Während der Backstein dank seiner optimalen physikalischen Eigenschaften (Wärmespeicherung, Feuchtigkeitsverhalten) bei Hitze und Nässe sozusagen als natürliche Klimaanlage fungiert, erlaubt das zweischalige Prinzip im Winter zusätzlich einen perfekten Wärmeschutz. Zwischen Hintermauerwerk und Vormauer aus Backstein läßt die Luftschicht Platz für eine zusätzliche Wärmedämmung, die nicht durch eine dünne Putzschicht, sondern durch eine solide Backsteinfassade vor allen Witterungseinflüssen dauerhaft und sicher geschützt ist. Auf diese Weise lassen sich sowohl der Instandhaltungsaufwand als auch der Energieverbrauch drastisch reduzieren. So sind im Extremfall gegenüber der einschaligen Bauweise Energieeinsparungen von bis zu 54 % möglich. Das ist besonders interessant vor dem Hintergrund der für 1999 geplanten neuen gesetzlichen Energieeinsparungsvorgaben.
Nur gut, dass es für einen optimalen Wärmeschutz nie zu spät ist: Das zweischalige Prinzip läßt sich auch als nachträgliche Maßnahme bei der Altbausanierung realisieren und wird dann auch noch durch Länder und Kommunen finanziell gefördert.
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