Unterschiede gibt. Mögen mich die Baufachtechniker, die hier mitlesen, bitte korrigieren, aber meiner Meinung nach gibt es keine abrechenbare Einheit "Bodenklasse 6-7".
    Falls Sie in dem diesbezüglichen Werkvertrag die VOBAbk./B vereinbart haben: bitte daran denken, dass Sie solche Einwendungen gegen die Prüfbarkeit einer Schlussrechnung max. innerhalb von 2 Monaten (§ 16 Nr. 3 VOB/B) vorbringen müssen. Wenn nicht, wären Sie mit solchen Einwendungen nach neuerer Rechtsprechung des BGH ausgeschlossen, vgl. BGH, Urteil vom 19.02.2004, Az. III ZR 147/03, z.B. in Baurecht 2004, S. 1937.
    Ob 31,00 € Mehrkosten zu viel sind, hängt u.a. auch davon ab, ob darin Deponiekosten enthalten sind. Wie hoch Deponiekosten i.d.R. sind, weiß ich nicht.
    Viele Grüße
    Ralf
    Hinweis: meine Beiträge sind stets privat und ohne Gewähr!
  6. Bodenklasse 6-7: Deponiekosten neutralisieren Mehrkosten nicht!

    @Ralf Wortmann
    Deponiekosten sind bei den Mehrkosten eigentlich kostenneutral.
  7. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Bodenklasse 6-7: Realistische Mehrkosten bei Erdarbeiten & Aushub

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Angemessenheit von Mehrkosten bei Baggerarbeiten in Bodenklasse 6-7. Ein Teilnehmer hinterfragt eine Forderung von 31€/m³ und sucht nach Erfahrungswerten. Es wird diskutiert, ob die Ausschreibung die korrekte Bodenklasse enthielt und wie Mehrkosten korrekt berechnet werden. Ein Vergleich von Mittelpreisen für verschiedene Bodenklassen wird angeführt.

    ⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Baggerkosten: 31€/m³ Zuschlag bei Bodenklasse 6-7 zu hoch? sind 31€/m³ Zuschlag für Baggerarbeiten in Bodenklasse 6-7 möglicherweise zu hoch angesetzt. Es wird empfohlen, die reinen Baggerkosten zu vergleichen.

    ✅ Zusatzinfo: Bodenklasse 6-7: Vergleichswerte für Aushub-Mehrkosten (m³) zitiert Vergleichspreise aus dem Jahr 2004, die als Anhaltspunkt für die Bewertung der aktuellen Mehrkosten dienen können. Diese Werte sollten jedoch unter Berücksichtigung der aktuellen Marktbedingungen und regionalen Unterschiede betrachtet werden.

    💰 Zusatzinfo: Die korrekte Angabe der Bodenklasse in der Ausschreibung und im Angebot ist entscheidend, wie in Ausschreibung prüfen: Bodenklasse im Angebot korrekt angegeben? betont wird. Ein vorliegendes Baugrundgutachten sollte die Grundlage für die Angebotserstellung bilden, um spätere Mehrkostenforderungen zu vermeiden.

    📊 Fakten: Ein Teilnehmer gibt an, dass Bodenklasse 3-5 die Basis der Ausschreibung war, was die Forderung nach Mehrkosten grundsätzlich rechtfertigt, wie in Bodenklasse 6-7: Mehrkostenhöhe bei Erdarbeiten prüfen! erwähnt wird. Die Höhe der Mehrkosten wird jedoch als zu hoch empfunden.

    👉 Handlungsempfehlung: Es wird empfohlen, die Mehrkosten detailliert aufzuschlüsseln und Nachweise für den Mehraufwand (z.B. Wiegescheine für Deponiekosten) einzufordern. Vergleiche mit aktuellen Marktpreisen und die Einholung einer unabhängigen Baufachmeinung können ebenfalls hilfreich sein.

Antworten oder Benachrichtigung einstellen

Hier können Sie Antworten, Ergänzungen etc. einstellen

  • ⚠️ Keine Rechts-, Steuer- oder Gutachterberatung - dies ist entsprechenden Berufsgruppen vorbehalten. Das Forum dient dem technischen Erfahrungsaustausch!
  • Zum Antworten sollte der Fragesteller sein selbst vergebenes Kennwort verwenden - wenn er sein Kennwort vergessen hat, kann er auch wiki oder schnell verwenden.
  • Andere Personen können das Kennwort wiki oder schnell oder Ihr Registrierungs-Kennwort verwenden.

  

Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Bodenklasse, Mehrkosten, Erdarbeiten, Baugrund". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.

  1. BAU-Forum - Bauen mit Eigenleistungen - Rohbau Kosten: Welche Nebenkosten fallen an? Preise pro m² für Bodenplatte, Heizung, Elektrik?
  2. BAU-Forum - Fertighaus - Fertighaus schlüsselfertig: 171.000 € realistisch? Kostenfaktoren, Baunebenkosten & Vergleich
  3. BAU-Forum - Fertighaus - Hausbau mit Fertighausanbieter: Erfahrungen mit Firma Thenen? Festpreis, Grundstück & Tiefbauer
  4. BAU-Forum - Fußbodenheizungen / Wandheizungen - Erdwärme Zuzahlung wegen schlechter Bodenbeschaffenheit: Kosten, Rechte & Alternativen?
  5. BAU-Forum - Probleme im Mittelstand und Handwerk - Handwerker gesucht: Angebote, Auftragsbücher & Alternativen im Berliner Speckgürtel?
  6. BAU-Forum - Heizung / Warmwasser - Wärmepumpe Tiefenbohrung gescheitert: Was tun? Alternativen, Kosten & Vertrag?
  7. BAU-Forum - Keller - WU-Keller Baubeschreibung prüfen: Gütekontrolle, Richtlinien & Preis (38.200 €) korrekt?
  8. BAU-Forum - Keller - Weiße Wanne Restfeuchtigkeit: Ursachen, Risiken & Sanierungskosten im Vergleich?
  9. BAU-Forum - Keller - Grundwasser im Keller: Ursachen, Folgen & Sanierung bei komplizierter Situation?
  10. BAU-Forum - Keller - Weicher Baugrund: Wer trägt die Mehrkosten für tieferes Fundament?

Interne Suche: Suchbegriffe eingeben und mehr zu "Bodenklasse, Mehrkosten, Erdarbeiten, Baugrund" finden

Geben Sie Suchbegriffe ein, um die interne Suche zu nutzen und passende Fundstellen zu "Bodenklasse, Mehrkosten, Erdarbeiten, Baugrund" oder verwandten Themen zu finden.

Externe Fundstellen und weiterführende Recherchen

Nachfolgende Suchlinks können Ihnen dabei helfen, ähnliche Fragestellungen zu erkunden:

Suche nach: Bodenklasse 6-7: Welche Mehrkosten sind realistisch? Erfahrungswerte & Kosten pro m³
Google Bing AOL DuckDuckGo Ecosia Qwant Startpage Yahoo!

Suche nach: Bodenklasse 6-7: Realistische Mehrkosten
Google Bing AOL DuckDuckGo Ecosia Qwant Startpage Yahoo!

Suche nach: Bodenklasse, Mehrkosten, Erdarbeiten, Baugrund, Baggerarbeiten, Aushub, Bodenklasse 6, Bodenklasse 7
Google Bing AOL DuckDuckGo Ecosia Qwant Startpage Yahoo!

✍️ Antworten ▲ TOP ▲ ▼ ENDE ▼