Suchefunktion BAU.DE Forum Tiefbau und Spezialtiefbau 775: Trockener Keller

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Trockener Keller 3.02.04
Wir haben im Haus unserer Eltern problem mit dem Eindringen von Grundwasser zumindest daß läßt sich einigermaßen sicher sagen ;-) da ich jedoch ein absoluter Laie bin hier einige Fragen meinerseits.
Zunächst zu dem Gebäude : es ist Bj 1976 und wurde zum damaligen Bauzeitpunkt ohne jegliche Drainage errichtet. zum einen war lt meines Vaters der Sommer recht gut (maurer und erbauer des ganzen) zum anderen war damals der Grundwasserspiegel niedriger, da in unmittelbarer Nähe Wasser gefördert wurde für die Umgebung. Die Kellerhöhe war usprünglich volle Geschoßhöhe (2,75 M) wobei hiervon ca 1,50-1,7 m unter der Erdoberfläche liegen. Mittlerweile sind insgesamt ca 45 cm Betoneinlage in den Keller hgekommen, so daß die Aktuelle Deckenhöhe im Keller ca 2,25 m beträgt. denoch hat es uns nach 10 Jahren Wasserfreiheit wieder erwischt und wir haten ca 5-6 cm Wasserstand im Keller. Was mich selbst etwas stutzig machte, war, daß das Wasser nicht nur über die Außenwände eindrang, sondern auch an Wänden innerhalb des Hauses.ist dies auf Kapillarwirkung zurückzuführen oder wurde der nunmehr fast >70 cm Betonboden durchflutet ??
Mittlerweile findet sich an den Wänden Schwarzschimmel ? Da meine Schwester und Ich dieses Haus übernehemen wollen stellt sich die Frage nach den Folgekosten.
am sinnvollsten scheint mir hier eine Komplette Drainage oder ist das zuviel des Ganzen ??
mit welchen Kosten ca muß man rechnen (nur grobe angabe 5teur oder 30Teur oder oder. Die Fläche des Kellers umfasst ca 165 Qm ca 10*17 Meter die Bodenplatte.
Das Mauerwerk zeigt ebenfalls Risse, die ich auf den Wasserschaden zurückführen würde. Wie sieht es mit der Stabilität von durchfeuchten Kellern aus ??
ich weiß das sind nicht sehr viele Angaben die ich hier machen konnte hoffe aber dennoch auf Antwort
mit freundlichen Grüßen
Name: Peter Schubert   http://eiligerwind2001@hotmail.com

  1. Das kann ein Faß ohne Boden werden... 3.02.04
    ... und ohne es gesehen zu haben kann man schwer etwas sagen. Aufbuddeln, Meter für Meter, Abdichtung raufbringen, eventuell kommts doch von unten? Nee, hier muß ein Fachmann ran für Abdichtung, nicht lachen, es wird ein Dachdecker sein...
    Weiterführende Links:
      - http://www.planungsgruppe-dach.de
    Name: Rüdiger und Monika Berg   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.berg-schwedenhaus.de

  2. Einfach wieder Wasser fördern 3.02.04
    Wer hat den damals das Wasser gefördert? Warum wurde es eingestellt. Bei der Grundwassertiefe kann man vermutlich noch per Hand ein Brunnen graben. Je nach Grundwassermenge könnte es sich auch anbieten, einfach das Wasser wieder zu fördern (vorausgesetzt man kann es irgendwohin leiten).
    Die Idee 45cm Beton in den Keller zu pumpen ist schon recht heftig.
    Steht das Haus richtig im Grundwasser? Einfach mal an der Hauswand nachgraben. Ist bei der Tiefe in 15 minuten gemacht.
    Denn bei Grundwasser wird es vermutlich heftig da nachträglich was zu machen.
    Gruß von einem Bauherren
    Name: Herr Lennart  

  3. Und bei der Drainage muß auch geklärt sein wo das Wasser hinfließt 3.02.04
    Wenn ihr im Grundwasser sitzt, dann wird das nicht viel helfen
    Name: Herr Lennart  

  4. Ja Danke das mit dem Grundwasserstand werde ich ... 4.02.04
    Ja Danke das mit dem Grundwasserstand werde ich prüfen, wobei ich glaube, daß der Grundwasserspiegel nicht dauernd über der Kellerkante liegt, da derzeit kein Wasser im Keller ist.
    Das mit dem wieder Fördern ist so ne Sache ..da müßte dann die Stadt Hannover wieder ihr Wasser aus unserem Gebiet anstatt aus der Harzer Talsperre bekommen...ich glaub das wird nichts.
    Fass ohne Boden hab ich mir schon gedacht aber hat keiner ne Ahnung wie groß das Loch im Fass sein wird ??

