Suchefunktion BAU.DE Forum Wassersparen / Regenwassernutzung 534: Rohrrigole selber bauen

Wassersparen / Regenwassernutzung

Regenwassernutzung, Nutzung Regenwasser, Regenspeicher
Regenwassernutzung, Nutzung Regenwasser, Regenspeicher

Rohrrigole selber bauen 18.04.05
Wir wollen - um unser Regenwasser versickern zu lassen -
eine Rohrrigole von 6x1x1m anlegen.
Nach dem ersten Angebot, das wir erhalten haben, stellten wir
fest, dass diese von fremdfirmen sehr teuer ist (ca. 1800,- €).
Kann man Rohrrigolen auch problemlos selber anlgen oder verstößt
man dann gegen irgendwelche Auflagen? Was muss ich beachten?
Muss die Rohrrigole auch bei einem Freistellungsauftrag (keine
Baugenehmigung) abnehmen lassen?
Wenn wir diese Rohrrigole selber bauen können, woher bekommen
wir Bauanleitung und Tipps?
Ich danke jetzt schon für nützliche Tipps.
Gruß
Andrea
Name: Andrea  

  1. Erstmal: Was für einen Boden haben sie? 19.04.05
    Sand, Lehm? Wir haben eine Regenwasserversickerung für lau - 1 m3 Porotonsteine verbuddelt, die blieben beim Bau über. Es gibt da einige Möglichkeiten, kommt halt immer drauf an, was für einen Boden sie haben. Ansonsten sieh Links
    Weiterführende Links:
      - http://bau.de/forum/garten/312.htm
      - http://forum/wasser/254.htm
    Name: Bernhard Kuner   E-Mail-Adresse anzeigen   http://home.arcor.de/bkuner

  2. Rigolengröße geschätzt oder berechnet? Reicht auch eine Mulde? 21.04.05
    Frau Andrea,
    auch die Regenwasserversickerung bedarf der Genehmigung, verbunden ist dann damit die Gebührenbefreiung bei Abkoppelung von dem Regenwasserkanal.
    Grundlage sind anerkannte Technische Regeln (ATV-DVWK-A 138), die fast immer für den Antrag gefordert sind anzuwenden und einzuhalten. Meist sind Berechnung und die Planung mit Zeichnung/Karte einzureichen.
    Dabei geht es um die Dimensionierung und den hydraulischen Nachweis, dass auch das Wasser bei einem Starkregen zwischengespeichert werden kann.
    Die Bodendurchlässigkeit und die versiegelte Flächengröße sind wesentliche Eingangsdaten.
    Das daraus berechnete Volumen und die Versickerungsfläche ist dann Ausgangpunkt für die Planung und Systemwahl. Hier sind neben anderen Bedingungen auch die Platzverhältnisse zu prüfen.
    Zum Selbstbau:
    Natürlich können Sie in Eigenleistung die Anlage erstellen, sie muß allerdings dem Stand der Technik entsprechen und entsprechend der Planung gebaut werden. Eine Abnahme erfolgt durch die Stadtentwässerung/Tiefbauamt.
    Die infachste Bauart ist eine Mulde, eine begrünte Vertiefung von max. 30 cm. Sie ist am einfachsten ohne Probleme auch selbst herzustellen.
    Weiterführende Links:
      - http://regenwasser.jburda.de
    Name: Josef Burda   E-Mail-Adresse anzeigen   http://www.jburda.de

  3. Wo wohnen Sie, Herr Burda? 21.04.05
    Wissen Sie, wie es in großen Teilen von Nds. läuft? B-Plan verbietet Einleitung von Niederschlägen in Abwasserkanal, Abwasserverband interessiert es nicht, für die untere Wasserbehörde sind es peanuts. Hier kräht kein Hahn danach, wie das Wasser versickert wird, es gibt auch keine Abnahmen.
    Manch einer baut sich Sickerschächte, manche versuchen es mir Rigolen (egal welcher Bauart), mein Nachbar hat seine Fallrohre an die schönen gelben Drairohre an#geschlossen, die direkt der Baumbewässerung dienen, und manche (kriminellen) zeitgenossen bauen sich eine Umleitung zum Abwasserkanal.
    That's reality !
    Name: Frank P. Taschner   E-Mail-Adresse anzeigen  

  4. Sorry für die Schreibfehler, 21.04.05
    habe gerade eine neue Tastatur ausprobiert - die ist nicht ganz DIN-gerecht :-)
    Name: Frank P. Taschner   E-Mail-Adresse anzeigen  

  5. Ein paar Eckdaten 22.04.05
    Alos, die Genehmigung für die Rigolenversickerung liegt vom Amt vor. Damit ist hoffentlich alles, was die Ämter in NRW damit zu tun haben, gelaufen. Eine Berechnung haben wir auch vom Architekten durchführen lassen: Maße 6x1x1m Rigole. Da wir einen sehr sandigen Boden haben, sollte das auch ausreichen.
    Haben uns aufgrund der Meinungen dafür entschieden, die Rigole nun doch selber zu bauen, auch wenn das ganz viel Arbeit bedeutet (wir benötigen allein ca. 6 m3 Kies).
    Muss denn auch ein Kontrollschacht mit angeschlossen werden, um eine eventuelle Verstopfung der Rigole zu beseitigen? Oder kann darauf verzichtet werden? Wie oft müsste man denn der Erfahrung nach das Rigolenrohr reinigen? Bekommt man einen solchen Schacht in jedem Baustoffhandel?
    Kann irgendjemand aufgrund von Erfahrungswerten abschätzen, wie teuer die selbstgebaute Rigole wird (Kontrollschacht, 6 m3 Kies, 6 m Rigolenrohr)? Haben bis jetzt noch keine Preise einholen können.
    Danke schon mal jetzt für die ganzen Tips.
    Gruß
    Name: Andrea  
 

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