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Wer hat Erfahrung mit

Sanierung der Wärmedämmung in den Außenwänden eines Fertighauses

Hallo Forumleser
Ich habe das gesamte Forum rauf und runter gelesen (bis zum ersten Beitrag) um Informationen zu diesem Thema zu bekommen. Habe alle Leser die schon einmal etwas dazu beigetragen haben per e-mail angepostet um Erfahrungswerte zu sammeln, aber bisher leider keine Antwort erhalten. Zum Thema:
Wir, meine Familie und ich, wohnen in einem Fertighaus Bauj.80 und haben seit Monaten gesundheitliche Probleme. Die Schulmedizin wusste keinen Rat mehr. Durch Zufall an einen Umweltmediziner geraten. Zweite oder dritte Frage: Wo und wie wohnen Sie?
Diagnose: Schimmelpilzbelastung!!!
Tja und jetzt ging es richtig los.

  • Umweltmobil wurde bestellt
  • 1.Ortstermin
  • Probennahme der Mineraldämmung, Befund: Positiv...!
  • 2. Ortstermin
  • Einsatz eines Schimmelspürhundes (Alle Außenwände mit

Schimmelpilzen in der Dämmung belastet, Innenwände geöffnet, Proben entnommen, Material trocken.)

  • Raumluftmessungen, Proben aus Holzwerkstoffen,

Möbeln, Teppichen, Staubsaugern entnommen.

  • Ergebnisse werden erwartet

Leute, hier brennt der Baum!!!
Wer kann helfen?
Gibt es Sachverständige und Rechtsanwälte, die so ein Ding schon einmal durchgezogen haben?
Wer hat schon einmal solch eine Sanierung (mit)gemacht?
Wie sollte ich vorgehen?
Wen kann ich ansprechen?
Gewährleistung?
Schadenersatz?
Kosten?
Ich denke mal, ich habe hier ein größeres Problem und bitte daher um ernstgemeinte Antworten. Bitte keine Ironie (Sprengen, Abreissen usw)unsere Nerven liegen blank. Vielen Dank für Tipps oder Links zu Experten

Name:

  • Mark Cern
  1. anregungen

    Hallo Herr Cern,
    keine Angst, ich will Ihnen weder eine Dienstleistung oder sonstwas verkaufen. Mich würde aber doch interessieren, ob Sie mit Ihrer Familie erst seit einiger Zeit in dem betreffenden Gebäude wohnen, oder haben Sie es gebaut/bauen lassen? Das ist insofern von Bedeutung, damit man beurteilen kann, ob der Schaden schon vorher erkannt, bzw. vorhanden war und Sie nur die Probleme damit haben, oder ob es ein neuerer Schaden ist, der dann andere Ursachen haben kann.
    Generell kann man aber sagen, daß 95 % der Schimmelbildungen innerhalb der Wandkonstruktionen auf fehlerhafte Aufbauten derselben zurückzuführen sind. Maßgeblich die häufigste Ursache ist eine mangelhafte luftdichte Schicht. Fehlerstellen hier sind z. B. Übergänge Decken/Wände, Wand/Wand, Steckdosen und Lichtschalter.
    Aber auch zu geringe Dämmstoffdicken können zu Schimmelbildung führen.
    Wo befindet sich Ihr Haus? Vielleicht kenne ich dort einen kompetendten Menschen, der Ihnen weiterhelfen kann.
    In Sachen Recht, empfehle ich hier regelmäßig RA Schotten. Zumindest die ersten Anregungen sind hier im Forum u. U. machbar. Zur endgültigen Beratung ist aber ein Ortstermin unvermeidbar.
    MfG
    stefan ibold