  5. Meiner Meinung.. 6.02.04
    nach ist das Problem gar nicht so groß.
    ich bin selbstständiger Bauwerksabdichter und habe schon einige Fälle in Ihrer Richtung gelöst.
    Vorschlag :
    Das Gebäude freischachten bis UNTERKANNTE FUNDAMENT ( auf standsicherheit des Gebäude achten ! )
    evnt. Ausgleichputz aufbringen , Dickbeschichtung aufbringen( je nach Hersteller 4,5-8 Liter/ m2 , 50mm Drainplatten oder Systemschutzbahn , Drainage in Kies legen. Sollte der RW-Kanal
    oder MW-Kanal höher liegen als die Drainage , müsste ein Pumpschacht 50/50 eingebaut werden von dem aus das anfallende Wasser ins Kanalnetz abgepummt wird .
    Wenn der Arbeitsraum dann noch mit Füllsand aufgefüllt wird , müsste Ihr Keller in der nächsten Zeit wieder abtrocknen.
    Auf jeden Fall sollten Sie sich mit einem Abdichtungsunternehmen in Verbindung setzen , aber kein DACHDECKER !
    M.f,G.
    Name: Stefan Wörmann  

  6. Problem bei der Drainage wäre daß auf der ... 7.02.04
    Problem bei der Drainage wäre, daß auf der jeweiligen kurzen Seite des Hauses auf der ca der Hälfte der 2 Wände Garagen angebaut sind, die bis zur Grundstücksgrenze gehen. Die nachbarn haben dementsprechend ebenfalls hier ihre Garagen also wäre hier keine Drainage möglich...macht es dann überhaupt sinn hier eine Drainage zu verlegen, wenn nicht das ganze geschlossen werden kann?? desweiteren müte die koplette Veranda auf der Südseite zunächst weg ?? ;-( naja das wäre ja gangbar aber sehr aufwendig.
    Danke im Voraus für Ihre ANtworten

  7. @ wörmann 7.02.04
    Moin,
    was haben Sie gegen Dachdecker?
    DIN 18195 ist EINDEUTIG deren Aufgabengebiet und nicht das selbsternannter Fachleute.
    .
    @ Fragesteller:
    soweit ich weiß, hat die Stadt Hannover sämtliche Drainungen aus den Satzungen genommen und setzt zumindest in den Neubaugebieten auf Versickerung. Klar, daß das auf die Dauer den Grundwasserspiegel wieder hebt. Ist ja auch letztlich Ziel der Sache.
    Von daher KÖNNTE das mit der Drainung ein Problem geben, weil Sie ja dann eine Grundwasserabsenkung vornehmen würden.
    .
    Nun ist Ihr Keller offensichtlich nicht auf den Lastfall ausgelegt. Unterstellen wir, es handelt sich um Teil 6, aufstauendes Sickerwasser und nicht um Grundwasser. Dann könnte aufgraben (Standsicherheit!!), Untergrund schaffen, abdichten mit Bitumenbahnen, notfalls mit KMB und Gewebeeinlagen, Drainung (Problem mit den Anbauten) Verfüllen mit sickerfähigem Boden aus dem Teil 6 den Teil 4 machen.
    .
    Hierzu würde ich aber ersteinmal und notfalls mit einem Bodengutachter sprechen, was denn nun tatsächlich bei Ihnen im Gelände passiert ist.
    http://bauen-region-hannover.de
    bestellen sie einen schönen Gruß von mir.
    NACH dem Gespräch und den dann evtl. notwendigen Untersuchungen und Festellung der Ergebnisse können Sie eine Sanierung seriös planen.
    .
    Grüße
    stefan ibold
    Weiterführende Links:
      - http://dachmurks.de
      - http://sachverstand-dach.de
    Name: Stefan Ibold   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.planungsgruppe-dach.de

  8. Leider wurde nicht auf die Probleme mit den ... 7.02.04
    Leider wurde nicht auf die Probleme mit den Anbauten eingegangen also nochmals die Frage macht dann eine Drainage überhaupt sinn ?? und es ist schön das die Stadt Hannover den Grundwasserspiegel anheben will, aber sie Kann doch nicht erst eine Baugenehmigung mit keller erteilen und dann die Gegend absaufen lassen wollen?? Das problem mit Wasser im Keller betrifft im übrigen auch die Nachbarschaft und tritt immer dann auf wenn die Regenfälle sehr stark waren und ggf der Fluß wieder stark Wasser Führt. Dieser Fluß ist ungefähr 600 m Luftlinie vom Haus entfernt ....

  9. Zeit (Grundwasseränderung) 7.02.04
    Wenn mich nicht alles täuscht, muß ein Bodengutachter zum Zeitpunkt seines Bodengutachtens die Grundwasserentwicklung der letzten 40 Jahre feststellen. Wenn das Haus 1976 gebaut wurde also bis 1936 - und ob da schon der Grundwasserspiegel abgesenkt wurde, wage ich zu bezweifeln. Ob nicht sogar bei bekannter Grundwasserabsenkung der Grundwasserstand ohne Grundwasserabsenkung dem Lastfall der Abdichtung zu Grunde zu legen ist, weiß ich jetzt nicht. Auf jeden Fall haben Ihre Eltern damals wahrscheinlich ohne Bodengutachten gebaut - und das rächt sich jetzt (nur als Hinweis für Bauherren, die jetzt bauen und ebenfalls das Baugrundgutachten einsparen wollen).
    ´
    Wenn Sie eine Dränage bauen, produzieren Sie einen Grundwassertrichter, der ggf. zu Rissen an den Nachbargebäuden führen kann - und für die sie dann schadenersatzpflichtig sind. Also spätestens jetzt Bodengutachten und Abdichtungsfachmann.
    ´
    Name: Ebel  

  10. Ich meine daß meine Eltern wohl ein Bodengutachten ... 7.02.04
    Ich meine daß meine Eltern wohl ein Bodengutachten hatten..das lässt sich prüfen...das Abpumopen der Stadt ahnnover hat definitiv erst nach 1976 ausgesetzt...also auch dann erst der anstieg des Grunwassers erzeugt.
    Immer noch nicht beantwortet wurde die Frage nach dem Sinn einer Drainage wenn nicht das gesamte Haus umschlossen werden kann...weiß denn niemand rat ??

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