Suchefunktion BAU.DE Forum Tiefbau und Spezialtiefbau 1720: Nasse Kellerwände mit Wassereinbruch

Tiefbau und Spezialtiefbau

Werbefläche zu vermieten
Werben Sie in allen Beiträgen des Forums "Tiefbau und Spezialtiefbau"
für EURO 50,- pro Monat (zzgl. MwSt) - Kontaktaufnahme hier

Nasse Kellerwände mit Wassereinbruch 02.10.08
Hallo, bei meinem Haus (BJ 1962) sind innerhalb von 2 Jahren "plötzlich" die Kellerwände - und zwar so, dass es bei Regen an diversen Stellen die Kellerwände herunterläuft. Dies betrifft drei Außenwände und auch eine Zwischenwand. die Wand zum nicht unterkellerten Teil des Gebäudes ist nicht betroffen.
Es gibt einen Pumpensumpf mit instesamt 5 Zuleitungen, aus denen jedoch keinen nennenswerten Volumen zufließen. Ich hatte überlegt, ob es eine Verstopfung der Drainage geben könnte, es erschien mir jedoch unwahrscheinlich dass dies auf allen drei Seiten gleichzeitig und in gleichem Umfang passiert. Skeptisch macht mich auch, dass die Ziwschenwand auch gleichmäßig Wasser zieht.
Was könnte die Ursache sein und wie behebt man einen solchen Schaden?

Ansicht einer der Kellerwände. Oberkante des Schadens ist ca. Bodenhöhe
Anhang: Ansicht einer der Kellerwände. Oberkante des Schadens ist ca. Bodenhöhe - jpg / 47 kByte
Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.


Name: Marc  

  1. Ursache 16.12.08
    Sehr geehrter Marc,
    die Ursache für die feuchte Mauer innen ist wohl mit dem Regenwasser zu sehen. Ist die Außenseite nicht dicht, bzw. die Kehlfuge offen dringt Wasser ein. Falls Risse in der Bodenplatte sind, kann auch von unten her das Wasser zB. über eine aufstauende Wasserader kommen. Das eindringende Wasser verteilt sich unter dem Estrich je nach Betonbodenoberfläche ungleichmäßig. Über die Mörtelfugen steigt dann das Wasser kapilar hoch.
    Zur Abgrenzung/Lecksuche müssen Sie systematisch vorgehen. Gegebenenfalls kann Ihnen eine Spezialbodensondierung und ein Wasserkellergutachten hilfreich sein.
    Name: Roland Beck   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.netrafting.de

  2. hmmm, teufelanwandmaler :( 16.12.08
    Moin,
    .
    der Schaden kam plötzlich und nach etlichen Jahren erst zum Vorschein. Und nun malt Herr Beck den Teufel an die Wand :(
    .
    Zunächst, auch wenn es an drei Wänden gleichzeitig auftritt, wer sagt denn, dass es nicht die Dänung ist? Wenn da - und da möchte ich schon fast wetten - keine normgerechten Rohre verwendet wurden, bei Richtungsänderungen keine Schächte eingebaut sind, dann verstopft die recht schnell und staut zurück.
    .
    Andere Ursache ist vielleicht eine undichte Grundleitung vom Regenwasser.
    .
    Grüße
    stefan ibold
    Name: Stefan Ibold   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.planungsgruppe-dach.de

  3. Drainage fehlerhaft? 16.12.08
    Sehr geehrter Stefan Ibold,
    Ihre Annahme, daß - keine normgerechten Rohre verwendet wurden, bei Richtungsänderungen keine Schächte eingebaut sind, dann verstopft die recht schnell und staut zurück- kann möglich sein.
    Für eine Objektivierung der Sachlage sollte, wie schon gesagt, eine Abgrenzung/Lecksuche systematisch angegangen werden. Selbstverständlich fallen auch diese Gesichtspunkte der Prüfung unter. In der Regel aber haben bei den Gutachten andere Punkte, die den verursachenden Ausschlag gegeben.
    Für Ihre -andere Ursache ist vielleicht eine undichte Grundleitung vom Regenwasser- gilt das gleiche.
    Bitte teilen Sie uns Ihre weiteren Möglichkeiten mit.
    Falls Herr Marc konkretere Daten mitteilt, werden wir hierzu genaue Stellungnahme geben.
    Name: Roland Beck   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.netrafting.de

