Ratgeberartikel zu Effizienzhäusern

Ratgeberartikel zu Effizienzhäusern

Unter Effizienzhäusern versteht man Wohngebäude, die besonders wenig Energie verbrauchen. Der einfache Begriff Effizienz steht deshalb eigentlich für Energieeffizienz. Weist ein Haus eine hohe Energieeffizienz auf, spricht man auch von davon, dass es über eine hohe energetische Qualität verfügt.

Die Normierung der Energieeffizienz erlaubt es, die Energieeffizienz unterschiedlicher Häuser zu vergleichen. Verbindlich, gesetzlich vorgeschrieben ist diese Norm durch die EnEV - Energieeinsparverordnung. Um den Grad der Energieeffizienz eines Hauses nach der EnEV zu ermitteln, wird vor allem sein jährlicher Bedarf an Primärenergie gemessen. Dabei nennt die EnEV - Energieeinsparverordnung die Höchstwerte, die Gebäude einhalten muss, um als Effizienzhaus anerkannt zu werden. Entspricht die Energieffizienz eines Hauses dann zu hundert Prozent dem Höchstwert der EnEV, wird es als Effizienzhaus 100 bezeichnet. Ein energieeffizienteres Haus, das beispielsweise nur 50 Prozent der Maximalwerte des EnEV erreicht, wäre dann entsprechend ein Effizienzhaus 50. Die Energieeffizienz eines Hauses ist also umso höher, je niedriger die jeweilige Zahl ist, die hinter der Bezeichnung Effizienzhaus steht. Diese Art der Klassifizierung von Häusern spielt zum Beispiel nicht nur als Maßstab für die Qualität von Bauleistungen eine wichtige Rolle, sondern auch bei der bei der Beantragung öffentlicher Zuschüsse, deren Leistungen nach Effizienzklassen gestaffelt sind.

Nur auf den ersten Blick hat das Bauen nach dem Effizienzhausstandard einige echte Nachteile. So erfordert ein besonders energieeffizienter Bau meistens erhöhte Investitionen, weil zusätzliche architektonische und bautechnische Vorkehrungen zu treffensind, um ein Haus besonders energieeffizient zu gestalten. Auch weil man auf energetische Anforderungen stärker Rücksicht nehmen muss, ist man in der Planung des Baus in seiner Freiheit etwas eingeschränkt. So sollte der Baukörper zum Beispiel durch Ausrichtung einer Fensterfront zur Sonnenseite natürliche Wärmegewinne so weit wie möglich nutzen. Darüber hinaus müssen die Energieerzeuger im Hause wie zum Beispiel eine Heizung die eingesetzte Primärenergie möglichst effizient nutzen. Schließlich verfügt ein energieeffizientes Haus über eine gute Wärmedämmung, die Wärmeverluste des Hauses so weit wie möglich reduziert. Diesen relativen Nachteilen stehen als deutliche Vorteile nicht nur erhebliche Ersparnisse beim Betrieb des Hauses, sondern nicht zuletzt auch ein positiver Beitrag zum Schutz der Umwelt gegenüber.

Energieeffizient planen und bauen erfordert spezielles technisches Know How, über das nur auf diesem Gebiet besonders versierte Fachleute verfügen. Bauherren sollten deshalb zum Beispiel bei der Vergabe von Bauleistungen darauf achten, entsprechend qualifizierte Partner zu finden. Auch sollte man schon bei den ersten Planungsschritten für ein Bauvorhaben mit Fachleuten zusammenarbeiten Unter folgendem Link können Sie mehr erfahren. Nur so ist gewährleistet, dass alle Maßnahmen für ein Mehr an Energieffizienz sorgfältig aufeinander abgestimmt und zu einem stimmigen System zusammengeführt werden können.

Die Energieeffizienz von Häusern wird staatlicherseits finanziell gefördert, wobei die KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau wohl als wichtigste Förderinstitution gelten kann. Wenn es um die energetische Sanierung von Gebäuden geht, beteiligt sich die KfW nicht nur an der Finanzierung von Bauvorhaben zur Errichtung von kompletten Häusern nach dem Effizienzhaus-Standard, sondern es gibt auch vergünstigte Darlehen zur Realisierung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Häusern.

Im Rahmen der KfW - Programme stehen Bauherren zum Beispiel zinsgünstige KfW Darlehen zu Verfügung, um energieeffiziente Bauten zu finanzieren. Diese Darlehen sind umso zinsgünstiger, je höher der Grad der zu erwartenden Energieeffizienz des jeweiligen Hauses ist. Darüber hinaus können Bauherren Tilgungszuschüsse in Anspruch nehmen, wenn durch die Baumaßnahmen mindestens der Standard Effizienzhaus 55 erreicht wird. Auch hier gilt, dass der Tilgungszuschuss sich erhöht, je höher die Energieeffizienz des Hauses eingestuft wird.

Da der angestrebte Effizienzstandard der KfW entsprechend qualifiziert nachgewiesen werden muss, ist auch hier die Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachleuten unerlässlich. So benötigt man zur Beantragung von Förderdarlehen bei der KfW die formelle Bestätigung eines sachverständigen Energieberaters, welcher Energiestandard durch die zu finanzierenden Baumaßnahmen erreicht wird.