  2. klare Linie reinbringen, Ergebnisse abwarten

    Ich habe gerade am letzten Wochenende am Fachsymposium Schimmelpilz des Verbands der Bausachverständigen Norddeutschlands teilgenommen (auch wenn ich weder öbuvSVA noch Norddeutscher bin), die Referenten waren 2 Bausachverständige (Kamphausen und Schumacher), die häufig mit diesem Themenbereich zu tun haben, ein Baubiologe aus Berlin und ein Umweltmediziner aus Franken. Die diversen Vorträge zusammenfassend würde ich sagen: Das schwierigste an einer erfolgreichen Bekämpfung ist das Auffinden aller Schimmelherde - sind sie lokalisiert, so lässt sich auch was machen (zur Ausführung der Sanierungsmassnahmen später mehr, wenn die Fundorte eingekreist sind). Was Sie im Moment schreiben, hört sich noch etwas wirr und chaotisch an ("Der Schimmel ist überall - was kann ich tun") und ich würde noch ein paar Tage warten, bis Laborergebnisse vorliegen (Abklatschproben sind in der Regel nach 7 Tagen reif zur Auswertung). Erfreulich fand ich beim Vortrag des Umweltmediziners, daß sogar langjährige Beschwerden bei den meisten Patienten innerhalb von 2 bis spätestens 6 Wochen verschwanden, nachdem die Schimmelsanierung erfolgreich abgeschlossen wurde (um den Erfolg zu belegen, sollte auch NACH der Sanierung nochmal gemessen werden, ob auch wirklich alle Schimmelecken gefunden wurden. Problematisch waren generell versteckte Sachen wie großflächige Schimmelbildung unter Laminatböden, die sich in der Mitte schön hochgewölbt hatten und beim Drüberlaufen dann einen feinen Blasebalgeffekt erzeugten und die Sporen richtiggehend rauspumpten. Als Sofortmaßnahme empfahl der Mediziner auch die Matrazen zu tauschen, die oft ein Quell des Übels waren. Insbesondere sogenannte "Bio"-Matrazen bieten reichhaltige Nahrung für den Pilz. Schimmelbefall ist ein wirklich umfangreiches Thema, das auch nach diesem ganztägigen Seminar eigentlich nur angeschnitten werden konnte... Sobald sie Ergebnisse der Proben haben und Bewertungen vorliegen, sollten Sie diese bekanntgeben, dann kann man schauen. Auch wäre es nicht schlecht, wenn Sie die Region nennen würden, in der Sie wohnen, dann könnte man mal einkreisen, ob es in der Gegend Fachleute gibt.

  3. Weitere Details

    Hallo Herr Ibold, Wir wohnen seit 13 Jahren in dem Haus und haben es gebraucht gekauft. Der vorbesitzer, mittlerweile altersbedingt verstorben, hat keine Probleme mitgeteilt. Habe schon einige Steckdosen ausgebaut um die Folie in Augenschein zu nehmen. Die sichtbare Folie ist unbeschädigt, die teilweise installierten Hohlwanddosen habe ich vorsichtshalber nicht ausgebaut. Wohnort: Nordrhein-Westfalen im Raum Dortmund. Hallo Herr Kempf, sicher werde ich die Ergebnisse erst einmal abwarten müssen, allerdings hat der Schimmelspürhund in allen Zimmern die Ecken und teilweise auch Wandflächen der Aussenwände markiert, daher denke ich einfach mal, daß der Schimmel überall ist. Parkett und Teppichflächen waren anscheinend OK. Sobald Ergebnisse da sind, teile ich sie gerne mit. Mir ist es auch wichtig, am Anfang keine Verfahrensfehler zu begehen. Wohnort: s.o. An Sie beide erst einmal Dank für die Prompte Reaktion. Gern erwarte ich weitere Anregungen. Viele Grüße, Mark Cern

    Name:

    • Mark Cern
  4. Dortmund ist doch gut.

    Kann ich mir ja unverbindlich mal ansehen. Es ist natürlich eine Rechtsfrage, wie man weiter vorgeht, aber erst mal sollte man die Ursache kennen. Also, mails werden von uns immer prompt beantwortet.

  5. ? ANGST?

    Hallo zusammen
    Wo sind denn all die Eigenheimer die schon einmal ähnliche Probleme hatten? (siehe div. Forum Beiträge)
    Dürfen sie nichts mehr dazu sagen?
    Es gibt ja unglaubliche Geschichten. Oder ist sich diesbezüglich jeder selbst der nächste?
    Würde eigentlich nicht zu diesem tollen Forum passen. Wer hier nichts sagen möchte, möge mich bitte per e-mail kontakten!
    Hallo MB, Danke für Gips ;-))
    Viele Grüsse

    Name:

    • Mark Cern
  6. SgH Cern, leider antworten in diesem Forum

    fast immer nur die freiwilligen Bauexperten. Bauherren sind nur wenige dabei, denn die, was ich natürlich auch verstehe, haben nach Abschluß ihres Bauvorhabens i.d.R. erst mal "die Schnauze voll".

