Denn im Vergleich zu den alten Handabsperrventilen, die nicht in der Lage sind, die vorhandene Raumtemperatur zu registrieren, 'nutzen' Thermostatventile fremde Wärmequellen. Erhöht sich die Raumtemperatur durch Sonneneinstrahlung, Lampen, Kochen oder ähnliches, drosselt das Ventil automatisch die Heizwasserzufuhr. Wird es im Raum hingegen kühler, gibt der Temperaturfühler das Kommando "Wasser marsch", bis die eingestellte Temperatur wieder erreicht ist. Diese kann für jeden Raum individuell gewählt werden - in der Regel im Schlafzimmer etwas niedriger, im Bad mollig warm.
Aber moderne Thermostatventile leisten noch mehr. So kann beispielsweise beim Danfoss-Modell RAW die Temperatureinstellung nach oben und unten begrenzt oder ganz blockiert werden. Das ist nicht nur in öffentlichen Gebäuden interessant, in denen sich niemand für die Heizkosten verantwortlich fühlt. Auch in den eigenen vier Wänden macht sich diese Vorkehrung gewissermaßen als 'Kindersicherung' nützlich. Ohne sie würde wohl manch kleiner Entdeckungsreisende bei der Erforschung der neuen Technik ungewollt die gerade gesparte Energie wieder vergeuden.