Fördermittel
In Kran- oder Aufzugkübeln wird vorwiegend weicher (KR) oder plastischer Beton (KP) gefördert. Eine Entmischung ist bei dieser Förderart nicht zu befürchten, solange die Verschlussklappen der Kübel dicht schließen und somit kein Zementleim auslaufen kann. Werden fahrbare Behälter, z. B. Japaner, eingesetzt, besteht bei langen und unebenen Wegen die Gefahr einer Entmischung des Betons, vor allem bei weicher Konsistenz (KR).
Mit Förderbändern sollte nur plastischer Beton (KP) gefördert werden. Bei der Bandförderung von steifem (KS) oder weichem Beton (KR) ist wegen der Entmischungsgefahr Vorsicht geboten. Es ist erforderlich, an der oberen Umlenkrolle des Förderbands ein Prallblech, zum Entfernen des Zementleims vom Band einen Abstreifer und zum Zusammenhalten des Betons Vorrichtungen an der Abwurfstelle z. B. Fallrohre anzuordnen. Bei langen Bandstraßen muss der Beton gegen Witterungseinflüsse geschützt werden.
Für das Fördern durch Pumpen sind an die Betonzusammensetzung bestimmte Anforderungen zu stellen. Der Beton muss über ein gutes Zusammenhaltevermögen verfügen, sich besonders bei Förderung durch Rohrleitungen mit kleinem Durchmesser leicht verformen lassen und eine gleichmäßige Konsistenz aufweisen.
Beim Verlegen der Rohrleitung sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden: Es sind nur Rohre, Kupplungen und Schläuche zu verwenden, die nicht schadhaft sind; die Rohrleitung soll nur unbedingt erforderliche Richtungsänderungen aufweisen; unnötige Bögen sind zu vermeiden, da der Verformungswiderstand in gebogenen Rohren wesentlich größer ist als in geraden. Es ist zweckmäßig, die Rohrleitung so zu verlegen, dass zunächst über die größere Entfernung gepumpt wird. Im Verlaufe des Betoniervorganges wird dann durch Abnehmen einzelner Rohre die Leitung verkürzt. Falls keine Verteilerschläuche angeschlossen sind, ist an der Einbaustelle die Rohrleitung möglichst so hoch zu legen, dass der Beton ohne häufiges Umlegen der Rohrleitung oder Abnehmen von einzelnen Rohren eventuell über Rutschen verteilt werden kann.
Bei einer Hochförderung sollte die Rohrleitung nicht schräg, sondern senkrecht verlegt werden. Sie ist gut zu befestigen. Die Entfernung Betonpumpe - Steigleitung ist möglichst groß zu wählen, damit die Reibung des Betons in der waagerechten Leitung den Druck der Betonsäule aufnehmen kann. Auch der Einbau eines Absperrschiebers in die untere horizontale Leitung hat sich bewährt. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn wegen eines Verstopfers im Übergangsstück an der Pumpe die Leitung geöffnet werden muss.
In einer Abwärtsleitung darf die Betonsäule nicht abreißen. Um dies zu vermeiden, sind Widerstände in Form von Rohrkrümmern (Staubögen) einzubauen. Diese sind vor allem dann erforderlich, wenn sich an die Gefälleleitung keine längere horizontale Leitung anschließt. Auch durch ein Ansteigen der Rohrleitung im Anschluss an die Gefälleleitung kann ein Abreißen der Betonsäule vermieden werden. Störend wirken sich bei einer Abwärtsförderung Luftpolster aus, die sich im Krümmer vor der Gefälleleitung bilden können.
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