  7. Ein erstes Ergebniss: PCB im Blut

    Hallo zusammen
    seit gestern weiss ich, dass sich in meinem Blut ein Stoff aus der Gruppe der Polychlorierten Biphenyle befindet.
    Genaue Bezeichnung: PCB Nr. 28
    Wo das wohl herkommt? (Ironisch gemeint)
    Die Analyse Ergebnisse unserer Haus-Untersuchung liegen noch nicht vor.
    Ich melde ich mich wieder.
    Grüsse von

    Name:

    • Mark Cern
  8. KRANK durch UMWELTGIFTE im TV

    Heute, am 19.04.2001, wird im ZDF um 11.35 Uhr die Sendung "Praxis täglich" Thema: Krank durch Umweltgifte ausgestrahlt.
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  9. Grr

    Und da stehe ich gerade im Gerichtssaal dumm rum :-(

    Name:

    • Beisse
  10. PCB im Blut...

    Hallo Herr Cern und alle Interessierten... kurzer PCB-Sanierungsbericht... halten Sie sich fest: vor rund 6 Jahren Jahren hat eine Mutter eines kleinen Kindergartenkindes in einem süddeutschen Winzerstädtchen sich gewundert, warum das Kind ständig Kopfschmerzen hat und sich erbricht. Die Mutter kam auf die Idee, bei der Gemeinde nachzufragen, ob im Kindergarten Schadstoffe verbaut wurden: Kindergartenbau für 120 Kinder Bj. 1970, Flachbau wie üblich, Dachkonstruktion aus so zusammengenagelten dicken Brettern (keine Ahnung wie das heißt) komplett Xylamongetaucht. Da drunter als Decke eine Holzprofilbrettverkleidung, mit Xyladecor gestrichen. Als Dacheindeckung Eternitplatten (Asbest?!). Bei Schadstoffmessungen (Mehrfachproben aus den Bauteilen/Wänden/Möbeln/Spielzeugen/Staub...) wurden extreme PCB-Werte und was weis ich noch alles (u.a. Lindan = enthält Spuren von Dioxin) festgestellt. Ich hatte zwei Kinder in diesem Kindergarten und setzte mich vehement für einen Teilabriss (bis aufs Mauerwerk) ein - zu teuer. Der Bau wurde nach Empfehlungen eines Ingenieurbüro für Umwelttechnik durch eine Fachfirma *während des Kindergartenbetriebes* saniert. Unter die Holzdecke kamen Folien mit Alueinlage, mit den Wänden verklebt (wie auch immer das dauerhaft halten soll), darunter Gipskartonplatten. Während der Arbeiten waren die einzelnen Räume mit Folien vom restlichen Kindergarten abgeteilt, Bau(staub)luft wurde abgesaugt. Die Wände und Fenster wurden mit Spezialfarbe überstrichen. Heute darf man/frau da keinen Nagel mehr einschlagen, Wand und Decke dürfen nicht beschädigt werden. Kleine eingkapselte Kindergarten-Sondermülldeponie sozusagen. Die Messwerte werden kontrolliert und stimmen offensichtlich. Das komplette Mobiliar und alle Spielzeuge wurden vernichtet, weil sich das Zeug ja über die Luft/den Staub in Holz ablagert/anhaftet. Ich hatte mich damals kundig gemacht, ein paar Jahre vorher gab es einen identischen Fall in einer nahen Stadt, daher hatte ich einige Unterlagen, ich werde heute abend mal sehen, ob ich die noch finde (bin im Moment noch im Büro).
    Fakt ist, dass diese Holzschutzmittel/Bauchemiklaien ja durch die Bank hochgiftig waren. Ich habe während meiner Schreinerlehre mit Formaldehydleimen Möbel furniert, das ist grad mal 18 Jahre her. Heute geht die Lampe an, wenn jemand was von Formaldehyd erzählt, dabei könnte ich wetten, daß man es in jedem Holzhaus (mit Plattenwerkstoffen) nachweisen kann. Erst Ende der 80er Jahre wurden bestimmte hochgiftige Bestandteile von Holzschutzmitteln in Deutschland verboten (in Frankreich übrigens meines wissens nicht).
    Wenn ich so die Diskussionen um Wandaufbau/Dämmung und Schimmel im Forum verfolge, ärgere ich mich grün, daß ich kein klassisches Steinhaus gebaut habe. Ich glaube bei der Konstruktion meines Hauses in Holzständerbauweise wurde da auch gepfuscht, die Folgen kommen ja erst Jahre später zum tragen.

