Bestandteile der Straßenentwässerung
Herstellung der Bestandteile der Straßenentwässerung in einer der Stichstraßen
Regenwasserkanal DN 300, Straßenabläufe und 2-zeilige Entwässerungsrinne
Bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann, muß das benötigte Material zusammengestellt werden. Für den Kanal muß die Haltungslänge, von Schachtmitte bis Schachtmitte, und die vorgesehene Anzahl an Staßenabläufen und somit an Abzweigern in dieser Haltung aus dem Plan entnommen werden. Um auf die richtige Menge an Betonrohren DN 300 mit einer Länge von jeweils 2,50 m zu kommen, muß von der Haltungslänge der Durchmesser eines Schachtes, der Gelenkzulauf und der Gelenkablauf mit jeweils 1,0 m und die Menge an Abzweigern, ebenfalls jeweils 1,0 m, abgezogen werden. Sollte dann die restliche Länge nicht genau durch 2,5 teilbar sein, kann ein Rohr mit der Länge von 1,0 m verwendet werden, um möglichst genau auf die geforderte Haltungslänge zu kommen. Der Aufbau der zu setzenden Fertigteilschächte DN 1000 muß aus der jeweiligen Schachttiefe im Plan errechnet werden. Jeder Schacht muß mindestens aus dem Schachtunterteil, einem Konus und der Schachtabdeckung bestehen. Die Resthöhe muß dann mit Schachtringen von 0,25 - 1,0 m Höhe bzw. mit Ausgleichsringen von 0,04 - 0,1 m Höhe, um exakt auf die vorgegebene Endhöhe zu gelangen, aufgefüllt werden. Jedes Schachtunterteil muß gesondert beim Hersteller geordert werden. Auf Bestellformularen können dann die Gerinneausbildung, bestehend aus einem oder mehreren Einläufen und dem Ablauf, und die jeweiligen Winkel angegeben werden. Für die Straßenabläufe müssen die richtige Anzahl und Art, mit oder ohne Geruchsverschluß, komplett und eine ausreichende Menge an Rohren und Bögen DN 150 vorhanden sein. Vor der Verlegung des Kanals muß dem Polier ein Schema vorgegeben werden, an welchen Stellen bzw. nach welcher Anzahl an Rohren Abzweiger zu verlegen sind, damit die Straßenabläufe möglichst in einem geeigneten Winkel angeschlossen werden können. Auf dem Schema werden dann die genauen Einmeßlängen der verlegten Abzweiger, um sie beim nachträglichen Anschluß der Straßenabläufe wieder zu finden, festgehalten. Außerdem muß vorher die Lage der Schachtmittelpunkte, um Beginn, Ende und Richtung der Haltung zu erhalten, abgesteckt werden.
Mit den Kanalbauarbeiten wird in der Regel am tiefsten Punkt eines Abschnitts des Kanals begonnen. An dieser tiefsten Stelle ist in diesem Baugebiet immer ein Absetzschacht vorgesehen, da an dem Absetzschacht die Rigolen zur dezentralen Versickerung beginnen. Ein Absetzschacht unterscheidet sich von einem normalen Schacht dadurch, daß er kein Gerinne besitzt und daß die Sohle einen Meter unter dem tiefsten Einlauf ist. Beim Setzen der Schächte ist darauf zu achten, daß der zuvor errechnete Schachtaufbau eingehalten und der Schacht der späteren Straßenhöhe genau angeglichen wird. Außerdem muß auf die korrekte Lage und die gleiche Ausführung der Steigbügel geachtet werden. Die Rohre werden mit dem angegebenen Gefälle und normalerweise gegen die Fließrichtung verlegt, außer ein Schacht besitzt die Funktion eines Hochpunktes, so daß die nächste Haltung mit der Fließrichtung gelegt werden muß. Nach dem Einbau des Gelenkzulaufs, der richtigen Anzahl an Rohren, der richtigen Menge an Abzweigern an den vorgesehenen Stellen und des Gelenkablaufs, endet die Haltung wieder mit einem Schacht. Da die Straßenabläufe zu einem späteren Zeitpunkt fertiggestellt werden, werden die Enden der Abzweiger vorübergehend mit einem Verschlußteller gegen das Eindringen von Kies abgesperrt. Die Verschlußteller haben auch den Sinn die Haltung abzudichten, damit die Druckprüfung durchgeführt werden kann. Sofern die Haltung als Ganzes nicht dicht ist, kann jede Muffe einzeln abgedrückt werden, um den Fehler zu finden.
Die Fertigstellung der Straßenabläufe folgt dann, wenn das fertige Straßenniveau bekannt bzw. die seitliche Entwässerungsrinne der Straße vorhanden ist. Die kompletten Pflasterarbeiten wurden für dieses Baugebiet an einen Subunternehmer vergeben. Somit müssen für die Entwässerungsrinne nur sämtliche Vermessungsarbeiten und die Herstellung der Planie durchgeführt werden. Für die Beschaffung des Materials ist der Subunternehmer zuständig. Da das anstehende Gelände nahezu kein Gefälle besitzt, müssen in bestimmten Abständen Hoch- und Tiefpunkte angeordnet werden, wobei an jedem Tiefpunkt ein Straßenablauf gesetzt und an den vorhandenen Abzweiger des Kanals angeschlossen werden muß. Dabei muß für die Abrechnung festgehalten werden, wie viele Meter Rohr und wie viele Bögen verwendet worden sind. Am Ende wird der Straßenablauf der fertigen Höhe der Entwässerungsrinne angeglichen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, ob der Ablauf an einen Regenwasserkanal oder Schmutz- bzw. Mischwasserkanal angeschlossen wird. Je nachdem muß ein Ablauf mit oder ohne Geruchsverschluß verwendet werden.
![]() Regenwasserkanal DN 300 |
![]() Stichstraße mit 2,5 % Querneigung, Entwässerungsrinne, Straßenabläufen |
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Gesamtes Bauvorhaben |
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Dynamische Alumni-Linkpartnerschaft / Dynamic Alumni Link Exchange
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Wolfgang Paul - Abschlußexkursion 2002 - Nord-Variante (Alternative) - Alumni - Jahrgang 2002: Das Macher-Team
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