Recycling-Sand als frostsichere Gründung für EG-Bodenplatte? 08.04.07 Hallo, wir bauen ein EFH ohne Keller vom Bauträger, Grundfläche 10x11,5 m mit 175m2 Wfl, überall FBH über Sole-Wärmepumpe, mit kontrollierter Be-/Entlüftung. In der KfW60-Bescheinigung steht 5,1 Liter. Wandaufbau: 15cm Porenbeton, Kerndämmung, Luftschicht, 11,5 cm Klinker, insgesamt 39 cm. Dem Werkvertrag liegen VOB B und C zugrunde. Inhalt des Werkvertrages: EG-Sohle: Gründung als Flachgründung mit Stahlbeton-Sohlenplatte einschl. umlaufender Streifenfundamente gemäß statischer Berechnung, Betonmindestqualität C20/25, hierfür genügt eine Bodenpressung von nur 0,15 MN/qm. Keine Drainage vorgesehen. Als kapillarbrechende Schicht sowie als Sauberkeitsschicht wird eine Noppensperrbahn verlegt. Oberhalb der Sohlenplatte wird eine Abdichtung mir Bitumen-Schweißbahn hergestellt. EG-Estrich Zement-Estrich mit 12cm Wärmedämmung entsprechend der aktuellen EnEV, Gesamthöhe des Fußbodenaufbaus beträgt 19cm. Die Baugrundbeurteilung, vom Bauträger veranlasst, ergibt: bis 0,6m: Oberboden (schluff, schwach feinsandig, humos), nicht trägfähig bis 4,6m: Lößlehm, schluff, schwach feinsandig, gelb- bis hellbraun, feucht bis nass, weich- bis steifkonsistent, bedingt ausreichend trägfähig bis 5,0m: Flusssand, Feinsandig, mittelsandig, braun bis grünbraun, reucht, mitteldicht bis dicht gelagert, ausreichend tragfähig. Grundwasser: angebohrt bei 1,4m GOK, eingemessen bei 1,7m Bodenklassifizierung: Lößlehm (0,6-4,6m): Klasse 4, UL-UM, sehr frostempfindlich (F3), weniger gut verdichtbar (V3) Empfehlung des Bauträger-Bodengutachters: Gründung mit Stahlbetonsohle auf verdichtetetem Sandpolster (d = 60 cm) über weichkonsistentem Lößlehm für Setzungen <= 2 cm, Bodenpressung (kN/qm) 60, Bettungsmodul k (MN/qm) 3,0 Der Bauingenieur des Bauträgers schlägt vor: 1. nicht tragende Frostschürze, ungedämmt, 30 cm breit, 75 cm tief, oben und unten zwei Eisen drin 2. innerhalb dieses Ringes, 75 cm Oberboden abtragen, darin Recycling-Sand 0/8 lagenweise einbauen und mit kleinem Walzzug oder 10.000er (?) Rüttelplatte verdichten, eventuell Geofließ darunter, oben drauf Noppensperrbahn 3. ausserhalb des Ringes zusätzlich in 3m Breite und 75 cm Tiefe Oberboden abtragen, wegen Lastabtragungswinkel von 45 Grad in diesem Bereich der nicht tragenden Frostschürze sei wiederum 75cm verdichteter Recycling-Sand 0/8 erforderlich, positiver Nebeneffekt sei, die Herstellung einer Gerüststell- und Lauffläche, Frost könne die Schürze so nicht unterkriechen 4. auf die nicht tragende Frostschürze soll die Stahlbetonsohle, C20/25. Diese sei im Standard 16cm, der Statiker habe eine erforderliche Stärke von 20cm errechnet. 5. OKFF sei 105 cm Antwort auf meine Fragen: Sie stellen nie eine Sauberkeitsschicht aus Mergelbeton her, sie bauen bei jedem Haus ohne Keller eine Frostschürze ein, diese dämmen sie jedoch nie, im Standard ist die Sohlplatte immer 16 cm dick, der RC-Sand sei ohne Holzanteile, nach DIN dürfen dort angeblich 30% drin sein. Inzwischen würden sie sogar Häuser bauen, wo die Frostschürze kein nicht tragendes Streifenfundament sei sondern nur aus einer doppelten Lage Dämmung bestehe. Zusätzliche Kosten: - Anstehenden Oberboden (Mehrdicke 30 cm, ca. 90 cbm) abtragen und lagern: 470 Euro - Sandplatte aus RC-Sand als tragenden Unterbau der Stahlbetongründungsplatte im Auflastverfahren liefern, einbauen, verdichten: 6783 Euro - Überschüssiger Mutterboden laden und abfahren: 23,32 Euro je cbm - Mehrkosten für die Herstellung einer verstärkten Sohlplatte gem. Statik: 3540 Euro (Anmerkung: 20 statt 16 cm - Mehrkosten insgesamt: mindestens 11.000 Euro Hinweis; Die Frostschürze ist im Standardhaus mit drin, kostet demnach nicht zusätzlich. Ich bin Laie. Zum einen kommt mir der Aufbau widersprüchlich vor, zum andern erscheinen mir die Kosten horrend. Meine Fragen: a) Ist bei dieser Gründung Frostsicherheit gegeben? b) Sind die Kosten angemessen? c) Mal abgesehen davon, dass im Werkvertrag eine Sohlplatte gemäß Statik enthalten ist, wären die Kosten für die dickere Platte angemessen? d) Will der Bauträger Dämmkosten auf meine Kosten sparen? e) Die Statik habe ich nur kurz einsehen können, dort ist eine Betonfuge zwischen Platte und Frostschürze vorgesehen. Ist das nicht ein Zeichen dafür, dass die Schürze doch tragend ist? f) Angenommen die Schürze sei nicht tragend, die Sohlplatte läge jedoch in ganzer Breite von 30cm auf. Ist da eine Katastrophe nicht vorprogrammiert? Name: BT-Opfer Name: Berger
Kennwort
Sollten Sie einen neuen Beitrag erzeugen wollen und noch kein Kennwort haben,so müssen Sie sich zuerst registrieren lassen.