    Name:

    • Ulf
  11. Danke Herr Eberhard

    Für Ihren Beitrag.
    Sie schreiben, dass Sie glauben, mit Ihrem Haus könne etwas nicht in Ordnung sein. Gibt es erste Symtome?
    Welchen Pfusch vermuten Sie?
    Es haben sich mittlerweile mehrere Geschädigte, auch über dieses Forum hier, bei mir gemeldet.
    Es ist unglaublich, was hier in Deutschland, in viele Fertighäuser eingebaut wurde, oder sollte ich besser sagen, eingebaut wird?
    Gesundheitliche Probleme werden von vielen Medizinern, aus Unkenntniss, nicht in die Richtige Richtung behandelt, weil das Thema Umwelt-Medizin eine relativ neue (ca. 10-12 Jahre) Wissenschaft ist.
    Weitere Informationen können Sie hier im Forum unter den weiterführenden Links nachlesen.
    Viel Erfolg bei der Suche. Ich bin sehr gespannt auf weitere Details.
    Habe mich recht gut in das leidige Thema eingearbeitet und stehe für weitere Auskünfte, gerne auch per e-mail, zur Verfügung.
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  12. eieieie... PCP wars nicht PCB

    PCP ist das in dem Kindergarten - pardon. Dafür findet die Suchmaschine jetzt wenigstens was (->Forium 162:-).
    PCB und PCP sind zwar entfernt verwandt, habe ich gerade gelesen, sollten aber nicht verwechselt werden. Sie kennen sich da bestimmt recht gut aus, Herr Cern. Für alle Interessierten: *PCP* (nicht das PCB im Blut des Hr Cern) ist Pentachlorphenol, ein keimtötendes Mittel ->Fungizid, das vor allem in Holzschutzmitteln eingesetzt wurde, Chlor enthält und deshalb sehr langlebig in der Umwelt erhalten bleibt, mit Lindan verwandt ist, das auch häufig in Holzschutzmitteln zum Einsatz kam und enthält regelmäßig Verunreinigungen mit Dioxinen enthält. Es ist heute in Deutschland verboten (seit 1978 für bewohnte Innenräume nicht mehr zugelassen, womit ich meine Aussagen weiter oben korrigiere). Von der IHG - Interessengemeinchaft der Holzschutzmittelgeschädigten e.V. - gibt es Unterlagen zum Thema. Einen Satz möchte ich zitieren: *Für die Sanierung von Fertighäusern oder Fachwerkhäusern in Holz-Skelett-Bauweise gibt es keine 100%ige Sanierungsmöglichkeit, da das Entfernen aller verseuchten Bauteile und der Ersatz durch unbehandelte Materialien teurer werden kann, als ein Neubau.* Bleibt wie oben beschrieben nur, die Bauteile mittels alukaschiertem GK bzw. Spezialfolie mit Alueinlage dicht zu machen... Na ja hat jetzt aber weniger was mit der bei Ihnen festgestellten Schimmelpilzbelastung zu tun. Bei Ihnen müßte doch die Schimmel-belastete Dämmung so oder so raus (?)
    Herr Cern, wissen sie denn wo das PCB in Ihrem Blut genau herkommt? In meinen Unterlagen heißt es PCB ist oder war z.B. in Transformatoren, Kondensatoren und Fugendichtungsmassen enthalten. Findet denn PCB Anwendung beim Wohnungsbau?
    Ihre Frage wg. Pfusch habe ich an anderer Stelle untergebracht: Außenwände und Fassaden 19
    Gruß

    Name:

    • Ulf Eberhard
  13. Ich könnte platzen vor Wut ...

    ...wenn ich an die Konsequenzen denke!!!
    Dennoch versuche ich hier keine Emotionen mit einfliessen zu lassen.
    Zur Lage:
    Die Untersuchungen haben erste Ergebnisse hervorgebracht.
    Formaldehyd wurde in der Raumluft festgestellt.
    Pilzsporen ebenfalls. Sollten diese nicht Gesundheitsschädlich sein, besteht noch Hoffnung mit einem "blauen Auge" aus der Geschichte herauszukommen.
    Weitere Proben wurden genommen, um die Quelle der belastenden Chemikalien zu finden.
    Die gummierte Unterseite von Teppichen kann ausgasen.
    Die Teppich-Wolle (war echt teuer, man kauft's ja für's eigene Haus) kann mit Chemikalien gegen Ungezifer Befall während des Transportes und der Lagerung behandelt sein.
    Das Leder der Leder Garnitur ebenfalls.
    Die Holzdecken, die Spanplatten (in Wand und Boden) das Ständerwerk wurden seinerzeit behandelt. Woher kam das Material? Habe gelesen, aus dem Osten. Umweltschutz und Vorschriften, 1979 im Osten? :-((
    Tja, das PCB. Das scheint nicht in Fertigbauweise verwendet worden zu sein. Wie Sie schon schreiben, eher in Transformatoren, Kondensatoren und Fugendichtungsmassen, sowie in Fotokopierern, Laserdruckern, eben Büro alltäglichen Dingen. Bin Büro-Mensch. Also, neue Quellen-Suche, in anderer Lokalität. Mal sehen...
    Im Prinzip leben wir im Moment zwischen hoffen und bangen.
    Und sammeln Munition ;-)
    Wenn's dann vom Haus ausgeht wird geschossen!
    Was bleibt uns denn für eine Alternative?
    Richtig, eine Komplett-Sanierung ist Teurer als Neubau.
    Habe ich, als (leider) Gutgläubiger Eigenheim Erwerber, die Bau Sünden der Hersteller Firma mit meiner und der Gesundheit meiner Familie zu bezahlen. Ach ja, auch noch die Sanierung bezahlen? Sorry, siehe Überschrift.
    Ist hier nicht der Hersteller in der Verantwortung?
    Ich kann doch nicht, ein noch nicht bezahltes Haus, abreissen und mal eben ein neues bauen.
    Ich reg mich zu sehr auf, mache für ne'n Moment Pause.
    Bitte um weitere Anregungen
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  14. Entschuldigung Herr Cern