  4. Sehr geehrter Herr Beck 16.12.08
    Der Beitrag ist (wenn auch nicht beantwortet) 2 Monate alt. Ich sehe ihr bestreben eher darin Eigenwerbung zu betreiben, deshalb auch der "Kontakt" Hinweis...
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  5. Hallo die Herren, habe eine "Fachfirma" gebeten einen ... 17.12.08
    Hallo die Herren,
    habe eine "Fachfirma" gebeten einen Sanierungsvorschlag zu unterbreiten. Der beinhaltet Positionen wie "Putz entfernen, Papplage ausstemmen, Herstellen der Hohlkehle, Kiesolschicht, Abdichtender Wandfläche (Verkieselung& Dichtungsschlämme) Sanierputz)" Kostenpunkt bei 36,8m² zu behandelnder Fläche von 10.000 Euro. So wie ich das verstehe, werden alle Arbeiten von innen ausgeführt.
    Wie man auf dem Foto sieht, schaut der Keller etwas aus dem Boden heraus (Ost-Seite) dafür hat es da ein gemauertes Podest vor der Eingangstür. Auf der Südseite (Terasse) und Westseite (Beete und Außen-Kellertreppe) ist das Haus bis OK EG aufgeschüttet. Das Haus ist teil-unterkellert, d.h. die Nordwand des Kellers ist gegenüber der Hauswand um c.3 m nach innen versetzt. Diese Wand ist übrigens unauffälig. Es gibt 4 Kellerfenster. Diese wurden vor 4 Jahren durch die Standard-Fenster von MEA ersetzt (Kippfenster mit Doppelverglasung, Kunsstoffrahmen.)
    Nach meinem Eindruck wäre eine Sanierung von innen der falsche Ansatz. ich hätte vermutet, dass man eher die folgende Strategie verfolgt:
    Kellerwände von außen freilegen, Drainage überprüfen und ggf. erneuern, Regenwasserleitungen überprügen und ggf. erneuern, Kellerwände von außen abdichten (Bitumen-Dickschicht, Dämmung extrudierter Polystyrolschaum 8 cm, Drainageebene (falls erforderlich). Den Keller dann erst einmal schön trockenlegen (Bautrockner läuft bereits...) und dann die Innenwände neu verputzen.
    Problemstellen sehe ich besoners bei der Außentreppe und bei dem Podest(wie kommt man da drunter?!)
    Wir ist Ihre Meinung dazu?
    freundliche Grüße
    Marc
    P.S. Herr Bachmann: vielen Dank für den Hinweis. Damit, dass Experten in diesem Forum möglicherweise kommerzielle Interessen verfolgen könnten, rechne ich. Das ist auch an sich nicht verwerflich, sondern ein Geben und Nehmen und ich danke jedem Experten, der sich hier zu meinem Anliegen fachlich äußert.
    Name: Marc  

  6. Ěnstandsetzung hier 17.12.08
    nur nach eingehender Prüfung!
    Die Leitungen der Dränanlage entwässern nicht? Also funktioniert die Dränanlage nicht ODER es kommt gar kein Wasser an, da es kein aufstauendes Sickerwasser gibt.
    Das nur die bewitterten Bereich betroffen sind könnte Herrn Ibold recht geben. Wobei dann fraglich wäre wieso sich das Wasser nicht unterhalb der Überbauung aufstaut.
    Nach ihrer Angabe ist eine Zwischenwand auch betroffen? Bis zu welcher Höhe, nur im Anschlussbereich an die Außenwand? Hat diese eine Horizontalsperre? dann müsste auch der Boden in diesem Bereich feucht sein?
    Eine Innenabdichtung kann funktionieren, jedoch nicht ohne Bauwerksanalyse. Es muss nämlich sichergestellt sein das es eine ausreichende Haftung der Dichtschlämme auf der Wand gibt da sich diese sonst ablöst.
    Ohne Analyse und Ursachenfindung ist eine Instandsetzung wenig Zielführend.
    Name: Robert Bachmann   E-Mail-Adresse anzeigen  

  7. Wasserläufe 17.12.08
    Sehr geehrter Herr Marc,
    Das eindringende Wasser verteilt sich unter dem Estrich je nach Betonbodenoberfläche ungleichmäßig. Wir haben schon öfter mal erlebt, daß das Wasser vom Leck bis zur Innenwand 6m zurücklegt.
    In einem Fall hat ein Bauherr 3 mal rund ums Haus aufgerissen und jeweils neu mit Bitumendickschicht nachgebessert und nichts hatte es geholfen, das Wasser kam nämlich von einer leckenden Waschmaschinenleitung innen.
    Es gibt auch Fälle bei denen die Kehlfuge immer wieder aufgeht, weil die Bodenschicht unter dem Haus sich verändert und die Bodenplatte falsch bzw. zu schwach bewehrt ist. Da hilft dann nur noch eine konstruktive Lösung.
    Manchmal scheitern Lösungen, weil man an bestimmte Hohlräume im Haus nicht herankommt.
    Öfters sind es aber Leitungen (Falsch reparierte, nicht ordentlich gestoßene, fehlende Gummiringe) das war vor kurzem bei zwei Neubauten in Ulm.
    Drainagen und Leitungsgräben bewirken öfters mal, daß man sich das Wasser an das Haus heranholt.
    Da das Wasser einen so kleinen Kopf hat und durch kleine verdecke Risse sickert, ist eher selten, daß man auf Anhieb mit der Dickschicht allein es beheben kann. Bei ältern gemauerten Häusern kommt in der Regel eine komplette Putznachbesserung hinzu, weil der Putz durch Frost und eingedrunge Nässe im Mauerwerk abgesprengt wird....
    Manche Gutachter haben schon versucht mit Wärmebildkamera zu messen, aber es kamen nur falsche schlüsse heraus.
    Dann war da der Installateur, der die Kanalleitung mit einer Kamerea befahren hat, und alles für in bester Ordnung versicherte. Es stellte sich aber heraus, daß gar keine Rollringe eingebaut waren.
    Darum prüfen wir selbst und können auf keinen Fachmann vertrauen.
    Selbst reparieren wir vor Ort nicht alles. Unsere Aufgabe ist zunächst nur Problemsuche später nur die Anleitung und Kontrolle der Sanierungsausführung. Jede falsche Anwendung füllt nur den Beutel des sich selbst titulierenden Fachmanns, selbst müssen aber dafür gerade stehen.
    Mfg
    netrafting
    Name: Roland Beck   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.netrafting.de
 

Kennwort

Sollten Sie einen neuen Beitrag erzeugen wollen und noch kein Kennwort haben,
so müssen Sie sich zuerst registrieren lassen.


BAU.DE - Suche - Forum - Inserate - Baulexikon - Gästebuch
© + Impressum + Nutzungsbedingungen