    ich wollte sie damit nicht provozieren. Ich kann Ihre Wut sehr gut nachvollziehen. Damals wurde ja mit Holzschutzmitteln Schindluder getrieben wo es nur ging. Wenn Spanplatten und Ständerwerk mit Fungiziden (paradoxerweise gerade gegen Schimmelpilzbefall) behandelt wurden, sind wir ja schon bei PCP. Wenn sie an einer Kopie der Unterlagen zu *PCP* des o.g. IHG e.V. interessiert sind, mail genügt.

  15. Eine Entschuldigung, lieber Herr Eberhard

    ist absolut nicht nötig. Bestimmt nicht!!!
    SIE haben mir doch nichts getan :-))
    Ich freue mich, dass Sie zu der Problematik eine Meinung haben und diese hier vertreten!
    Denke mal, in diesem Forum bietet sich eine sehr gute Möglichkeit, die Problematik der belasteten Innenräume, der Öffentlichkeit näher zu bringen. Es ist einfach zu wenig bekannt woher manche Symtome stammen. Jeder Geschädigte hadert mit seinem Schiksal und kämpft für sich alleine gegen diese Chemikalien.
    Und das Unglaublichste ist folgendes:
    Da gibt es FH-Hersteller die jetzt grosszügig eine Sanierung anbieten. Natürlich auf Kosten des Besitzers. Das muss man sich einmal vorstellen! Ein gutes Geschäft für die Hersteller. Erst werden diese Häuser verkauft, wenn nach Jahren die Probleme auftreten, verdient man sich noch eine "goldene Nase" mit dem Sanieren!
    Ich für meinen Teil, mache, wo es nur geht, Werbung für dieses Forum. Viele Leser sind schon neu dabei. Sogar mein Arzt, er baut gerade ;-).
    Können Sie mir eine Kopie per e-mail senden?
    Bin natürlich sehr daran interessiert.
    Wenn nicht möglich, sollten wir uns abstimmen. Bitte um eine kurze Nachricht an mich. Danke im voraus :-)
    So, mal sehen was die Roten Renner aus Maranello heute erreichen ;-)
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  16. PCB kann auch aus Farben oder Lacken stammen.

    Manche (Akustik-)Deckenplatten sind z.B. werkseitig schon mit PCB-haltigen Anstrichen versehen gewesen. Die Kongenere geben unter Umständen einen Hinweis auf ihre Herkunft. PCB 28 ist das 2,4,4'-Trichlorphenyl-... und je nachdem, welche Kongenere jetzt dazu kommen oder auch fehlen, kann man die eine oder andere Herkunft zumindest ausschließen. (Die technisch verwendeten PCB-Typen enthielten stets mehrere, bis hin zu 50, verschiedene Kongeneren.)

  17. Was bitte, sind Kongeneren?

    Sehr geehrte Frau Glatthor,
    vielen Dank für Ihren Beitrag.
    Dieser Begriff ist mir bei meinen Recherchen im Internet bereits begegnet, eine Erklärung des Begriffes, habe ich noch nicht gefunden. Ich interpretiere ihn als "Bestandteile von", "Inhaltsstoffe" also einem Teil, von etwas. Liege ich damit Richtig?
    Auf Ihrer Homepage (die Linkliste bedeutet Nachtschicht am PC) wird von Problemen zwischen Mietern und Vermietern geschrieben, gibt es Referenz Objekte für meinen Fall?
    Wie weiter oben geschrieben, erwarte ich die Ergebnisse in Kürze und werde sie an dieser Stelle bekannt geben.
    Mit freundlichen Grüssen

    Name:

    • Mark Cern
  18. Kongenere

    Der Begriff kommt aus der Toxikologie - so nennt man die Gesamtheit der vielen möglichen Einzelverbindungen. Es gibt eben nicht ein PCB-Molekül, sondern ganz viele, die alle ähnlich giftig sind. Gucken Sie mal in die PCB-Richtlinie (URL siehe unten). Dort steht vielleicht auch etwas mehr zu den Begriffen.
    Auf meiner Homepage finden Sie übrigens (noch) nix spezielles zu PCB. Mit diesen Dingen beschäftige ich mich nur nebenbei und nicht beruflich.
    Ob es Referenzobjekte gibt? PCB-Sanierungen sind ebenso wie Asbest- und PCP-Sanierungen tägliches Brot von den darauf spezialisierten Betrieben, sag ich mal so. In Ihrem Fall würde ich erst einmal genauer gucken, was und wieviel denn im Blut gefunden wurde. Dann würde ich die Menschen aus der näheren Umgebung auch darauf testen lassen und schon kann man die Sache einkreisen. Luftmessungen in allen Räumen, in denen man sich häufiger aufhält sind vermutlich zunächst einmal deutlich aufwendiger und bringen auch nicht mehr Erkenntnisse. (meine Vermutung)

    Name:

    • Andrea Glatthor
  19. Einkreisen ist gut, denken "wir" auch

    Messungen wurden gemacht.
    Schaue mal in die Richtlinien
    Vielen Dank für's erste!
    Ich freue mich, dass Interesse an unserem Problem entsteht!
    Grüße von

  20. Sorry

    viel gelesen, natürlich von

    Name:

    • Mark Cern
  21. Die PCP Sanierung des KINDERGARTENS...

    ... Herr Eberhard, ist nach dem von Frau Glatthor freundlicherweise gesetzten link anscheinend fachgerecht ausgeführt worden. Lesen Sie ihn bitte auch einmal. Ein fader Beigeschmack bleibt trotzdem.
    Vielen Dank auch für die gefaxten Unterlagen der IHG - Interessengemeinchaft der Holzschutzmittelgeschädigten e.V.
    Ich habe nun ein erstes ca. 10 Seitiges Gutachten von einem Instiut für Innenraumdiagnostik, sowie dass Ergebniss der Blutuntersuchung vorliegen. Nachfolgend die Hauptaussagen:
    Zitat:
    Permetrin: 30 - 60 mg/kg
    PCP: 5 - 10 mg/kg
    Lindan: 5 - 10 mg/kg
    Formaldehyd: 0,05 ppm
    Formaldehyd: 0,06 ppm
    Aspergillus versikolor: Dieser Pilz tritt häufig bei mikrobiellen Schäden in
    Gebäuden auf. Er ist meist nur bei nachhaltigen Schäden zu finden.
    Chaetomium: Kritische Pilzart die den Schimmelgeruch produziert.
    Bacillus - Bakterien: Bacillus - Bakterien zeigen, dass das besiedelte Material sehr feucht ist bzw. gewesen ist. Bacillus - Bakterien riechen muffig.
    Bewertung: Eine microbielle Belastung liegt vor, von einer gesundheitlichen
    Gefährdung ist auszugehen.
    Massnahmen zur Reduzierung der Belastung sind erforderlich.
    Zitat Ende.
    Blutwert:
    Zitat:
    PCB Nr. 28: 0.02 µg/1 (Anmerkung: Ausserhalb des Referenzbereiches)
    Eine inhalative Belastung wird daher durch erhöhte Konzentration von PCB 28 angezeigt. Die chronische Belastung mit PCBs kann Haut, Leber, Nerven und Immunsystem schädigen. Von welcher Blut-PCB-Konzentration an Symtome auftreten, ist unbekannt. Bei einer über die Kintergrundbelastung der Normalbevölkerung hinausgehenden PCB-Konzentration im Blut sollten die Ursachen gesucht und die Belastung reduziert werden.
    Zitat Ende
    PCB Nr. 52, 101, 138, 153, und 180 sowie Pentachlorphenol i. s. wurden ebenfalls festgestellt, allerdings unter den zulässigen Referenzbereichen. Wie tröstlich :-(
    Wie weiter oben beschrieben, wurden 10 weitere Proben genommen, auf die Ergebnisse warten wir mit grossem Unbehagen. Mal ganz blauäugig: Evtl. liegt es ja an den Deckenverkleidungen aus Holz (Nut und Feder) oder am Woll-Teppich. Ich mach mir halt selbst etwas vor, was soll's.
    Nun liebe Experten:
    Hat schon jemand eine Idee für ein weiteres vorgehen?
    Wie gesagt, ausziehen is nicht, verkaufen auch nicht, (Haftung! Wir wissen ja von dem Problem) also das beste daraus machen!
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  22. Ist klar Herr Cern...

    ...es wird ja auch bis heute periodisch nachgemessen, die Messwerte sind offensichtlich o.k. Der Beigeschmack ist halt besonders bitter weils nun grad ein Kindergarten ist. Sch...gefühl halt, aber wem sage ich das :-)

  23. Vergiftet und allein gelassen

    Hallo Herr Cern, sie wandten sich mit Ihrem Problem per E-mail an mich (Institution Gesundes Leben und Wohnen). Ich habe die ganzen Beiträge der einzelnen Forumleser durchgelesen. Da tut sich ja enorm viel auf!
    Die Problembezogene Bauweise der Fertighaushersteller ist bestens bekannt. Schimmelpilze wachsen als äußerst genügsame und anpassungsfähige Organismen überall dort, wo Materialien genügend feucht sind, sei es durch eingedrungene Nässe oder durch Kondensation. Sie produzieren bei gutem Wachstum täglich Millionen und Milliarden von mikroskopisch kleinen Vermehrungseinheiten, Sporen oder Konidien, welche bei der leichtesten Luftbewegung an die Raumluft abgegeben werden und diese so verseuchen, dass die Bewohner in ihrer Gesundheit beeinträchtigen können. Schimmelpilze sollten direkt als Material analysiert werden, denn es gibt Pilzarten, die keine Sporen frei geben, aber extrem gefährlich sind. Achten Sie auf eventuell vorhandene Gipskartonplatten in dem Wandaufbau.(Stachybotrysbefall nicht auszuschließen)
    Der analysierte Formaldehydwert scheint mir erstaunlicherweise gering ausgefallen zu sein. Dies lässt eventuell vermuten, das hier Isocyanate im Spiel sind. Isocyanate dienen als Ersatzstoff, bzw. werden als Nachfolgechemikalie für Formaldehyd verwendet. Bei der Verarbeitung dieses Stoffes kann es bei Hautkontakt in Minutenschnelle zu schweren Hautreizungen kommen. Naturteppiche werden fast immer mit Pyrethroide behandelt. Oft Permethrin. Alle Wollteppiche die das schöne Wollsiegel erhalten haben, müssen mit diesen Nervengiften behandelt sein. Sonst gibt es kein "Verbraucherfreundliches Wollsiegel". Mit größter Wahrscheinlichkeit dürfte es sich bei Ihrem Haus um ein für diese Bauzeit übliches Problem handeln. Kondenswasser!
    Sie müssen die Wand diffusionsfähig machen. Das heist die Folie entfernen. Der Aufwand wäre enorm und kostspielieg. Die einfachste Lösung dürfte das Einbringen von Luftschächten sein. Damit sind leider die Belastungsherde nicht entfernt. Da wäre eine Maskierung der Innenwände die diffusionsfähig ist und diese Sporen zurückhält angebracht aber keineswegs die Lösung. Zumindes ein Schutz. Vieleicht noch eine Frage. Haben Sie das Haus selbst erstellt, oder sind Sie der Zweitbesitzer?
    Denn wenn Ihnen der Verkäufer bewußt die Problematik verschwiegen hat, könnten Sie Schadensansprüche stellen. Im übrigen würde ich jedem abraten, ein Fertighaus zu kaufen. Der Einsatz von chemischen Stoffen in diesen Häusern ist enorm hoch und verbirgt ein ernstzunehmendes Problem. Für die Grenzwertbetrachtung spielen Kombinationswirkungen eine entscheidende Rolle. Auch wenn Einzelkomponenten selbst keine toxischen Wirkungen zeigen, kann es bei Gemischen zu bösen Überaschungen kommen. Um das Ausdünsten chemischer Stoffe in Materialien zu verhindern, benutzen wir eine für MCS (Chemikaliensensitive) hergestellte Maskierungstechnik, mit der Sie problemlos alle Materialien versiegeln können. Ich möchte Ihnen nahelegen, gehen Sie sofort zu Ihrem Arzt und unterziehen Sie sich einer immuntoxikologischen Untersuchung. Dies gilt für alle Wohnungsbenutzer. Es handelt sich um eine medizinisch anerkannte Untersuchungsmethode, bei der im Vorfeld eine Immunschwäche festgestellt wird. Die Kosten der Untersuchung trägt Ihre Krankenkasse, da eine Vergiftung vorliegt. Weiter Auskünfte darüber, gebe ich gerne. Gerne lasse ich Ihrem Arzt die Untersuchungsanleitungen zukommen. Es grüßt Sie freundlich aus dem Taubertal
    Institution Gesundes Leben und Wohnen
    Hellinger Klaus-D.

  24. Vergiftet und alleingelassen, wie wahr Herr Hellinger

    Doch nicht ganz allein, da hier im Forum schon einige Beiträge zu unserem Problem eingestellt wurden.
    Herr Hellinger, vielen Dank für die rechtzeitig zugegangenen Unterlagen der Immuntoxikologie München LTTMCS. Die darin vorgeschlagenen Untersuchungen wurden schon gemacht, da wir einen Umweltmediziener an unserer Seite haben. Es ist jedoch beruhigend zu wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
    Über die Maskierungstechnik habe ich mir einige Gedanken gemacht, da uns anscheinend keine andere Möglichkeit bleibt. In den Technischen Datenblättern, vielen Dank dafür, die Sie mir per E-Mail geschickt haben, gibt es ja eine Menge Informationen dazu.
    Sollt ein Mitleser die Technischen Datenblätter benötigen, bitte E-Mail an mich. doc 465 KB kann per Mail gesendet werden.
    Hat jemand praktische Erfahrung mit Maskierungstechnik?
    Grüße von

    Name:

    • Mark Cern
  25. Geruchs und Schadstoffbelastungen in Holzfertighaeusern

    Immer wieder werden wir mit den "Ausreden" konfrontiert, es handle sich dabei um erst neu erkannte Probleme; dabei gibt es bereits seit vielen Jahren entsprechende Fachpublikationen - unter anderem - Formaldehydbelastungen in Fertighaeusern des Instituts http://www.alab-berlin.de seit über 10 Jahren;
    eine dauerhafte Sanierung setzt natuerlich umfangreiche -Ursachenerforschung- voraus; für zahlreiche Gerueche (Aldehyde, VOCs..) und vor allem aber Formaldehyd und PCP hat sich in der Vergangenheit eine modifiziertes Vlies /http://www.kairatin.de ( wissenschaftlich nachgewiesener Abbau ! der Schadstoffe) -hervorragend bewährt; Sanierung technischer Fehler in der Daemmung, Beseitigung des Schimmels und zusätzliche technische Massnahmen muessen natuerlich zusaetzlich durchgefuehrt werden;
    ein Abdecken mit Alufolie halten wir fuer nicht ratsam - einerseits reicht eine kleine Beschaedigung der Folie an nur einer Stelle um Gerueche und Schadstoffe wieder in den Innenraum dringen zu lassen - daneben widerspricht eine hermetische Abdichtung der Innenraeume allen Grundsaetzen diffusionsoffenen Bauens (sowohl technisch-Feuchtigkeitsverhalten - baubiologisch).
    Auch eine Abdichten formaldehyd (oder PCP)emittierender Holzwerkplatten mittels diverser Lacke kann nicht als langlebige Sanierung bezeichnet werden- spätestens nach Endtrocknung dieser Lacke nach 2 bis 3 Jahren kommt es erneut zu Formaldehydbelastungen.
    Die ebenfalls oftmals empfohlene Ammoniak - Begasung fuehrt dagegen zu wochenlangen zusaetzlichen Geruchsbelastungen und vor allem kann es zu wesentlichen Verfaerbungen von Holzoberflaechen kommen.
    Eine Reihe von Fachinstituten ( alab Berlin, WKI Braunschweig, eco Koeln, TUEV Essen und viele andere) erteilen hier fachmaennische Beratung - gerne vermittle ich die entsprechenden Adressen.
    Beste Sanierung ist natuerlich nach wie vor die Entfernung saemtlicher emittierender Produkte (statisch leider oft nicht moeglich) -
    praeventiv die ausschließliche Verwendung strengstens schadstoffgepruefter Baustoffe /http://www.econcert.de - leider reichen offensichtlich - das beweisen Probleme selbst in ganz neugebauten Kindergaerten - die gesetzlichen Genzwerte = u.a.Voraussetzungen fuer bauaufsichtliche Zulassungen - angesichts immer niedriger werdender Luftwechselraten in eneregetisch optimal geplanten Neubauten immer weniger als Gewaehrleistung gesundheitsoptimierten Bauens.
    Unverbindliche weitere Informationen erhalten Sie jederzeit gerne unter http://www.spritzendorfer.de;
    Mit freundlichen Gruessen
    J.Spritzendorfer


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